Mittwoch, 3. Juli 2013

Wimbledon - Janowicz, Del Porto, Djokovic & Murray im Halbfinale

Janowicz habe ich die vierte Runde gegen Federer* erreichen sehen, aber es war dann da kein Federer, sondern Melzer, der angeblich mit einem Leistenbruch spielte und zwar fünf lange Sätze. Danach kam auch kein Nadal, sondern sein Landsmann Kubot. Jerzy ist ein grosser Umarmer nach gewonnenen Matches. Nur mögen das nicht alle. Laut Gilles Simon ist er sogar der unbeliebteste Spieler auf der Tour.

Del Potro hatte anders als Nadal und Federer keinen giftigen Rasenspieler auf seinem Weg. Dafür hat er sich zwei Runden vor dem Viertelfinale gegen Ferrer eine Knieverletzung zugezogen. Seitdem spielt er bandagiert wie eine Mumie. Del Potro stürzte mit dem schlimmen Knie gleich beim ersten Spiel. Bei jedem anderen würde man mit einer Aufgabe rechnen, aber bei Del Potro kann man sicher sein, dass er nach so einem Drama bald wieder wie eine Gazelle rennt und gewinnt.

Djokovic hatte einen engen ersten Satz gegen Berdych. Aber der Tscheche vermasselte den Tiebreak. Der erste Satz hat beide Spieler mental erschöpft, denn anders kann man sich nicht erklären, warum Berdych im zweiten Satz ein Doppelbreak bekam und es wieder abgab. Djokovic bei einer seiner gymnastischen Übungen. Es kann sich extrem verdrehen ohne Schaden zu nehmen.

Verdasco hat gegen Gulbis fehlerlos gespielt und weder davor, noch danach einen Satz abgegeben. Er führte auch mit zwei Sätzen gegen einen etwas zu zaudrigen Murray. Irgendwie scheint Murray das aber zu brauchen, um in Gang zu kommen. Trotzdem bin ich mir fast sicher, dass der Schotte es ohne die frenetische Unterstützung des Publikums nicht geschafft hätte, das Match noch umzubiegen.

Good for them, bad for us, meinte Gulbis in Paris, darauf angesprochen, wie es sei in so einer Kulisse gegen einen Lokalmatador zu spielen. So wird es für den emotionalen und noch unerfahrenen Janowicz zu viel werden, gegen Murray und das Publikum zu spielen und Del Potro müsste wie Lazarus auferstehen, um Djokovic zu schlagen.

*Apropos Federer. Er spielt nach seinem frühen Aus in Wimbledon, die Sandplatzturniere in Hamburg und Gstaad. So cool ist er auch wieder nicht, dass er nicht versucht auf Teufel komm raus, noch ein paar Punkte mitzunehmen. Ich habe damit gerechnet, dass er irgendwo um eine Wildcard anfragt.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Wimbledon - Lisicki im Finale - Deutsche gewinnt Thriller gegen Radwanska 6-4, 2-6, 9-7



#Lisicki is the first German in the #Wimbledon final since Steffi Graf in 1999.

Wer denkt, Del Potro ist übel bandagiert, muss sich mal Radwanska ansehen.

Sie hätte vielleicht auch lesen sollen, was auf dem Weg zum Centre Court geschrieben steht.

Freitag, 5. Juli 2013

Wimbledon - Djokovic gewinnt Marathonmatch gegen Del Potro 7-5, 4-6, 7-6 (7-2), 6-7(6-8), 6-3 - UPDATE - Auch Murray im Finale, er gewinnt gegen Janowicz 6-7 (2), 6-4, 6-4, 6-3

Vier Stunden und 43 Minuten.

Sie haben einen Rekord gebrochen, aber für mich ist das nichts.

Djokovic schien mir reichlich nervös. Ich glaube, er wusste besser als ich, was ihn erwartete.

Del Potro spielte das agressivere Tennis und wenn man ehrlich ist, war er der bessere Spieler, denn Djokovic, der so viele Fehler mit der Rückhand machte, war meistens in der Defensive. Es schien fast, als ob der Argentinier den gegen ihn vergleichsweise kleinen Serben vom Platz prügeln würde.

