Montag, 2. September 2013

US Open - No Country for Young Men

Man könnte sich durchaus im Jahr 2003 wähnen, wenn man sich ansieht, welche Spieler die zweite Woche erreicht haben:

Robredo, Hewitt, Federer, Youzhny, Kohlschreiber. Selbst Nadal war damals schon dabei.

Am meisten profitiert hat vom Scheitern einer Reihe gesetzter Spieler Marcel Granollers. Der auf 12 gesetzte Tommy Haas dagegen, musste in der dritten Runde gegen den ebenfalls gesetzten Youzhny spielen und verlor in vier Sätzen.

Eine kleinere Sensation war, dass Hewitt schon in der zweiten Runde mit Del Potro einen der Favoriten für den Titel ausschaltete. Hewitt hat die US Open 2001 gewonnen. Zwei Tage später rasten die beiden Flugzeuge in das World Trade Center.

Kohlschreiber hat, wie schon im Vorjahr, den besten Aufschläger der Tour eliminiert, als sei es das leichteste auf der Welt. Der Amerikaner Isner hatte sich vielleicht noch nicht ganz von dem Schock erholt gehabt, dass die Zuschauer in seinem Match gegen Monfils zunehmend auf der Seite des Franzosen waren, aber wahrscheinlich scheiterte er am Erwartungsdruck und an seinem geduldigen und besonnenen Gegner.

Der einzige jüngere im Feld verbliebene Spieler ist Milos Raonic. Aber der hatte durch seine Auslosung von Anfang an die besten Chancen das Halbfinale zu erreichen. Ich zumindest kann mir nicht vorstellen, dass Gasquet heute die Nerven hat, seinen Aufschlag zu halten. Auch Tipsarevic oder Ferrer traue ich das in einem potentiellen Viertelfinale gegen Raonic in ihrer momentanen Form nicht zu.

Wer also nicht gerade Nos­t­al­gi­ker ist oder Fan der kanadischen Aufschlagmaschine, dem machen die US Open keinen richtigen Spass mehr.

Gewinnen wird das Turnier sowieso Nadal. Jedes Mal, wenn ich ihm die letzten Woche zugeschaut habe, konnte man mich dabei ertappen, wie ich immer wieder unglaublich dieser Nadal vor mich hersagte. Keiner spielt Tennis mit einer Intensität wie er. Wobei das Wort intensiv viel zu schwach für den entschlossenen Ingrimm des Mallorquiners ist.

Eine erfreuliche Entdeckung gab es dann doch noch bei den diesjährigen US Open. Der britische Qualifikant Dan Evans spielte hintereinander Nishikori und Tomic aus. Eine solche Spielfreude habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.

Der talentierte Evans spielte davor kaum einmal im Hauptfeld eines ATP-Turniers. Nach dem, was man erfahren kann, fehlte es dem Dreiundzwanzigenjährigen bisher an der nötigen Disziplin. Sein Ranking ist immer noch zu niedrig für den ATP-Level, aber es würde mich nicht wundern, wenn er durch den Vertrag mit Lagardere bald ein paar Wildcards bekommt.

Eher zufällig habe ich mitbekommen, dass Gulbis dieses Jahr in Stockholm spielen wird. Das ist durchaus eine Überraschung, denn nach den Vorfällen dort, wollte er nie wieder nach Schweden.

Dienstag, 3. September 2013

US Open - Bonus



Am Schluss, blieb ihm nichts anderes übrig, als die Socken wie ein braver Junge aufzusammeln.

Hier findet sich noch ein Video mit den Highlights des Matches.

US Open - Gasquet gewinnt Marathon gegen Raonic 6-7(4), 7-6(4), 2-6, 7-6(9), 7-5 - Federer verliert in 3 Sätzen gegen Robredo -Auch Nadal & Ferrer im Viertelfinale

Raonic_Gasquet

4 Stunden und 40 Minuten.

Einen Matchball hat Gasquet abgewehrt im Tiebreak des vierten Satzes.

