Montag, 1. September 2014

Zitiert

Q. It's going to be your first time playing Dominic Thiem. Have you seen much of him?

TOMAS BERDYCH: Just now I was standing in front of the TV watching the match seeing how he play. That was not only what I seen him play, but most recent, which is good to see. He's really playing well. You can see it's a young kid coming up, just showing how he play without any nerves, any I would say extra pressure, any feeling. He just go for it. That's how it is. That's how it should be. But, yeah, I'm looking forward for that match. Always to play a guy for the first time it could be even more trickier.

US Open - Dominic Thiem erreicht als einziger ungesetzter Spieler bei seinen ersten US Open das Achtelfinale*



6-4, 6-2, 6-3.

Die durch das Wetter langsamer gewordenen Bedingungen haben Lopez, der es schneller mag, nicht geholfen.


Gulbis hat mal wieder eine Riesenchance verpasst. Nur er und David Ferrer haben den vorgezeichneten Weg ins Achtelfinale nicht geschafft.

Dass Isner wieder gegen Kohlschreiber verlieren könnte, hat er sicher selbst befürchtet und Monfils war für mich auch Favorit gegen Gasquet.

Ferrer hatte mit der extremen Schwüle gestern grössere Probleme als Gilles Simon. Der Franzose sagte, er hätte in zehn Jahren nicht so geschwitzt.

*Einen grossen Hype um ihn gibt es deswegen nicht, das war bei Raonic, der im selben Alter das Achtelfinale der Australian Open spielte ganz anders.

Dienstag, 2. September 2014

Gulbis spielt nun doch Davis Cup für Lettland?

DC14

Das ist doch eine ziemliche Überraschung.

Gestern noch wurde Günter Bresnik in den österreichischen Medien zitiert, dass Österreich auch ohne Dominic Thiem die Letten wird schlagen können, da diese keinen Spieler innerhalb der Top-700 im Kader hätten.

Gulbis hat es sich also anders überlegt, denn Bresnik sagte vor Wochen schon, dass Gulbis definitiv nicht Davis Cup spielt.*

Eine gute Entscheidung von Gulbis, denn er braucht dringend Matchpraxis. Er kann Melzer & Fischer schlagen, aber viel wichtiger ist, dass er weiter keine Zeit zum Grübeln hat und besser vorbereitet nach Asien gehen wird.

Andis Juska ist auch mit im lettischen Team. Von ihm hiess es, dass er nach der Davis-Cup-Pleite gegen die Slovaken mit dem Tennis aufgehört hat. Die lettische Presse und die Fans wissen anscheinend nicht immer alles.

*Gulbis hat im Frühjahr nicht Davis Cup gespielt. Hauptsächlich, weil es Verstimmungen persönlicher Natur mit dem Verbandspräsidenten gab.

Auch bei Thiem gibt es keine Harmonie mit dem Verband. Aber anders als bei Gulbis geht es in Österreich wohl eher ums Geld.

Must Read - Günter Bresnik exklusiv – „Gegen Berdych hat Dominic jetzt trotzdem keine Chance“

Beeindruckend ist beim Dominic für mich ja nicht, wie gut er spielt, sondern wie viel er gewinnt, obwohl er noch nicht gut spielt. Denn ich weiß ja, wie gut der im Training spielt. Und gegen Gulbis war er ja auch auf verlorenem Posten. Wenn Gulbis keinen Krampf kriegt und dann eigentlich nur noch herumhatscht, hat er da in der Form keine Chance.

Der ist natürlich zerstört - wenn man zwei Jahre lang jeden Tag mit wem trainiert, du weißt, wie gut der andere ist, aber du fühlst dich immer noch überlegen, und dann wirst du hier nach 2:0-Satzführung abmontiert, das ist schon bitter. Ich habe noch mit López' Trainer in der Umkleide geredet und ihm gesagt: „Das ist noch ein Junior, seid so lieb und zerstört ihn nicht, gebt ihm ein paar Games." Gerade, dass er mich nicht erschlagen hat, als ich wieder in die Umkleide zurückgekommen bin

Das hat ‚Domi' echt super gemacht. Gegen Berdych sage ich jetzt trotzdem, dass er keine Chance hat.

Warum nicht?

Einfach, weil der mit solchen zweiten Aufschlägen und einer geringen Quote an ersten Aufschlägen kein Problem hat. Gulbis schlägt Berdych halt, weil er durchgehend mit 220 km/h serviert. Und Berdych wird Dominic, wenn er mit 180 oder 190 serviert, dann einfach aus den Schuhen schießen.

Freitag, 5. September 2014

US Open - Siegen mit einem Grand-Slam-Champion

SemisUSO

Etwas mehr als nur ein Zufall.

