Mittwoch, 2. Januar 2013

Zitiert

Me? No! I don’t think so much about that (Nadal’s injury). For sure he will come back for the clay court season. And then he will try to win everything he can. Nadal is Nadal. The fans may miss him but not the players (smiles).

Donnerstag, 3. Januar 2013

Mittagessen im Neuen Jahr

Polentaschnitte


Guglhupf

Polentaschnitte und Guglhupf als Dessert.

Montag, 7. Januar 2013

Und plötzlich wird wieder Tennis gespielt

Es ist tatsächlich schon die zweite Woche.

Heute Vormittag habe ich mitbekommen, wie Jerzy Janowicz sein erstes Match in der neuen Saison verloren hat.

Der Pole ist einer der wenigen Spieler, für die ich mich erwärmen kann und das obwohl er Gulbis das Turnier in Wimbledon verdorben hat.

So war ich gespannt darauf, wie er sich macht.

Eine gute Saison auf der Challenger-Tour, die dritte Runde in Wimbledon und ein Lauf ins Finale von Paris, einem Turnier, das bei den Topspielern noch nie oberste Priorität war, haben ihn in die Top-30 katapultiert, aber man müsste naiv sein, um zu glauben, dass das automatisch so weitergeht.

Janowicz hat erst einmal in Down Under gespielt. Man weiss noch nicht, wie er sich bei grosser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit macht. Ich schätze, er weiss es auch nicht.

Heiss oder schwül schien es in der Nightsession von Auckland nicht zu sein, aber dafür ging ein extremer Wind und mit Brian Baker, hatte er für die erste Runde einen unangenehmen Gegner zugelost bekommen.

Der Amerikaner hat von seinen Landsleuten das Etikett Comeback Kid verpasst bekommen. Dass er mit 27 Jahren für ein Kid etwas zu erwachsen ist, interessiert in dem Zusammenhang keinen. Brian Baker war ein talentierter Junior, schaffte es aber wegen ständiger Verletzungen erst letztes Jahr sich auf der Tour zu etablieren.

Ich habe noch nicht herausgefunden, was Baker auszeichnet. Sein Spiel ist unauffällig, wie der ganze Mann. Am ehesten ist er ein geduldiger Zurückspieler. Und Baker brauchte all seine Geduld, denn der Pole wehrte endlos Breakbälle ab, im zweiten Satz vor dem Tiebreak sogar Satzbälle. Er gab dem Amerikaner keinen Rhythmus mit seinem schnellen, agressiven Spiel.

Den Tiebreak hätte Jerzy, als der Aufschläger der er ist, nicht verlieren dürfen. Aber das sagt sich leicht. Bei diesen schwierigen Bedingungen wird Tiebreak noch mehr zum Glücksspiel als sonst schon.

Nach dem verlorenen Tiebreak kippte das Match. Fast hätte Janowicz noch alles aufgeholt, denn Baker war trotz Führung mit Doppelbreak nervös. Er brauchte sieben Matchbälle.

Janowicz verliess den Platz winkend, fast als hätte er gewonnen. Beim Publikum ist der emotionale Pole gut angekommen. Wen wunderts, er lieferte eine spektakuläre Show und für jemand der 2,03 m gross ist, ist er schnell und leichtfüssig.

Hier noch ein Artikel mit Zitaten aus einem Interview mit Janowicz vor dem Beginn des Turniers in Auckland.

Uns sonst?

Spieler, die letzte Woche von sich reden machten:

Grigor Dimitrov schlug Milos Raonic in dessen ersten Match in Brisbane und kam dort in das Finale. Daniel Brands erreichte als Qualifikant das Halbfinale von Doha. John Millman brachte nach der Qualifikation in Brisbane den späteren Titelverteidiger Andy Murray in dessen Auftaktmatch an den Rand einer Niederlage.


Einmal mehr nachdenklich gemacht, hat mich dieser Artikel über John Millman. Es ist einfach nicht richtig, dass Nachwuchsspieler bei den kleinen Turnieren keine anständigen Bedingungen vorfinden.

