Mittwoch, 1. Januar 2014

Doha - Viertelfinale - Nadal vs. Gulbis - Brands vs. Monfils - Hanescu vs. Mayer - Brown vs. Gojowczyk



Ein guter Start ins neue Jahr für Dustin Brown. Vier Matchbälle hat er im Tiebreak gegen Karlovic abgewehrt.

Von den acht gesetzten Spielern blieben nur Nadal und Gulbis übrig. Der Start in eine neue Saison ist nicht einfach. Selbst Nadal gab einen Satz an Kamke ab.

Ivan Ljubicic meinte vor ein paar Wochen, dass er bei Murray nicht mit einem Comeback a la Nadal rechne und hat erstmal recht behalten.

Aber nicht nur Florian Mayer sorgte mit seinem Sieg über den Schotten für eine Überraschung. Daniel Brands schlug den sonst unverwüstlichen David Ferrer fast mühelos.

Dominic Thiem braucht sich nicht weiter zu grämen, sein Erstrundengegner Gojowczyk bestätigte seine Form und bezwang den soliden Philipp Kohlschreiber in zwei Tiebreaks. Sein Coach Bresnik sieht das genauso.

Monfils hatte wenig Mühe mit einem schon zu Beginn des Turniers durch eine Verletzung gehandicapten Gasquet.

Eurosport überträgt ab 13.30 Uhr.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Doha - Regen in der Wüste - Es reicht nicht für Gulbis gegen die Nummer eins - Nadal, Gojowczyk, Mayer & Monfils im Halbfinale

Rafael Nadal def. Ernests Gulbis 7-5, 6-4.

Man wähnte sich fast in Wimbledon.

Eine überlange Regenpause zwang die Veranstalter dazu, Mayer und Hanescu auf Court 1 zu verbannen, damit man alle Matches durch bekam.

Als Gulbis und Nadal endlich auf den Center Court konnten, war der Platz noch nicht richtig trocken. Nadal sah darüber nicht glücklich aus, denn feuchte Linien sind so glitischig wie Bananenschalen.

Mir war zu dem Zeitpunkt egal, ob Gulbis gewinnt, wenn er nur mit heilen Knochen aus dem Match rauskäme.

Nadal hat natürlich Rückschlag gewählt und bekam sofort das Break. Es wusste, dass Gulbis nicht gleich mit den Bedingungen klar kommen würde. Aber auch Nadal lag bei seinem ersten Aufschlagspiel sofort 15-40 zurück.

Da reichte es Nadal, er weigerte sich weiterzuspielen.* Es nieselte auch wieder. Ein Nadal braucht nicht zu spielen, wenn er es für zu gefährlich hält. So wurde also wieder gewartet.

Als es weiter ging, war es bestimmt immer noch nicht ideal, aber Gulbis bekam wenigstens sein Rebreak. Ein wenig ausgleichende Gerechtigkeit.

Ich will es kurz machen. Ernests gehört sicher zu den wenigen Spielern, die Nadal das Leben schwer machen können, aber am Ende geht er wie die anderen als Verlierer vom Platz. Den ersten Satz hat er mit ein, zwei Fehlern abgegeben und im zweiten Satz konnte er eine 3-1 Führung nicht halten.

Rafa verliert nicht, wenn es ihm wichtig ist. Genau genommen verliert er höchstens mal auf Rasen und nach den US Open, wenn dann endlich mal ein klein wenig die Luft aus ihm raus ist.

Nach eigener Aussage, war er vor dem Turnier noch nicht 100 %. Wie auch, nach einer langen Saison, den Exhibitions in Südamerika, einer Preisverleihung in Paris und einem Pokerturnier in Prag. Viel Zeit zum regenerieren und trainieren kann er nicht gehabt haben. Aber ihm reichte das Match gegen Kamke um in Form zu kommen.

Selbst Djokovic weiss sich keinen anderen Rat, als Boris Becker an seine Seite zu holen, um vielleicht noch das eine Prozent mehr aus sich rauszuholen, das nötig ist, um gegen Nadal zu bestehen.

Ernests hatte natürlich den schwersten aller Viertelfinalgegner und wie alle Spieler muss er sich erst in die Saison reinarbeiten. Diese Woche mussten bei den drei parallel laufenden Turnieren schon 19 Spieler ihre Matches aufgeben oder konnten sie nicht antreten. Fognini in Chennai noch nicht mitgerechnet.

