Freitag, 2. September 2011

US Open - Gulbis unterliegt Gilles Muller

Gilles Muller def. Ernests Gulbis 3-6, 7-6, 6-4, 7-6.

Mich überrascht das alles nicht. Jeder weiss, wie schwer es gegen Muller sein kann. Man muss nur Roddick und Nadal fragen.

Es fing gut an für Gulbis. Er führte nach dem schnellen ersten Satz auch im zweiten, war dort nahe am Doppelbreak.

Ich ahnte auch, dass Gulbis mit den Bedingungen auf diesem Aussenplatz seine Probleme haben würde. Bei den US Open wird an guten Schiedsrichtern gespart. Die erste Garde ist nicht dabei. Danach hat man auch Federer gefragt:

Q. On that subject, would you be surprised to learn only half of the top umpires in the game are actually officiating at this championship and half have stayed away?

ROGER FEDERER: Okay. Why is that?

Q. A little bit to do with money, conditions, unhappiness with the tournament. There’s no Graf, Maria, the people you’d see week in and week out.

ROGER FEDERER: I don’t know about that. Look, I think the tour and the ITF, ATP they’re all trying to make this work. It’s a tough job being an umpire. I think players know that too. Unfortunately, I think sometimes the unhappy players are the ones that are on the lower, on the smaller courts. They don’t have Hawk Eye and they’re battling with strong winds, you know, tough spectators sometimes and no supervisor, and all they have is maybe the one umpire who maybe doesn’t have so much experience, you know. They play, I don’t know, 50 matches a year and they have all the experience. So it becomes very tricky for everybody out there. It’s the same thing soccer isn’t it. You don’t have professionals sometimes as umpires the whole time, right, so that makes it also very complicated. It’s why I just think at least on the big courts you do have Hawk Eye now, you know, so if someone does miss a big call, I mean, the umpire doesn’t have all the power like he has in soccer, which I feel is also quite wrong. So that’s the only advantage I think of the Hawk Eye. But even before that I don’t think an umpire could decide outcomes of matches, to be honest. I think that’s a good thing. But, no, I wish that all the best umpires would be here, but it is who it is, and I hope they can resolve the issue.


Der hat allerdings leicht reden.

Ernests ist leider nicht der Typ, den wiederholte fehlerhafte Linienrichterentscheidungen kalt lassen. Leute, die vor Ort beim Match waren, haben via Twitter erzählt, dass er sich mit einem Linienrichter und ein paar Leuten im Publikum angelegt hat, die ihn anmachen wollten. Dass aber das Publikum mehrheitlich hinter ihm stand. Auch ging nach dem verlorenen dritten Satz ein Schläger zu Bruch.

Ich habe das leider alles kommen sehen. Für Gulbis ist es immer noch ein Lernprozess. Man kann nicht erwarten, dass nach ein paar guten Wochen plötzlich alles nur noch wie am Schnürchen für ihn läuft.

Es bleibt der unangenehme Eindruck, dass es bei diesem Match nicht fair zu ging. Sich mit Schieds- oder Linienrichtern anlegen, kann schnell zum Bumerang werden. Gulbis müsste das langsam wissen. Wie gesagt, es ist ein Lernprozess.

Warum manche gleicher sind als andere

SC

Herkunftsland, Sponsoren, Sportagenturen. All das spielt eine Rolle, wenn es darum geht, wen man im Fernsehen sieht.

Der Österreicher Jürgen Melzer könnte sich noch mehr beklagen. Er ist aktuell die Nummer 17 der Welt und muss auch auf einem der Nebenplätze spielen, auf denen es bekanntlich kaum eine Ordnung hat.

Bevorzugt wird heute der bald 30 Jahre alte Franzose Julien Benneteau, der nur mit einer Wildcard ins Hauptfeld kam. Er verdankt sie dem Kuhhandel den die Grand-Slam-Turniere untereinander veranstalten. Sein Gegner, Denis Istomin aus Russland, steht auch nur gerade noch so in den Top-100.

Amerikaner, Franzosen und Australier tauschen Wildcards aus. Von den Briten bekommt man das weniger mit, aber die haben auch nicht viel zu tauschen. Leider findet sich diese Unsitte zunehmend auch bei Turnieren der Masters Series.

Obwohl Benneteau in seiner Karriere als Spieler einer grossen und wohlhabenden Tennisnation jede nur mögliche Unterstützung bekommt, hat er noch keinen einzigen Titel auf der Tour gewonnen.

