Dienstag, 1. Juni 2010

Roland Garros - BREAKING NEWS - Robin Söderling schlägt Roger Federer im Viertelfinale

Robin Söderling def. Roger Federer 3-6, 6-3, 7-5, 6-4.

Bei widrigsten Bedingungen, seit 7 Tagen ist es kalt und regnerisch in Paris, spielte der Schwede das beste Tennis seines Lebens.

Aber hat er das nicht schon letztes Jahr getan, als er Nadal gleichfalls in Roland Garros entzauberte?

Sag niemals nie. In 12 Begegnungen konnte Robin gegen Federer nichts ausrichten. Beim 13. mal hat es endlich geklappt!

Sonntag, 6. Juni 2010

Roland Garros - Rant

Es war ein lahmes Turnier aus meiner Sicht. Nadal hat seinen Sandplatzthron praktisch kampflos zurückerobert, gegen einen völlig uninspirierten Robin Söderling. Die Nummer eins ist er ab Montag auch wieder.

Der Schwede, der Federer im Viertelfinale noch vom Platz geschossen hatte, war heute nur ein Schatten seiner selbst. Möglich, dass ihn das Halbfinale gegen Berdych ausgelaugt hat. Vielleicht erfährt man mehr in der Pressekonferenz über seine unerwartet schwache Vorstellung.

Spass gemacht haben immerhin Fabio Fognini in dem irren Match bei fast totaler Dunkelheit gegen Monfils. Die Nummer 114 der Welt, Teimuraz Gabashvili gegen Andy Roddick und der Österreicher Jürgen Melzer, der einen 2-Satz-Rückstand gegen Novak Djokovic aufholte und im Halbinfale gegen Nadal weitaus besser aussah als Söderling heute im Finale.

Richtig Spass gemacht hat aber das Finale der Damen. Francesca Schiavone und Samantha Stosur sind beide Aussenseiterinnen im Tenniszirkus der Damen, der zu hirnlosem Ballgedresche von ein paar zu Celebrities hochgehypten Big Babes verkommen ist.

Die Italienerin, fast 30 Jahre alt und die Australierin, bisher nur im Doppel eine Grösse, spielen dagegen richtiges Tennis.

Watching today's match made me realize how the Williams sisters and the Russian players destroyed women's tennis with poor technique, no variety, just muscles and power. Thank goodness players like Schiavone or even Stosur are still around. Today's match was by far the most entertaining French Open final in more than a decade: volleys, spins, angles, extroversion, creativity. That's what tennis should be all about. A tennis court is not a boxing ring!

Ich kann es nicht besser ausdrücken, als dieser Kommentator auf Pete Bodos Blog. Man hätte jeder der beiden Finalistinnen den Sieg gegönnt. Aber Francesca Schiavone mit ihrer fröhlichen Angriffslust vielleicht doch ein kleines bisschen mehr.

Aber jetzt ist erstmal Schluss mit Sand.

Update:

Q. Can you talk a little bit about the Berdych match and how much that took out of you going into today's match?
ROBIN SODERLING: Yeah, it was a tough match. I think all the matches I played here has been tough in different ways, you know.
It's really difficult to stay focused for two weeks playing many matches. So they're all tough, but physically I feel fine. It was okay. It's not why I lost today.


Allzuviel liess Söderling nicht raus, da konnten die Journalisten noch so oft nachhaken.

Montag, 7. Juni 2010

Hoffnung auf Wimbledon

StokePark

Man kann es als gutes Zeichen sehen, dass Ernests Gulbis bei diesem kleinen feinen Vorbereitungsturnier für Wimbledon gemeldet hat. Aber es wird sich wahrscheinlich erst in letzter Minute herausstellen, ob eine Teilnahme daran und in Wimbledon für ihn möglich ist.

Freitag, 11. Juni 2010

Drama Queen's

Drunter und drüber ging es gestern beim Rasenturnier in Queen's.

Der mehrfache Queen's-Champion und dreifache Wimbledonfinalist Andy Roddick ist gegen Dudi Sela sang- und klanglos untergegangen. Viele werden sich fragen, wer ist denn Sela? Sela kommt aus Israel und war letztes Jahr immerhin in der 4. Runde in Wimbledon.