Nicht nur die Topspieler nutzen die Off-Season für Schaukämpfe, auch Spieler wie Dustin Brown spielen irgendwelche Ligaspiele in Frankreich oder wo auch immer. Die Regenerationszeit ist für viele nicht ausreichend. Andere fangen aus Überehrgeiz zu früh mit dem Training an und sind dann schon ausgepowert bevor die Saison losgeht.

Ernests hat sicher alles richtig gemacht, sich Zeit zur Erholung genommen und sich intensiv vorbereitet. Er sieht auch wieder frisch aus. Aber auch ihm fehlt Matchpraxis, dazu regnete es viel auf Teneriffa und sie konnten nichts auf dem Court machen.
Die Woche vor den Australian Open wird er kein Turnier spielen.

Nadal wird Doha gewinnen.

*Anscheinend wollte Gulbis auch nicht mehr weiterspielen. Es war ein ziemliches Chaos.

Zitiert

"He's a player you don't want to meet because he hits every ball very hard with a very strong serve, first and second serve,"

"Then he hits every ball very, very, very fast from the baseline, forehand/backhand, so he's a difficult player to play against."

Freitag, 3. Januar 2014

Doha - Highlights - Viertelfinale Nadal vs. Gulbis



Beide spielten brilliantes Tennis. Was man gewöhnlich zu sehen bekommt, ist lahm im Vergleich.

Dienstag, 7. Januar 2014

Wie geht's?

Gael Monfils scheint seine Niederlage im Finale von Doha gegen Nadal schon vergessen zu haben. Er dürfte mit inzwischen 16 Finalniederlagen einen Rekord halten.

Zusammen mit Dustin Brown, der ab morgen im Einzel die Qualifikation spielt, tritt er bei den Australian Open auch im Doppel an.

Zubereitet

Rezept


Chicoree-Petersilienwurzel

Ich habe Salzkartoffeln dazu gemacht, sonst wäre es für ein Hauptgericht zu wenig gewesen.


Gebratener Chicoree mit Petersilienwurzelsauce (für zwei Personen)

2 Chicoree
1 kleine Petersilienwurzel
250 ml Gemüsebrühe
Sonnenblumenöl
Salz
schwarzer Pfeffer, geschrotet
ein paar Esslöffel Zitronensaft
1 EL Mehl
krause Petersilie

Nach dem grossen Fressen den Feiertagen, hat man wieder Lust auf etwas Leichtes. Ich esse ja schon am zweiten Weihnachtsfeiertag nur noch eine Suppe, um überhaupt Platz für den Stollen zu haben.

Das Rezept ist aus dem Kochbuch Österreich vegetarisch. Ich habe es ein klein wenig abgewandelt. Ich finde, man kann Chicoree nicht ohne eine Flüssigkeit weich bekommen. Er würde zu leicht anbrennen und innen immer noch zu hart sein. Obwohl, meine Oma hat es mit viel Butterschmalz geschafft. Das wäre mir aber zu fett.

Den Chicoree halbieren, mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit der in kleine Würfel geschnittene Peterslienwurzel in Sonnenblumenöl von beiden Seiten in einer Pfanne mit hohem Rand hellbraun anbraten, mit der Gemüsebrühe ablöschen und weich dünsten. Chicoree aus der Pfanne nehmen und warm halten.

Die Gemüsebrühe mit der Petersilienwurzel eventuell nachsalzen, mit Zitronensaft abschmecken und mit 1 El in kaltem Wasser angerührtem Mehl leicht binden. Chicoree wieder dazugeben, mit geschortetem Pfeffer bestreuen und mit krauser Petersilie garnieren. Fertig!

Es hat kaum Arbeit gemacht und ausgesprochen gut geschmeckt und erinnert mich wegen der zitronigen Sauce ein wenig an mein liebstes Chicoree-Rezept. Weil ich anders als angegeben, keine Butter mitverwendet habe, ist das Gericht sogar vegan. Vegan ist ja das neue vegetarisch.

Mehr Zubereitetes

Freitag, 10. Januar 2014

Australian Open - Auslosung

Pünktlich zum Start der Australian Open wird es richtig heiss. Irgendwann wird das Turnier auf allen Plätzen nur noch unter geschlossenem Dach* ausgetragen werden können. Bis es zu dieser Einsicht kommt wird es wahrscheinlich erst Hitzeopfer geben müssen.

