Sonntag, 2. Juni 2013

Roland Garros - TommyHaas13*

Tommy Haas def. John Isner 7-5, 7-6(4), 4-6, 6-7(10), 10-8.

Vier Stunden und 37 Minuten.

Der Spezialist für Marathonmatches hat dieses Mal den kürzeren gezogen.

12 Matchbälle konnte Haas im Tiebreak des vierten Satzes nicht nutzen. Soviel ich mitbekommen habe, hatte er nur einen bei eigenem Aufschlag.

Ich habe das Match erst ab dem Tiebreak im vierten Satz verfolgt. Isner kann seine Asse auch raushauen, wenn er sich kaum noch bewegen kann, deshalb hatte ich nicht mehr viel Hoffnung für Haas, nachdem er im Entscheidungssatz früh mit Break zurücklag.

Beide Spieler spielten den zweiten Tag in Folge, weil ihre Matches am Donnerstag wegen Regen abgesagt wurden. Isner hatte am Samstag schon einen Zweisatzrückstand gegen den jungen Ryan Harrison aufgeholt und war am Ende gegen Haas stehend KO. Auch der Deutsche sah fertig aus. Nach Abwehr eines Matchballs, konnte er schliesslich seinen 13. Matchball verwandeln. Der Riese war gefällt.

Leider ist das Turnier jetzt noch vorhersehbarer.** Es geht nur noch darum, ob Djokovic Nadal davon abhalten wird ins Finale zu ziehen und dort wahrscheinlich Federer zu schlagen.

Der Serbe hat gestern nach seinem glatten Sieg über Dimitrov erfahren, dass seine erste Trainerin Jelena Gencic im Alter von 77 Jahren in der Nacht unerwartet an Herzversagen gestorben ist. Wie man Djokovic kennt, wird er jetzt das Turnier im Andenken an sie gewinnen wollen.

*Die 13 hinter seinem Namen auf Twitter macht jetzt Sinn.

**Mit dem Seeding von 32 Spielern ist gewährleistet, dass die Topgesetzten mit grosser Regelmässigkeit ins Halbfinale kommen. Damit das mal anders wird, müsste man zu einem Seeding von nur 16 Spielern zurückkehren. Nur Troicki*** hat als ungesetzter Spieler, das Achtelfinale erreicht. Gulbis hat ihn in Rom 6-1, 6-1 geschlagen.

2001 in Wimbledon hat man das erste Mal 32 Spieler gesetzt. Man hat sich zu diesem Schritt entschlossen, weil eine Reihe von Sandplatzspielern mittlerweile das Turnier boykottierten, sie hatten bis dahin immer in den ersten Runden verloren.


***Troicki hatte Glück mit der
Auslosung. Dazu bekam er in der dritten Runde mit Cilic einen Gegner, der sich eben von seinem langjährigen Coach getrennt hat.

Dienstag, 4. Juni 2013

Roland Garros - Keine Überraschung

Jo-Wilfried Tsonga def. Roger Federer 7-5, 6-3, 6-3.

Eine Stunde und 51 Minuten.

Federer hatte schon mit Gilles Simon Schwierigkeiten. Tsonga musste nicht einmal sein bestes Tennis spielen. Das hat er im Vorfeld von Roland Garros auch nicht getan.

Und das hält Robin Haase von dem Eurosportkommentator Matthias Stach.

Es ist ja nicht so schlimm, was die Schmierfinken über das Tennis absondern, denn das liest ja kaum einer, aber Lobhudeleien oder ungerechte Kritik im Fernsehen merkt sich vielleicht doch der mehrheitlich unbedarfte Zuschauer, vor allem wenn es bei jeder Gelegenheit wiederholt wird.*

*Nicht, dass ich nicht auch einmal unbedarft gewesen wäre.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Am wilden Fluss

Isar_Hochwasser_2013

Die Isar gestern. Ich glaube, man kann um die Renaturierung froh sein.