Interessant in diesem Zusammenhang auch diese Diskussion auf Twitter, wenn man das überhaupt so nennen kann, zu der Frage, wie viele Spieler vom Tennis sollten leben können.

Freitag, 11. Januar 2013

Australian Open - Ein Blick auf die Auslosung

Jeder kennt die Nachrichten. In Australien hatte es eine unvorstellbare Hitzewelle. Ich sage hatte, denn es soll tatsächlich abkühlen. Wenn nicht, dann wird es die Hölle.

Allerdings nicht für die Stars. In zwei Arenen kann das Dach geschlossen werden. Ob es die Klimaanlage dann packt für gute Luft zu sorgen, ist eine andere Frage.

Dafür wird es ohne Rafael Nadal für alle leichter. Ferrer und Murray profitieren am meisten davon. Dicht gefolgt von Federer und Djokovic.

Isner, Fish, Nalbandian und Zopp mussten gleichfalls absagen.

(1) DJOKOVIC, Novak [SRB] vs. MATHIEU, Paul-Henri [FRA]
HARRISON, Ryan [USA] vs. GIRALDO, Santiago [COL]
QUALIFIER vs. LOPEZ, Feliciano [ESP]
TROICKI, Viktor [SRB] vs. (31) STEPANEK, Radek [CZE]

(20) QUERREY, Sam [USA] vs. QUALIFIER
QUALIFIER vs. BAKER, Brian [USA]
KAMKE, Tobias [GER] vs. CIPOLLA, Flavio [ITA]
QUALIFIER vs. (15) WAWRINKA, Stanislas [SUI]

Kein einziger hier wird Djokovic aufhalten. Sein Erstrundengegner Mathieu ist zwar ein guter Spieler, aber Djokovic ist nicht Isner.

Wer Querrey oder Wawrinka zutraut, die Maschine Djokovic aufzuhalten, hebe die Hand.

(11) MONACO, Juan [ARG] vs. KUZNETSOV, Andrey [RUS]
ANDERSON, Kevin [RSA] vs. LORENZI, Paolo [ITA]
MALISSE, Xavier [BEL] vs. ANDUJAR, Pablo [ESP]
GOFFIN, David [BEL] vs. (22) VERDASCO, Fernando [ESP]

(26) MELZER, Jurgen [AUT] vs. KUKUSHKIN, Mikhail [KAZ]
FOGNINI, Fabio [ITA] vs. BAUTISTA AGUT, Roberto [ESP]
QUALIFIER vs. RUFIN, Guillaume [FRA]
RUSSELL, Michael [USA] vs. (5) BERDYCH, Tomas [CZE]

Auf wen wird Djokovic im Viertelfinale treffen?

Eine rethorische Frage. Die Antwort kennt jeder. Berdych oder Anderson.

Berdych hat Anderson letztes Jahr in der dritten Runde geschlagen. Der Südafrikaner steht in Sydney im Finale. Das muss kein Vorteil sein.

Das Erstrundenmatch zwischen dem jungen Belgier Goffin und Verdasco könnte man sich anschauen, wenn man unter Schlaflosigkeit leiden würde.

-------------------

(4) FERRER, David [ESP] vs. ROCHUS, Olivier [BEL]
KARLOVIC, Ivo [CRO] vs. QUALIFIER
WC: MILLMAN, John [AUS] vs. ITO, Tatsuma [JPN]
RAMOS, Albert [ESP] vs. (28) BAGHDATIS, Marcos [CYP]

(23) YOUZHNY, Mikhail [RUS] vs. EBDEN, Matthew [AUS]
DONSKOY, Evgeny [RUS] vs. UNGUR, Adrian [ROU]
QUALIFIER vs. BERLOCQ, Carlos [ARG]
HANESCU, Victor [ROU] vs. (16) NISHIKORI, Kei [JPN]

Ferrer spielt mit den Australian Open sein drittes Turnier in Folge. So verrückt ist kein anderer Topspieler. In Auckland hat er das Finale erreicht.