Almagro, Melzer und Tipsarevic sind die bekanntesten Spieler, die verletzungsbedingt absagen mussten.

Nadal (1) - Tomic
Kokkinakis - Sijsling
Kamke - Sock
Harrison - Monfils (25)

Seppi (24) - Hewitt
Haase - Young
Pouille - Q
Matosevic - Nishikori (16)

Kann es als Beweis gelten, dass bei der Auslosung nicht gemogelt wird, wenn der australische Jungstar Bernard Tomic gleich gegen Nadal ran muss? Und wie wäre es, wenn Tomic Nadal schlagen würde?

Ich würde Nadal ja lieber gegen den unverwüstlichen Hewitt sehen, der letzte Woche im Finale von Brisbane Federer geschlagen hat, aber dieses Pech hat der sympathische Südtiroler Andreas Seppi.

Die nächste Generation Hewitt ist schon fleissig am üben. Das sieht doch schon ganz gut aus.

Raonic (11) - Gimeno-Traver
Q - Hanescu
Q - Lu
Klahn - Dimitrov (22)

Paire (27) - Q
Kyrgios - Becker
Bautista-Agut - Smyczek
Q - Del Potro (5)

Der kanadische Aufschläger Milos Raonic, wie immer, mit einer guten Auslosung für die ersten zwei Runden. Dimitrov könnte eine Hürde sein, aber ich glaube es nicht.

Auch Benoit Paire sollte theoretisch in die dritte Runde kommen. Praktisch könnte er an Benjamin Becker scheitern.

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Murray (4) - Soeda
Q - Q
Q - Llodra
Devvarman - F. Lopez (26)

Kohlschreiber (21) - Bedene
Przysiezny - Zeballos
Q - Del Bonis
Q - Isner (13)

Genau die richtige Auslosung für Andy Murray, dem man die mangelnde Spielpraxis im Match gegen Florian Mayer in Doha angesehen hat. Wann hat er mal kein Glück?

Kohlschreiber und Isner befinden sich zum gefühlt hundertsten Mal auf Kollisionskurs. Kohlschreiber hat erst vor ein paar Tagen in Auckland drei Tiebreaks gegen Isner gespielt und am Ende verloren.


Tsonga (10) - Volandri
Q - Reister
Cilic - Granollers
Brands - Simon (18)

Verdasco (31) - Q
Gabashvili - Stakhovsky
Stepanek - Kavcic
Duckworth - Federer (6)

Cilic könnte hier ein Stolperstein für Tsonga sein. Das Match Brands gegen Simon ist allein wegen der unterschiedlichen Spielstile interessant. Aber gut möglich, dass es gar nicht dazu kommt.

Federer, wie so oft, mit leichten ersten Runden. Die braucht er auch, denn gegen Hewitt in Brisbane sah er nicht gut aus.

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Berdych (7) - Nedovyesov
Wu - De Schepper
Hajek - Q
Karlovic - Dodig (32)

Anderson (19) - Vesely
Q - Sousa
Berlocq - Roger-Vasselin
Garcia-Lopez - Haas (12)

Wer ist denn Nedovyesov?

Schon wieder gegen Karlovic spielen zu müssen, dürfte keine schöne Aussicht für Berdych sein.

Tommy Haas' Auslosung ist gar nicht so schlecht. Dazu könnte Kevin Anderson noch unter den Nachwirkungen einer Lebensmittelvergiftung, die ihn in Brisbane sogar ins Krankenhaus brachte, leiden.

Dass Haas in Auckland diese Woche sein Auftaktmatch gegen den jungen Amerikaner Jack Sock verloren hat, kann, muss aber nichts heissen.


Youzhny (14) - Struff
F. Mayer - Q
Ramos - Andujar
Thompson - Janowicz (20)

Chardy (29) - Huta Galung
Q - Dolgopolov
Johnson - Mannarino
A. Gonzalez - Ferrer (3)

Youzhny scheint mir nicht besonders in Form, er gab sein Auftaktmatch in Chennai verletzt auf. Auch Janowicz hat noch Probleme. Er hat sich in der Vorbereitung letztes Jahr einen Bruch im Zehen zugezogen.