Mir geht es mit Del Potro wie mit all diesen Spielern, die so extrem von der Physis bevorzugt sind. Ich bin selten auf ihrer Seite. Berdych und Janowicz gehören in dieselbe Kategorie und früher Söderling. Aber das Tennis von Djokovic gefällt mir ja auch nicht. Es wird eine zähe Sache werden, wenn es im Finale gegen Murray geht.

Man hat Del Potro übrigens keine Verletzung angemerkt.

Samstag, 6. Juli 2013

Stuttgart - Gulbis zieht mal wieder das grosse Los* - UPDATE - Gulbis schlägt Granollers 4-6, 6-1, 6-1

Haas [1] - BYE
Granollers - Gulbis
L. Mayer - Andujar
Qualifier - Fognini [5]

Haas und Gulbis schon wieder auf Kollisionskurs. Schon zum vierten Mal dieses Jahr. Aber nur, wenn Ernests zuvor Granollers schlägt.

Das Feld ist sehr stark in Stuttgart. Es gibt da so gut wie keine einfachen Gegner. Aber machen wir uns nichts vor, Haas ist der schwerste von allen.

*Die Chance war 1:9, falls ich mich nicht verrechnet habe.

Update:

Gulbis brauchte wohl etwas Zeit seinen Rhythmus in seinem Auftaktmatch zu finden. Hier finden sich Fotos vom Match.

Sonntag, 7. Juli 2013

Wimbledon - Murray Champion



Andy Murray def. Novak Djokovic 6-4, 7-5, 6-4.

Drei Stunden.

Nach 77 Jahren haben die Briten endlich wieder einen Wimbledon-Champion.* Das Tennisestablishment ist zufrieden.

Djokovic sah nie so aus, als ob er gewinnen könnte. Nachdem er mit zwei Sätzen zurück lag, war die Sache endgültig gelaufen. Man kann froh, sein dass es keinen vierten Satz gab. Es soll 40 Grad Celsius auf dem Centre Court gehabt haben.

Fast könnte man sagen, es lief bei den Herren, wie bei den Damen. Einer räumt die schweren Steine aus dem Weg und der andere profitiert davon.

Nachtrag:

Murray hat natürlich ein gutes Finale gespielt. Es war ein kluger Schachzug von ihm die French Open auszulassen und damit mehr Zeit für die Vorbereitung auf Rasen zu haben.

Aber warum fiel es den Verantwortlichen in Wimbledon so spät ein, Djokovics Rasenschuhe zu beanstanden?

*Murray wirkte mehr erleichtert als glücklich.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Stuttgart - Haas schlägt Gulbis nur knapp 6-0, 3-6, 6-4 - UPDATE - Viertelfinale - Fognini zu gut für Haas 6-2, 6-4 - Auch Paire & Monfils verlieren**

Gulbis fand im ersten Satz überhaupt nicht ins Spiel.

Das Publikum unterstützt normalerweise einen Spieler, der sich schwer tut ein Game zu gewinnen. Aber natürlich war das gegen den deutschen Publikumsliebling Haas nicht so.

Haas sagte im Interview später, Gulbis hätte im ersten Satz keinen Rhythmus gekriegt. Der Kommentator meinte, es könne an der Höhenlage in Stuttgart liegen. Die Bälle fliegen dort mehr als woanders. Es sei schwer ein Gefühl für den Ball zu entwickeln.

Im zweiten Satz kam Gulbis schliesslich ins Match. Er servierte besser und Haas, der plötzlich gar nicht mehr überlegen wirkte, half mit ein paar Fehlern.

Der dritte Satz war sehr eng. Die Zuschauer bejubelten jeden Punktgewinn von Haas. Beide Spieler hielten ihre Aufschläge. Es war bezeichnend, dass Gulbis als er gegen den Matchverlust servieren musste, plötzlich wieder Fehler machte und dann war es schon vorbei.

