Mittwoch, 1. Juni 2011

Die Andy-Murray-Show

Andy Murray nach seinem Sieg über Viktor Troicki:

"I've got more pills in me, right now, than Ozzy Osbourne,"

"The three main tendons that go into the ankle, I have a partial tear in one of them. Then I don't even know how to explain the worst part of it,"

"There's a lot sort of liquid causing, yeah, stiffness and quite a lot of sort of crunching in the joint."


Das Match ging über zwei Tage und Troicki führte mit zwei Sätzen, bis Murray schliesslich immer mehr aufdrehte. Bei Satzgleichstand musste wegen Dunkelheit abgebrochen werden.

Gestern lag der Vorteil wieder in jeder Hinsicht bei Troicki, der auch bald mit einem Break führte, vorher war noch ein Balljunge in den Serben gerannt. Ein echter Schreckmoment.

Tommy Haas verletzte sich in Wimbledon einmal schwer, wegen einem nachlässigen Ballkind. Er trat beim Aufschlag auf einen zurückrollenden Ball.

Angeblich durchlaufen die Ballkinder in Roland Garros eine harte Schulung. Sie nehmen auch keine Kontaktlinsenträger. Novak Djokovic etwa, trägt Kontaktlinsen.

Zurück zu Murray.

Er jammerte und schimpfte sich mehr oder weniger ins heutige Viertelfinale. Ich habe den Verdacht, dass das ständige Gezicke von Murray seine Gegner irritiert und sie dadurch ein wenig den Fokus verlieren. Nach Berrer, war auch Troicki mental nicht stark genug für Murray. Er chokte, als er zum Match hätte aufschlagen können.

So geht die Murray-Show weiter. Sein heutiger Gegner, der 31 Jahre alte Argentinier Juan Ignatcio Chela, ist auch nicht der Typ, dem man zutraut, Murrays Mätzchen vollständig zu ignorieren.

Chela war vor sieben Jahren schon einmal im Viertelfinale von Roland Garros. Damals war sein Gegner Tim Henman. Vielleicht hat der argentinische Veteran ja keine Lust, wieder einem Briten zu unterliegen.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Die Andy-Murray-Show II

"Since arriving in France, I got hurt the first day in practice, rolled my ankle in the third match, and the latest thing was a trip to the dentist after my match against Chela.

I bit into a baguette the day before and broke one of my teeth, and then I woke up in the middle of the night with a sore throat, so that meant rushing off to get the tooth fixed after my quarter-final. It's just been one thing after another but I've managed to get through it, and I'm still in the tournament."


Ohne Murray wäre das Turnier schon total langweilig.

Gegen Chela wurden es drei endlos lange Sätze mit vielen Breaks und Rebreaks.

Im Halbfinale trifft er auf Nadal, der gegen Söderling keine Probleme hatte. Ich weiss nicht, ob Rafa jetzt endlich besser gespielt hat oder Söderling einfach nur einen besonders schlechten Tag hatte.

Sonntag, 5. Juni 2011

Roland Garros - Nadal Champion

Rafael Nadal def. Roger Federer 7-5, 7-6, 5-7, 6-1.

Nadal war, nachdem er sich gefangen hatte, nicht mehr zu stoppen.

Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn Federer den ersten Satz nicht unerklärlicherweise verloren hätte. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so abrupten Wechsel im Momentum erlebt zu haben. Federer schien von sich selbst geschockt.

Nadal hat Roland Garros jetzt, wie Björn Borg, sechs Mal gewonnen. Die Nummer eins bleibt er vorläufig auch.

Leider kann ich mich einfach nicht an ihn gewöhnen.

Dieses Mal liess er, neben seinen üblichen Verzögerungen, als er im ersten Satz zurücklag, sein Tape vom Physio richten, nur um Federers Rhythmus zu stören.

Der Schiedsrichter spielte im ersten Satz auch eine unrühmliche Rolle. Kein Wunder, dass es für ihn bei der Siegerehrung Buhs gab.

Nur lauwarmer Applaus für Nadal. Die Pariser hätten ihn lieber verlieren gesehen. Gab es eigentlich schon mal einen so ungeliebten Champion in Roland Garros, wie Nadal über die Jahre? Ich glaube nicht.