Es gab eine ewig lange Regenpause bevor die Herrenmatches gespielt werden konnten, darum habe ich gestern nichts gesehen.

Dass Federer gegen Robredo verliert, hätte ich als letztes erwartet.

Mittwoch, 4. September 2013

US Open - Youzhny, Djokovic, Wawrinka & Murray im Viertelfinale

Hewitt hat zweimal zum Match serviert gegen Youzhny. Einmal im vierten und dann im fünften Satz.

Die Begegnung war von endlos langen Ballwechseln geprägt. Dass die Reporter dann immer von Weltklassetennis reden, ist reine Lobhudelei. Tatsächlich ist das monotones Grundlinientennis. Federer würde nie so lange rummachen, wie Youzhny oder Hewitt. Aber Federer ist ja nicht mehr dabei.

Dass das jetzt besonders traurig oder schockierend ist, wie alle heucheln, kann ich nicht finden. Der Mann hat 17 Grandslam-Titel gewonnen. Ehrlicher wäre es, seine Gegner der letzten 10 Jahre zu bedauern, die immer den kürzeren gegen ihn gezogen haben. Jetzt sind mal andere dran, auch wenn diese anderen nicht annährend so schönes Tennis spielen wie er. Aber das ist auch das einzige, das man an der Situation bedauern kann.

Die US Open sind jetzt im Stadium der Vorhersehbarkeit. Nadal wird bequem ins Halbfinale kommen. Für Djokovic oder Murray wird es mühsamer sein. Man braucht nicht viel Phantasie sich vorzustellen, wer die Trophäe in die Luft halten wird.

Freitag, 6. September 2013

US Open - Wawrinka & Djokovic folgen Gasquet & Nadal ins Halbfinale



You know, when you work hard for something for a lot of years, you know, it's going to take a bit of time to really fire yourself up and get yourself training, you know, 110 percent. You know, that's something that I think is kind of natural after what happened at Wimbledon.

Samstag, 7. September 2013

Zubereitet

Pfifferlinge

Fünf Euro für 100 g Pfifferlinge auf dem Elisabethmarkt in Schwabing.

Die wurden nicht gekauft. Ganz blöd bin ich auch nicht. Sie waren nicht mal frisch.

In einer Folge vom Moncao Franze gibt es eine Szene in der die Haushälterin, dargestellt von der unvergesslichen Ernie Singerl, für ihre Herrschaft auf dem Viktualienmarkt wohl, aber vielleicht war es auch der Elisabethmarkt, Eierschwammerl einkaufen geht. Am Ende sagt sie resigniert: "Jedes Reherl a Fuffzgerl".

Es hat sich seit den Achtziger Jahren in München nichts geändert. Auf dem Elisbethmarkt habe ich auch schon mal gegenüber einer Marktfrau geäussert, dass der Preis für die Himbeeren doch sehr hoch sei. Sie meinte nur charmant: "Sie brauchen Sie ja nicht zu kaufen". Ich habe sie gekauft.

Denn ich gehöre nicht zu den Pfennigfuchsern. Es ist mir relativ egal, was etwas kostet, wenn die Ware es wert ist. Aber das ist sie in München* nicht immer, da muss man schon suchen. Bei jedem türkischstämmigen Gemüsehändler gibt es besseres und bezahlbares Obst und Gemüse als auf dem Elisabethmarkt, behaupte ich mal.

Pfifferlinge mit Bratkartoffeln für zwei Personen

250-300 g Pfifferlinge
festkochende Kartoffeln je nachdem wie gross der Hunger ist.
eine Schalotte
Sonnenblumenöl
Petersilie
Salz
Pfeffer

Man macht einfach Bratkartoffeln und mischt die Pfifferlinge (Eierschwammerl oder Reherl auf Bayrisch) darunter.

Die Pilze nicht waschen, sondern nur mit einem Pinsel, es gibt extra welche für diesen Zweck, den groben Dreck wegpinseln.