Man muss jeden Spieler aus einem kleinen Land, mit wenig oder gar keinen Mitteln, bewundern, der es aus eigener Kraft in die Top-100 schafft.

Samstag, 3. September 2011

US Open - Still Counting

Conor Niland, Kei Nishikori, Marsel Ilhan, Louk Sorensen,
Karol Beck, Marinko Matosevic, Radek Stepanek,
Nicolas Mahut, Tomas Berdych, Marcel Granollers.

Zehn Spieler, die während ihres Matches aufgeben mussten.
Robin Söderling nicht mitgerechnet. Er sagte unmittelbar vor seinem Erstrundenmatch wegen verdorbenen Magens ab.

Dabei ist gerade die zweite Runde durchgespielt.

Must Read - The New York Times - In Gulbis Loss, a Question of Focus

In a sense, this break point was a kind of match point for Gulbis. If he converted, he would serve to go up 5 love, which would put him at the door of a two sets to love lead. More importantly, Muller was visibly struggling to stay in the match with Gulbis. But Gulbis seemed to let up, ever so slightly, miscuing on a second serve return, then making a casual forehand error to give Muller an ad.

The match swung on these two misplayed points. Given a reprieve from a death sentence, Muller relaxed, found his rhythm, and promptly broke Gulbis to get back in the match. By failing to secure the second service break, Gulbis passed on an insurance policy for the second set. Another break would have allowed some breathing room.

It was a painful lesson for Gulbis, who has improved his work ethic both on and off the court under the guidance of Guillermo Canas. He lost his focus at precisely the moment he needed to move in for the kill. He needed to raise his intensity when he got up 3 love in the second, and do the dirty work of finishing off Muller.

Sonntag, 4. September 2011

Must Read - Tommy Haas: Der wehmütige und vielleicht letzte Abgang in New York

„Es war ein schöner Moment, noch einmal die Anerkennung des Publikums gespürt zu haben. Diese Dankbarkeit“, sagte Haas, „wenn es meine letzten US Open gewesen sein sollten, würde sich der Kreis schließen. Dort, wo einmal alles angefangen hat.“

Spezies

Spezies3

Der Baum ist eine Eibe.

Montag, 5. September 2011

US Open - Vor dem Achtelfinale

Es geht nur noch darum, wann Nadal und Federer verlieren.

Ob Djokovic oder vielleicht doch Murray Champion wird.

Es sind noch vier Amerikaner dabei.

Fish, Isner, Roddick und Young. Keiner von ihnen wird das Turnier gewinnen oder im Finale stehen, sage ich mal vorlaut.

Das schon totgesagte amerikanische Tennis lebt noch. Das ist gut fürs Geschäft.

Und noch besser. Sie haben einen neuen Helden. Donald Young ist nur ein Jahr jünger als Gulbis, hat aber nie auch nur annährend das gebracht, was sie von ihm erwartet haben.

Gestern hat er den argentinischen Veteranen Chela glatt geschlagen. Davor in fünf Sätzen den bulligen Top-15-Spieler Wawrinka.

Young wurde über die Jahre mit Dutzenden von Wildcards bei den grössten Turnieren verwöhnt. Auch dieses Jahr bekam er eine Wildcard. Trotzdem schaffte er es bislang nicht, sich in den Top-100 zu halten.

Man tut jungen Talenten nicht immer einen Gefallen, wenn man sie zu sehr pampert. Das haben die Amerikaner auch gemerkt und ihn hin und wieder eine Qualifikation spielen lassen.

Young hat jetzt die Chance in die Top-50 zu kommen. Durch ein einziges gutes Turnier. Er muss dafür nur Andy Murray schlagen.

Das hat er dieses Jahr schon einmal geschafft. In Indian Wells spielte er den verunsicherten und passiven Schotten aus. Davor hat er eher selten einen Spieler aus den Top-100 schlagen können.

Murray drei Sätze abnehmen, ist aber was anderes. Der Schotte wird das aussitzen. Pardon, er wird durch ausdauerndes Defensivspiel den unerfahrenen Young zermürben.

Auch Gilles Muller ist noch dabei. Muller kennt man eigentlich nur, weil er Topsspielern bei Grand-Slam-Turnieren zusetzen kann. So hat er 2005 Andy Roddick bei den US Open und davor im selben Jahr Nadal in Wimbledon eliminiert.

Sechs Jahre hat es also gedauert, bis der 28 Jahre alte Luxemburger wieder von sich reden macht und sein bestes Tennis spielt.