Novak Djokovic verlor gegen Xavier Malisse, der ein ordentlicher Rasenspieler ist. Der Serbe war so wütend, dass er Malisse nicht einmal die Hand reichte. Später hat er sich allerdings bei ihm dafür entschuldigt.

Nadal hat mit Ach und Krach gegen Denis Istomin gewonnen. Der Sandplatzkönig hat keine gute Figur gegen den richtig schönes Rasentennis spielenden Usbeken gemacht, er nahm sogar eine Verletzungspause, danach ging es besser. Istomin kennt eigentlich auch keiner. Er spielt fast nur Challengerturniere.

Am lustigsten war aber, dass man Murrays Match gegen Mardy Fish wegen Dunkelheit abgebrochen hat, als er gerade wieder ins Spiel fand. Dabei hätte man noch gut weiterspielen können.

'Ten minutes ago he was very happy to play on, the only reason he wants to stop now is that it's 3-3,'

'It's absolutely ridiculous, I've never known this in a tennis match,'


Da spielt es schon fast keine Rolle mehr, dass es auch Marin Cilic erwischt hat. Sein Gegner Llodra weiss eben besser, wie man auf Rasen spielt.

Das Wetter ist übrigens jämmerlich in London. Kälte und Regen verfolgen das Tennis weiterhin. Immer wenn man mal in ein Spiel reinschaut, sieht man einen Spieler ausrutschen.

Die 2. Hälfte des Draws ist vollkommen ausgedünnt.

Sonntag, 13. Juni 2010

Halle wirft einen Schatten auf Wimbledon

Lleyton Hewitt def. Roger Federer 3-6, 7-6(4),6-4.

Alles Wurst hätte ich fast als Überschrift gewählt. Aber das wäre vielleicht zuviel gekalauert gewesen. Aber was kann ich dafür? Wenn man jedesmal, wenn das Scoreboard gezeigt wird, darüber das Wort Bratwurst liest und irgendwo anders Privatfleischerei, dann kommt einem ein solcher Gedanke.

Natürlich ist es nicht Wurst, dass Federer ein Finale auf seinem Lieblingsbelag Gras verloren hat. Dazu gegen einen Gegner, denn er sonst immer im Griff hatte. 15 Mal konnte Lleyton Hewitt kein Match mehr gegen den Schweizer gewinnen. Roger hat seit 2003 überhaupt nur zwei Mal auf Gras verloren. Gegen Nadal das knappe Finale von Wimbledon 2008 und heute gegen Hewitt.

Federer, der zum 6. Mal in Halle hätte gewinnen können, spielte nicht gut. Trotzdem sah es anfangs noch nach einem Routinesieg für ihn aus. Ein eher langweiliges und schwaches Finale, nur Federers Nachlässigkeiten machten es gegen Ende hin spannend.

Hewitt kann man den Sieg gönnen. Als ehemalige Nummer eins und Wimbledonsieger von 2002 bräuchte der 29 Jahre alte Australier eigentlich niemandem mehr etwas beweisen. Nach einer oder sogar zwei Hüftoperationen arbeitet der auch menschlich gereifte Hewitt sich immer noch auf der Tour ab. Seit heute weiss er wahrscheinlich wieder wofür.

Wimbledon dürfte interessant werden.

Im Queen's Club in London hat gerade Sam Querrey den Titel gegen seinen Landsmann Mardy Fish gewonnen.

Montag, 14. Juni 2010

Ernests Gulbis out of Boodles Challenger - Wimbledon nach wie vor ungewiss

Leider keine guten Nachrichten von Ernests.

Ich hatte mich gewundert, dass es schon wieder gehen könnte.* Dass er Wimbledon noch nicht abgesagen will, zeigt nur, wie schwer ihm die Entscheidung fällt. Aber ich rechne nicht mit einem Start von ihm im All England Club.

*Am Sonntag waren es tatsächlich erst 3 Wochen seit seiner Verletzung in der ersten Runde von Roland Garros.

