David Nalbandian def. Ernests Gulbis
7-5, 6-4.
Ernests Gulbis, das Irrlicht der ATP-Tour.
Natürlich ist es schwer, das erste Match des Tages zu spielen. Ein riesiges Stadion mit noch wenigen Zuschauern. Ständig strömen ungehindert Leute herein, die ihre Plätze suchen.
Es dauert nicht lange und Ernests beklagt sich deswegen beim Schiedsrichter, was prompt zu noch mehr Fehlern und zum Break führt.
Auch Nalbandian hat seine Schwierigkeiten. Er spielt nicht sein bestes Tennis und wäre heute definitiv schlagbar gewesen.
Ernests schafft ein Rebreak und hat später zwei Satzbälle, aus denen nichts wird. Stattdessen gibt er den ersten Satz auf fahrlässige Art und Weise ab.
Es wird nicht besser. Ernests kommt einfach nicht ins Match. Manchmal spielt er grossartig, aber meistens macht er zu viele Fehler ohne Not. 10 Asse, 9 Doppelfehler und 42 oder mehr unerzwungene Fehler. So kann man kein Match gewinnen.
Man fragt sich, warum er es nicht auf die Reihe bringt.
Neben den Störungen aus dem Publikum, schien er auch mit der Bespannung seines Schlägers unzufrieden, wechselte die Schuhe und später sogar noch die Socken. Er fasste sich auch oft an die Knie.
Es ist die alte Geschichte. Er müsste mehr spielen, um Sicherheit zu bekommen. Es gäbe vor Valencia noch Gelegenheit eines der Turniere in Russland zu spielen. Sie würden ihm dort sicher eine Wildcard geben.
Nachtrag:
Hier noch eine Zusammenfassung auf Video, die das Match aber nicht wirklich wiedergibt. Ja, es schaut immer so leer aus in Shanghai, egal wer spielt.
Ernests hatte in China noch nie gute Ergebnisse. In Tokio und Bangkok wenigstens mal ein Viertelfinale.