Nadal spielt nicht sein bestes Tennis. Gestern kippte er während der Pressekonferenz unter den Tisch. Er konnte sich wegen plötzlicher Krämpfe nicht mehr auf seinem Stuhl halten.

Kein Wunder. Er sah furchtbar aus in seinem Match gegen Nalbandian. Er schwitzte mehr als der Argentinier und das will was heissen. Nadal schien von allen Spielern am meisten unter dem schwülheissen Klima gestern zu leiden.

Young und Muller könnten die Überraschungsspieler dieser US Open werden. Eigentlich sind sie es jetzt schon.

Hier die letzten Sechzehn.

Dienstag, 6. September 2011

Hahaha



Kaum zu glauben, aber Caroline Wozniacki wird für das bisschen Veralbern von Nadal heftigst kritisiert. Wie bigott und humorlos ist die Welt eigentlich inzwischen?

Donnerstag, 8. September 2011

US Open - Regen verursacht grösstmöglichen Schlamassel

Regenunterbrechungen sind eigentlich nichts besonders bei Tennisturnieren. Aber wenn tagelang praktisch nicht gespielt werden kann, dann liegen langsam die Nerven blank.

"It's the same old story, all you think about is money."

Soweit Rafael Nadal, der seinem Ärger gegenüber dem Turnierveranstalter und dem Oberschiedsrichter Luft machte, als es nach kaum 15 Minuten Spielzeit stärker zu regnen began. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte man gar nicht erst angefangen. So liegt er erstmal mit Break gegen Gilles Muller zurück.

“They need to put tennis on television, I understand the business side of it, but they need to make sure the players are safe. If I were by myself I’d feel uncomfortable going in there, as an American. We said if conditions are similar to that again, it might be uncomfortable. To Brian Earley’s credit, he listened to what we had to say. He was very nice in the conversation.”

Andy Roddick drückte sich dipolmatischer aus. Etwas zögernd schloss er sich Nadal und Andy Murray an, den Verantwortlichen die Sache aus Sicht der Spieler klar zu machen.

Man hat jetzt auch wieder viel Zeit über ein fehlendes Dach für eines oder zwei Stadien bei den US Open zu reden. Dabei löst ein schliessbares Dach nicht unbedingt alle Probleme. Wenn es früh im Turnier lange regnet, muss trotzdem der grösste Teil der Spieler, mit den leidigen Bedingungen zurecht kommen.

Man konnte das wieder dieses Jahr in Wimbledon sehen. Tursunov spielte sein Erst- und Zweitrundenmatch über vier Tage verteilt. Eine Situation in die ein Spieler in den Toprankings gewöhnlich nicht kommt, wenn es ein Dach gibt.

Wettbewerbsverzehrung interessiert aber keinen, so lange es die Stars nicht erwischt. Wichtig ist nur, dass man immer Matches im Fernsehen übertragen kann und genug Leute auf die Anlage kommen, um dort Geld auszugeben.

"It's an incredible task now,"

Murray macht sich zusätzlich Sorgen, ob er jetzt das Turnier überhaupt gewinnen kann. Für jeden in der unteren Hälfte des Tableaus wird es jetzt sehr hart. Federer und Djokovic haben ihre Achtelfinalmatches noch vor dem grossen Regen gespielt.

Man kann gespannt sein, wie die USTA das lösen wird. Irgendwann wird es aufhören zu regnen. Aber man kann die Spieler unmöglich vier Tage hintereinander Best-of-Five spielen lassen. Das wäre unfair und natürlich riskant für ihre Gesundheit.

Die US Open waren schon immer ein chaotisches und hartes Turnier mit dem schwachsinnigen Super Saturday, an dem es, anders als bei den Australian Open, Roland Garros und Wimbledon keinen Ruhetag für die Finalisten gibt. Jetzt, mit dem endlosen Regen, sind sie dabei, endgültig zu einem Schlamassel zu werden.

Hier noch ein paar Fotos von gestern. Zusammengestellt von Stephanie Myles für Open Court.

Samstag, 10. September 2011

US Open - Halbfinale - Federer vergibt zwei Matchbälle in 5-Satz-Thriller - Djokovic im Finale - UPDATE - Nadal lässt sich von Murray nicht aufhalten

Novak Djokovic def. Roger Federer 6-7, 4-6, 6-3, 6-2, 7-5.

Manchmal sind Matches so eng, dass sie tatsächlich der Spieler gewinnt, der an dem Tag etwas mehr Glück hat.