Gut möglich, dass er mit einer Niederlage in der dritten Runde gegen Baghdatis dafür büssen muss.

Nishikori hat Verletzungsprobleme, darum Vorteil Baghdatis.

(10) ALMAGRO, Nicolas [ESP] vs. QUALIFIER
GIMENO-TRAVER, Daniel [ESP] vs. KUBOT, Lukasz [POL]
PHAU, Bjorn [GER] vs. DEVVARMAN, Somdev [IND]
BOLELLI, Simone [ITA] vs. (24) JANOWICZ, Jerzy [POL]

(32) BENNETEAU, Julien [FRA] vs. DIMITROV, Grigor [BUL]
ROGER-VASSELIN, Edouard [FRA] vs. QUALIFIER
LACKO, Lukas [SVK] vs. MULLER, Gilles [LUX]
HEWITT, Lleyton [AUS] vs. (8) TIPSAREVIC, Janko [SRB]

Janowicz hat keine so schlechte Auslosung.

Bolelli oder Phau könnten ihn durchaus schlagen, wenn sie ihren Aufschlag halten. Das Wetter dürfte eine Rolle spielen, fürchte ich.

Dimitrov, der ein gutes Turnier in Doha spielte, hat für die erste Runde kein Glück. Benneteau wird alles geben, dazu hat er sich in Sydney in guter Form gezeigt.

Auch Hewitt wird sich zerreissen. Als Top-10-Spieler hat sich Tipsarevic sicher ein anderes Erstrundenlos vorgestellt.

Profitieren von dem Hauen und Stechen in den ersten Runden wird wahrscheinlich Almagro.

-------------------

(6) DEL POTRO, Juan Martin [ARG] vs. QUALIFIER
BEDENE, Aljaz [SLO] vs. BECKER, Benjamin [GER]
CHARDY, Jeremy [FRA] vs. QUALIFIER
ZEMLJA, Grega [SLO] vs. (30) GRANOLLERS, Marcel [ESP]

(21) SEPPI, Andreas [ITA] vs. ZEBALLOS, Horacio [ARG]
SIJSLING, Igor [NED] vs. ISTOMIN, Denis [UZB]
GARCIA-LOPEZ, Guillermo [ESP] vs. QUALIFIER
MATOSEVIC, Marinko [AUS] vs. (12) CILIC, Marin [CRO]

Del Porto wird sich nicht beklagen.

Er hat dieses Jahr noch kein Turnier gespielt. Nur das Vorbereitungsturnier in Kooyong und in der Off-Season jede Menge Exhibitions in Südamerika.

Bedene, Zemlja, Sijsling und Matosevic sind Spieler, die erst letztes Jahr in die Top-100 gekommen sind. Bedene und Sijsling habe ich noch nie spielen sehen und ich bin auch nicht neugierig auf sie.

Bedene bettelt auf Twitter um Follower. Will man so jemandem zuschauen?

Ganz anders Jerzy Janowicz:

"I like to talk with people.” Not over Twitter, though:
“For me, is nonsense. I will never use this.”


(14) SIMON, Gilles [FRA] vs. VOLANDRI, Filippo [ITA]
ROBREDO, Tommy [ESP] vs. LEVINE, Jesse [CAN]
LU, Yen-Hsun [TPE] vs. RAMIREZ HIDALGO, Ruben [ESP]
MONFILS, Gael [FRA] vs. (18) DOLGOPOLOV, Alexandr [UKR]

(25) MAYER, Florian [GER] vs. WC: WILLIAMS, Rhyne [USA]
QUALIFIER vs. STAKHOVSKY, Sergiy [UKR]
SOUSA, Joao [POR] vs. WC: SMITH, John-Patrick [AUS]
HAASE, Robin [NED] vs. (3) MURRAY, Andy [GBR]

Von Gilles Simon hiess es, er müsse vielleicht wegen einer Nackenverletzung absagen. Nicht, dass er oder Florian Mayer für Andy Murray eine Hürde darstellen würden.