*Was hat man davon in München zu leben, ausser Gentrifizierung, Baustellen und schlechter Luft?

Die Kammerspiele sind das anscheinend das beste Theater Deutschlands, wenn es einem nichts ausmacht, dass man zu den wenigen im Zuschauerraum gehört, die noch keine vollgrauen Haare haben. Ach ja. Mariss Jansons mein zweitliebster Lette, ist auch in München tätig.


Mehr Zubereitetes

Dienstag, 10. September 2013

US Open - Nadal Champion

Rafael Nadal def. Novak Djokovic 6-2, 3-6, 6-4, 6-1.

Unglaublich dieser Nadal. Wer soll ihn jemals stoppen, wenn er weiter so spielt?

Djokovic war schon im Halbfinale gegen Wawrinka der schlechtere Spieler. Nadal dagegen machte kurzen Prozess mit Gasqeut. Dass das Finale seit neuestem immer am Montag gespielt werden soll, zieht das Turnier wie einen Kaugummi in die Länge.

Ich habe nur die ersten zwei Sätze gesehen. Djokovic war da zeitweise wie eine Gummiwand gegen den überagressiven Nadal. Ein Ballwechsel ging über 54 Schläge.

Einen Livekommentar von dem Finale gibt es hier.

It’s just not normal how hard he fights.

Scoop trifft den Nagel auf den Punkt. Der J. meinte kürzlich, was haben sie mit ihm gemacht, dass er so verbissen ist.

Ab Freitag spielen die beiden übrigens Davis Cup in Europa.

Donnerstag, 12. September 2013

Vor dem Davis Cup (Mit Updates)

Es ist dieses Mal besonders interessant.

Für die Serben geht es um den Einzug ins Finale. Djokovic ist erst gestern in Belgrad angekommen, er hatte am Dienstag in New York noch eine Gala für seine Foundation. Fundraising nennt sich das.

Der Gegner Kanada ist nicht einfach. Die Serben wissen schon, warum sie Sand als Belag gegen Raonic und Pospisil gewählt haben.

Nadal hat sich über den Termin schon beklagt. Aber weiss er einen besseren? Wahrscheinlich wird er nur als Joker eingesetzt, denn der Rest der spanischen Mannschaft sollte stark genug sein, um Dolgopolov und Stakhovsky auf Sand kleinzuhalten. Für die Spanier geht es um den Wiedereinzug in die Weltgruppe.

Auch die Briten wollen dahin, deshalb ist Andy Murray mit im Team dabei. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn Kroatien spielt ohne Cilic, über den nicht geredet wird. Es ist als hätte es ihn nie gegeben.

Die Deutschen spielen gegen Brasilien in Neu-Ulm um den Wiedereinzug in die Weltgruppe. Auf dem Papier sieht es einfach aus. Sat1 Gold überträgt im Fernsehen. Einen Stream wird es auch geben. Für die anderen Begegnungen kann man auf der Davis-Cup-Seite einen Stream abonnieren.

Ob die Polen sich gegen Australien durchsetzen, ist auch nicht sicher, denn ob Janowicz spielen kann, steht noch nicht fest.* Die Verletzung von den US Open zieht sich hin.

Der Belgier Goffin ist noch schlimmer dran, er hat sich im Training das Handgelenk gebrochen.** Ohne ihn wird es für die Belgier gegen Israel schwer.

Auch Nieminen fällt für Finnland aus. Das macht es für die Letten einfacher. Gulbis wird wahrscheinlich trotzdem an drei aufeinanderfolgenden Tagen Best-of-5 spielen müssen. Vorab hat er Interviews fürs Fernsehen und Radio gegeben.

Karlis Lejnieks dürfte der jüngste amtierende Davis-Cup-Kapitän sein. Wahrscheinlich gab es nie einen jüngeren. Ernests Gulbis endlich ohne Bart heute bei der Auslosung. Er spielt am Freitag das zweite Einzel. Weitere Fotos von der Auslosung finden sich hier.