Freitag, 7. Juni 2013

Roland Garros - Nadal & Ferrer im Finale

Charybdis def. Skylla 6-4, 3-6, 6-1, 6-7(3), 9-7.

4 Stunden und 37 Minuten.

Hat es sich jemand angeschaut?

Mal hatte Nadal, mal hatte Djokovic die Nase vorn. Anfangs sah es sogar nach einer glatten Niederlage für den Serben aus.

Lustig war, dass Nadal das Match im vierten Satz nicht ausservieren konnte. Ihm fehlten nur noch zwei Punkte.

Dafür war klar, dass ein frühes Break im fünften Satz noch kein Grund war zu glauben, dass es Djokovic es jetzt doch noch schaffen würde.

Nadal hat seit er 2005 das erste Mal die French Open spielte dort nur ein einziges Match verloren. 2009 gegen Robin Söderling. Einer einzigen Niederlage stehen 58 Siege entgegen. Dazu fällt einem nichts ein.

Nadal ist ein Besessener. Gegen ihn wirkt jeder andere Spieler normal.

David Ferrer def. Jo-Wilfried Tsonga 6-1, 7-6 (3), 6-2.

Ich habe die Lobeshymnen auf Tsonga nicht verstanden. Er hatte ein einfaches Draw und Federer hat es ihm sehr leicht gemacht ins Halbinfinale kommen. Aber er hatte davor mit Gasquet Probleme und Ferrer ist besser als Gasquet. Er ist mit die zäheste Gummiwand.

Tsonga hat seit Oktober letzten Jahres Roger Rasheed als Coach. Rasheed ist meiner Meinung nach mehr ein Fitnesscoach als was anderes. Er hatte davor Hewitt und danach Monfils unter seinen Fittichen. Beide bezahlten ihren Preis für ein zu physisches Spiel.

Der Franzose hat durch glutenfreie Ernährung an Gewicht verloren. Fünf Kilo und man sieht es. Aber er ist immer noch keine Gazelle und wird auch keine werden. Anscheinend will Rasheed, dass Tsonga nicht mehr so viel riskiert und in der Defensive sein Glück sucht.

Natürlich stand Tsonga unter einem ungeheuren Druck. So nahe dran am Einzug ins Finale bei den French Open. Wann hat ein Franzose das zuletzt geschafft? Er ist an diesem Druck und an seinem abgebrühtem Gegner gescheitert.

Ferrer hat auf seinem Weg ins Finale keinen einzigen Satz abgeben. Das wird ihm gegen Nadal nichts helfen.

Nachtrag:

Ich war gestern etwas unlustig über das Match Djokovic vs. Nadal zu berichten. Ich schaue ihnen nicht gerne zu. Dazu kommt, dass sie zu ähnlich spielen. Sie sind Retriever und das heisst erstens: es wiederholt sich alles und zweitens: es dauert.

Aus meiner Sicht gab es drei Szenen, die das Match entschieden haben und sie waren alle zu Ungunsten von Djokovic.

Im ersten Satz verlor er beim Versuch einen Ball noch zurückzuspielen, die Balance. Es sah sehr nach einer Zerrung aus. Er humpelte für einen Moment und danach konnte Nadal ihn sofort breaken.

Im zweiten Satz beim ersten Aufschlagspiel von Djokovic und Breakball Nadal, landete ein Return des Serben knapp auf oder knapp neben der Linie. Ich sah ihn auf der Linie. Nadal hat durch seine sehr bestimmte Haltung den Schiedsrichter unter Umständen beeinflusst, den Ball nicht anzuzweifeln.

Und im fünften Satz als Djokovic mit Break führte, berührte er das Netz. Der Punkt ging korrekterweise an den Gegner. Aber Nadal hat dem Schiedsrichter vorgegriffen und sogar mit dem Finger auf Djokovic gezeigt, um ja keinen Zweifel aufkommen zu lassen.

Das sagt alles über seine Verbissenheit. Danach folgte das Rebreak. Nadal hatte dann den Vorteil vorlegen zu können. Djokovic hielt diesem Druck auf Dauer nicht stand.