Es scheint vor allem mental zu helfen, aber es funktioniert nicht zwangsläufig. Roddick hatte mal kurz Jimmy Connors engagiert.

Andy Murray hat nach Lendls Weggang mit Amelie Mauresmo, die einmal Wimbledon gewonnen hat, noch nicht viel gewonnen. Nichts, um genau zu sein.

Auch für Richard Gasquet, der sich mit Sergi Bruguera gleichfalls einen Grand-Slam-Champion an seine Seite geholt hat, blieb der Erfolg bislang aus. Gegen Verletzungen hilft auch kein berühmter Coach.

Gael Monfils, der gestern Nacht gegen Federer nach Zwei-Satz-Führung dramatisch in fünf Sätzen verlor, hat zur Zeit keinen Coach.

Nachtrag:

Dazu passt die Nachricht, dass Ivan Lendl wahrscheinlich bald seinen tschechischen Landsmann Berdych coachen wird. Man fragt sich unwillkürlich, wie sich Murray dann fühlen wird. Lendl hat ihn Anfang des Jahres sitzen lassen.

Spätestens als zuerst Djokovic und dann sogar Federer sich Unterstützung von früheren Grand-Slam-Champions holten, wurde einem bewusst, dass es anscheinend doch einen Unterschied machen kann, wer in der Box sitzt und an einen glaubt. Schlechte Nachrichten für die Spieler, die diese Option nicht haben.

Sonntag, 7. September 2014

US Open - Der kleine Japaner mit dem wehen Fuss & der grosse Kroate, dessen Mutter ihm das Falsche aus der Apotheke mitgebracht hat, stehen zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Finale

Kei Nishikori def. Novak Djokovic 6-4, 1-6, 7-6(4), 6-3

Djokovic hat nicht gut gespielt. Sein Coach Boris Becker meinte hinterher, dass der Serbe mental erschöpft sei.

Nishikori sagte in seiner Pressekonferenz, dass er nicht wusste, ob er überhaupt nach New York kommen soll.

Der Japaner wäre schon längst dauerhaftes Mitglied in den Top-10, wenn er über die Jahre nicht immer wieder verletzt gewesen wäre. Er gehört zu den ganz wenigen, die eine positive oder zumindest ausgeglichene Bilanz gegen fast jeden Spieler haben.

Marin Cilic def. Roger Federer 6-3, 6-4, 6-4

Federer hätte sein bestes Tennis abrufen müssen, um den grossen Kroaten, der nahezu fehlerlos spielte, zu schlagen. Aber das hat er nicht gekonnt.

Fast könnte man sagen, die monatelange Dopingsperre hat Cilic' Spiel gut getan. Der Körper konnte sich erholen und er hatte Zeit an seinem Spiel arbeiten. So kam er als stärkerer Spieler zurück. Dennoch war es sehr überraschend, wie konsequent er es durchgezogen hat, Federer ständig unter Druck zu setzen.

Auch der Schweizer zeigte sich in seiner Pressekonferenz weniger überrascht über Nishikori, als über Cilic. Er glaubt auch nicht, dass Cilic absichtlich gedopt hat. Er sei immer anständig und fair auf dem Platz.

Das Imperium der Big Four wackelt gewaltig.

Es ist jetzt das erste Mal seit 2005, dass nicht Federer, Nadal oder Djokovic in einem Grand-Slam-Finale stehen.

Federer, Nadal, Djokovic und Murray haben alle aus ganz verschiedenen Gründen ein klein wenig nachgelassen.

Man kann es als gerecht empfinden, dass Spieler wie Nishikori und Cilic, die schon länger dabei sind, beide waren schon einmal in den Top-10, jetzt den Vorteil davon haben und nicht schon die etwas jüngeren Raonic oder Dimitrov.

Dienstag, 9. September 2014

US Open - Cilic Champion

Marin Cilic def. Kei Nishikori 6-3, 6-3, 6-3

Mir wäre lieber gewesen, es hätte einer gewonnen, der nicht wegen Dopings gesperrt war.

Die neunmonatige Sperre wurde auf vier Monate reduziert, weil man ihm geglaubt hat, dass seine Mutter ihm versehentlich das falsche Mittel aus der Apotheke gebracht hat und er das nicht gemerkt hat.

Mittwoch, 10. September 2014

Davis Cup - Riesenschlamassel um die Begegnung Lettland vs. Österreich - UPDATE - Gulbis spielt nur im Doppel

Schon als Dominic Thiem seine Teilnahme für den Davis Cup absagte, herrschte dicke Luft in Österreich.