Haben eigentlich immer die nettesten Spieler Pech? Manchmal glaube ich es fast. Der Spruch, dass die dümmsten Bauern die grössten Kartoffeln haben, passt auch beim Tennis.

Und der immer freundliche Dolgopolov muss in der ersten Runde gegen den nicht weniger sympathischen Gael Monfils spielen. Der Franzose kommt nach längerer Verletzungspause langsam wieder in Form.

Robin Haase kam dieses Jahr noch nicht in die Gänge, damit das anders wird, hat er Andy Murray zugelost bekommen.

-------------------

(7) TSONGA, Jo-Wilfried [FRA] vs. LLODRA, Michael [FRA]
SOEDA, Go [JPN] vs. WC: SAVILLE, Luke [AUS]
WC: DUCKWORTH, James vs. WC: MITCHELL, Benjamin [AUS]
KAVCIC, Blaz [SLO] vs. (29) BELLUCCI, Thomaz [BRA]

(19) HAAS, Tommy [GER] vs. NIEMINEN, Jarkko [FIN]
DODIG, Ivan [CRO] vs. WC: WU, Di [CHN]
WC: OUANNA, Josselin [FRA] vs. FALLA, Alejandro [COL]
MONTANES, Albert [ESP] vs. (9) GASQUET, Richard [FRA]

Auch bei Tsonga gibt es Befürchtungen wegen einer Verletzung. Aber gibt es die bei ihm nicht immer?

Ich wette, dass Tsonga und auch Gasquet voll fit sind, schliesslich trainieren sie schon zusammen.

Sie haben einem Chinesen eine Wildcard gegeben. Die Mauschelei setzt sich mit der an den Franzosen Quanna fort. Gibst Du mir, geb ich Dir. So machen das nicht nur die Grand-Slam-Turniere.

Haas Auslosung sieht gar nicht so schlecht aus.

(13) RAONIC, Milos [CAN] vs. HAJEK, Jan [CZE]
QUALIFIER vs. ROSOL, Lukas [CZE]
QUALIFIER vs. PELLA, Guido [ARG]
DARCIS, Steve [BEL] vs. (17) KOHLSCHREIBER, Phillipp [GER]

(27) KLIZAN, Martin [SVK] vs. QUALIFIER
TOMIC, Bernard vs. MAYER, Leonardo [ARG]
QUALIFIER vs. DAVYDENKO, Nikolay [RUS]
PAIRE, Benoit [FRA] vs. (2) FEDERER, Roger [SUI]

Raonic hat freie Bahn bis zur dritten Runde. Vielleicht kommt er sogar weiter, denn für Kohlschreiber sind die Australian Open das dritte Turnier in Folge. Er steht in Auckland im Finale. Aber vielleicht reicht es auch noch für Raonic, der zur Zeit keine besonders gute Figur macht.

Was passiert mit den sympathischen Spielern? Richtig. Sie bekommen schwere Gegner. Für Federer ist das auch nicht ganz ideal gegen den sympathisch-verrückten Franzosen Paire und Davydenko ist auch kein Freilos.

Federer hat die Off-Season mit Exhibitions in Südamerika verbracht. Die haben ihn dort mit dem Papst verwechselt. Hoffentlich hat Federer sich danach gut vorbereitet, denn er hat im Vergleich zu Djokovic einen steinigen Weg ins Finale.

Schwerster Brocken, bis es im Halbfinale gegen Murray geht, dürfte der australische Bad Boy Bernard Tomic sein. Aber Tomic hat die Off-Season nicht nur für Eskapaden genutzt. In Sydney steht er im Finale.

Davor beim Hopman Cup hat er einen müden Djokovic besiegt. Das passiert, wenn einer meint, auf zwei Kontinenten innerhalb von 2 Tagen Exhibitions spielen zu müssen. Inzwischen hält sich Tomic für unschlagbar.