Ein erleichterter Haas, der anscheinend auch ein Ziehen in der Schulter spürt, meinte hinterher, es sei eigentlich unglaublich, dass sie einander schon wieder zugelost wurden. Es müsse für Gulbis frustrierend sein, sein erstes Match zu gewinnen, um dann gleich gegen ihn spielen zu müssen.* Nach München und Halle war es das dritte Mal in Folge, dass die beiden bei deutschen Turnieren in der zweiten Runde aufeinander trafen.

Das ist natürlich alles nicht gut für das Selbstvertrauen des Letten. In Hamburg könnte es ähnlich laufen. Aber ich will es nicht herbeirufen.

Ach ja. Haas sagte auch noch, dass Gulbis zu den talentiertesten Spielern der Tour gehört.

*Haas ist Nummer 11 der Welt und in Stuttgart auf eins gesetzt. Er ist neben Berdych, der im schwedischen Bastad dabei ist, der einzige Topspieler, der diese Woche ein 250er-Turnier spielt.

Nachtrag:

Hier ein Video vom Ende des Matches.

UPDATE:

Ich habe gerade noch das Interview nach dem Match gegen Fognini mitbekommen.

Haas war angefressen. Er sagte, er hätte kein Timing gehabt, die Big Points nicht gemacht. "Wer so spielt, verdient es nicht zu gewinnen." Aber er war auch sauer auf den Schiedsrichter. Ich glaube, er sagte tatsächlich Shit Umpire. Haas findet, es braucht das Hawk-Eye auch auf Sand.

Haas hat Recht, aber dann bitte auf allen Courts.

**Man kann das Turnier jetzt offiziell abhaken. Bleibt zu hoffen, dass am Ende wenigstens Fognini gewinnt. Haas traut es ihm zu.

Samstag, 13. Juli 2013

Hamburg - Federer statt Haas - UPDATE - Gulbis verliert harten Kampf gegen Hajek*

HH

Wann war Gulbis eigentlich zuletzt bei einem Turnier gesetzt?

Wenigstens wartet nicht wieder Haas im zweiten Match auf ihn, gegen den er inzwischen eine Art mentalen Block zu haben scheint.

Aber vielleicht lag es auch an den besonderen Bedingungen in Stuttgart. Haas kam damit auch nicht unbedingt gut zurecht, wie sein Spiel gegen Fognini bewiesen hat. Gegen Gulbis machten auch die Zuschauer mit den Unterschied. In München waren sie nicht annährend so frenetisch. Fognini hat sie, anders als Gulbis, mit seinem überzeugenden Spiel sofort gedämpft.

Falls der Lette sein Auftaktmatch schafft, wird es gegen Federer nicht einfacher als gegen Haas. In Hamburg ist alles auf den Schweizer zugeschnitten. Er ist der Star des Turniers, da kommt selbst Haas erst an zweiter Stelle. Aber auch Federer muss erst mal in die dritte Runde kommen.

Hier das gesamte Feld.

Update:

Jan Hajek def. Ernests Gulbis 6-4, 2-6, 6-4.

Gulbis hat jetzt das erste Mal in dieser Saison ein Auftaktmatch auf ATP-Level verloren. Für Hajek, der die Qualifikation spielte, war es das vierte Match.

Ich habe schon in den Kommentaren erwähnt, dass der Tscheche in Düsseldorf den aufschlagstarken Brands regelrecht niedergeknüppelt hat. Hajek spielte hit-&- miss-Tennis. Gegen Brands steigerte er sich in einen regelrechten Rausch. Viel anders wird es gegen Gulbis nicht gewesen sein, ausser dass es ein umkämpfteres Match war.

Gulbis hat sich sicher mehr von der europäischen Sandplatz- und Rasensaison erwartet. Dass er regelmässig in der zweiten Runde gegen topgesetzte Spieler knapp verlor, zeigte langsam immer mehr Wirkung.

Ihm bleiben gerade mal zwei Wochen, um sich auf die schwere Hartplatzsaison in Amerika vorzubereiten.

*Auch Federer und Haas mussten in ihren Auftaktmatches kämpfen, kamen aber durch. Monfils, Seppi, und Robredo sind ausgeschieden.

Donnerstag, 18. Juli 2013

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