Es ehrt Sie, liebe Loreley, daß Sie es ehren, unser lebendes Denkmal. Ohne jeden Zweifel hat Walser seine Verdienste, alleine aufgrund der Tatsache, daß er gute Bücher geschrieben hat. Unrecht ist ihm auch geschehen, das haben wir thematisiert. Verteidigt haben wir ihn deshalb auch schon — wennauch vor längerer Zeit. Das heißt jedoch nicht, daß alles Gewalsere als gut «empfunden» werden muß.
Sein Letztgefühltes beispielsweise mögen wir eben nicht. Das hat nichts mit seiner Person, sondern mit seiner Phantasie, seiner Diktion, seinem Stil zu tun, allem voran seinen goetheschen Anverwandlungen. Auch ging die erste Kritik an den sprechenden Walser. Der ist es, der uns unerträglich daherkommt. Denn da hat er auf sein — ihm gestattetes — Gefühl mit Schwulst angereichert.
Aber Sie haben schon recht: es ist Ansichts-, Anhörungssache.
Liebender Walser
Sein Letztgefühltes beispielsweise mögen wir eben nicht. Das hat nichts mit seiner Person, sondern mit seiner Phantasie, seiner Diktion, seinem Stil zu tun, allem voran seinen goetheschen Anverwandlungen. Auch ging die erste Kritik an den sprechenden Walser. Der ist es, der uns unerträglich daherkommt. Denn da hat er auf sein — ihm gestattetes — Gefühl mit Schwulst angereichert.
Aber Sie haben schon recht: es ist Ansichts-, Anhörungssache.