Roger!



Es hat mir für Djokovic leid getan, aber ich habe es kommen sehen.

Es hätte der ultimative Triumph für ihn werden können. Nadal als Nummer eins ablösen und McEnroes Serie einstellen. Ein einziger Sieg hat gefehlt.

Ob Federer heute im Finale auch Nadal schlägt? Ich halte es für möglich. Rafa hatte seine Probleme, selbst mit Murray. Aber er wird entspannter sein, als wenn es gegen Djokovic ginge.

Montag, 6. Juni 2011

Hahaha



It was odd standing in the shower for an hour... along with a strange girl.

Leicht dämlicher Versuch, Murrays griesgrämiges Image aufzupolieren.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Anderswo ist das Gras grüner

Wie schön der Rasen in Queen's ist. In Halle schaut er aus, als ob man schon zwei Wochen darauf gespielt hätte.

Aber man hat andere Sorgen in Halle als einen perfekten Rasen. Federer hat abgesagt und der Turnierdirektor ist in Rage.

Das Feld ist sehr dünn geworden, denn nicht nur Federer hat abgesagt. Auch Söderling, Melzer und Youzhny haben zurückgezogen. Wann hat man zuletzt ein so schwach besetztes 500er-Turnier gesehen?

Fast hätte es gestern in der ersten Runde den einzig echten verbliebenen Topspieler erwischt. Drei Matchbälle musste Tomas Berdych gegen einen Spieler ausserhalb der Top-100 abwehren. Anders als in Roland Garros zog der Tscheche dieses Mal seinen Kopf aus der Schlinge.

Nicht nur das Gras ist grüner in Queen's, auch das Feld ist stärker. Unerklärlicherweise ist Queen's nur ein 250er-Turnier. Man kann sogar die Absage von Novak Djokovic verschmerzen, so viele attraktive Alternativen hat man im feinen englischen Traditionsclub: Del Potro, Roddick, Nalbandian.

Nadal hat nur 24 Stunden nach seinem Sieg in Roland Garros, auf Gras trainiert und gleich im Doppel gewonnen. Es hätte mich sehr überrascht, wenn Murray tatsächlich abgesagt hätte. Seine Knöchelverletzung konnte nicht schlimm sein, dazu bewegte er sich zu gut bei seinen weiteren Matches in Roland Garros.

Dass Gulbis in der ersten Runde verlieren würde, wusste ich schon vorher. Auf einer lettischen Sportseite wurde berichtet, dass er letzte Woche schon wieder Antibiotika nehmen musste. Er wird einfach nicht richtig gesund. Wahrscheinlich hätte sein Körper viel früher eine längere Pause gebraucht.

Wimbledon beginnt in weniger als zwei Wochen.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Skandalartikel über Rafael Nadal in der Sunday Times

Times


Times_

Es versteht sich von selbst, dass Tennisjournalisten einen solchen Artikel nicht schreiben können. Sie behören zum System und das System schützt seine Stars. Wer wird schon den Ast absägen, auf dem er, bzw. sie sitzt?

Deshalb fiel Stephanie Myles Bewertung des Artikels von Lynn Barber über Nadal auch relativ zahm aus.

Was ist geschehen? Die englische Autorin Lynn Barber, die man vielleicht kennen könnte, die ich aber nicht kenne, ist nach Rom geflogen, um Rafael Nadal für die Sunday Times zu interviewen.

Was dabei herauskam, kann man entweder hier lesen oder mit etwas Geschick, auch anderswo finden.

Nadal ist eben Nadal. Ein Produkt der Unterhaltungsindustrie, das seine Fans nie hinterfragen. Kürzlich hat mir jemand gesagt, Rafa käme ihm ein wenig wie Michael Jackson oder Elvis Presley vor. Dieser Eindruck kann sich einem aufdrängen und der Artikel bestätigt es auch.

Anyway, it means that sports stars, like Hollywood stars of old, are forced to live within the boring and meagre straitjackets their publicity machines have crafted for them. But once in a while the machine breaks down, most memorably in the case of Tiger Woods.