Halle - Federer in der Pressekonferenz über sein diesjähriges Wimbledon-Outfit:

"Weiss, sehr weiss. Nicht gross crazy. Weniger ist mehr."

Die Frage nach dem Outfit hat ihn wenigstens zum Lachen gebracht. Über das verlorene Finale hat er natürlich auch was gesagt. Und auch etwas über das deutsche Tennis.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Der talentierte Mr. Murray



Man ist schon froh, wenn einen wenigstens ein Werbefilmchen aufheitert, bei dem grässlichen Wetter, das wir hier haben. Es ist aber wirklich ein sehr netter Spot.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Wimbledon Gem



Immer interessant, altes Filmmaterial zu sehen. Nicht zuletzt wegen der Kleidung, die getragen wurde.

Freitag, 18. Juni 2010

Wimbledon - Ein Blick auf das Draw

[1] Roger Federer (SUI) - Alejandro Falla (COL)
[q] Ilia Bozoljac (SRB) - Nicolas Massu (CHI)
Janko Tipsarevic (SRB) - Arnaud Clement (FRA)
Peter Luczak (AUS) - [30] Tommy Robredo (ESP)

[22] Feliciano Lopez (ESP) - [LL] Jesse Levine (USA)
[q] Ricardas Berankis (LTU) - [q] Carsten Ball (AUS)
Igor Kunitsyn (RUS) - Viktor Troicki (SRB)
Dustin Brown (JAM) - [16] Jurgen Melzer (AUT)

[12] Tomas Berdych (CZE) - Andrey Golubev (KAZ)
[LL] Ryan Sweeting (USA) - Benjamin Becker (GER)
Dmitry Tursunov (RUS) - Rainer Schuettler (GER)
Denis Istomin (UZB) - [20] Stanislas Wawrinka (SUI)

[31] Victor Hanescu (ROU) - [WC] Andrey Kuznetsov (RUS)
[q] Marsel Ilhan (TUR) - Marcos Daniel (BRA)
Igor Andreev (RUS) - Daniel Brands (GER)
Kevin Anderson (RSA) - [7] Nikolay Davydenko (RUS)

Federer hätte sich kein besseres Draw wünschen können, um für die Titelverteidung in Schwung zu kommen.

Felciano Lopez hat zwar Nadal in Queen's geschlagen, hatte aber schon im darauf folgenden Turnier in Eastbourne seine Probleme. Gegen den Qualifikaten Ward gab er sogar in dem Moment auf, als dieser zum Match aufschlagen sollte. Dafür wurde er nicht wenig kritisiert.

Davydenko ist nach seiner langen Verletzungspause noch kein Kandidat für mehr, aber vielleicht ist es der aufschlagstarke Tomas Berdych. Auch der Rumäne Victor Hanescu kann sehr gut auf Rasen spielen.

[3] Novak Djokovic (SRB) - Olivier Rochus (BEL)
Juan Ignacio Chela (ARG) - [q] Taylor Dent (USA)
[q] Brendan Evans (USA) - [q] Jesse Huta Galung (NED)
Paolo Lorenzi (ITA) - [28] Albert Montanes (ESP)

[21] Gael Monfils (FRA) - Leonardo Mayer (ARG)
Karol Beck (SVK) - Philipp Petzschner (GER)
Eduardo Schwank (ARG) - Evgeny Korolev (KAZ)
Maximo Gonzalez (ARG) - [15] Lleyton Hewitt (AUS)

[11] Marin Cilic (CRO) - Florian Mayer (GER)
Mardy Fish (USA) - [q] Bernard Tomic (AUS)
Horacio Zeballos (ARG) - Yen-Hsun Lu (TPE)
Michal Przysiezny (POL) - [17] Ivan Ljubicic (CRO)

[29] Philipp Kohlschreiber (GER) - Potito Starace (ITA)
[LL] Ramon Delgado (PAR) - [WC] Teimuraz Gabashvili (RUS)
Michael Llodra (FRA) - [q] Jesse Witten (USA)
Rajeev Ram (USA) - [5] Andy Roddick (USA)

Novak Djokovic könnte schon an Lleyton Hewitt scheitern. Der australische Veteran spielt wieder recht munteres Tennis. Dass er Federer im Finale von Halle geschlagen hat, dürfte ihm zusätzlich Selbstvertrauen geben.