Samstag, 8. Juni 2013

Halle - Wen kümmert noch Paris

ATPHalle

Nadal hat abgesagt. Das spart dem Turnier ein bisschen Geld.

Haas und Gulbis sind inzwischen siamesische Zwillinge. Aber zuerst muss sich der Lette gegen Baghdatis behaupten.

Das Feld in Halle ist unglaublich stark. Viel stärker als das in Queen's. Gulbis meinte, er will mal etwas anderes probieren, weil er in Queen's nie gut spielte.

Zitiert

Abendzeitung: "Aber wer soll eigentlich diesen Rafael Nadal schlagen, den mallorquinischen Gierschlund, ..."

Süddeutsche:" ... ein Hochgenuss für den Masochisten Rafael Nadal."

Sonntag, 9. Juni 2013

Zitiert

They shouldn't just retire the trophy for this guy, they may have to retire the whole danged tournament. . .

Juni

Bluemchen3


Bluemchen_11


Bluemchen_21


Bluemchen_3

Blümchenknipsen.

Dienstag, 11. Juni 2013

Halle - Gulbis im Achtelfinale

Ernests Gulbis def. Marcos Baghdatis 6-4, 3-6, 6-3.

Was zunächst nach einem Arbeitssieg aussah, entwickelte sich zur einer Gulbis-typischen Achterbahnfahrt.

Es reichen bekanntlich fünf schlechte Minuten, um ein 3-Satz-Match zu verlieren. Gulbis leistete sich gegen Ende des zweiten Satzes einen Aussetzer.

Das machte er mit seinem Schläger, nachdem er seinen Aufschlag abgab. Er wollte den Rasen nicht beschädigen, hat aber eine effektive Variante gefunden.

Nach Gewinn des zweiten Satzes erwachte Baghdatis zu neuem Leben. Aber nachdem Gulbis beim Stand von 1-1, drei Breakbälle in Folge und danach noch einen weiteren abwehrte, liess der Widerstand des Zyprioten nach.

Gulbis muss sich steigern, wenn er gegen Haas was ausrichten will. Morgen spielt er zunächst noch Doppel. Das erste Mal seit langem.

Federers Draw ist auf einmal sehr viel leichter geworden. Ein Lucky Loser hat Janowicz in drei Sätzen geschlagen.

Nachtrag:

Ein paar Fotos vom Match.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Zitiert

“He served well. I don’t think I lost the match, he won it.”

Donnerstag, 13. Juni 2013

Halle - Haas schlägt einen nicht ganz fitten Gulbis - UPDATE - Haas auch zu gut für Monfils - UPDATE - Erster Titel 2013 für Federer

Tommy Haas def. Ernests Gulbis 7-6 (6), 6-4.

Es gab vor dem Match ein Interview mit Gulbis auf Eurosport zu sehen. Er sagte, dass er vor dem Turnier krank war.* Drei Tage lag er im Bett. Er hat nicht geglaubt, dass er das Turnier spielen kann.

Das erklärt, warum Gulbis in dem Match gegen Baghdatis fast lethargisch wirkte. In der Pause hielt er sich sogar mal den Kopf. Er sagte, er wisse nicht, wie er das Match gewonnen hat.**

Heute, zwei Tage später, gegen Haas war er auch nicht so spritzig wie sonst. Eigentlich funktionierte nur sein Aufschlag. Haas konnte ihm trotz sage und schreibe 12 Breakbällen erst im Tiebreak den ersten Satz abnehmen. Mit Hilfe von Doppelfehler von Gulbis.

Gulbis war zwar gefährlich für Haas, aber er konnte ihm trotz seiner 15 Asse nicht genug entgegensetzen.

Ernests spielt erst wieder in Wimbledon. Möglich, dass er davor wie letztes Jahr eine Exhibition als Vorbereitung spielt.

*Anscheinend ein Magenvirus.

**Baghdatis musste sich seine Niederlage wohl schön reden. Siehe den unten verlinkten Artikel.

Freitag, 21. Juni 2013

Wimbledon - Die Auslosung

Dasselbe, nur in Grün?