Remember this question and answer from 2007, after Federer had beaten Nikolay Davydenko at the U.S. Open?

Reporter: What's the one thing that makes Roger Federer so tough?
Davydenko: Lucky. He's lucky sometimes.

That's how it feels for Federer's opponents, especially the better ones.


Nach dem überragenden zweiten Satz von Roger, hatte man schon fast vergessen, wie eng der erste Satz war und dass ein gewonnener Tiebreak auch immer ein wenig mit Glück zu tun hat.

Glück hatte Federer dann wieder, als er im 5. Satz das Break von Djokovic mit einem Doppelfehler von diesem serviert bekam. Nur fünf Minuten vorher hätte ich nicht unbedingt auf Federer gesetzt, so aufgedreht spielte Djokovic und jetzt konnte er plötzlich zum Match servieren.

Das wird einer seiner grössten Siege dachte ich, wusste aber, dass es sehr schwer sein kann, sowas gegen jemanden wie Djokovic auszuservieren.

Semi

Dass ein so grosser Champion wie Roger, dann nach diesem unglaublich glücklichen Return von Djokovic, dann den zweiten Matchball leichtfertig vergibt und mit Doppelfehler Djokovic das Break schenkt, ist dann schon tragisch und Glück für denjenigen, der schon mit mehr als einem Fuss aus dem Match draussen war.

Letztes Jahr lief es ähnlich ab.

Dienstag, 13. September 2011

US Open - Rant

Es gäbe wieder viel an den US Open zu bemängeln, aber das Schlimmste war dieses Jahr sicher, dass der Ausbruch von Serena Williams im Finale am Sonntag, gegenüber der Schiedsrichterin mit nur 2000 Dollar Strafe belegt wurde.

"If you ever see me walking down the hall look the other way. You're out of control, you're a hater and you're unattractive inside."

Das und mehr durfte sich die Schiedsrichterin Eva Asderaki von Williams unter gellenden Zurufen des Publikums anhören.

Zu Beginn der US Open konnte man erfahren, dass viele Schiedsrichter in diesem Jahr wegen schlechterer Bezahlung das Turnier boykottieren. Wer hätte gedacht, dass sie für diese Arbeit nur 250 Dollar am Tag bekommen?

Williams war dazu auf Bewährung. Man erinnert sich noch gut, wie sie einer Linienrichterin vor zwei Jahren bei den US Open angdroht hat, ihr den Ball in den Rachen zu stopfen, nachdem diese bei ihr einen Fussfehler moniert hatte.

Sie hätte genauso gut für längere Zeit gesperrt werden können. Aber stattdessen gibt man ihr und anderen Topspielern einen Freifahrtschein für schlimmstes Verhalten.

Mir war klar, dass es für Serena keine wirklichen Konsequenzen haben würde. Sie ist zu wichtig für die Amerikaner. So sieht Macht aus. Da gelten dann keine Regeln mehr.

Feige auch die amerikanische Presse. In keinem einzigen Artikel oder wichtigen Blog, habe ich Kritik an Williams gelesen. Wer was findet, darf es mir gerne mitteilen.

Perhaps a lifetime spent watching the likes of Connors, McEnroe, Lendl and numerous others (including some women) jaw at umpires has left me jaded,

Mehr fiel Pete Bodo dazu nicht ein. Er versteht Serena Williams wahrscheinlich als seine Brötchengeberin. Wer beisst schon die Hand, die einen füttert.

Dabei bin ich sicher, dass das Damentennis auch ohne Williams überleben wird. Allzu lange kann es ja nicht mehr dauern. Gewonnen hat die US Open eine andere.

US Open -Bonus



So ging das vier Stunden lang.

US Open - Djokovic Champion

Novak Djokovic def. Rafael Nadal 6-2, 6-4, 6-7(3), 6-1.

USO1

Das Publikum in New York ist wie im Colosseum damals. Aber wenigstens kommt keiner um. Sie machen sich nur kaputt.

Über vier Stunden hat es gedauert. Endlose Rallyes. Mir haben zwei Stunden gereicht, um zu sehen dass Nadal das nicht gewinnen würde. Genau genommen wusste ich es schon vor dem Match. Das sechste grosse Finale hat er in Folge gegen den Serben verloren. Das ist bitter.

Wenn man denkt, wie leicht Federer dort hätte spielen können, anstelle von Djokovic. Es wäre ein anderes Match geworden. Nadal hätte sicher nichts dagegegen gehabt und vielleicht hätte er seinen Titel verteidigt.