Letztes Jahr hat Federer den jungen Australier in der vierten Runde glatt besiegt.

Samstag, 12. Januar 2013

Sehnsucht nach Farbe

Rosen4

Fairtrade.

Sonntag, 13. Januar 2013

Frostig

Schuttberg2

Zitiert

Bernard Tomic, on his potential meeting with Roger Federer in the third round, started thusly: "If he gets that far..."

Federer on Tomic (earlier today): "He will be making a mistake about thinking about me in the third round because he also has to get there."

Mittwoch, 16. Januar 2013

Australian Open - Janowicz gewinnt nach 2-Satz-Rückstand gegen Devvarman



The umpires, they're making so many mistakes,"

"One of the most important mistakes was set point in the tiebreak, 9-8. Was a shanked forehand from Devvarman. The ball was really slow, it was clean out,"

"I was already happy, I was already shouting 'come on.' But the referees didn't say anything. This was the moment when I went nuts.

"Sometimes it happens like this. Sometimes I have a problem to control my emotions, but I'm trying to work on this."

Es hat auf diesem Platz kein Hawk-Eye. Der Ball von Devvarman könnte wirklich aus gewesen sein, bei Satzball Janowicz. Aber hat das Protestieren schon jemals was gebracht?

Jerzy hat es ein wenig übertrieben und sich selbst geschadet. Das Match hat er am Ende 6-7 (10/12), 3-6, 6-1, 6-0, 7-5 gewonnen.

Ich war nicht schlecht überrascht, als ich am Morgen das Ergebnis sah, denn ich dachte mit Devvarman wird er leicht fertig. Der Gegner in dritten Runde ist Almagro.

Hier das Interview nach dem Match.

Samstag, 19. Januar 2013

Australian Open - Die Action ist da wo Federer ist



Grosses Tennis.

Tomic hielt die ersten beiden Sätze gut mit. Federer hätte den zweiten Satz durchaus verlieren können, er lag im Tiebreak 1-4 und 3-5 hinten. Nicht nur Tignor war beeindruckt, wie er sich da rausgezogen hat.

Thought I'd seen it all from Federer, but that was about as gutsy/determined a passage as I can remember from him. Up 2 sets.

Federers nächster Gegner ist der Kanadier Milos Raonic, dem Philipp Kohlschreiber rein gar nichts entgegensetzte.

Das war eine selten schlechte Vorstellung vom Deutschen, der in Auckland immerhin im Finale stand. Kohlschreiber servierte nicht gut und auch sonst ging bei ihm nichts zusammen.

Es war ein Wunder, dass er im ersten Satz den Tiebreak erreichte. Danach habe ich mich nur noch auf Federers Match konzentriert, denn es war absehbar, dass er die nächsten beiden Sätze auch verlieren würde.

Und sonst?

Sonst ist alles Business as usual, zumindest für die Topgesetzten. Djokovic, Murray, Tsonga, Berdych wurden noch nicht gefordert. Auch Ferrer ist noch munter dabei.

Das Wetter ist bislang gemässigt. Die Hitzewelle ist rechtzeitig abgeebbt. Es gab nur einen einzigen sehr heissen Tag mit nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit.

Es ist auch nur eine milde Überraschung, dass Jeremy Chardy Del Potro geschlagen hat. Der Franzose hat ein ähnliches Spiel wie Gulbis. Da ist Del Potro dagegen schon fast passiv.

Janowicz hat schon gestern glatt gegen Nicolas Almagro verloren. Jerzy schien sein Pulver verschossen zu haben. Möglicherweise behinderten ihn auch Blasen an der Schlaghand. Das Pflichtprogramm hat er absolviert, aber der erste erfahrene Spieler bedeutete die Endstation.