Im Vorfeld gab es wieder die leidige Diskussion, ob Nadal nicht auf vier gesetzt werden sollte. Der Mallorquiner steht im Ranking auf Platz 5. Aber in Wimbledon konnten sie schlecht ihre eigene Regel brechen, bei der neben dem Ranking auch die Resultate auf Gras während der letzten 12 Monate berücksichtigt werden.

Man musste also akzeptieren, dass entweder Djokovic, Murray oder Federer schon im Viertelfinale auf Nadal treffen könnten. Spielverderber Ferrer, der den Platz vier blockiert, ist allen egal. Nun hat es Federer getroffen, der diese Konstellation im Gegensatz zu Murray nicht kritisch kommentierte. Von Djokovic, Nadal und Ferrer gab es meines Wissens keine Stellungnahme dazu.

Prominenteste Absagen: Davydenko, Fish und Monfils. Der Russe hat, was man hört, keine Lust auf Gras und Fish scheint sich nach seinen Herzproblemen nur noch auf amerikanische Turniere konzentrieren zu wollen. Monfils, der eine Wildcard gebraucht hätte, sagte aus persönlichen Gründen ab.

[1]Djokovic v F.Mayer
Reynolds v Johnson
Kavcic v Struff
Harrison v [28]Chardy
[19]Simon v Lopez
Berankis v Mathieu
Odesnik v Wang
Tursunov v [13]Haas

Florian Mayer kann sehr gut auf Rasen spielen. Letztes Jahr kam er als gesetzter Spieler bis ins Viertelfinale gegen Djokovic. Als ungesetzter Spieler trifft er auf ihn schon in der ersten Runde.*

Lauter schlagbare Gegner für Haas. Simon und Lopez sind noch in Eastbourne beschäftigt. Ihnen reicht der Spatz in der Hand.

[9]Gasquet v Granollers
Haider-Maurer v Soeda
Blake v De Bakker
Tomic v [21]Querrey
[27]Anderson v Rochus
Petzschner v Przysiezny
Brands v Gimeno-Traver
Klizan v [7]Berdych

Tomic scheint sich nach dem Skandal mit seinem Vater gefangen zu haben. Er kam diese Woche in Eastbourne bis ins Viertelfinale. Querrey darf davon ausgehen, dass sich der junge Australier reinhängen wird.

Brands zeigte die letzten Wochen keine gute Form, aber die erste Runde gegen Gimeno-Traver sollte er schaffen.

-----------------------------------

[4]Ferrer v Alund
Bautista-Agut v Gabashvili
Zeballos v Giraldo
Elias v [26]Dolgopolov
[17]Raonic v Berlocq
Alex Kuznetsov v Sijsling
Duckworth v Kudla
Dodig v [16]Kohlschreiber

Nichts als Langeweile hier.

Raonic hat auch in Eastbourne sein Auftaktmatch verloren. Im Moment ist nicht mehr viel übrig von dem Selbstvertrauen, das ihn normalerweise ein Ass nach dem anderen raushauen lässt. Ich würde Sijsling für die zweite Runde favorisieren, vorausgesetzt der Holländer ist wieder gesund. Er musste s-Hertogenbosch wegen eines Magenvirus absagen.

Ivan Dodig, der den Kanadier auf dem Rasen von Eastbourne vorführte, spielt dort heute noch das Halbfinale. Was bedeutet, dass es in Wimbledon gegen den soliden Kohlschreiber nicht mehr reichen wird.

[12]Nishikori v Ebden
L.Mayer v Bedene
Llodra v Nieminen
Istomin v [23]Seppi
[29]Dimitrov v Bolelli
Zemlja v Russell
Pella v Levine
Ramos v [8]Del Potro

Es geht noch langweiliger.

Dimitrov wird nichts dagegen haben. Seit seine Liason mit der geschäftstüchtigen Sharapova öffentlich wurde, ist er der neue Liebling der Medien. Falls ihn das nicht zu sehr ablenkt, könnte er hier weit kommen, denn Del Potro ist nicht der ganz grosse Rasenspieler.
-----------------------------------
[5]Nadal v Darcis
Kubot v Andreev
Robert v Falla
Ungur v [25]Paire
[18]Isner v Donskoy
Andujar v Mannarino
Brown v Garcia-Lopez
Hewitt v [11]Wawrinka

Ich sage lieber nichts zu Nadals ersten drei Runden.

Wawrinka hat mit Hewitt einen der gefährlichsten ungesetzten Spieler zugelost bekommen. Warum der Schweizer als Top-10-Spieler die Woche vor Wimbledon noch ein kleines Turnier spielt, sollte ihn mal jemand fragen. Unverständlicherweise scheint ihm der Spatz in der Hand wichtiger zu sein, als die Taube auf dem Dach.

[15]Almagro v Zopp
Matosevic v Rufin
Stepanek v Reid
Edmund v [24]Janowicz
[30]Fognini v Melzer
Reister v Rosol
Dutra Silva v Stakhovsky
Hanescu v [3]Federer

Janowicz spielt gar nicht so gern auf Rasen, wie man vielleicht vermuten würde. Rasen egalisiere das Spiel zu sehr, meinte er nach seiner überraschend frühen Niederlage in Halle, nach der er ziemlich viel jammerte. Aber die Auslosung meint es gut mit ihm.

Federer wird sich auch nicht beklagen.
-----------------------------------
[6]Tsonga v Goffin
Roger-Vasselin v Gulbis
Verdasco v Malisse
Kamke v [31]Benneteau
[22]Monaco v Knittel
Lacko v Ram
De Schepper v Lorenzi
Baghdatis v [10]Cilic

Neben Djokovic, Murray, Nadal und Federer räumen die Experten nur noch Tsonga Chancen auf den Titel ein.

Für Gulbis könnte also wieder in der zweiten Runde Schluss sein. Aber schon Roger-Vasselin ist kein ganz einfacher Gegner auf Rasen. Ernests hat es auf seinem Schläger, wie immer.

Das erste Training in Wimbledon hat Djokovic mit Gulbis absolviert. Der Serbe hat ein Foto davon getweeted und Wimbledon ein Video.

[14]Tipsarevic v Troicki
Andrey Kuznetsov v Montanes
Gicquel v Pospisil
Haase v [20]Youzhny
[32]Robredo v Bogomolov Jr.
Mahut v Hajek
Ward v Lu
Becker v [2]Murray

Weit und breit keine Gefahr für Murray, dem natürlich nichts mehr fehlt und nach seiner Pause gleich Queen's gewonnen hat. Das Feld hier ist so uninteressant, dass sich jedes weitere Wort erübrigt.

*Gesetzt oder ungesetzt. Das macht einen Riesenunterschied. Als gesetzter Spieler muss man schon Pech haben auf einen starken Gegner in den ersten ein, zwei Runden zu treffen.

Die Top-10 sind mehr oder weniger verschlossen. Ein Spieler dort muss schon durch eine Verletzung gehandicapt sein, wie etwa Tipsarevic diese Saison, um da rauszufallen.

Auch dass bei Grand-Slam-Turnieren 32 Spieler gesetzt sind, zementiert die ganze Angelegenheit.

Ich erzähle immer dasselbe, aber es ist halt auch immer dasselbe.

__________________

Sonntag, 23. Juni 2013

Must Read - Wimbledon 2013: Roger Federer blames modern media machine for culture of politeness

Tennis players, boring? Ernests Gulbis, a maverick Latvian with a private fortune and an unfulfilled talent, got everyone talking in Paris last month when he suggested that the big four men are creating a stifling culture of politeness around the game.

Did Gulbis’s outburst cause offence? Not particularly. Roger Federer, Novak Djokovic and Andy Murray have all admitted, in their own way, that Gulbis had a point.
The problem, they say, is that the modern media landscape is highly sensitive and frighteningly fast moving. If you say something controversial in the interview room, it is all around the world in a second. Just look at Maria Sharapova’s sly dig at Serena Williams’ love life on Saturday for an example.

Montag, 24. Juni 2013

Wimbledon - Nadal unterliegt in Runde eins Darcis 6-7(4), 6-7(8), 4-6 - Tsonga & Gulbis in Runde zwei - UPDATE - Hewitt schlägt Wawrinka in drei Sätzen

Steve Darcis, der als einer der letzten ins Hauptfeld kam, hat davor in seiner Karriere nur ein Match in Wimbledon gewonnen. Man kann also überrascht sein, aber kaum geschockt, nach dem was letztes Jahr passiert ist. Das Draw in dem Viertel ist jetzt offen wie ein Scheunentor.

Gulbis hat sein Auftaktmatch gegen Roger-Vasselin* 7-6(1), 6-4, 7-5 gewonnen. Der dritte Satz war etwas holprig. Ernests führte sofort mit Break, gab es aber gleich wieder zurück und musste dann sogar drei Satzbälle hintereinander abwehren.

Über ein paar Ecken habe ich erfahren, dass er im dritten Satz ziemlich angefressen war und sein Team ihm signalisierte, dass er sich beruhigen soll. Man braucht nicht viel Phantasie sich das vorzustellen.

Die Zweitrundenbegegnung mit Tsonga, der sein Match gegen Goffin auch in drei Sätzen gewonnen hat, wird am Mittwoch auf einem der Hauptplätze stattfinden. Das ist für ihn und alle anderen Beteiligten besser.

*Er war etwas gefrustet, dass L'Equipe Gulbis schon in der zweiten Runde gesehen hat. Das hat ihn sicher noch mehr motiviert.

Nachtrag:

Es sind noch ein paar Fotos von Gulibs' und Roger-Vasselins Match auf Court 7 aufgetaucht. Am Mittwoch gegen Tsonga wird es der Centre Court sein.

Dienstag, 25. Juni 2013

Must Read - Ernests Gulbis: Anything but ordinary

Gulbis – a character known for his humour and strong personality – did live up to his reputation though, this time firing criticism at a different target - the Wimbledon organisers.

"Everybody loves Wimbledon. It feels special here. But there is a lot of stuff I don’t like for example the accreditation stuff – if you are not seeded you get three accreditations which is difficult to get in your family. It’s not fair," says Gulbis.

"If you are seeded you can practice on any court as much as you want but if you are not you have 45 minutes a day and you have to practice on times which are not the best, in the late evenings. It’s small details but if you play a grand slam it makes a difference."

When asked which players he thought had personalities, he does return to his controversial remarks.

"Everybody has a personality, the players have fun and joke - but they don’t open up. Locker rooms are full of fun and you can see fire in their eyes. As soon as they talk to press they try to be these impeccable gentlemen who love everybody and everybody loves them. Life doesn’t work like that," reasons Gulbis.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Zitiert

Names in third round of men's bottom half: De Schepper, Kubot, Mannarino, Brown and Janowicz. Pick the bones out of that!

Wimbledon - Spieler gehen ein wie die Fliegen - Darcis & Cilic sagen ihre Matches ab - Stepanek, Isner & Tsonga geben verletzt auf - Gulbis in Runde drei gegen Verdasco - UPDATE - Der Tag war noch nicht verrückt genug: Sergiy Stakhovsky schlägt Titelverteidiger Federer 6-7(5), 7-6(5), 7-5, 7-6(5)

Tsonga war im ersten Satz der bessere Spieler. Gulbis hatte wie so oft keinen guten Start. Weder der Aufschlag, noch die Vorhand funktionierten. Trotzdem gab es unterhaltsames zu sehen von beiden Spielern.

Im zweiten Satz konnte Gulbis zwei Breakchancen nicht verwerten, aber er hing sich rein und bekam die nächsten zwei. Später gab es diese unglaubliche Rallye. Ernests machte den Punkt, obwohl er zuvor gestürzt war. Tsonga musste sogar lächeln, aber er musste den Preis für seine Spielfreude bezahlen. Gulbis gewann den zweiten Satz, wie zuvor Tsonga, mit Doppelbreak

Vor dem dritten Satz liess sich Tsonga am Knie behandeln. Es gab keinen Moment im Match, wo er sich verletzt haben könnte, aber es hiess schon vor Wimbledon, dass er an einer Knieverletzung laboriere. Aber er schien rechtzeitig wieder fit zu sein. Es war ihm weder im ersten, noch im zweiten Satz was anzumerken. Im Gegenteil, er spielte perfekt. Gulbis dagegen lag mindestens drei mal am Boden.

Im dritten Satz sah man aber, dass Tsonga sich nicht mehr so gut bewegte und das machte den Unterschied. Gulbis gewann den dritten Satz und führte 3-6, 6-3, 6-3. Tsonga gab auf.

"It's exciting,” “It's my first time in the third round at Wimbledon. I beat [Verdasco] already this season. It's good. I'm going step by step."

"It's never a good way to finish a match like this,” “I saw in the third set he started to struggle. But the first two sets were a very good level. If he had gone up two sets, I think he would have gone on to win. But I kept fighting and that's sport.”

Donnerstag, 27. Juni 2013

Wimbledon - Gulbis in der Pressekonferenz nach seinem Sieg über Tsonga

Q. What do you think people aren't seeing?
ERNESTS GULBIS: They are seeing, but the schedule is really tough. The schedule is tough.
You know, people also don't understand that five set matches is something very special. Mentally, physically, it takes a lot out of you.
Even for me. I didn't play so many five set matches, but when I played against Roger Vasselin, I played three sets, and you need to be completely concentrated every point for three hours.
After that you have incredible headache, you're completely exhausted, and you need this one day to recover. But if you play like this and you play far in the tournaments, as Victoria Azarenka does, as Rafa Nadal does, as somebody else does, it's tough to recover.
You need time to recover. Mentally, physically, every time. You need more time in between.

Q. You're talking about mental recovery. Like for example, Nadal playing the French seven matches in a row and winning all seven but long matches, and the two week turnaround you think is not enough to get ready for another Grand Slam event?
ERNESTS GULBIS: To get ready for a Grand Slam you need play a tournament before it on the same surface.
I'm not 100% sure, but I think every year he played Queen's. He played a tournament before. This year he decided not to play. For sure he was extra tired and decided not to play.
That was the key why he lost in the first round. He didn't have the opportunity to prepare as, let's say, we did. I went to Halle. I didn't play great there, but at least I had two matches on grass.

Q. There has been a bunch of talk about possibly having men switch to because of the physical nature of the game best of three for slams at least maybe for the first week of slams. How would you...
ERNESTS GULBIS: I wouldn't like it, because this is the difference. This is difference of the top players. You have to be physically fit. Grand Slam is Grand Slam. You don't need easy way to win it.
If you can't make it, you can't make it. Sorry. Stay at home and do something else. Grand Slam should be five sets, blood, fight five sets all the way until the end, until somebody is dead.

Q. No fifth set breaker, too?
ERNESTS GULBIS: I think there should be. To go on forever, it's already a little bit unhuman. But I think a breaker in the fifth.
But still, that's part of the game, part of what people love about men's tennis. I think you shouldn't change it.

Q. Have you ever thought about winning Grand Slam?
ERNESTS GULBIS: Come on.

Q. This year.
ERNESTS GULBIS: I thought about it, yes. (Laughter.)

Q. You have chance?
ERNESTS GULBIS: Who knows?

Q. Anything else you want to say? Anything else you have on your mind? You want to thank somebody?
ERNESTS GULBIS: I want to thank you for couple great questions.

Wimbledon - Bonus

Fry_Wimbledon

I would make a great umpire.

Hier ein schönes Interview auf Video mit dem von mir sehr geschätzten Stephen Fry gestern in Wimbledon.

Hier eine Zusammenfassung von diesem wahrhaft irren Tag und noch eine extra vom Match Tsonga vs. Gulbis.

Last but not least das Interview mit Dustin Brown, der im Einzel nur auf Platz 189 steht und Hewitt eliminierte.

Samstag, 29. Juni 2013

Wimbledon - Verdasco zu solide für Gulbis - Federer-Bezwinger Stakhovsky & Dustin Brown schon gestern ausgeschieden

Fernando Verdasco def. Ernests Gulbis 6-2, 6-4, 6-4.

Gestern konnten wegen des Regens nur wenige Matches gespielt werden. Auch Verdasco und Gulbis waren davon betroffen. Erst sehr spät wurde alles auf den Samstag verschoben.

Schon als Gulbis nach dem Match gegen Roger-Vasselin erzählte, dass es im Training nicht gut läuft, war ich skeptisch. Ziemlich sicher hätte er sich nicht gegen einen 100 % fitten Tsonga durchgesetzt. Ernests hat sich in Halle ähnlich wie Janowicz über Rasentennis geäussert. Er fände es weniger interessant, weil es kaum Ballwechsel gäbe.

Fernando Verdasco hat diese Saison, auch wegen einer Verletzung, noch nicht viel gezeigt. Aber in Eastbourne spielte er das Viertelfinale und kam gerade gut genug in Form um für Gulbis zur Stolperfalle zu werden.*

Um es kurz zu machen. Ernests machte zu viele Fehler. Dazu konnte er die Aufschläge von Verdasco nicht retournieren. Er bekam während des ganzen Matches nur eine einzige Breakchance, bei der er lächerlicherweise vom spanischen Schiedsrichter Pascal Maria eine Verwarnung wegen Zeitverzögerung bekam. Wann hat man sowas schon einmal gesehen? Sicher nicht bei Nadal, der sich immer alle Zeit der Welt nimmt, egal ob er aufschlägt oder retourniert.

Ernests schafft zur Zeit immerhin die Pflicht, aber leider nicht die Kür. Wenigstens ist er für die 1000er-Turniere in Montreal und Cincinnati qualifiziert. Der Cut für Montreal ist bei 44. So schwer ist es, in diese Art von Turnier zu kommen.

Das nächste Turnier für Gulbis ist Stuttgart, das schon Montag einer Woche beginnt.

*Verdasco machte nur sieben unerzwungene Fehler.

Zitiert

1912

Das Jahr in dem die Titanic unterging.

Sonntag, 30. Juni 2013

Wimbledon - Bonus



"Now it's time for his tennis to do the talking."

Ich hätte lieber ein Interview oder irgendein Statement von Gulbis nach seiner glatten Niederlage gegen Verdasco gefunden.

Nachtrag:

Es fand sich auch nichts weiter von Verdasco, ausser dem kurzen Statement auf der ATP-Seite, wo er sagt, dass er gut gespielt hat und mit einem härteren Match gerechnet hat.

Mannarino, der in der vierten Runde ist, scheint auch nicht interviewt worden zu sein, zumindest findet sich kein Transkript.

Dustin Brown und Dimitrov wurden nach ihren Niederlagen interviewt. Sogar Brands nach seiner Zweitrundenniederlage gegen Berdych. Hewitt auch. Aber der wird immer interviewt. Das Medieninteresse spiegelt natürlich die kommerziellen Interessen wieder. Es sind auch nicht von allen Ländern Journalisten vor Ort. Es scheinen überhaupt immer weniger Reporter zu den Turnieren zu reisen.

Bei der ersten Pressekonferenz von Serena Williams nach ihren zweifelhaften Äusserungen gegenüber dem Rolling Stone, hätte ich mehr Journalisten dort erwartet. Der Raum schien aber höchstens halbvoll.

Leider finde ich das entsprechende Foto nicht mehr. Vielleicht wurde es auch ersetzt. Vielleicht hat man gemerkt, dass es seltsam wirkt. Die Sache wurde von den Tennismedien eh kleingehalten. Man braucht nicht darüber nachzudenken, warum.

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