Vorteil für Florian Mayer, Chardy und Ferrer.

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Wawrinka (8) - Golubev
Falla - Kukushkin
Mahut - Ebden
Groth - Pospisil (28)

Robredo (17) - Rosol
Carreno Busta - Benneteau
Davydenko - Kubot
Q - Gasquet (9)

Pospisil, ein anderer Aufschläger aus Kanada, musste im Halbfinale von Chennai verletzt aufgeben. Sicher nur, um Schlimmeres zu verhindern. Gut möglich, dass er also trotzdem wieder gegen Wawrinka spielt.

Auch Robredo war verletzt. Er spielte erst gar kein Vorbereitungsturnier. Rosol wird also die erste Runde überstehen.

Fognini (15) - Bogomolov
Sela - Nieminen
Giraldo - Querrey
Monaco - Gulbis (23)

Tursunov (30) - Russell
Baghdatis - Istomin
L. Mayer - Montanes
Lacko - Djokovic (2)

Auch Juan Monaco hatte gegen Saisonende Verletzungsprobleme und spielte bislang nur die Exhibition in Kooyong.

Gulbis dürfte gut vorbereitet sein, aber das muss er auch, wenn er gegen den unermüdlichen Monaco und später Querrey bestehen will. Viel hört man nicht von Ernests. Er trainierte unter anderem mit Dominic Thiem.

Djokovic hat nicht nur hier am Anfang einfache Runden. Falls er sich durchsetzt und daran habe ich keinen Zweifel, ist vielleicht tatsächlich einmal offen, wer sein Gegner im Finale ist, denn Nadals Weg ist ein steiniger.

Djokers Coach Boris Becker geniesst schon mal das Rampenlicht.

*Ab 2015 wird es in Melbourne einen dritten Court mit verschliessbarem Dach geben.

Samstag, 11. Januar 2014

Must Read - Australian Open: Thiem stürmt beim Debüt in den Hauptbewerb

Wen er sich im Hauptbewerb nun als Gegner wünscht und wen besser nicht? „Gulbis (sein Trainingskollege; Anmerkung) wäre das einzige Los gewesen, das ich nicht möchte. Da ich der einzige Österreicher bin, kann ich auch gegen keinen Landsmann spielen. Im Vorhinein hätte ich lieber einen gesetzten Spieler auf einem großen Court genommen. Aber jetzt spiele ich sehr gut und will nun noch mehr. Ein ungesetzter Spieler wäre mir lieber,

Beauty & the Beast



Beauty & the Beast, nannte Stephanie Myles Gasquets Rückhand und Gulbis' Vorhand auf ihrem Blog.

Anscheinend ist sie wieder zurück im Geschäft und liefert schon in gewohnter Manier Fotos vom Training der Spieler.

Anstatt von Gasquets halbwegs klassischer einhändiger Rückhand zu schwärmen und Gulbis' auch nicht mehr so ganz neue Vorhand, zumindest vom optischen Standpunkt aus gesehen, zu diskreditieren, hätte sie vielleicht erwähnen können, dass Ernests' beidhändige Rückhand zu den besten im gesamten Tennis gehört.

Ich sage nicht zum ersten Mal, dass es egal ist, welchen Spielstil ein Spieler hat, solange man etwas mit seiner Persönlichkeit anfangen kann. Das war in der Vergangenheit mit dem reinen Serve-&-Volley-Spiel und allseits verbreiteter einhändiger Rückhand nicht anders, als heute mit dem sogenannten Modern Tennis.

Montag, 13. Januar 2014

Australian Open - Runde eins - Dominic Thiem def. Joao Sousa 5-7, 6-4, 6-3, 7-6 (3) - Ernests Gulbis def. Juan Monaco - 1-6, 6-4, 7-6(4), 6-2 - Tommy Haas gibt verletzt auf



Sie hatten viel Spass bei diesem Interview. Ernests hält die Kamera.

Ich glaube, für Thiem war es heute sogar einfacher. Er sagte vor dem Match, dass er kein bisschen nervös ist und keine Angst vor Best-of-Five hat. Er ist der jüngste Spieler, der sich fürs Hauptfeld qualifiziert hat.

Juan Monaco war, wie erwartet, ein schwerer Gegner für Gulbis. Der Argentinier und ehemalige Top-10-Spieler, brachte alles zurück. Er ist wie eine Wand.