*Eben kam die Nachricht, dass Janowicz nicht spielen kann. Angeblich hat er einen Bandscheibenvorfall, der vielleicht sogar operiert werden muss.

**Goffin wurde am Dienstag operiert und war schon am Donnerstag da, um sein Team gegen Israel zu unterstützen.

Freitag, 13. September 2013

Must Read - Pat Cash - Are Rafael Nadal and Novak Djokovic boring?

There’s an argument that this generation of men's tennis is boring and I think it’s a valid one.

It’s not boring to see two great players like Rafael Nadal and Novak Djokovic compete in a final.

What is getting mundane is watching the same tactic in every single match of every single grand slam for the last five or six years.

Nowadays they all settle down and say "OK, this is going to be two hours of baseline rallies." The guy who outlasts the other one wins. It’s taken a lot of the skill out of tennis.

What today’s players do around the baseline is undeniably phenomenal. They have become specialists in that, but to say they are better athletes is disrespectful. I don’t buy it at all, not for one second.

The ITF and the ATP are doing a great job of marketing the game, but they need to look at what is actually happening on the court.

Is this entertainment? Is this good enough?

Samstag, 14. September 2013

Davis Cup - Nach dem ersten Tag - UPDATE - Serbien gegen Kanada mit dem Rücken zur Wand - Lettland führt nach Sieg im Doppel 2-1 gegen Finnland

Djokovic und Nadal haben gleich am ersten Tag im Einzel gespielt. Sie wollten es anscheinend nicht darauf ankommen lassen, dass ihre jeweilige Mannschaft in Rückstand gerät.

Das war für die Serben sicher die richtige Strategie, denn Tipsarevic hat sein Einzel gegen den Kanadier Raonic knapp in fünf Sätzen verloren. Jetzt kommt es auf das Doppel an.

Für die Polen läuft ohne Janowicz natürlich nichts. Sie liegen gegen Australien 0-2 zurück.

Dagegen geht für Deutschland alles nach Plan. Sie hatten grosses Glück mit der Auslosung. Anstatt die schwachen Brasilianer, hätten sie auch die Briten mit Murray zugelost bekommen können oder noch schlimmer, die Spanier.

Auch die Schweiz spielt um die Rückkehr in die Weltgruppe. Aber Federer lässt, wie fast immer, Wawrinka die Kastanien aus dem Feuer holen. Dafür plant er in Shanghai eine Exhibition Doppel mit einem Chinesen* zu spielen. Die Chinesen werden es ihm mit einem dicken Scheck danken.

Für die Letten steht es nach dem ersten Tag 1-1. Gulbis konnte sein Match relativ einfach gewinnen, aber sein jüngerer Teamkollege, der das erste Einzel spielen musste, war wahrscheinlich ein wenig von den Erwartungen und der Atmosphäre überfordert und verlor in vier Sätzen. Vielleicht läuft es für ihn heute im vorentscheidenden Doppel an der Seite von Ernests besser.

Fotos vom ersten Tag finden sich hier. Man kann sehen, dass Gulbis sich freute, dass so viele Zuschauer in die Arena Riga kamen, um ihn zu unterstützen.

*Wie immer gibt es über Janowicz widersprüchliche Nachrichten. Das letzte was man hören konnte, war, dass er versucht, für das Turnier in Peking fit zu werden, er hätte aber wenig Hoffnung.

**Die Sponsoren stecken viel Geld in den asiatischen Markt. Der feuchte Traum der ATP ist ein chinesischer Topspieler.

September

TC2

Sonntag, 15. September 2013

Davis Cup - Tschechien & Serbien im Finale - Japan, Spanien, Deutschland, Grossbritannien, Schweiz, Niederlande, Belgien & Australien zurück in der Weltgruppe



Küsschen für den Sieger.

Gulbis hat heute sein zweites Einzel gewonnen. Damit ist auch Lettland in die nächste Gruppe aufgestiegen. Die kleine Schwester freut sich mit.