Sie werden die Bedingungen nicht mehr schneller machen. Wenn es so lange geht, dann kann man endlos viel Werbung im Fernsehen zeigen und das Publikum länger auf der Anlage zum konsumieren halten. Ausserdem gefällt es den Leuten, wenn zwei sich zermürben.

So I didn’t really see the epic encounter that a lot of fans seem to have enjoyed. There were brilliant moments, to be sure. Some of the rallies left you breathless.

But ultimately, there were 88 unforced errors in this match. There were about the same number of winners. But those are startling statistics in a match between two such consistent players, on a court not covered in red clay.


Es gibt aber immer eine mindest gleich grosse Menge an Leuten, denen es weniger gefällt, stundenlang defensives Tennis zu sehen, bei dem es genauso viele oder mehr Fehler, wie Gewinnschläge gibt.

Mittwoch, 14. September 2011

Hahaha



This campaign commercial features pro tennis players who have won a combined 47 Grand Slam Titles and five players who achieved a world number one ranking. FIST PUMP!

The players in order of appearance, are Andy Murray, Bob Bryan, James Cerretani, Fernando Verdasco, Jean-Julien Rojer, Igor Kunitsyn, Max Mirnyi, Ernests Gulbis, Rajeev Ram, Andy Ram, Jamie Murray, Daniel Nestor, Aisam-Ul-Haq Qureshi, Alex Bogomolov Jr., Thomas Johansson, Jonas Bjorkman, Bjorn Borg, Ivo Karlovic, and Jurgen Melzer.

Directed and Written by Steve Berke. FIST PUMP!
Edited by Adrian Baschuk. FIST PUMP!

Donnerstag, 15. September 2011

Max Pett

Dessert3

In der Crêpe versteckt sich ein Kaffeeeis.

Must Read - Follow-up to the Egg Conundrum

On that note, the publicity that the CVAC pod has generated also merits a definitive response from both the ITF and WADA, in the form of a reliable study that tests whether or not the CVAC pod can unfairly benefit an athlete’s performance. For all we know, the CVAC pod may be nothing more than a placebo and not much more effective than a basic oxygen tent. Until more studies are completed, however, it is impossible to judge.

Must Read - The £50,000 pod that helped Djokovic conquer the world

Novak Djokovic has revealed the bizarre, space-age recovery pod that helped him become the world's best tennis player.

Sadly for the world number one the technology might soon be deemed a little too interesting: a report in the Wall Street Journal quotes CVAC chief executive Allen Ruskowski as claiming that the machine is twice as effective as blood doping when it comes to boosting oxygen absorption in athletes.

For the moment, however, WADA have not banned such equipment, though they did issue a statement in 2006 saying that oxygen tents and the like violate the "spirit of sport".

Former tennis star Vince Spadea, a friend of Djokovic's, told the newspaper that he believed the machine had helped the Serbian to achieve his remarkable improvement over the last 18 months - and that it wasn't the only wacky gadget Djokovic had tried.

Must Read - Gebhard Gritsch: Der Djokovic-Macher

Nadal spielt im Prinzip ein relativ durchsichtiges System, das größtenteils auf seine starke Vorhand aufgebaut ist. Weil er damit in den letzten Jahren so dominiert hat, musste er auch nie etwas ändern. Aber dieses System wirkt gegen Novak nicht mehr, denn Novak, zeigt ihm jetzt, dass auch er da noch volles Tempo, enorme Beschleunigung auf den Ball bringt.

Solchen Widerstand war Rafa bis jetzt von der Baseline nicht gewohnt. Das hat vorher noch nie jemand so wirklich zusammen gebracht. Deshalb muss sich Nadal jetzt etwas einfallen lassen. Denn in Punkto Spielintelligenz, Taktik und Intuition hat Nole ihm einiges voraus.

Freitag, 16. September 2011

Spätsommer an der Isar

Sept_1


Sept


Sept_21


Sept_3


Sept_4


Sept_5


Sept_6


Sept_7


Sept_8

Sehr angenehme 20 Grad. Morgen soll es es Föhn geben und noch wärmer sein.

Sonntag, 18. September 2011

Davis Cup - Spanien und Argentinen erreichen das Finale - UPDATE - Rippenverletzung zwingt Djokovic zu mindestens 4 Wochen Pause

Am Montag erst wurde das Finale bei den US Open gespielt. Schon am Freitag sollten die Finalisten Djokovic und Nadal ihr erstes Match im Davis-Cup-Halbfinale in Europa spielen.