Gulbis hatte viele Probleme mit seinem Spiel, mit dem Gegner und mit dem Publikum, das seine Fehler beklatschte. Das alles bei Saunatemperaturen.

Im dritten Satz wehrte er Satzball ab. Nach dem gewonnenen Tiebreak liess er nichts mehr anbrennen.

Hier ein paar Fotos vom Match und hier ein paar spezielle Gulbis-Momente auf Video.

Dienstag, 14. Januar 2014

Die Australian Open haben ein Problem und ignorieren es

The high temperatures resulted in a number of incidents at Melbourne Park on Tuesday:

Former women's world number one Caroline Wozniacki's plastic water bottle melted on court
Defending women's champion Victoria Azarenka described the heat like "dancing in a frying pan"
2008 finalist Jo-Wilfried Tsonga's shoes softened in the high temperatures
Ballboys and ballgirls have their shifts reduced from 1hr to 45mins to stop them overheating
Serbia's Jelena Jankovic, who won the Wimbledon mixed doubles title in 2007, burnt her backside on an uncovered seat

American John Isner, who retired from his first-round match with a right ankle injury, added: "It was like an oven - when I open the oven and the potatoes are done. That's what it's like."

"It felt pretty hot, like you're dancing in a frying pan or something like that," defending women's champion Victoria Azarenka said.

Must Read - Dancevic slams 'inhumane' Melbourne conditions

Canadian Frank Dancevic slammed Australian Open organizers for forcing players to compete in "inhumane" conditions after he collapsed on court as temperatures rose to 41 degrees Celsius (108 degrees Fahrenheit) on Tuesday.

Dancevic, who collapsed during the second set of his first round match against France's Benoit Paire on the uncovered court six at Melbourne Park and passed out for a minute, said conditions were plainly dangerous for the players.

"I think it's inhumane, I don't think it's fair to anybody, to the players, to the fans, to the sport, when you see players pulling out of matches, passing out,"

"I've played five set matches all my life and being out there for a set and a half and passing out with heat-stroke, it's not normal.

"Having players with so many problems and complaining to the tournament that it's too hot to play, until somebody dies, they're just keep going on with it and putting matches on in this heat.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Australian Open - Runde zwei - Ernests Gulbis verliert bei 40 Grad im Schatten 6-2, 6-3, 6-4 gegen aufschlagstarken Sam Querrey - UPDATE - Dominic Thiem verliert in drei Sätzen gegen Kevin Anderson

Die durch die Hitze etwas schnelleren Bedingungen mögen Querrey mehr entgegen gekommen sein, aber Gulbis sollte in der Lage sein, besser zu spielen. Er hat es dem Amerikaner zu einfach gemacht.

Inwieweit die grosse Hitze, es hatte knapp 40 Grad im Schatten, einen Einfluss hatte, kann ich nicht sagen. Gulbis spielte mit ähnlichen Defiziten wie gegen Monaco, nur dass er gegen den Argentinier die Gelegenheit bekam sich reinzukämpfen. Das ging beim Aufschläger Querrey nicht, der die Asse nur so aus dem Ärmel schüttelte.

Gulbis startete wieder langsam. Aber das frühe Break im zweiten Satz gab er gleich wieder zurück. Dass Querrey dann beim Servieren zum Match ein wenig zitterte, änderte natürlich auch nichts mehr.

Ich kann nicht sagen, dass ich zu enttäuscht bin. Ernests bleibt es erspart, am Freitag bei noch höheren Temperaturen zu spielen. Bei diesen unmenschlichen Bedingungen, hätte er eine bessere Auslosung gebraucht.

Dabei lag die Margret-Court-Arena irgendwann sogar im Schatten, während auf den Aussenplätzen nach wie vor die Sonne voll runterbrannte. So gab Ivan Dodig sein Match auf.
Er meinte hinterher, er dachte, er müsse sterben.

Querrey sagte später im Interview, dass er sein bestes Match seit zwölf Monaten gespielt habe. Er hält mit 43 Assen (in zwei Matches) im Moment den Rekord in Melbourne.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Australian Open - Spiele wegen Hitze abgebrochen*

Endlich kann man nur sagen.