Im abschliessenden Interview hat er gemeint, dass es nicht fair sei, dass es nur in der Weltgruppe Punkte für Siege im Davis Cup gibt.

Hoffentlich hat er nach drei aufeinanderfolgenden Best-of-5-Matches noch ein wenig Energie für das Turnier in St. Petersburg übrig. Es beginnt schon morgen.

Montag, 16. September 2013

Cilic für neun Monate wegen Doping gesperrt

Jetzt ist es offiziell.

Die Krokodilstränen auf Twitter könnten scheinheiliger nicht sein. Neil Harman von der Times schiesst den Vogel ab.

Und ein paar dürre Worte bei der BBC. Viel mehr wird an Reaktionen nicht kommen.

Samstag, 21. September 2013

St. Petersburg - Blood, Sweat, no Tears - Gulbis im Finale

Ernests Gulbis def. Michal Przysiezny 6-3, 6-3.

Gulbis schrammte sich beim Versuch einen Stoppball von Przysiezny zu erreichen, das linke Knie blutig. Der Schiedsrichter wollte, dass er sich behandeln lässt. Gulbis stur wie er ist, wollte das aber nicht. Erst nachdem sich der Supervisior überzeugt hatte, dass die Blutung aufgehört hatte, durfte er weiterspielen.

Auch der Unaussprechliche fing gegen Ende des Matches ein wenig rumzuzicken an.

Kein Match mit Ernests ohne Zwischenfall.

Fotos und Interviews findet man hier.

St. Petersburg - Bonus



Gulbis was on his way to an easy 6-1, 6-2 win over No. 62 Roberto Bautista Agut in the quarterfinals, when Bautista Agut got angry because of the amount of noise coming from Gulbis’s shoes in the middle of his service motion. Down 2-4, 15-40, the Spaniard took it up directly with Gulbis, who refused to back down or apologize.

“I do what I want to do,” Gulbis shouted back. “You are moving your arms all the time and I don’t say nothing.”

As Bautista Agut moved to serve the next point, Gulbis looked to squeak his shoes on purpose, earning himself a code violation for unsportsmanlike conduct. Not that he would admit it. With a big grin on his face, he asked for clarification as to why he received a code violation. “You know why,” the umpire said, to which he responded, ”B—–d.”

Gulbis went on to get the break and Bautista Agut threw his racket in anger. Gulbis went on to win and had this to say after the match: “My opponent behaved like a spoiled princess.”

Sonntag, 22. September 2013

St. Petersburg - Gulbis Champion

Ernests Gulbis def. Guillermo Garcia-Lopez 3-6, 6-4, 6-0.

Ein Drama mit Happy End.

Obwohl Gulbis sagte, er sei überhaupt nicht nervös gewesen, sah es anders aus. Er servierte im ersten Satz unterirdisch*, gab sofort den Aufschlag ab und kam trotz Rebreak nicht ins Match.

Garcia-Lopez wusste genau, wie er spielen musste. Er servierte gut, hielt den Ball von der Grundlinie im Spiel und liess Ernests die Fehler machen.

Als Gulbis im zweiten Satz mit Break 2-4 zurücklag, hätte niemand mehr auf ihn gewettet. Der Spanier hatte zuvor schon Breakbälle souverän abgewehrt. Aber es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.

In jedem Match lässt ein Spieler, der so spielt, gewöhnlich mal einen Moment nach, ausser es handelt sich um Djokovc oder Nadal. Und weil Garcia-Lopez nicht Djokovic oder Nadal ist, liess er nach. Nach dem Rebreak liess Gulbis nichts mehr anbrennen.

Im dritten Satz, nachdem der Spanier schon mit Doppelbreak hoffnunglos zurücklag, nahm er noch eine Verletzungspause, die sehr lange dauerte, denn er musste dafür die Arena verlassen. Das war nicht direkt Fairplay.