Nicht zum ersten Mal fragt man sich nach dem Sinn dieses mörderischen Kalenders.

Aber jeder, der bei den Olympischen Spielen nächstes Jahr in London dabei sein will, muss in einem der zwei Jahre davor, sein Land beim Davis Cup vertreten.

Federer, Nadal und Murray, die sich gewöhnlich nicht so viel um diesen Wettbewerb kümmern, müssen wohl oder übel Tennis spielen, obwohl sie sicher lieber pausieren würden.

Nadal nippelte noch während der Pressekonferenz am Donnerstag vor Übermüdung weg, umso erstaunlicher war es, dass er seine französischen Gegner, Gasquet und Tsonga souverän eliminieren konnte.

Anders Djokovic. Für ihn war es wohl endgültig zu viel. Am ersten Tag spielte er erst gar nicht und wahrscheinlich hatte er es auch heute nicht vor. Aber es bleib ihm wohl nichts anderes übrig, als zu versuchen, Serbien doch noch ins Finale zu bringen.

Typischerweise gab er nach verlorenem ersten Satz gegen Del Potro auf. Wann hat Djokovic eigentlich zuletzt einem Gegner den Triumph eines eindeutigen Sieges gegen ihn gegönnt?

Das Davis-Cup-Wochenende war für mich nur interessant, weil Milos Raonic das erste Mal seit seiner Verletzung in Wimbledon wieder spielte.

Nach der Operation an der Hüfte und ganzen drei Monaten Pause, erwartete ich nicht besonders viel von ihm. Wahrscheinlich sahen es die Kanadier etwas anders.

Unglücklicherweise hatte Milos sich vor der Partie gegen den israelischen Aussenseiter Amir Weintraub den Magen verdorben. Er ging er gnadenlos unter und sah sich ausserstande heute sein zweites Einzel zu spielen.

Wie immer gibt es beim Davis Cup viel Drama. So wurde das letzte und entscheidende Match der Schweizer im fernen Australien, es geht um die Rückkehr in die Weltgruppe, kurz vor der Entscheidung wegen Dunkelheit abgebrochen.

Man fragt sich, ob das nicht ein letzter Schachzug der Australier war. Ein angeschlagener, aber deswegen nicht weniger kämpferischer Lleyton Hewitt liegt mit Break 3-5 im fünften Satz gegen Warwrinka zurück.

Auch Russland und Kanada kämpfen im Moment noch um den Einzug in die Weltgruppe.

Donnerstag, 22. September 2011

Davis Cup - Schweres Los für Deutschland

DC

Kanada gegen Frankreich dürfte auch interessant werden.

DC_

Delpo kommt.

Murray würde streiken, um sich noch mehr die Rosinen herauspicken zu können

Murray wird es zu viel. Dabei gehört er zu den Spielern, die noch die wenigsten Turniere spielen. Aber auch Nadal hat sich beklagt.

Er scheint vergessen zu haben, dass er selbst dafür gestimmt hat, die Termine für den Davis Cup vorzuverlegen.

Vielleicht hat er zu der Zeit verdrängt, wie anstrengend es in New York sein kann, mit dem Super Saturday und dem gleich darauffolgenden Finale, das aber inzwischen in schöner Regelmässigkeit fast immer erst am Montag gespielt werden kann.

Trotzdem sind die Spieler an der Spitze weniger oft verletzt als andere. Auch wenn sie bei den grossen Turnieren sehr weit kommen, können sie zwischendurch längere Pausen machen. Davon abgesehen, hilft ihnen ein ganzes Team von Spezialisten fit zu bleiben.

Sie finden sogar Zeit für Showturniere.* So plant Djokovic am 27. September einen Schlagabtausch mit Pete Sampras. Wenn es dazu kommt, dann nehme ich seine Verletzung, die er sich beim Davis Cup letzten Sonntag zugezogen hat, nicht sehr ernst. Aber er hat ja schon selbst gesagt, dass es keine schwere Verletzung ist.

Dann gibt es auch einige Spieler, die zusätzlich viel Doppel spielen. Die US-Open-Champions Philipp Petzschner und Jürgen Melzer gehören dazu. Dazu spielen sie auch noch diese seltsame Bundesliga. Melzer hält sich dementsprechend mit Kritik am Turnierkalender zurück.