Was einen an gewissen Topathleten am meisten nervt, ist diese Heuchelei auf die sie sich bereitwillig einlassen. Nadal lässt sich zweifellos mit am meisten darauf ein.

Aber auch ein Roger Federer kam nicht immer wie Cary Grant daher. Die meisten dürften den unrasierten jungen Schweizer mit dem unschmeichelhaften Pferdeschwanz schon längst vergessen haben.

Sie passen sich schnell an, wenn der Erfolg mal da ist und wahrscheinlich stellt sich der Erfolg auch nur dauerhaft ein, wenn sie sich dem Betrieb restlos unterordnen. Aber muss man das bewundern?

Gücklicherweise besteht die Tennisszene nicht nur aus zwei, drei oder ein paar mehr Stars, die irgendwie abgetrennt von den vielen anderen Spielern, nur noch ihr Image vor sich hertragen, sonst könnte man den Sport tatsächlich nicht mehr ertragen.

Freitag, 10. Juni 2011

Z.E.N.

Enten

Kommentarfunktion ausser Betrieb.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Coaches

Gestern überraschte die Nachricht, dass Ernests Gulbis zur Probe mit Guillermo Canas arbeiten wird.

Canas hat vor ein paar Jahren, als er noch aktiver Spieler und Nummer acht der Welt war, eine Dopingsperre bekommen, gegen die er erfolgreich klagte. Ärzte von der ATP hatten ihm ein Medikament mit der verbotenen Substanz verschrieben.

Cañas vowed to fight the ban, claiming he was innocent of the charges against him. Cañas took his case to the Court of Arbitration for Sport. His perseverance paid off on May 23, 2006, when he was acquitted of deliberate performance enhancement through illegal substances, since the substances were in a prescription medicine. He was, however, considered careless in not checking the medicine before ingesting it. He was allowed to return to full professional activity from September 11, 2006, and the money prizes acquired before the suspension were restored. Cañas's points, which determine a player's ranking, were nil upon his return, as they had expired.

Als er nach einem Jahr wieder zurück auf die Tour konnte, legte der Argentinier ein sensationelles Comeback hin. Er schlug nicht nur Federer zweimal in Folge, er beendete auch dessen Siegesserie von 41 Matches und verbesserte sich in dem Jahr um 121 Postionen auf Platz 22.

Leider bleibt von einem Dopingverdacht an einem Spieler immer etwas hängen. Die Öffentlichkeit merkt sich nur die Sperre, aber selten den Ausgang des darauf folgenden Prozesses. Pech hatte Canas auch, als einer der Spieler, die er in seiner Tennisakademie in Miami betreute, der Amerikaner Wayne Odesnik, mit Ampullen eines Wachstumshormons erwischt wurde.

Ob Canas als Coach für Gulbis geeignet ist, wird sich zeigen. Ich bin ja der Ansicht, dass für ihn im Moment jeder Coach besser ist, als kein Coach. Auch, wenn der Anteil eines Coaches am Erfolg oder Misserfolg eines Spielers oft überschätzt wird, nimmt er ihm doch zumindest einiges an Arbeit ab.

Laut einer amerikanischen Reporterin, hätte Gulbis gern Sargis Sargsian als Vollzeitcoach vom Team Adidas übernommen, das sei aber nicht möglich gewesen, weil dieser wegen ihr nicht bekannter Gründe, von den Turnieren verbannt sei.

Eine reichlich unverständliche Aussage, denn Sargsian war mit Gulbis die letzten Monate auf allen Turnieren dabei, sowohl auf den Trainingsplätzen, als auf der Tribüne. Ein möglicher Grund für eine Verbannung wäre Wettmanipulation. Allerdings hat man den Namen Sargsian in dem Zusammenhang nie gehört. Ausser vielleicht, dass sich ein Verdacht wegen eines Matches gegen Davydenko nicht erhärtet hat.

Es ist schwer einen guten Coach zu finden, der bereit ist, mit einem Spieler das ganze Jahr um die Welt zu reisen. Auch Andy Murray hätte gern einen Vollzeitcoach. Zur Zeit wird er, als Topspieler bevorzugt von Darren Cahill vom Team seines Sponsors Adidas betreut, der ihm aber nicht ständig zur Verfügung stehen wird.