Der Verband vermutet taktische Spielchen seines Coaches. Anscheinend kann man sich nicht vorstellen, dass der junge Spieler dringend eine Pause und danach eine vernünftige Vorbereitung für die Asientour braucht.

In Österreich herrschte dann auch gleich Panik, nachdem die Letten wider Erwarten und Aussage von Bresnik, der neben Thiem auch Gulbis trainiert, ihren Spitzenspieler nominierten.

Bresnik sagte immer noch, er erwarte seinen Spieler am Montag in Wien beim Training. Erst am Sonntag teilte Gulbis ihm mit, dass er nicht kommt. Bresnik erzählte auch, dass sogar der lettische Präsident mit Gulbis geredet habe.

Dennoch ist nicht sicher, ob er tatsächlich am Freitag beim Davis Cup antritt. Bei der Pressekonferenz am Dienstag war er nicht dabei und hat nach Aussage des lettischen Davis-Cup-Kapitäns Karlis Lejnieks auch noch nicht mit dem Team trainiert. Es gäbe noch einige ungelöste Themen.

Am Ende spielt er keinen Davis Cup und vermisst parallel das wichtige Aufbautraining in Wien.

Update:

Ernests Gulbis tritt nicht im Einzel im Davis Cup an. Die offizielle Begründung ist eine Verletzung, wegen der er kaum trainieren konnte. Trotzdem hat man versucht, ihn zu überreden auch Einzel zu spielen.

Gulbis hat sich weder gestern beim offiziellen Dinner, noch heute bei der Auslosungszeremonie blicken lassen. Auch beim Training mit dem Team hat man ihn noch nicht gesehen.

Die Letten hätten auch mit einem gut vorbereiteten Gulbis wenig Chancen gegen Österreich gehabt, dafür ist deren Weltklasse-Doppel zu stark und die anderen lettischen Einzelspieler zu schwach.

Die Österreicher sind natürlich zufrieden, aber für Ernests ist es insgesamt eine schlechte Entwicklung. Unter den Umständen wäre es besser, er wäre jetzt in Wien, um sich solide auf die Asientour vorzubereiten, anstatt ein belangloses Doppel in Lettland zu spielen.

Freitag, 12. September 2014

Davis Cup - Auf der Jagd nach dem Heiligen Gral - Halbfinale - Frankreich vs. Tschechien - Schweiz vs. Italien

Auf dem Papier sieht es nach einer klaren Sache aus und ist es nach meinem Dafürhalten auch. Frankreich und die Schweiz haben nicht nur das jeweils stärkere Team, sondern auch den Heimvorteil.

Darüber hinaus geht es an diesem Wochenende für etliche Mannschaften um den Klassenerhalt, bzw. um die Rückkehr in die Weltgruppe. Die Deutschen haben das mit ihrer Teilnahme am Viertelfinale schon im Frühjahr geschafft.

Die Österreicher träumen auch davon, wieder in die Weltgruppe zu kommen. Aber dazu müssen sie nicht nur die Letten besiegen, sondern nächstes Jahr viel stärkere Mannschaften. Dominic Thiem wird sich dann selbst mit den besten Argumenten nicht herausreden können.

Gulbis hat man gestern dann doch noch in Valmiera gesehen. Nach dem Training mit seinem Doppelpartner hat er mit Kindern ein paar Bälle geschlagen. Es gibt ein Fotoalbum davon.

Es ist schon trist, dass man ihn so unter Druck gesetzt hat. Er hat seit 2005 bis auf zwei Ausnahmen immer Davis Cup für sein Land gespielt. Welcher andere Topspieler kann das von sich sagen.

Davis Cup - Official Site

Samstag, 13. September 2014

Davis Cup - Lettland vs. Österreich 1-2 - Lettland gewinnt das Doppel überlegen & Österreich fürchtet, Gulbis könnte am Sonntag doch noch Einzel spielen - UPDATE - Frankreich & die Schweiz im Finale - UPDATE - Spanien nicht mehr in der Weltgruppe

Es ist einfach nur lustig.

Schon gestern fand ich Fischer und Melzer in ihren Einzeln nicht ganz überzeugend. Für ihre lettischen Gegner mag es gereicht haben, aber nie und nimmer sind sie gut genug, um nächstes Jahr in die Weltgruppe zu kommen.

Langsam versteht man, warum die Österreicher so viel Angst davor haben/hatten, dass Gulbis diesen Davis Cup spielt. Er würde sie nämlich schon vor dem Frühstück fressen. Aber ist er schon fit genug für ein Einzel über drei Gewinnsätze?

Während des Doppels massierte er sich öfter die Schulter oder dehnte die Beine. Ansonsten schien er viel Spass zu haben, auch mit der Schiedsrichterin.

