Reading Room - Ein liebender Mann
Die FAZ stellt täglich Textauszüge von Martins Walsers neuem Buch online. Teilweise auch von ihm selbst gelesen.
Ich störe mich nicht an Martin Walsers Erzählweise. Ich finde auch nicht, dass er sich an Goethe vergreift. Er nimmt sich lediglich die künstlerische Freiheit sich in ihn hineinzuversetzen, das hat Thomas Mann auch getan.
Ich glaube eher, dass manche Rezensenten ihn einfach als Person nicht mögen. Er lehnt sich ja auch oft genug aus dem Fenster. Man muss ihn aber nicht mögen, um zu erkennen, dass er ganz gut erzählen kann.
Und ich glaube auch, dass sich viele an der Emotionalität der Geschichte stören. Gelesen habe ich das Buch noch nicht. Aber ich könnte mir Langweiligeres vorstellen.
Gefunden in den Kommentaren von Schmoll et copains.
Ich störe mich nicht an Martin Walsers Erzählweise. Ich finde auch nicht, dass er sich an Goethe vergreift. Er nimmt sich lediglich die künstlerische Freiheit sich in ihn hineinzuversetzen, das hat Thomas Mann auch getan.
Ich glaube eher, dass manche Rezensenten ihn einfach als Person nicht mögen. Er lehnt sich ja auch oft genug aus dem Fenster. Man muss ihn aber nicht mögen, um zu erkennen, dass er ganz gut erzählen kann.
Und ich glaube auch, dass sich viele an der Emotionalität der Geschichte stören. Gelesen habe ich das Buch noch nicht. Aber ich könnte mir Langweiligeres vorstellen.
Gefunden in den Kommentaren von Schmoll et copains.
loreley - 12. Mrz, 13:53
Liebender Walser
Sein Letztgefühltes beispielsweise mögen wir eben nicht. Das hat nichts mit seiner Person, sondern mit seiner Phantasie, seiner Diktion, seinem Stil zu tun, allem voran seinen goetheschen Anverwandlungen. Auch ging die erste Kritik an den sprechenden Walser. Der ist es, der uns unerträglich daherkommt. Denn da hat er auf sein — ihm gestattetes — Gefühl mit Schwulst angereichert.
Aber Sie haben schon recht: es ist Ansichts-, Anhörungssache.