Auch ein renommierter Coach kann nicht sofort Wunder bewirken, wie man bei Philipp Kohlschreiber gesehen hat. Als der erfolglos vor sich hinspielende Deutsche, Murrays Coach Miles Maclagan übernahm, rechnete man mit einer baldigen Leistungssteigerung und sei es als Placeboeffekt. Aber erst seit kurzem geht es mit Kohlschreiber wieder aufwärts. Letzten Sonntag konnte er den Titel in Halle gewinnen.

Was kann man von Canas für Gulbis erhoffen? Der Argentinier war bis zu seiner Dopingsperre ein beliebter und auch danach ein starker und unterhaltsamer Spieler. Nicht nur auf Sand, auch auf Hartplatz schlug er reihenweise Topspieler. Ausgestattet mit einem ausserordentlichen Kampfgeist, hat er es geschafft, sich gegen alle Widerstände in die oberen Rankings zurückzuarbeiten. Vielleicht kann er von dieser Mentalität etwas auf Gulbis übertragen. Dann wäre schon viel erreicht.

Freitag, 17. Juni 2011

Wimbledon - BREAKING NEWS - Isner spielt wieder gegen Mahut in Runde eins

[1]Nadal v Russell
Andujar v Sweeting
Muller v Haas
Fognini v [31]Raonic
[24]Del Potro v [Q/LL]
Rochus v [Q/LL]
Gil v Sela
[Q/LL] v [15]Simon

Keiner in diesem Viertel wird an Nadal vorbeikommen.

Raonic spielt das erste Mal in Wimbledon und ist gleich gesetzt. In Halle konnte man bei seinem Match gegen Petzschner sehen, wie fehlerhaft sein Spiel auf Rasen noch ist.

Auch Del Potro bewegt sich auf Rasen, wie eine Kuh auf dem Eis.

[10]Fish v Granollers
Kohlschreiber v Istomin
Haase v Riba
Stepanek v [21]Verdasco
[25]Chela v [Q/LL]
Young v Bogomolov Jr.
[Q/LL] v Benneteau
Volandri v [6]Berdych

Berdych wird sich nicht beklagen, bis er gegen Nadal im Viertelfinale spielen muss. Vielleicht kann Kohlschreiber für eine Überraschung sorgen.

-------------------

[4]Murray v Gimeno-Traver
Kamke v Kavcic
Stakhovsky v Cox
Ljubicic v [27]Cilic
[17]Gasquet v Giraldo
Kunitsyn v [Q/LL]
[Q/LL] v [Q/LL]
Starace v [14]Wawrinka

Murray, wie immer, mit einer netten langweiligen Auslosung. Nur gegen Gasquet könnte es interessant werden.

Als ausgleichende Gerechtigkeit, bekommt der Queen's-Champion Nadal im Halbfinale vorgesetzt. Aber wären Federer oder Djokovic einfacher für ihn?

[9]Monfils v Bachinger
[Q/LL] v Kendrick
Clement v [Q/LL]
Karlovic v [23]Tipsarevic
[30]Bellucci v Schuettler
Lopez v Berrer
Pospisil v Hanescu
[Q/LL] v [8]Roddick

Es zahlt sich für Roddick aus, dass sie ihn auf acht gesetzt haben. In Wimbledon benutzt man eine bestimmte Formel, um den besten Rasenspielern der letzten 12 Monate und darüber hinaus, einen Vorteil zu verschaffen.

-------------------

[7]Ferrer v Paire
Dodig v [Q/LL]
Berlocq v [Q/LL]
Golubev v [26]Garcia-Lopez
[22]Dolgopolov v F.Gonzalez
[Q/LL] v Ramirez-Hidalgo
Dimitrov v [Q/LL]
[Q/LL] v [12]Tsonga

Eine schöne Auslosung für den hervorragenden Rasenspieler Tsonga. Pech für den jungen Dimitrov, dass er schon in Runde zwei auf ihn trifft.