Gegen 14 Uhr Ortszeit wurden bei 42 Grad im Schatten die Matches abgebrochen und erst gegen 18 Uhr wieder aufgenommen. Es hatte dann immer noch um die 40 Grad.

Nur Sharapova war gezwungen weiter zu spielen.

Warum eigentlich nicht schon ein paar Tage früher? Dann wären einem Bilder wie diese erspart geblieben.

Und das Tennis? Ein paar gesetzte Spieler haben heute ihr Zweitrundenmatch trotzdem verloren: Seppi, Verdasco und Del Potro.

Nadal, Murray, Federer und Djokovic dürften nur kurz unter der Hitze zu leiden gehabt haben, zu einfach waren bisher ihre Gegner und sie spielen eh fast immer erst, wenn die Sonne untergegangen ist.

Bernard Tomics viel erwarteter Auftritt gegen Nadal in der gestrigen Nightsession war ein kurzer. Er gab nach wenigen Spielen auf. Aber nicht, weil es ihm zu heiss war.

*Heute am Freitag war es tagsüber auch noch extrem heiss. Trotzdem wurde weitergespielt.

Djokovic hat entweder heute oder gestern im Training auf dem Court ein Spiegelei gebraten.

Berdych war sicher froh, dass er heute einen für ihn einfachen Gegner hatte und schnell durch war.

Bresnik: Zufrieden mit Dominic - Enttäuscht von Ernests ...



... spielt nach wie vor weit unter seinen Möglichkeiten, zeigt nicht annähernd das, was er im Training zeigt.

Freitag, 17. Januar 2014

Australian Open - Runde drei - Fabio Fognini def. Sam Querrey 7-5, 6-4, 6-4 - Auch Florian Mayer im Achtelfinale



Der Italiener ist immer für eine Showeinlage gut.

Die Bedingungen waren heute am Abend und vorallem durch die mittlerweile höhere Luftfeuchtigkeit sehr viel langsamer als am Mittwoch gegen Gulbis. Durch den abkühlenden Regen wurde es sogar noch langsamer. Das half Fognini in die Ballwechsel zu kommen.

Trotzdem lag er im ersten Satz 2-5 zurück. Querrey hatte sogar Satzball. Aber einmal verunsichert, ist der Amerikaner einfacher zu packen, als wenn er seine Asse einfach so reinpfeffern kann.

Gulbis hatte wirklich Pech gegen Querrey unter sehr schnellen Bedingungen spielen zu müssen. Wenn es immer so schnell wäre, hätten wir nur Aufschläger in den Top-10.

Sonntag, 19. Januar 2014

Australian Open - Temperatursturz oder womöglich ist die Luft schon raus

Djoker_Boris

Bislang noch kein Stress für Djokovic & Boris.

Man liest gerade mal vier Sätze, dann findet man in dem Artikel schon eine falsche Behauptung.

Andy Murray war keineswegs der erste Spieler, der sich einen berühmten Champion ins Team holte. Roddick hatte zwei Jahre Jimmy Connors als Coach an seiner Seite.

Djokovic hatte heute keine Probleme mit Fognini. Wer das Interview nach dem Sieg über Querrey gesehen hat, der weiss, dass sich der Italiener von vornherein keine Hoffnungen machte und entsprechend unmotiviert spielte er dann auch. Damit wird erst das Viertelfinale gegen Wawrinka der erste Test für den Serben.

Hatte ich gesagt, dass der Weg von Nadal steinig ist? Bis jetzt hat sich das nicht bewahrheitet. Monfils bot keinen Widerstand. Wie Fognini scheint auch er seine Grenzen zu kennen. Die Form von Murray und Federer wird man erst einschätzen können, wenn sie gegen stärkere Gegner spielen müssen.

Bei Murray muss man dafür noch ein Match länger warten. Er spielt am Montag gegen den Lucky Loser Stephane Robert um den Einzug ins Viertelfinale. Man glaubt es fast nicht, aber die Auslosung war hier auf dem Niveau eines Challengerturniers. Federer bekommt es immerhin mit dem auf zehn gesetzten Tsonga zu tun.

Wenn man sich die verbleibenden Spieler so ansieht, traut man es nur Dimitrov und Wawrinka zu, ein Finale Nadal/Djokovic zu verhindern. Aber man braucht schon ein wenig Phantasie dazu.