Aber Gulbis liess sich nicht mehr von seinem Kurs abbringen. Ob Garica-Lopez das Match am Schluss abgeschenkt hat oder tatsächlich nicht mehr konnte, spielt keine Rolle mehr.

Gulbis hat acht Matches in zehn Tagen gewonnen. Allein das ist ausserordentlich. Ich hätte nie gedacht, dass er nach dem anstrengenden Davis Cup in Lettland in St. Petersburg viel ausrichten würde, aber er hatte Glück mit der Auslosung und nachdem die meisten gesetzten Spieler sich schon früh verabschiedet hatten, wurde für ihn aus einem 250er-Turnier plötzlich eine Art Challenger.

Die Überraschungen waren nach dem Matchball noch nicht vorbei. Einer der Tänzerinnen der Performance vor der Siegerehrung, wurde auf dem Court ein Heiratsantrag gemacht. Gulbis sagte hinterher, ihm hätte das gefallen.

Gulbis ist am Montag die Nummer 28 27** der Welt. Er macht eine Woche Pause und danach spielt er die Turniere in Peking und Shanghai.

Hier eine Zusammenfassung des Finales mit der Siegerehrung auf Video.

*Es lag weniger am Aufschlag. Gulbis spielte zu defensiv, kam zu früh unter Druck. Erst nach dem Rebreak im zweiten Satz spielte er das agressive Spiel, das er in den Runden davor gezeigt hat.

**Ein Platz höher, weil Cilic die Punkte endlich abgezogen wurden.

Mittwoch, 25. September 2013

Must Read - Private Doping Probes Seen Hurting Tennis as Cilic Feigns Injury

The ITF, the sport’s ruling body, published a report today that shows how it kept the case of the player then ranked No. 11 in the world private during the grass-court Grand Slam under a policy that aims to protect the reputation of players in case they turn out to be innocent. The ATP, the men’s tour organizer, has concealed “many” doping violations in the past, former Spanish tennis federation president Pedro Munoz said in an interview. The ATP says it has always acted within the rules.

Cilic was handed a nine-month ban by the ITF for testing positive for the stimulant nikethamide, which a panel found he took inadvertently in tablets bought by his mother. The “hushing up” approach risks damaging the credibility and sponsorships of tennis just as it increases efforts to boost drug testing, according to Simon Chadwick, a professor of sports business strategy at the U.K.’s Coventry University.

“It looks like damage limitation on the part of the ITF, that they are trying to protect television contracts and sponsorships,” Chadwick said.

Other Secrets?

Munoz, the former Spanish federation president, said in an interview in Madrid last week that “many times” tennis authorities have kept cases secret.

He said he travelled with a Spanish player, whom he declined to identify, to an ATP hearing in Paris after the athlete tested positive for a drug he took to help heal a shoulder injury in the late 1990s. The men’s tour fined the player the equivalent of about 5,000 euros ($6,700) and never made the test result public, according to Munoz.

Samstag, 28. September 2013

Must Read - ADEL AREF: MAKING A MENACE OF ANDY MURRAY

What was your craziest experience?
That tour in West Africa. I was there for six weeks doing Futures tournaments to get some experience. I arrived in Lagos from Sweden and there were armed men all over the airport. I got to the hotel, a lizard was the first thing I saw. Got to the tennis club, the courts are cracked and I had to stop a match because there was a snake on the court. Another match, a Nigerian was playing a French guy and I see two guys on top of the stadium waving at me, showing me their gun, trying to get me to side with their guy. And it was like that for six weeks.

Peking - Gulbis nicht dabei

Schon am Donnerstag konnte man erfahren, dass Gulbis nicht mehr auf der Entry List für die China Open steht. Er ist krank*. Was ihm genau fehlt, weiss ich nicht.

Das macht auch eine Teilnahme für Shanghai unwahrscheinlich. Mich würde nicht wundern, wenn man ihn erst wieder in Stockholm sieht.

Ich habe mit einer Absage gerechnet, weil die letzten zwei Wochen sehr intensiv waren.

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