Sonntag, 20. Januar 2013

Heilbronn

CH_Heilbronn

Etliche der Spieler, die in Heilbronn antreten, waren auch in Australien am Start. Entweder im Hauptfeld oder als Qualifikanten.

Warum Paul-Henri Mathieu als Nummer 60 der Welt in Heilbronn mit Wildcard spielen will, ist mir ein Rätsel.

Er war der Erstrundengegner von Djokovic in Melbourne. Später konnte man erfahren, dass seine Freundin und Mutter seines noch kein Jahr alten Kindes, eine Chemotherapie wegen einer Krebserkankung beginnen musste.

Hier die vollständige Auslosung.

Australian Open - Marathonmen



5 Stunden und zwei Minuten.

I wonder how many people would actually sit and watch trough whole 5 set match? Sounds like a science fiction to me...*

Karlovics Frage bezog sich auf das gestrige Marathonmatch von Simon und Monfils.

Meine Antwort wäre gewesen, dass es darauf ankommt, wer spielt. Aber seine Frage war eine andere. Ich kann sie nicht beantworten. In Serbien dürften heute nicht wenige gebannt vor dem Fernseher gesessen haben.

Djokovic fand den gesamten ersten Satz keinen Halt mit seinen Füssen. Vielleicht waren es die Schuhe, vielleicht war es durch die sicher feuchte Abendluft ein wenig zu rutschig für das Leichtgewicht.

Tatsächlich kam der Serbe erst ins Match als Wawrinka es nicht schaffte auszuservieren und ihm so den zweiten Satz auf dem Silbertablett überreichte. Die Schuhe hat Djokovic nach dem ersten Satz gewechselt.

Danach schien es eine Routinesieg für ihn zu werden und es wäre die Gelegenheit gewesen für was anderes. In meinem Fall war es so, dass ich keine Lust auf was anderes hatte.

Auch das Publikum vor Ort wollte mehr und Wawrinka tat ihnen den Gefallen und kam im vierten Satz zurück, obwohl Djokovic Breakball nach Breakball auf seine unvergleichliche Art und Weise abwehrte.

Das Match verloren hat Wawrinka wahrscheinlich, als er bei einem Breakball dem Schiedsrichter vertraute und einen knappen Ball nicht mit dem Hawk-Eye überprüfen liess. Er hätte danach zum Match aufschlagen können, denn der Ball schien auf der Linie zu sein.

Es war dann nur eine Frage der Zeit, wann Djokovic den Vorteil als erster aufzuschlagen würde nutzen können. Wawrinka ging mit Tränen im Augen vom Platz.

War es ein gutes Match? Ich würde sagen, ja. Hauptsächlich weil beide so verschiedene Spielstile haben. Wawrinka war der bessere Spieler, auch wenn er verloren hat.

*Federer hat sich das Marathonmatch von Warwrinka gegen Djokovic auch angeschaut.

Must Read - Mats Wilander: "Beim Davis-Cup macht Federer einen grossen Fehler"

Es ist verrückt, in welche Richtung Tennis steuert. Ich weiss nicht, ob das mit der Athletik der Spieler zusammenhängt, der Physik des Spiels, der Grösse des Platzes oder der Qualität der Saiten. Und ich weiss auch nicht, was man dagegen tun kann. Macht man die Plätze schneller, können die Aufschläge nicht mehr retourniert werden. Man müsste dafür sorgen, dass der Ballabsprung flacher wird, das wäre das Rezept.

Aber es muss etwas geschehen. Wie wird das Spiel sonst in 20 Jahren aussehen? Alle werden innerhalb des Platzes stehen und nur noch draufhauen.

Zubereitet

Kuerbisquiche

Kürbisquiche

1 Packung Blätterteig (tiefgekühlt)
1/2 halber Hokkaidokürbis
1/2 Stange Lauch
1/2 Becher Sahne
1/2 Becher Sauerrahm
2 Eier
50 g ger. Parmesan oder Pecorino
Sonnenblumenöl
Butter
Muskat
Salz
Pfeffer

Ich gebe es zu, seit ich letzten Herbst den tiefgekühlten Blätterteig bei Basic entdeckt habe, habe ich keinen Mürbteig für eine Quiche mehr selbst gemacht.