Dienstag, 21. Januar 2014

Australian Open - Wunder geschehen immer wieder - Nach 14 Niederlagen in Folge gewinnt Stan Wawrinka Viertelfinal-Thriller gegen Titelverteidiger Djokovic 2-6, 6-4, 6-2, 3-6, 9-7

Ein guter Tag für das Tennis.*

Wawrinka startete schwach. Sicher erinnerte er sich noch an letztes Jahr.

Ich will es kurz machen. Djokovic liess für zwei Sätze nach. Erst im vierten Satz verwandelte er sich wieder in die Maschine, die alles zurückbringt.

Im fünften Satz ging es endgültig zur Sache. Break von Djokovic. Rebreak von Wawrinka. Boris hielt es schon lange nicht mehr auf seinem Sitz. Mitten in einem Aufschlagspiel von Wawrinka eine Regenunterbrechung für ein paar Minuten. Djokovic muss immer nachziehen. Ein kleiner Vorteil für Wawrinka und endlich die Fehler von Djokovic.

Wawrinka trifft im Halbfinale auf Tomas Berdych, der David Ferrer in vier Sätzen bezwang. Wer Ferrer für jemanden hält, der keiner Fliege etwas zuleide tun kann, schaue sich das hier an. OK. Es ist nicht direkt eine Fliege, aber es ist für jeden einfacher nett zu sein, wenn alles gut läuft.

*Es wird einen neuen Finalisten in Melbourne geben. Das Tennis war schon viel zu lange vorhersehbar.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Australian Open - Dimitrov vergibt Chance zur Zweisatzführung gegen Nadal - Nadal & Federer im Halbfinale



Dimitrov von Emotionen überwältigt.

Es ist nicht etwa so, dass er Matchbälle vergeben hat. Dimitrov hätte immer noch einen Satz gegen Nadal gewinnen müssen, um als Sieger vom Platz zu gehen.

So sieht Nadals linke Hand inzwischen aus. Damit muss er gegen Federer spielen, der gegen Murray einen kleinen Einbruch hatte. Auch Spieler wie Federer schaffen es manchmal nicht ein Match auszuservieren.

Freitag, 24. Januar 2014

Gulbis spielt doch nicht Davis Cup gegen die Slowakei nächste Woche

Als am Dienstag die Aufstellungen bekannt gegeben wurden, stand sein Name noch im Aufgebot.

Gulbis hat jetzt aber in einem Interview gegenüber den lettischen Medien klargestellt, dass er nicht für den Davis Cup gegen die Slowakei zur Verfügung steht.

Er will sein Training nicht unterbrechen, dazu gibt es wohl auch einiges an Misstimmung mit dem lettischen Tennisverband. Warum die ihren besten Spieler vor den Kopf stossen, kann man nicht nachvollziehen, aber wir hatten das in Deutschland und anderswo ja auch schon.

Tatsächlich ist es für jeden Spieler eine zusätzliche Belastung im Davis Cup zu spielen. Nadal, Federer, Del Potro und jetzt auch Djokovic & Ferrer, lassen den Davis Cup aus. Dafür spielt Murray dieses Mal.

Die meisten dieser Spieler spielen nur dann Davis Cup, wenn sie es für ihre Zulassung für die Olympischen Spiele brauchen. Für Gulbis gibt es, anders als für die Spieler in der Weltgruppe, nicht einmal Punkte zu gewinnen und auch keine fette Prämie.

Es gibt viele gute Gründe für Gulbis den Davis Cup auszulassen. Allerdings wird er ohne Matchpraxis in sein nächstes Turnier in Rotterdam gehen. Die meisten Spieler, die dort gemeldet haben, spielen entweder Davis Cup oder die Woche danach ein Turnier. Manche sogar beides.

*Bei der Gelegenheit erzählte er noch, dass er keine Probleme mit der Hitze in Melbourne hatte. Allerdings machte ihm bei beiden Matches seine Anspannung zu schaffen.

Australian Open - Es gibt nichts Neues unter der Sonne oder Nadal schlägt Federer einmal mehr - Nadal & Wawrinka im Finale



Müssen wir Nadal jetzt bedauern oder sollen wir einen Masochisten bewundern?

Federer kann Nadal nicht mehr schlagen.

Jeder, der das immer noch nicht weiss, sollte es 23 mal aufschreiben.