Aber man sollte Murrays Klage trotzdem ernst nehmen, denn so wie zur Zeit Tennis gespielt wird, kann man sich tatsächlich um die Gesundheit der Spieler Sorgen machen. Ständig stundenlange Ballwechsel auf harten Belägen, das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Die Gesundheit der Spieler, wäre sicher der wichtigste Grund die Bedingungen wenigstens bei den Hartplatz- und Rasenturnieren wieder schneller zu machen. Aber würden Djokovic, Nadal und Murray das wollen? Sie profitieren schliesslich am meisten vom langsamen Spiel und den vereinheitlichten Bedingungen.

Natürlich nicht. Deshalb hätte Murray lieber weniger Pflichtturniere und damit noch längere Pausen für sich. Das würde seine Chancen für einen Grand-Slam-Sieg erhöhen. Für die Mehrheit der Spieler würde sich nichts ändern, ausser, dass sie auf noch besser vorbereitete Topspieler treffen als jetzt schon.

*Auch Nadal und Ferrer spielen demnächst eine Exhibition.

Federer beklagt sich nie. Er findet, dass jeder Pausen machen kann, wenn er sie braucht.

Von Ferrer habe ich mal gehört, dass er deswegen viele Turniere spielt, weil er meint, dass er anders nicht in Form bleibt.

Samstag, 24. September 2011

Bangkok - Auslosung

Bangkok_D

Wie soll man für Andy Murrays Klagen Verständis haben, wenn er, anstatt eine Pause zu machen, bei einem so kleinen Turnier wie Bangkok antritt?

Although he doesn't like the work load, don't for a moment think that Murray is in favor of cutting back those tempting 250s and (presumably) exhibitions. As he said, in what seems an awkward attempt to explain why so many players play far more than those required 18 weeks: "When we play the Masters Series and the Slams, we're playing against the best players in the world every time. Sometimes it's nice to go to a tournament when you don't have to kill yourself in every single match."

Yup, Andy. And some of us also think it would be nice if we could go to a job where we don't have to "kill ourselves," but end up getting paid something like $30,000 per day for a week.


Pete Bodo findet auch sonst, dass die Spieler keinen wirklichen Grund haben sich zu beklagen und man kann ihm nicht widersprechen.

Auch Robin Söderling würde in Bangkok spielen, wenn er nicht noch immer unter den Folgen des Pfeifferschen Drüsenfiebers leiden würde, denn kaum ein Turnier zahlt so hohe Antrittsgelder, um Spieler aus den Top-Rankings zu bekommen. Man fragt sich, wo sie es noch her haben.

Natürlich findet sich Gulbis in Murrays Viertel. Aber vielleicht ist der Schotte ja tatsächlich zu kaputt, um ihn in einem möglichen Viertelfinale zu schlagen. Auch der Rest des Felds ist gewohnt stark.

Hier eine kleine Fotostory mit Gulbis und Gilles Simon. Ernests, wie immer, unabsichtlich drollig.

Sonntag, 25. September 2011

Bukarest - Mayer Champion

Florian Mayer def. Pablo Andujar 6-3, 6-1.

Jemand hat mal gemeint, dass Pablo Andujar ausschaut, wie ein Hollywoodstar, der einen Tennisspieler darstellt. Nun, vielleicht in einem schlechten Film.

Der Spanier hat anscheinend keine gute Vorstellung abgeliefert, aber damit konnte Mayer nicht rechnen.

Denn obwohl der Deutsche einiges in der Trickkiste hat, war das heute, kurz vor seinem 28. Geburtstag, sein erster Titel auf der ATP-Tour. Vier Mal stand er schon in einem Finale und immer ging er als Verlierer vom Platz.

Auf dem Weg zum Sieg musste er, nach einem Freilos in der ersten Runde, Berlocq, Ramos, Volandri und schliesslich Andujar schlagen. Wenn man gemein wäre, würde man sagen, dass sind Gegner, die sich gewöhnlich in einem Challenger-Turnier finden.

Mag sein. Aber wenigstens war es vorerst keine schlechte Entscheidung von ihm, noch ein Sandplatzturnier zu spielen, bevor es nach Asien geht.

Zubereitet

Gebratenes_Gemuese

Gebratenes Gemüse mit Trauben und Spinat

für 2 Portionen

ein halber Hokkaido-Kürbis
1 Stange Lauch
300 g Blattspinat
1 Knoblauchzehe (habe ich weggelassen)
1 Zwiebel (habe ich weggelassen)
etwas Gemüsebrühe
2 Tl Senf
100 ml Sojasahne oder Sahne
Olivenöl
etliche kernlose Trauben
Salz
geröstete Sesamkörner

Kürbis in Spalten schneiden und grob würfeln. Den Lauch in Ringe schneiden und zusammen scharf anbraten.