Das Match selbst war eine Vorführung des selbsternannten österreichischen Weltklasse-Doppels. Auch ich habe das nachgeplappert. Allerdings hatte ich ursprünglich erwartet, dass Peya mit Melzer spielt.

Es gibt kaum etwas lustigeres als österreichische Sportkommentatoren. Vor allem nicht, wenn ihre Landsleute auf der Verliererstrasse sind. Sie waren sehr überrascht, dass Gulbis so gut Doppel spielt, obwohl er kein Doppelspezialist ist.

Aber noch überraschter waren sie von dem "jungen Mann". Ich wusste vorher nur, dass Mikelis Libietis inzwischen in den USA für sein College spielt, aber nicht, dass er dort vor allem im Doppel sehr erfolgreich ist.

Nicht dass man mich missversteht. Die österreichischen Kommentatoren sind immer noch besser als die meisten deutschen. Sie schreien nicht und reden auch keinen Unsinn.
Nur ihre Emotionen können sie nicht verbergen und das ist auch in Ordnung.

Gulbis hat nach dem Match gesagt, er sei noch nicht 100 % fit und wolle keine Verletzung riskieren. Das Doppel sei eigentlich schon zu viel gewesen. Er hätte noch sechs Turniere dieses Jahr zu spielen, mit der Chance sich eventuell für London zu qualifizieren.

Ich finde, die Österreicher sollten sich langsam entspannen. Ernests wird sicher nicht spielen. Seine Freude heute war auch verhalten und im schlimmsten Fall sollten sie immer noch das letzte Einzel gewinnen.

Der lettische Staatspräsident war anscheinend auch da. Wenigstens ist er gekommen, wenn er schon Druck auf Gulbis ausgeübt hat.

Hier ein Matchbericht aus Österreich und hier und hier Fotos vom Doppel.

Dienstag, 16. September 2014

Zitiert

Certainly, seeing a guy who has never won a 500-level event, let alone a Masters or a major, suddenly play the best tennis of his life to win nine straight sets for the U.S. Open title, one year after being banned from the same tournament because of a positive drug test, is rightfully going to arouse suspicion. And last year I found it interesting that in 2012 the ITF tested Cilic “4-6” times out of competition; that was more than the 1-3 norm for most top players that year. Were the testing authorities suspicious even before he came up positive?

Mittwoch, 17. September 2014

Must Read - Facebook chat: The tennis world reacts to Cilic’s U.S. Open title

FB1

Man weiss nicht, ob man darüber lachen oder weinen soll.

Montag, 22. September 2014

Hahaha



Er sieht schneidig aus in der Uniform.

Aber auf keinen Fall ist das improvisiert. So viel Zeit hat Nadal nicht zu verschwenden, bis das mal zufällig funktioniert.

Und schauspielern kann auch nicht so schwer sein, wenn Nadal, der nicht gerade für Lockerheit bekannt ist, das so gut hinbekommt.

Mittwoch, 24. September 2014

Must Watch - Malaysian Open 2014 Gulbis & Andujar in Makan Kitchen

"This is the first step of my future career of home cooking."

Spiel mich

SpielMich

Samstag, 27. September 2014

Kuala Lumpur - Halbfinale - Gulbis kann Benneteau wieder nicht schlagen



Sie nennen das Herz-&-Lungentest in Kuala Lumpur.

Jeder Spieler hat eine Nemesis.

Dabei sah es anfangs nicht zu schlecht aus. Erst beim Stand von 4-4 im ersten Satz, als Gulbis wegen leicht vergebener Chancen den Fokus verlor, kippte das Momentum in Richtung Benneteau.

Der Franzose kann für jemanden, der nicht in der Liga von Djokovic oder Nishikori ist, den mächtigen Aufschlag von Gulbis sehr gut antizipieren. Das scheint diesen so sehr zu frustrieren, dass er anfängt einfache Fehler zu machen. Gulbis selbst dürfte das auch ahnen:

"I didn't play great,"

"I lost two easy breaks in each set, made a couple of easy mistakes. He was solid throughout the match and I made too many unforced errors. I cannot really explain why. He's a good player because he can return my serve and then I start to have problems because I never have any easy points."

Diese Niederlage wäre nicht weiter schlimm, wenn sie nicht wieder gegen Benneteau gewesen wäre. Kuala Lumpur ist erst der Beginn der Asientour und danach geht es gleich in Europa weiter.

Für Benneteau ist es das dritte Finale in Folge in Kuala Lumpur. Die Bedingungen liegen ihm also. Nur Pech für ihn, dass er auf Nishikori trifft. So wird es wahrscheinlich wieder nichts mit seinem ersten Titelgewinn bei mittlerweilse zehn Finalteilnahmen.

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