[16]Almagro v Nieminen
Isner v Mahut
Devvarman v Gremelmayr
Monaco v [18]Youzhny
[28]Nalbandian v Reister
Serra v Haider-Maurer
Mannarino v [Q/LL]
Kukushkin v [3]Federer

Isner vs. Mahut. Wie gross war die Wahrscheinlichkeit dafür? Die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Marathon ist allerdings noch geringer.

Federer in Runde drei gegen Nalbandian, der wieder in guter Form sein soll. Vorher trifft er auf den exzellent auf Rasen spielenden Mannarino und im Viertelfinale Tsonga. Nicht so einfach wie man sich das vorstellt.

-------------------

[5]Soderling v Petzschner
Nishikori v Hewitt
Andreev v Gabashvili
[Q/LL] v [29]Davydenko
[20]F.Mayer v Evans
Malisse v Zverev
Gulbis v Tursunov
Falla v [11]Melzer

Petzschner ist ein herausragender Rasenspieler, aber gegen den ungerührten Söderling wird es schwer.

Gulbis in Runde eins gegen seinen zeitweiligen Doppelpartner Tursunov. Der Lette war die letzte Zeit weder in Form, noch hat er Selbstvertrauen.

Tursunov dagegen ist sehr gut eingespielt auf Rasen. In Queen's war er noch fehlerhaft gegen Lopez, aber in s-Hertogenbosch steht er im Halbfinale.

[13]Troicki v M.Gonzalez
Lu v Robredo
Mello v [Q/LL]
Ward v [19]Llodra
[32]Baghdatis v Blake
Seppi v Montanes
Anderson v Marchenko
Chardy v [2]Djokovic

Wer soll Djokovic hier stoppen.

Der britische Aussenseiter James Ward hatte in Queen's einen netten Lauf, aber Wimbledon ist dann doch eine andere Sache.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Raonic’s Wimby is over

Raonic hat sich gleich zu Beginn im Match gegen Gilles Muller verletzt.

Hier der kurze Bericht von Stephanie Myles mit Fotos.

Die Szene auf Youtube.

Wimbledon - Gulbis verliert in Runde eins gegen Tursunov

Dmitry Tursunov def. Ernests Gulbis 6-3, 3-6, 7-6(12), 7-6(1)

Gulbis hat die meiste Zeit richtig gut gespielt, vor allem hervorragend aufgeschlagen. Leider hat er den ewig langen Tiebreak nicht für sich entscheiden können. Die Satzbälle gingen hin und her.

Auch im vierten Satz hatte er zwei Breakbälle, die er hätte verwandeln sollen. Tursunov hielt immer dagegen.

Dann war es mit der Konzentration vorbei, er regte sich über knappe Linienrichterentscheidungen auf, auch das unruhige Publikum konnte er nicht mehr ausblenden.

Bei jedem längeren Ballwechsel konnte man nun damit rechnen, dass der Ball entweder im Netz oder im Aus landet. So hat er es Tursunov im letzten Tiebreak dann doch etwas zu leicht gemacht. Schöne Geste am Schluss: Gulbis' Vater und Team gratuliert Tursunov.

Schade, es war mehr drin für ihn.

Durch den endlosen Regen und die ungünstige Spielansetzung wurde das Match sehr spät wieder aufgenommen.

Tursunov muss morgen schon wieder spielen. In der zweiten Runde wartet Jürgen Melzer auf ihn, der sein erstes Match nicht über zwei Tage verteilt spielen musste.

Hier Fotos vom Match.

Wimbledon - Typisch Ernests



Ich glaube, diese kleine Einlage hat Gulbis lockerer gemacht. Der Rasen war am Abend sehr rutschig geworden. Gulbis: The grass is wet.

Er spielt recht gut, aber ob es gegen Tursunov reicht, der den Titel in ’s-Hertogenbosch holte, ist noch nicht raus.

Das Match wurde gestern wegen Dunkelheit und auch weil es gefährlich rutschig war, beim Stand von 3-6, 6-3, 5-5 abgebrochen. Tursunov hatte es nicht geschafft, den dritten Satz auszuservieren. Ernests brachte nach dem Rebreak seinen Aufschlag durch.