Den Kürbis halbieren (den Rest für eine Suppe die nächsten Tage verwenden) und grob würfeln. Lauch in Ringe schneiden. Alles zusammen anbraten und einigermassen weich dünsten. Falls nötig mit ein wenig Sahne ablöschen.

Wenn das Gemüse etwas abgekühlt ist, Sahne, Sauerrahm, Eier, Käse, frisch geriebenen Muskat, Salz und Pfeffer dazugeben. Die Masse verträgt einiges an Muskat, aber Vorsicht beim Salz, der Käse ist salzig.

Danach alles in eine mit Butter oder Öl eingefettete Springform (26 cm Durchmesser), geben, die zuvor mit den aufgetauten Blätterteigplatten ausgelegt wurde.

Im vorheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 Grad ca. 45 Minuten goldbraun backen.

Es ist wirklich einfach und schmeckt sehr gut.

Wer weniger faul ist, kann natürlich immer selbst einen Mürbteig machen, denn Blätterteig* ist sehr umständlich herzustellen.

*Blätterteig ist der einzige Teig, den ich noch nie selbst gemacht habe. Brandteig, Hefeteig, Rührteig, Mürbteig. Alles kein Problem.

Mehr Zubereitetes

Donnerstag, 24. Januar 2013

Heilbronn - Knappe Niederlage für Gulbis

Paul Henri Mathieu def. Ernests Gulbis 6-2, 2-6, 7-6 (5).

Heilbronn war sein erstes Turnier nach mehr als zwei Monaten. Sein Gegner in der ersten Runde war der Deutsche Matthias Bachinger, der sagte hinterher über Gulbis:

"Er hat schnell und ohne Fehler gespielt."

Trotzdem konnte man für heute skeptisch sein, denn der 31 Jahre alte Mathieu ist nicht nur erfahren, sondern wie die meisten Franzosen ein zäher Gegner.

Beide Spieler servierten anfangs so gut, dass es auf einen Tiebreak hinauszulaufen schien. Aber Ernests, der davor keinen Punkt bei eigenem Aufschlag abgeben hatte, bekam es von einem Moment auf den anderen nicht mehr hin. Er verlor den Satz mit Doppelbreak.

Dass er dann ins Match zurückkommen konnte, lag zum Teil an Mathieu, der ahnlich wie Ernests einen Aussetzer beim Aufschlag hatte. Gulbis dagegen bekam wieder Sicherheit ins Spiel. Der Franzose nahm eine überlange Verletzungspause, bevor Ernests zum Gewinn des zweiten Satzes servierte. Mathieu feuerte vor Wut seinen Schläger über den Platz.

Damit schien es auf einen umkämpften Satz dritten Satz hinauszulaufen. Aber Mathieu führte bald mit Break, konnte das Match aber nicht ausservieren, auch weil sein Gegner sich mutig dagegenstemmte.

Im Tiebreak führte Gulbis sofort mit Minibreak, gab es aber wieder ab. Auch ein zweites Minibreak konnte er nicht halten. Mathieu verwandelte seinen zweiten Matchball bei eigenem Aufschlag. Gulbis zertrümmerte seinen Schläger aus Frust.

Nicht schlecht gespielt, es gab viele schöne Aktionen, gekämpft und trotzdem verloren. So geht es für Gulbis inzwischen zu oft. Natürlich fehlte die Matchpraxis und der zugeloste Gegner war schwer für ein Challengerturnier.

Inzwischen wird einem klar, warum es Spieler so lange nicht in die Top-100 oder dahin zurück schaffen. Bei den Challengerturnieren drängeln sich jede Menge Spieler, die vom Ranking her, gar nicht dort spielen müssten. Aber sie wollen wohl keine Gelegenheit auslassen Punkte zu machen, denn finanziell kann es sich nicht auszahlen, obwohl wahrscheinlich der eine oder andere auch dort ein Antrittsgeld bekommt.