Andy Roddick, der letztes Jahr im Finale Federer so dramatisch knapp unterlag, könnte es wieder mit Gabashvili zu tun bekommen, der ihm schon die French Open vermasselt hat.

Aber zuerst muss er den Franzosen Llodra schlagen, der Rasen liebt. Alles in allem kein leichter Weg für einen, der in seinem Leben unbedingt noch Wimbledon gewinnen möchte.

[8] Fernando Verdasco (ESP) - Fabio Fognini (ITA)
Michael Russell (USA) - Pere Riba-Madrid (ESP)
Andreas Beck (GER) - [WC] Jamie Baker (GBR)
Kristof Vliegen (BEL) - [32] Julien Benneteau (FRA)

[19] Nicolas Almagro (ESP) - Andreas Seppi (ITA)
[q] Tobias Kamke (GER) - Guillermo Garcia-Lopez (ESP)
Marco Chiudinelli (SUI) - Oleksandr Dolgopolov (UKR)
[q] Robert Kendrick (USA) - [10] Jo-Wilfried Tsonga (FRA)

[14] Juan Carlos Ferrero (ESP) - Xavier Malisse (BEL)
[LL] Julian Reister (GER) - [q] Rik de Voest (RSA)
Oscar Hernandez (ESP) - [q] Ivan Dodig (CRO)
Sergiy Stakhovsky (UKR) - [18] Sam Querrey (USA)

[26] Gilles Simon (FRA) - [q] Guillermo Alcaide (ESP)
Illya Marchenko (UKR) - Michael Berrer (GER)
Jarkko Nieminen (FIN) - [LL] Stefan Koubek (AUT)
Jan Hajek (CZE) - [4] Andy Murray (GBR)

Andy Murray wird sich nicht beklagen. Er darf auch einmal Glück haben. Nur der Amerikaner Sam Querrey könnte ihm hier Probleme machen.

Ich sehe dem jungen Ukrainer Dolgopolov gerne zu, deshalb hoffe ich, er kommt ein wenig weiter.

Ein wenig überrascht bin ich, Almagro im Draw zu sehen. In Eastbourne soll man ihn mit einer Trage vom Platz getragen haben.

[6] Robin Soderling (SWE) - Robby Ginepri (USA)
Frederico Gil (POR) - Marcel Granollers (ESP)
[LL] Go Soeda (JPN) - [q] Martin Fischer (AUT)
Ricardo Mello (BRA) - [25] Thomaz Bellucci (BRA)

[24] Marcos Baghdatis (CYP) - Lukas Lacko (SVK)
Jeremy Chardy (FRA) - Daniel Gimeno-Traver (ESP)
Simon Greul (GER) - Florent Serra (FRA)
[WC] Nicolas Kiefer (GER) - [9] David Ferrer (ESP)

[13] Mikhail Youzhny (RUS) - Dudi Sela (ISR)
Marc Gicquel (FRA) - Paul-Henri Mathieu (FRA)
Thiemo de Bakker (NED) - Santiago Giraldo (COL)
[q] Nicolas Mahut (FRA) - [23] John Isner (USA)

[27] Ernests Gulbis (LAT) - Stephane Robert (FRA)
Blaz Kavcic (SLO) - Lukasz Kubot (POL)
Robin Haase (NED) - James Blake (USA)
[WC] Kei Nishikori (JPN) - [2] Rafael Nadal (ESP)

Ich würde nicht damit rechnen, dass Nadal so schwach spielt, wie in Queen's. Inzwischen ist er ausgeruht.

Ernests Gulbis, das erste Mal gesetzt in Wimbledon, hat nur eine Chance, wenn er wieder 100 % fit ist und selbst dann fehlt ihm die Matchpraxis. Jeder ist gespannt, ob Ernests tatsächlich spielen wird.