Im Moment regnet es in Wimbledon. Man rechnet nicht damit, vor drei Stunden spielen zu können. Regulär sind die Bedingungen nur für die Spieler, die auf dem überdachten Centre Court spielen können.

Nach zwei schönen Jahren ohne jeden Regen, ist der typische englische Sommer nach Wimbledon zurückgekehrt.

Freitag, 24. Juni 2011

Sommerfrische mehr frisch als Sommer

Twitter

Ich habe trotzdem bis jetzt nur das Match Gulbis vs. Tursunov gesehen und ein wenig kreuz und quer. Mannarino vs. Federer, Dimitrov vs. Tsonga, Lopez vs. Roddick, Tursunov vs. Melzer.

Wenn man Federer auf dem überdachten Centre Court hat spielen sehen, meint man es sei ein anderes Turnier.

Auf allen anderen Courts gab es immer wieder längere Regenpausen. Auch, dass es nur auf wenigen Courts ein Hawk-Eye gibt, verzerrt den Wettbewerb.

Schon vor Beginn des Turniers war das Wetter scheusslich. Die Spieler mussten oft in die Halle zum trainieren ausweichen.

Während ich das hier schreibe, gibt es schon wieder eine Regenunterbrechung.

Wimbledon - Groundhog Day für Tursunov

Groundhog_Day

Serena Willliams war sauer, weil sie auf Court 2 spielen musste.

Keine Ahnung, wie sich Tursunov fühlte, da er an vier aufeinander folgenden Tagen sein Erst- und Zweitrundenmatch spielen musste. Wahrscheinlich ist er es gewohnt, nicht bevorzugt behandelt zu werden.

Heute gegen Jürgen Melzer war es dann endgültig zu viel für den Champion vom letzten Samstag von ’s-Hertogenbosch. Er konnte im vierten Satz zwar noch mit einem Break in Führung gehen, aber der frischere Österreicher liess nicht locker.

Der frühere Top-20-Spieler stand vor knapp einem Jahr nur noch in den Top-500 der Welt.

Der 28 Jahre alte Russe wurde insgesamt drei Mal am Fuss operiert und arbeitete sich innerhalb des letzten Jahres im wahrsten Sinn des Wortes bis in die Top-50 zurück.

Eine enorme Leistung.

Sonntag, 26. Juni 2011

Must Read - Shank Tennis - Wimbledon: Five thoughts from round three

1. The commentators are awful

A certain degree of bias is understandable but the BBC trio of Simon Read, Greg Rusedski and John McEnroe were unbearable during Andy Murray’s victory against Ivan Ljubicic.

McEnroe especially needs to realise that he’s being employed as an analyst, not a cheer-leader.

At one point I had to rewind a breathtakingly delicate angled shot Ljubicic played while facing in the opposite direction, to save a break point, simply because the lack of reaction from the commentary team made me question what I had just seen.

If Murray had played it we all would have had the unpleasant experience of hearing three middle aged men simultaneously shoot their loads on live television.


Die meisten Tennisjournalisten und Blogger mögen schon schlimm sein, aber am schlimmsten sind die Kommentatoren im Fernsehen.

Boris Becker finden auch viele unerträglich. Aber er redet wenigstens nicht so viel.

Den Vogel hat aber Justin Gimelstob vom Tennischannel abgeschossen. Der ehemalige Tennisprofi meinte, Feliciano Lopez wäre ein besserer Tennisspieler, wenn er nicht so viel Zeit vor dem Spiegel verbringen würde.

Der Spanier hat sich daraufhin via Twitter Luft gemacht und Gimelstob, den eh keiner mag, sah sich durch heftige Proteste schliesslich dazu gezwungen, sich bei Lopez zu entschuldigen.

Lopez hatte Roddick in drei Sätzen eliminiert.

Juni

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Wimbledon - Bonus



Viel war nicht mehr übrig von der Souveranität des bis noch vor kurzem stärksten Spieler der Saison.

Beim Schlägerzertrümmern muss er sich von Ernests zeigen lassen, wie man das elegant und mit einem Schlag hinkriegt.