Mit Gemüsebrühe ablöschen und etwas vor sich hin köcheln lassen. Sahne und Senf dazugeben, den Spinat und die Trauben erst gegen Ende hinzugeben. Mit Salz abschmecken und mit gröstetem Sesam bestreuen.

Das Rezept habe ich im Schrot-&-Korn-Magazin gefunden, das im Naturkosthandel ausliegt. Mit der Sojasahne ist es vegan und laktosefrei. Ich habe normale Sahne genommen.

Es hat ausgesprochen gut geschmeckt. Die Schärfe des Senfes und die Süsse der Trauben sind der Clou dabei.

Mehr Zubereitetes

Dienstag, 27. September 2011

Bangkok - Gulbis verliert in erster Runde

Simone Bolelli def. Ernests Gulbis 7-6(5), 7-6(5).

Kein schönes Ergebnis.

Ich habe das Match nicht gesehen. Es wurde im Gegensatz zu den vorangegangenen Matches nicht gestreamt. Vielleicht gab es stattdessen einen Hahnenkampf im thailändlischen Fernsehen.

Gulbis wurde gestern in einem Radiointerview gefragt, wie bereit er für das Turnier sei. 5 % war seine Antwort.

Ich hätte nicht gedacht, dass das stimmt.

Das erste Match in einem Turnier ist immer schwer und noch schwerer nach einer längeren Pause, aber gegen Bolelli hätte er nicht verlieren dürfen.

Der Italiener spielt gut im Doppel, er war im Halbfinale der US Open, aber im Einzel spielt er fast nur auf Challengerturnieren und die meist auf Sand. Er hatte allerdings den Vorteil durch seine beiden Qualifikationsmatches besser eingespielt zu sein.

Gulbis führte mit Break im ersten Satz. Bolelli muss es nach dem Rebreak beflügelt haben, dass Gulbis andauernde Probleme mit seinem Spiel hatte.

Nach der Statistik lag es am zweiten Aufschlag. Dazu seine Tiebreakschwäche, die langsam pathologisch ist. Ein Beweis für sein immer noch schwächelndes Selbstbewusstsein.

Dass es überhaupt zum zweiten Tiebreak kam, lag daran, dass der Italiener das Match nicht ausservieren konnte. Ernests wehrte mehrere Matchbälle ab. Auch die immerhin 19 Asse reichten nicht aus, das Match für sich zu entscheiden.

Die Pause nach den US Open war zu lang. Praktisch alle anderen Spieler spielten entweder Davis Cup oder ein Turnier in Europa.

Aber für Lettland war das Davis-Cup-Jahr schon zu Ende und ein Turnier eine Woche vor dem Start in Asien, hat den Nachteil, dass es dann mit der Zeitanpassung schwieriger wird.

Für Gulbis geht es als nächstes nach Tokio. Viel Matchpraxis hat er nicht bekommen, nur eine weitere unglückliche Niederlage.

Nachtrag:

Ein kleiner Matchreport von jemandem, der vor Ort war. Etwas anders, als wenn man nur auf die Statistik schaut.

Dass es bei ihm so oft nach dem gleichen Muster abläuft. Ernests kann einfach nicht gut mit Störungen von ausserhalb umgehen.

Nur Spieler innerhalb der Top-10 sind davon weitgehend verschont. Da sorgt der Veranstalter für anständige Bedingungen. Bolelli, der fast nur Challenger spielt, ist da besser abgehärtet.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Moskau - Gulbis trotz...
Q. Congratulations. Why was this much such a tough...
loreley - 18. Okt, 20:35
Von allen guten Geistern...
Trotz Dopingsperre nominiert für den Preis des...
loreley - 16. Okt, 08:59
Das Tennismagazin als...
Auch aufgewärmt wird eine Geschichte nicht besser...
loreley - 10. Okt, 09:23
Shanghai - Das grosse...
5 Matchbälle hatte Leonardo Mayer. Er war nach...
loreley - 8. Okt, 20:17
Only Nadal
Anscheinend kann man eine Blinddarmentzündung...
loreley - 7. Okt, 19:55

Suche

 

Status

Online seit 3237 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Okt, 21:12

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren