Sonntag, 3. Februar 2013

Davis Cup - Helden



Sieben Stunden und zwei Minuten.

Warwinka und Berdych standen heute schon wieder auf dem Platz. Der Tscheche gewann in vier Sätzen.

Wawrinka entwickelt sich langsam zum tragischen Helden und Spezialisten für Marathonmatches. Aber immerhin ein Held. Und dazu einer mit Humor. Er lächelte sogar noch in die Kamera.

Im Interesse der Unversehrtheit der Spieler sollte ein fünfter Satz mit Tiebreak beendet werden.

Aber das wird nicht so bald passieren. Wie sonst könnte man beim Davis Cup und bei den Grand-Slam-Turnieren, die US Open sind die einzige Ausnahme, solche Schlagzeilen machen.

Dabei vergisst man das sofort wieder. Wer wusste noch, dass davor Safin/Kafelnikov und Ker/Nalbandian den Rekord hielten? Wer damals gewonnen hat, interessiert auch nicht mehr.

Für die Deutschen lief es in Argentinien noch schlechter.

Philipp Kohlschreiber musste im ersten Einzel nach vier Stunden Kampf bei fast 40 Grad im Schatten, im fünften Satz beim Stand 6-3, 5-7, 6-2, 4-6, 5-4 gegen Berloq verletzt aufgeben.

Ein Muskeleinriss im Oberschenkel. Er wird mehrere Wochen nicht spielen können. Damit war für die Deutschen nach dem ersten Einzel schon alles vorbei.

Die Letten wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und führten nach dem Doppel gegen Tunesien mit 3-0. Die verbleibenden Einzel heute, konnten wegen Regens nicht gespielt werden. Irgendwie schade für die Zwillinge Martins und Janis Podzus. die sich sicher gerne bewiesen hätten. Hier* und hier und hier finden sich Videoberichte.

Traurig auch, dass in Tunesien das Geld hinten und vorne fehlt. Man hat einfach andere Probleme dort. Aber man sieht, dass sie sich alle Mühe gegeben haben. Vielleicht hätten sie die Eintrittskarten einfach verschenken sollen.

So wurde es, was man hört, in Polen gemacht. Vielleicht hätte das Team um Jerzy Janowicz sonst auch vor fast leeren Rängen spielen müssen. Die Finanzkrise trifft manche Länder härter als andere, um es milde auszudrücken.

Übrigens, selbst in Argentinien gab es kaum Zuschauer. Mir würde bei der Hitze auch was besseres einfallen.

Kanada führt und wird sich durchsetzen, wie von mir vorhergesagt.

*Gulbis erzählte bei der Gelegenheit, dass er während seiner Vorbereitung früher fit wurde, als erwartet und noch versucht hat, in Doha in die Qualifikation zu kommen, aber dass es schon zu spät für die Anmeldung war und er deshalb an seinem ursprünglichen Plan festhielt.

Anscheinend war er in Heilbronn, trotz der Niederlage gegen Mathieu, zufrieden mit seinem Spiel. Eine so lange Pause zwischen Turnieren hätte er noch nie gemacht und er sei begierig Matches zu spielen.

Wahrscheinlich mit ein Grund, warum er kurzfristig um eine Wildcard für Bergamo angefragt hat.


Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

Mittagessen

Gefuellte_Zucchini


Gruenes_Curry


Kartoffelgratin


Halwa

Eine Auswahl.

Dienstag, 5. Februar 2013

Davis Cup - Bonus



"They don't understand tennis in this country, unfortunately."

Donnerstag, 7. Februar 2013

Bergamo - Przysiezny zu gut für Gulbis - UPDATE - Der Unaussprechliche gewinnt auch den Titel

Er hat den auf eins gesetzten Gulbis in der ersten Runde 6-4, 7-6 (4) geschlagen.

Ernests gab nach 30-0 gleich sein erstes Aufschlagspiel ab. Danach stürzte er bei einem Returnversuch sogar. Gut möglich, dass er etwas müde war vom Davis Cup, aber das hiesse nach einer Ausrede suchen.

Ob das schnelle Break oder der am Boden liegende Gegner etwas damit zu tun hatten, kann ich nicht sagen, aber der Pole servierte das ganze Match hinweg so gut, als ob er nie was anderes machen würde.

Die einzigen Fehler, die er hin und wieder machte, waren seine fünf Doppelfehler. Damit hat sicher niemand gerechnet, denn Przysiezny hat die vier Turniere, die er davor spielte, jedes Mal in der ersten Runde der Qualifikation verloren.

Die Bedingungen in Bergamo sind sehr schnell und wenn ein Spieler so serviert wie Przysiezny gestern, dann ist es für den Gegner unmöglich zu retournieren. Tiebreak ist dann die einzige Option.

Ernests hat nicht schlecht gespielt. Aber im Tiebreak lag er sofort mit Minibreak hinten und der Pole tat ihm nicht den Gefallen, plötzlich nachzulassen.

Es war ein rein mentales Match, ohne Rhythmus und mit wenig Ballwechseln, die nur dann zustande kamen, wenn Gulbis servierte. Er war mit ein paar Entscheidungen der Linienrichter zu Gunsten des Gegners nicht einverstanden, aber unterliess Diskussionen. Insgesamt wirkte er ein wenig gedämpft, aber wahrscheinlich war er nur fokusiert.

Federer meinte mal, auf Sand sei es manchmal Zufall wer gewinnt. Aber das gilt für meine Begiffe eher für den schnellen Hartplatz, wo man im Gegensatz zu langsameren Belägen, nicht mal über den Kampf was machen kann.

Die italienischen und polnischen Medien sahen es wie ich. Dass Przysiezny überraschend perfekt serviert hätte und dass auch Gulbis gut aufschlug.

Przysiezny hätte am Wochenende in Warschau mit dem polnischen Davis-Cup-Team trainiert. Das könnte ihm geholfen haben, denn der Belag in Warschau war ähnlich schnell.

Über 1000 Zuschauer hatte das Match angezogen.

Sonntag, 10. Februar 2013

Rotterdam - Wer spielt denn da?!

Rotterdam_Atp

Ernests hat sich mit Siegen über Stakhovsky und Kamke qualifiziert.

Hier die gesamte Auslosung.

Shining

Eiskristalle

Montag, 11. Februar 2013

Zeballos is the new Rosol



Eine beeindruckende Vorstellung von Zeballos*.

1,2 Millionen Dollar, soll das Antrittsgeld für Nadal gewesen sein.

Das Feld von Vina del Mar sah aus wie eine massgeschneiderte Exhibition für Nadals Rückkehr auf die Tour.

Trotzdem war ich überrascht, wie einfach er sich von Runde zu Runde spielte. Nadal bewegte sich, als sei nie etwas gewesen und als ob eine Matchpause von sieben Monaten bedeutungslos sei.

*Zeballos ist ein guter, aber kein überragender Sandplatzspieler, der letztes Jahr fast ausschliesslich Challenger spielte.

Vina del Mar ist sein erster ATP-Titel und der Argentinier ist neben Federer und Djokovic, erst der dritte Spieler, der Nadal in einem Finale auf Sand geschlagen hat.

Zitiert

“What is happening in Spain, I don’t understand it,”

“I don’t understand why Dr Fuentes is not giving names. And I don’t understand why the judge has not asked him to do so.

“I don’t understand why we never get to the bottom of these things. We need to clean everything up. I believe this doctor has worked with foreign athletes but because he is Spanish it is Spanish sport that is being prejudiced.

“As an athlete that hurts me. Because of people like (US cyclist Lance) Armstrong, we all have a dubious image.”

Mittwoch, 13. Februar 2013

Rotterdam - Gulbis spielt ein perfektes Match gegen Haase - UPDATE - Beautiful loss für Gulbis gegen Del Potro - UPDATE - Del Potro gewinnt das Turnier



6-2, 6-1.

Nur 10 Punkte hat er bei eigenem Aufschlag abgegeben. Der Niederländer Robin Haase hatte davor in Zagreb das Halbfinale erreicht.

Im Interview (Video) nach dem Match zeigte er sich in ähnlich guter Form. Wie hat der Reporter es nur geschafft, nicht in Lachen auszubrechen?

Es gibt auch ein paar Fotos. Der nächste Gegner ist Del Potro, der letztes Jahr das Finale gegen Federer spielte.

Update:

Juan Martin Del Potro def. Ernests Gulbis 7-6 (5), 6-3.

Gegen Delpo zu spielen, ist wie an einem Mammutbaum sägen.

Ernests hat gut gespielt, aber es hat gegen den Argentinier nicht gereicht.

Der erste Satz endete in einem hart umkämpften Tiebreak mit Minibreaks auf beiden Seiten. Man kann nicht mal sagen, dass Ernests was falsch gemacht hätte, ausser sich Satzball zu holen und zu verwandeln.

Im zweiten Satz war es wieder sehr eng. Ernests kam zum ersten Mal zu Breakbällen, die Delpo natürlich abwehrte.

Vielleicht wurde es danach mental und vielleicht sogar physisch etwas zu viel. Ernests gab seinen Aufschlag ab und Del Potro servierte zum Match. Der Argentinier glänzte zwar nicht, aber wann tut er das schon, setzte sich aber mit dem ihm typischen Stehvermögen durch.

Ein schwacher Trost für Gulbis, dass sein Spiel heute für jeden anderen im Feld, Federer ausgenommen, gereicht hätte.

Eine kurze Zusammenfassung vom Match findet sich hier.

Freitag, 15. Februar 2013

Marseille - Gulbis bekommt Wildcard - UPDATE - Gulbis souverän gegen Nieminen

Gaël Monfils, Ernests Gulbis and Lucas Pouille have been given a wild card on behalf of tournament direction. This "invite" avoids these three players to go through qualies and enables them to enter directly the main draw.

Rotterdam - Bonus

Zitiert

"I was sick a lot in 2011, but that doesn't explain my bad year. The truth is, I was completely lost. I was looking for a solid structure, but I kept changing (coaches)...some buddies of mine mentioned Bresnik. I gave his academy in Vienna a shot, and I finally found a stable environment."

"I'm happy because I played my natural game, which is aggressive. I don't care if I lost if I played my game. I hit winners and made errors, but that's OK. If I keep playing like this, I'll have a tournament victory in 20 matches...

"It's not that I don't like practising, it's just that I'm an impatient type. It has to pay off right away. If not, my motivation disappears. Gunther changed my forehand. My stroke had lost it's naturalness when I was 18. A week later, I beat Andy Murray in an exhibition. With him, I get the feeling my hours on the court are useful. Before, I felt my head was filled with crap about playing patterns. I've rediscovered a more free technique, and now I'm not going to change it.

"I'm only playing tennis for one reason: to win a Grand Slam. I don't care about the rest, if I'm 25, 50, or 100 in the world. I'm a maximalist. It's the same with 250's, 500's or even Masters 1000's -- not for me. Unless I reach the pinnacle, I'll remain unsatisfied.

"In your lifetime, at what point do you stop being an idiot? I'm 24. Enough is enough!"

Mittwoch, 20. Februar 2013

Marseille - Gulbis verliert knapp gegen Berdych 4-6, 7-6 (10), 4-6

Beautiful loss.

19 Asse, nur zwei Doppelfehler. Ernests' Spiel ist inzwischen gut genug, um die meisten ausserhalb der Top-10 zu schlagen.

Es wäre halt schön gewesen, wenn er gewonnen hätte, aber Berdych ist nicht umsonst schon so lange in den Top-10. Nach dem Gesetz der Serie (Brands, Przysiezny, Del Potro), müsste Berdych das Turnier gewinnen.

Ich glaube, er profitiert trotzdem von diesem Match. Vor allem der gewonnene Tiebreak dürfte ihm Selbstvertrauen für künftige Situationen dieser Art geben.

Berdych meinte hinterher, dass Gulbis zu den Spielern gehört, gegen die er am wenigsten gern spiele.

Vielleicht gibt es später ein Video vom Racket-Smash. Wie der Schiedsrichter und er beide darüber lachten.

Nachtrag:

So zerlegt man einen Tennisschläger artgerecht.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Marseille - Bonus



Die ersten beiden Sätze.

Zumindest den Tiebreak ab 1:30 sollte sich jeder ansehen. Das gibt einen Begriff, wie tough Tennis ist.

Dienstag, 26. Februar 2013

Delray Beach - Gulbis qualifziert sich für das Hauptfeld

Scoop saw Gulbis squeak through the third set of his final quali match with Molchanov. I saw him shooting baskets in the gym here afterward and he’s got a pretty nice shot. Interesting that a guy that won this event now has to quali.

Gulbis will play Blake tomorrow in First Round.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Delray Beach - Gulbis gewinnt sein viertes Match in vier Tagen

Ernests Gulbis def. James Blake 6-1, 6-4.

Ernests spielte gut, kam aber auch selbst manchmal aus dem Tritt.

Es war sehr windig. Am Tag davor soll es sogar noch schlimmer gewesen sein, was seine Schwierigkeiten in seinem letzten Qualifikationsmatch erklären dürfte.

Das war jetzt die Pflicht.

Die Kür beginnt gegen den auf drei gesetzten Sam Querrey.

Ehrlich gesagt, hatte ich nicht damit gerechnet, dass Ernests sich in so kurzer Zeit würde umstellen können. Schlimmer als die Zeitumstellung, dürfte die Anpassung an das heisse und schwüle Wetter in Delray Beach sein.

Daneben hat Ernests mal wieder für Gesprächsstoff gesorgt.

"I was really getting pissed to see who's in the top 100,''

"There are some guys who I don't know who they are. Some guys, I'm sorry, with respect — they can't play tennis."


Während die Kommentatoren vom Tennischannel Gulbis' Frustration nachvollziehen konnten, meinte Pete Bodo:

He’s lucky he’s a tennis player, and not an infantryman. He’d be long dead if he were.

Ich glaube, man sagt nichts falsches, wenn man Bodo einen Redneck nennt. Er findet ja auch die Palin gut. Da ist es schon ein Kompliment, wenn er einen nicht gut findet.

Sergyi Stakhovsky hat mehr Humor:

obviously not talking about me))I am out of top 100!!:)

Stephanie Myles:

Ernests Gulbis being ... Gulbis ... Can't really say, from the viewpoint of his ability, that's so off base :-)

Gulbis sagte das alles übrigens nicht zum ersten Mal. Hauptsache ist, er bleibt dran, denn das Tennis hat durchaus viele Spieler, die Tennis spielen können, die aber einfach nur furchtbar langweilig sind.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Delray Beach - Gulbis im Viertelfinale - Er gewinnt, obwohl er im dritten Satz 0-4 zurücklag - UPDATE - Gulbis nach sechs Matches im Halbfinale




Ernests Gulbis def. Sam Querrey 6-4, 4-6, 7-6 (4).

In einem einzigen Match von Gulbis ist mehr Aktion als in der gesamten Karriere vieler anderer Spieler.

Update:

Ernests Gulbis def. Daniel Munoz de La Nava 6-1, 6-4.

No stress, sagte Ernests hinterher.

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