Wawrinka hat noch nie einen Satz gegen Nadal gewonnen.

So war es in den letzten zwölf Begegnungen. Wawrinka, der gestern ein enges Match gegen Berdych gewann, müsste also über sich hinauswachsen, um das Finale auch nur annähernd eng zu gestalten. Gegen Djokovic hat er geschafft.

Sonntag, 26. Januar 2014

Australian Open - Wir haben einen neuen Grand-Slam-Champion - Stanislas Wawrinka schlägt Rafael Nadal in einem verrückten Finale 6-3, 6-2, 3-6, 6-3

Nur das Feuerwerk zum Australia Day hat gefehlt, es wurde an einen anderen Ort verlegt.

Wer hat das Stan Wawrinka wirklich zugetraut? Er spielte Nadal im ersten Satz komplett aus. Ernests Gulbis hat das auch schon gemacht, aber Nadal fand solutions.

Für mich war es nur eine Frage der Zeit, wann der Mallorquiner eine Verletzungspause nehmen würde. Er nahm sie, als er im zweiten Satz mit Break zurücklag. Aber nicht wie gegen Federer, um das Pflaster an seiner Hand wechseln zu lassen. Er verliess dafür die Arena, nachdem er sich zuvor mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Rücken gefasst hatte.

Das Drama nahm seinen Lauf. Wawrinka regte sich furchtbar auf. Hat Nadal den Platz regelwidrig verlassen oder nicht? Darüber gab es keine Aufklärung. Aber als er nach einer deutlich längeren Zeit als drei Minuten zurück kam, wurde er vom Publikum mit Buhrufen begrüsst.

Mich wunderte nur, dass Wawrinka nach all der Aufregung seinen Aufschlag halten konnte und den zweiten Satz gewann. Aber Nadal schien tatsächlich Probleme im Rückenbereich zu haben, denn er bewegte sich nicht mehr gut.

Nur Mainstreamjournalisten und andere Unwissende rechneten mit einer Aufgabe von Nadal, der bei jedem Seitenwechsel den Kopf hängen liess und sich wiederholt am Rücken behandelt wurde. Dann aber auf dem Platz.

Nadal nutzte seine Schwäche als Waffe gegen Warwrinka, der durch das ganze Theater aus seinem Rhythmus kam und im dritten Satz den Faden verlor. Anstatt seine Breakchancen zu nutzen, machte er Fehler und kassierte seinerseits ein Break.

Die Frage war jetzt, ob Warwrinka wieder rechtzeitig zu seinem Spiel finden würde. Man hat das schon oft erlebt, wie das Momentum in solchen Situationen in die andere Richtung kippt. Der dritte Durchgang ging an Lazarus Nadal.

Wawrinka war eindeutig nicht mehr Herr der Lage und jeder, einschliesslich ihm selbst, konnte sich jetzt vorstellen, dass er das Match noch verlieren würde. Es redete auch keiner mehr davon, dass Nadal aufgeben würde. Wieso auch, wenn der Gegner alles tut, um sich selber zu schlagen.

So gab Wawrinka das Break zur 4-2 Führung im vierten Satz sofort wieder zurück. Aber er erkämpfte sich wieder zwei Breakchancen und dieses Mal konnte er zum Match servieren. Nach zwei Stunden und vierundzwanzig Minuten verwandelte er den ersten von drei Matchbällen.

Freitag, 31. Januar 2014

Der Davis Cup kommt viel zu schnell ... UPDATE - Deutschland mit 3-0 Sieg über Spanien im Viertelfinale - UPDATE - Kanada, Serbien, Spanien & USA müssen in die Relegation



... nur nicht für Roger Federer.

Der Schweizer hat sich in fast letzter Minute entschieden doch gegen Serbien zu spielen. Vielleicht will er Stan Wawrinka nicht im Stich* lassen, der nach seinem Australien-Open-Sieg am Sonntag noch ziemlich müde sein dürfte.

Die Partie Deutschland gegen Spanien wird ab heute 14 Uhr im Fernsehen und im Stream zu sehen sein. Da Nadal und Ferrer nicht antreten, haben die Deutschen gute Chancen weiterzukommen.

*Es geht allerdings nur gegen eine sehr reduzierte serbische Mannschaft ohne Djokovic, Tipsarevic & Troicki.

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