Unter normalen Umständen kann der Lette Nadal gefährlich werden. 2008 war Gulbis der einzige, der Nadal einen Satz abnehmen konnte, bevor dieser in 5 dramatischen Sätzen gegen Federer Wimbledon-Champion wurde.

Auch der amerikanische Aufschlagriese John Isner könnte für Rafa unangenehm sein und natürlich Robin Söderling.

Wimbledon - Draw

10.54 am: Potential third-rounders in the men's, based on seeding: Federer - Robredo, Lopez - Melzer, Berdych - Wawrinka, Hanescu - Davydenko, Djokovic - Montanes, Monfils - Hewitt, Cilic - Ljubicic, Kohlschreiber - Roddick, Verdasco - Benneteau, Almagro - Tsonga, Ferrero - Querrey, Simon - Murray, Soderling - Bellucci, Baghdatis - Ferrer, Youzhny - Isner and finally Gulbis - Nadal (what a tie that would be to finish off the first week!)

Das Draw ist gemacht, aber im Moment noch nicht online verfügbar.

Samstag, 19. Juni 2010

Ernests Gulbis out of Wimbledon - UPDATE - Philipp Petzschner übernimmt seinen Platz

Sicher die richtige Entscheidung.

Update:

Nach einiger Verwirrung, wie wäre es auch anders möglich bei Gulbis*, ist es nun offiziell. Der Lette wird von Phillipp Petzschner im Draw ersetzt. Für den wiederrum ein Lucky Loser nachrückt. Der siebte mittlerweile.

Ich finde ja, dass Philipp vorher bessere Chancen hatte, die 4. Runde zu erreichen. Aber wahrscheinlich sieht er es anders und freut sich auf das mögliche Match gegen Nadal in der 3. Runde und den grossen Auftritt auf dem Centre Court.

*Unter anderem hat man Gulbis in Wimbledon trainieren sehen, nachdem die Nachricht von seiner Absage schon die Runde machte. Trainieren oder tatsächlich schon bereit sein für ein Grand-Slam-Turnier, sind aber zwei paar Stiefel.

Wimbledon Gem II



Ab Minute 1.57 gibt es einen Blick auf Gottfried von Cramm (der mit der Jacke) zu erhaschen. Drei mal stand er im Finale von Wimbledon, 1935, 1936, 1937. Sie springen in den beiden Videos leider ein wenig unmotivert durch die Jahrzehnte.

Sonntag, 20. Juni 2010

Worth Waiting For



Man wird Ernests Gulbis voraussichtlich erst wieder auf amerikanischem Hartplatz spielen sehen. Für das Turnier in Los Angeles Ende Juli hat er gemeldet.

Montag, 21. Juni 2010

Wimbledon - Titelverteidiger Roger Federer vermeidet Erstrundenniederlage - UPDATE - Auch Davydenko und Djokovic brauchen 5 Sätze

Roger Federer def. Alejandro Falla 5-7, 4-6, 6-4, 7-5, 6-0.

"He had one good return game in each set and put me under pressure. I definitely got a bit lucky today, this is a match I should have lost and he played incredible. It came as a bit of a shock and it's not something I was that prepared for, but you have to draw from experience and physical strength. I live to fight another day."

Ich wollte in das Match nur kurz reinschauen, um zu sehen, was Federer bei seinem Walk on Court dieses Jahr tragen würde. Denn ehrlich, wer will schon Federer vs. Falla sehen?

Ich dachte mir das Match wie Und täglich grüsst das Murmeltier, denn Federer hatte gegen den Kolumbianer schon in Roland Garros und Halle gespielt, wo er ihn routiniert abfertigte.

Aber es kam alles ganz anders. Federer sagte es selbst. Er hatte Glück durchzukommen. Der Linkshänder Falla spielte Federer an die Wand. Das lag natürlich auch an Roger, der es nicht mehr so ohne weiteres schafft, immer sein Tennis zu spielen.

Im 3. Satz hatte Falla sogar 3 Breakbälle in Folge. Danach hätte er gegen einen total verunsicherten Federer zum Match aufschlagen können. Ich sah die Freudentränen in den Augen des Kolumbianers und stellte mir vor, wie er sich gleich auf den heiligen Rasen fallen lassen würde. Aber Roger wehrte sich.