Die Konkurrenz im Tennis ist brutal. Mir wird manchmal fast schlecht, wenn ich mitbekomme, wie viele Spieler sich wieder verletzt haben oder gerade Operationen und längere Auszeiten hinter sich haben. Aber kaum einer hört auf. Auch für die Challengertour gilt, dass die jüngeren Spieler in der Minderheit sind. Dafür jede Menge 30jährige.

Ob Gulbis sich da noch durchbeissen kann, ist die Frage. Er probiert es ja schon eine Weile, mit durchwachsenem Erfolg.

Hier noch ein paar Fotos vom Match gegen Bachinger. Sicher finden sich in der Gallerie später auch welche von heute.

Als nächstes spielt Ernests für Lettland im Davis Cup gegen Tunesien. Leider gibt es da keine Punkte zu holen.

Freitag, 25. Januar 2013

Zitiert

"I'll need to be ready for the pain. I hope it's a painful match. That'll mean it's a good one."

Sonntag, 27. Januar 2013

Australian Open - Djokovic Champion



"A little bit of white". Ab 2.37 min.

Die Möwen fliegen in der Nacht vom Meer ins Stadion. Das ist wahrscheinich ihr Schlafplatz.

Eine winzige weisse Vogelfeder, die langsam vor Murray auf den Court hinunter schwebte, hat ihn aus der Konzentration gebracht. Er macht einen Doppelfehler und das Match kippt.

Offen gesagt, fällt mir weiter nicht viel ein. Es ist auch immer ziemlich das gleiche, wenn die beiden gegeneinander spielen.
Ihre Spielweise ist zu ähnlich.

"I thought the first set was really good, but the turning point was when Murray had three break points early in the second set and didn't take them. That could have been the match. Andy then got a little bit passive and Novak started hitting some good shots. The double fault in the second set tie-breaker was pretty crucial too. There were so many little things in the first two sets but after that Novak Djokovic rides the wave probably better than any player I've ever seen. Maybe Murray had trouble with a blister and couldn't push off, but he had a bit of a negative attitude at times, which surprised me."

Mats Wilander sagt nichts falsches hier. Aber Djokovic hatte im ersten Satz sogar fünf Breakbälle, zwei davon in Folge, die er auch nicht verwandeln konnte.

Man kann auch darüber streiten, ob besonders lange und kräftezehrende Ballwechsel schon gutes Tennis ausmachen. Und Murray lässt sich immer hängen, wenn es schlecht für ihn läuft.

Djokovic hat die Australian Open als erster Spieler der Open Era zum dritten Mal hintereinander gewonnen. Es ist sein sechster Grand-Slam-Titel.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Davis Cup



Jerzy Janowicz trainiert in Warschau für die Davis-Cup-Begegnung gegen Slowenien.

Das deutsche Team spielt gegen Argentinien. Wenn nicht der Heimvorteil wäre, würde ich die Deutschen sogar als Favoriten sehen, denn Del Porto ist nicht dabei und Nalbandian kommt aus einer seiner längeren Verletzungspausen. Auch Monaco war in Australien verletzt. Im Fernsehen wird man davon nichts finden. Es gibt aber einen Stream.

Spanien spielt ohne Nadal, Ferrer und Almagro. Dadurch ist Gastgeber Kanada auf dem schnellen Belag fast automatisch weiter. Wer hätte gedacht, dass die Spanier im Davis Cup so schnell keine Rolle mehr spielen würden?

Das lettische Team spielt in Tunesien. Bei der gestrigen Pressekonferenz stand Malek Jaziri noch im Mittelpunkt. Aber anscheinend kann er wegen einer Knieverletzung nicht spielen. Vielleicht wird es dadurch für Gulbis etwas weniger anstrengend.

Morgen geht es los. Details finden sich wie immer hier.

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