Wimbledon - Da waren es nur noch 16

Die Hälfte davon ist mindestens 29 Jahre alt: Fish, Kubot, Lopez, Ferrer, Youzhny, Federer, Malisse und Llodra.

Nur der achtzehnjährige Bernard Tomic ragt altersmässig heraus. Das australische Nachwuchstalent wurde nicht, wie bei den Australian Open und Roland Garros mit einer Wildcard verwöhnt, sondern musste sich in der Qualifikation durchsetzen, was ihm nicht geschadet hat.

Geholfen hat ihm auch eine glückliche Auslosung und der Umstand, dass sich Robin Söderling am Tag vor dem Match, den Magen verdorben hat. Insgesamt sollen zehn Spieler und Spielerinnen durch ein Pastagericht aus dem Spielerrestaurant krank geworden sein.

Von den Big Four, wie man die ersten vier im Ranking inzwischen nennt, tatsächlich sind nur die ersten drei big, aber man will Murray aus medialen Gründen wohl unbedingt mit im Boot haben, gaben bisher nur dieser und Djokovic einen Satz ab.

Ivan Ljubicic brachte den Schotten an sein Limit und Baghdatis nahm einem ungemein verkrampftem Djokovic einen Satz ab. Den Serben verstörte wahrscheinlich auch die Tatsache, dass das Publikum nicht nur restlos hinter Baghdatis stand, sondern ganz offen gegen ihn war.

Vielleicht ging ihnen sein ödes Grundlinienspiel genauso auf die Nerven wie mir. So wird er Wimbledon nicht gewinnen können, auch wenn laut Ljubicic der Rasen von Wimbledon inzwischen der langsamste Belag der Welt ist.

Baghdatis, einer der liebenswertesten Spieler der Tour, brachte beim Handshake am Netz den Serben mit ein paar Worten dann doch noch zum lächeln.

Auch Andy Murray wird mit seinen Returnqualitäten allein, Wimbledon nicht gewinnen können. Schlimmer als sein Spiel, ist aber sein Verhalten auf dem Platz. Jammern, schimpfen, brüllen. So kann man es zusammenfassen.

Nadal war gegen Muller auf der Hut. Der Luxemburger ist der einzige Spieler neben Federer, der Nadal jemals in Wimbledon schlagen konnte. Aber wir haben nicht mehr das Jahr 2005. Dennoch musste Nadal zwei Satzbälle abwehren und wurde zweimal in einen Tiebreak gezwungen.

Besonders aufregend finde ich Wimbledon bis jetzt nicht und die Achtelfinalpaarungen sind, bis auf Nadal vs. Del Potro und Murray vs. Gasquet, nicht gerade Matches für die man Geld bezahlen würde.

Ich hoffe nur, dass sich Tomic und Lopez am Montag gegen ihre Gegner durchsetzen, sonst wird das Viertelfinale richtig langweilig.

Dienstag, 28. Juni 2011

Wimbledon - Sabine Lisicki im Halbfinale

Das ist schon etwas ganz besonderes unter den letzten vier zu sein.

Wobei ich finde, dass es generell etwas besonderes ist, wenn eine Spielerin oder eine Spieler in Wimbledon mit am Start sein kann.

Dazu kommt, dass die 21 Jahre alte Deutsche, sie steht auf Platz 62 der Welt, eine sehr sympathische Spielerin ist, die nach einer längeren Verletzungspause nur langsam wieder Matches gewinnen konnte.

In Wimbledon hat sie unter anderen, die French-Open-Siegerin Li Na bezwungen. Heute hat sie sich gegen Marion Bartoli durchgesetzt und am Freitag Donnerstag ist Maria Sharapova ihre Gegnerin.

Zitiert

"You need to treat your opponent like they're your worst enemy on the court"

Andy Murray in seiner BBC-Kolumne. Irgendwer wird sie sprachlich verbessern.

Vor Andy haben sie trotzdem keine Angst, weil jeder weiss, dass er innerlich eher weich ist. Allerdings sind seine Mätzchen durchaus geeignet, den Gegner aus der Konzentration zu bringen.