Er wehrte sich, nur um im 4. Satz gleich wieder in Rückstand zu geraten. Jetzt war es soweit. Falla schlug zum Match auf. Aber seine Nerven versagten und Roger war wieder da. Der 5. Satz wurde eine Demütigung für den tapferen Mann.

Federer, mehr erleichtert als glücklich, unterliess es seinen Sieg zu feiern. Auch deswegen schätze ich ihn.

Update:

Highlights vom Match

Ich freue mich auch, dass Florian Mayer, Istomin, Kohlschreiber, Llodra und Gabashvilli weiter sind.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Wimbledon - Nicolas Mahut & John Isner spielen das längste Tennismatch aller Zeiten und sind noch nicht fertig: 4-6, 6-3, 7-6, 6-7, 59-59

Longest-Match

Insgesamt 10 Stunden.
Allein der 5. Satz dauert bis jetzt 7 Stunden und 6 Minuten. Das wurde heute am Stück gespielt. Eigentlich kann man es sich nicht vorstellen.

Das Match wurde zum 2. Mal wegen Dunkelheit abgebrochen.

Mahut

Das verrückte daran ist, dass sie die ganze Zeit hervorragendes Tennis spielten. Aber es war nicht mehr mit anzusehen, wie vor allem Isner vollkommen fertig war. Es ist wirklich schwer einen Riesen wie ihn zu fällen.

Wimbleon History



Björn Borg hat Wimbledon 5 Mal in Folge gewonnen.

Gestern gab es nur Routine in Wimbledon, wenn man davon absieht, dass Philipp Petzschner doch noch 5 Sätze gebraucht hat, um den Franzosen Robert zu schlagen.

Es hat immerhin Spass gemacht Kei Nishikori gegen Nadal spielen zu sehen, auch wenn er verloren hat. Er spielt sehr schön anzusehendes Tennis. Mehr als ein Jahr musste der erst 20 Jahre alte Japaner wegen einer Ellenbogenverletzung pausieren.

Zitiert

Thank you. You are not a common person, because you didn't say good food and beautiful women.

Der italienische Reporter am Ende eines sehenswerten Videointerviews in Rom zu Ernests Gulbis.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Queen Elizabeth II nach 33 Jahren wieder Wimbledon

Eigentlich schaut sie lieber Pferden zu.

Aber wer weiss, wann ein Brite in Wimbledon wieder gut Tennis spielen wird. Da muss sich selbst eine Monarchin mal beeilen.

Andy Murray hat sich auch artig mit einem Sieg für den Besuch bedankt. Der Finne Jarkko Nieminen machte ihm dankenswerterweise keine grossen Schwierigkeiten. Da war es schon wichtiger, wie das mit der Verbeugung hinhauen würde.

Hier ein paar schöne Fotos.

Das längste Match aller Zeiten fand auch endlich ein Ende. John Isner setzte sich mit 70-68 gegen Mahut durch. Insgesamt waren es 11 Stunden und 5 Minuten.

Es ist die grosse Zeit der Aufschläger. Das liegt auch am Wetter. Es ist trocken und warm.

So kam Rafael Nadal zwei Sätze gegen Robin Haase in Rückstand. Aber die Kräfte des Niederländers waren da schon aufgebraucht. Nadal, wie immer, am Rande des Wahnsinns.

Auch Robin Haase gehört zu den Spielern, die durch langwierige Verletzungen zurückgeworfen wurden.

Longest Tennis Match



Surreal.

Das Match schlägt alle Rekorde.

Ich erinnere mich noch gut an Andy Roddick vs. Younes El Aynaoui bei den Australian Open 2003.

Auch Ivo Karlovics Rekord an Assen wurde von beiden Spielern übertroffen.

Freitag, 25. Juni 2010

Pause

Garten

Rosenschulgarten. Was es nicht alles gibt in München, das man noch nicht kennt.

Ich werde eher nicht online sein, darum schalte ich die Kommentarfunktion ab.

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