Djokovic hat eine andere Strategie. Er überschüttet seine Gegner off-court mit Komplimenten und Freundlichkeit. Wen hat er noch nicht als friend bezeichnet.

Wimbledon - Viel Lärm um nichts

Drama

oder um fast nichts.

Irgendwas tat ihm sicher weh. Aber vielleicht war er auch zu beeindruckt vom Gegner.

Wer hätte gedacht, dass Del Potro auf Gras so gefährlich sein kann? Er ist allgemein gefährlich. Keiner haut so drauf wie er. Er braucht sich nicht mal gut zu bewegen.

Dass Del Potro nicht der sanftmütige Typ ist, wie man vermutet, hat man gesehen, als er auf spanisch mit dem Schiedsrichter rumstritt, als Nadal seine überlange Verletzungspause nahm.

Er selbst ist allerdings auch nicht viel besser, wenn es um strategische Verletzungspausen geht. Als er ungeschickt zu Fall kam, dachte man, er hätte sich die Hüfte gebrochen, so verzog er das Gesicht, nur um nach der Behandlung wieder genauso weiterzuspielen, wie vorher.

Nadal, Del Potro, Murray, Djokovic. Sie arbeiten mit allen möglichen Tricks. Von den Spielern an der Spitze hat nur Federer sowas nicht nötig.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Wimbledon - Viertelfinale - Federer unterliegt Tsonga nach 2-Satz-Führung - Djokovic müht sich gegen 18-jährigen Qualifikanten Tomic - UPDATE - Murray & Nadal im Halbfinale

Jo-Wilfried Tsonga def. Roger Federer 3-6, 6-7(3,) 6-4, 6-4, 6-4.

Ich sagte ja, dass es gegen den exzellenten Rasenspieler Tsonga nicht einfach wird. Dabei sah es am Anfang einfach aus.

Tsonga, immerhin schon 26 Jahre alt, ist ein Spieler, der das Tennis hat, Wimbledon zu gewinnen. Aber ob es mental reicht, kann man nicht so recht glauben. Gegen Federer hat es heute gereicht.

Novak Djokovic def. Bernard Tomic 6-2, 3-6, 6-3, 7-5.

Um es kurz zu machen: Tomic hat Djokovic das Leben schwer gemacht. Man kann dem Serben fast nicht zusehen, so hässlich ist sein Tennis auf Rasen.

Was ich von Tomic gesehen habe, hat mir nicht schlecht gefallen. Ruhig und konzentriert, spielt er ein mühelos aussehendes Tennis. Wer Mentoren wie Pat Rafter und Goran Ivanisevic hat, darf sich zusätzlich glücklich schätzen.

Anders als Nadal, Djokovic oder Murray puscht er sich nach gewonnenen Big Points auch nicht mit martialischen Gesten auf. Allein dafür ist man schon dankbar.

Djokovic kann froh sein, dass sein Gegner einerseits noch unerfahren und andererseits physisch noch nicht stark genug ist.

Update:

“I felt so good on the court. I was quick. I was just perfect today,”

Jo-Wilfried Tsonga in der Pressekonferenz nach seinem Sieg über Roger Federer.

Wenn er nur annähernd so gut gegen Djokovic spielt, dann schlägt er den Serben locker.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Must Read - DEUCE Magazine - Mr. Spontaneity: Tsonga Flies Solo

“I am not working anymore with a coach. I just play to have fun, play my best tennis, take pleasure from the fight [in a match] and that’s it. I want to be spontaneous and not have any outside influence. I just want to be me, so I don’t have any regrets.”

“I am not asking anyone for advice. I want to figure tactics, everything out for myself. I want to mature more as a person and find the spontaneity that has been missing. Since I have been alone I have been playing better every week [smiling], so I will stay like this. Maybe I will need advice later, but for now I’m fine.”

Many purists will hope that Tsonga’s body will remain fit enough so he can recapture the kind of athletic and dynamic displays that once transfixed the imagination of galleries worldwide. He outmuscled the opposition from their stride, forcing them into hitting a succession of defensive shots in response to booming service deliveries that kick-started his acrobatic game, and produced blistering forehands that scrambled their minds.

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