Donnerstag, 1. April 2010

Kein Aprilscherz

Nadal-is-back

Dem ist nichts hinzuzufügen, no?

Mittwoch, 7. April 2010

Next Stop Monte Carlo

MC
Monte Carlo and Cap Martin, Monaco (Riviera)
between ca. 1890 and ca. 1900.


Da war es noch schön übersichtlich. Heute sieht es so aus.
Das Tennisturnier gibt es seit 1897.

Donnerstag, 8. April 2010

Hahaha

Dinara's thoughts on Wayne Odesnik pleading guilty to possession of HGH.

Der Fall Odesnik ist allerdings nicht wirklich lustig.

Freitag, 9. April 2010

Was macht eigentlich Nicolas Kiefer zur Zeit?

Heute fliege ich nach Monte Carlo. Wie ich von meiner Managementagentur Octagon erfuhr, wird mir der Veranstalter des am kommenden Montag beginnenden Masters 1000-Turniers eine Wild Card geben, wobei noch offen ist, ob es eine für die Qualifikation oder gar das Hauptfeld sein wird. Hauptsache, ich darf wieder ins Turniergeschehen eingreifen!

Kiefer ist demnach schon in Monte Carlo. Vor Überraschung darüber, dass er nach so langer Pause wieder Tennis spielen wird, hätte ich fast überlesen, dass er in diesem Jahr noch Vater wird. Meine herzlichen Glückwünsche!

Sonntag, 11. April 2010

Monte Carlo - Ein Blick auf das Draw

Es muss Frühling sein, wenn in Europa auf Sand gespielt wird. Aber wie wir wissen, ist das Wetter am Mittelmeer auch nicht mehr das, was es einmal war. Die Wettervorhersage für Monte Carlo macht einen frösteln.

Trotz vieler verletzungbedingter Absagen sind immer noch fünf Spieler aus den Top 10 am Start. Nicht schlecht für ein Turnier, das kein Pflichtturnier mehr ist.

[1] Novak Djokovic (SRB) bye
Florent Serra (FRA) - Stephane Robert (FRA)
Ernests Gulbis (LAT) - Marco Chiudinelli (SUI)
Victor Hanescu (ROU) - [13] Stanislas Wawrinka (SUI)

[12] Tommy Robredo (ESP) - Horacio Zeballos (ARG)
Viktor Troicki (SRB) - Lukasz Kubot (POL)
David Nalbandian (ARG) - Andreas Beck (GER)
[7] Mikhail Youzhny (RUS) bye

Ein stark besetztes Viertel und Ernests Gulbis mitten drin. Gulbis Spiel ist immer eine Augenweide. Hier beim Training letzte Woche in Barcelona. Schon Wawrinka dürfte eine Hürde sein. Aber der verausgabt sich noch in Casablanca, wo er heute das Finale spielt.

Hinter Novak Djokovic steht ein grosses Fragezeichen. Zu schlecht war seine Performance auf den Hartplätzen in den USA. Steckt nur eine kurzfristge Erschöpfung dahinter oder mehr? Monte Carlo wird es zeigen.

Dagegen ist Nalbandian auf dem Weg zurück zu alter Form und Youzhny spielt zur Zeit vielleicht das beste Tennis seines Lebens.

[4] Marin Cilic (CRO) bye
Igor Andreev (RUS) - [WC] Simone Bolelli (ITA)
Olivier Rochus (BEL) - Andreas Seppi (ITA)
Albert Montanes (ESP) - [16] Marcos Baghdatis (CYP)

[10] Tomas Berdych (CZE) - Feliciano Lopez (ESP)
Qualifier - [WC] Richard Gasquet (FRA)
Julien Benneteau (FRA) - Qualifier
[6] Fernando Verdasco (ESP) bye

Auch hier ist es schwer, einen Favoriten auszumachen. Tomas Berdych stand im Finale von Miami. Möglich, dass er die Umstellung auf Sand nicht so schnell schafft.

Cilic blieb in den USA deutlich hinter den Erwartungen zurück. Und von Verdasco heisst es, ihn plagen Verletzungen, aber er will wohl unbedingt spielen. Vielleicht die Gelegenheit für Baghdatis.

[8] Ivan Ljubicic (CRO) bye
Fabio Fognini (ITA) - Michael Llodra (FRA)
Jeremy Chardy (FRA) - Qualifier
Qualifier - [11] David Ferrer (ESP)

[15] Jurgen Melzer (AUT) - Paul-Henri Mathieu (FRA)
Guillermo Garcia-Lopez (ESP) - Philipp Petzschner (GER)
Thomaz Bellucci (BRA) - Philipp Kohlschreiber (GER)
[3WC] Andy Murray (GBR) bye

Ljubicic, der Überraschungssieger von Indian Wells, musste in Miami mit einer Rückenverletzung aufgeben. Aber sein Draw meint es gut mit ihm.

Andy Murray wird so schnell wie möglich seine letzten Resultate auf Hartplatz vergessen wollen. Leider muss er erst noch auf Sand spielen.

[5] Jo-Wilfried Tsonga (FRA) bye
Nicolas Almagro (ESP) - Simon Greul (GER)
[WC] Bernard Tomic (AUS) - Benjamin Becker (GER)
Qualifier - [9] Juan Carlos Ferrero (ESP)

[14] Juan Monaco (ARG) - Qualifier
Michael Berrer (GER) - Evgeny Korolev (KAZ)
Qualifier - Eduardo Schwank (ARG)
[2] Rafael Nadal (ESP) by

Ob Nadal inzwischen seinen entzündeten Weissheitszahn los ist? Der machte ihm angeblich schon in Miami zu schaffen. Auch soll er wieder Knieprobleme haben, wie man nach diesem für ihn unüblichen Ausbruch vermuten kann.

Nadal hat in Miami gut gespielt, bis Roddick ihn stoppte. Auf Sand dürfte das so schnell keinem gelingen.

Wer war so verrückt dem flegelhaften Teenager aus Australien Bernard Tomic eine Wildcard zu geben? Ich hoffe, Benjamin Becker erledigt ihn.

Und was ist mit Nicolas Kiefer? Er spielt weder die Qualifikation, noch hat er eine Wildcard für das Hauptfeld.

Montag, 12. April 2010

Zitiert

Gulbis, however, rarely performs well without any momentum and he has not played since Indian Wells. Look for Chiudinelli to pull off a three-set upset.

Ich habe den Verdacht, er schreibt das nur, weil er zu abergläubisch ist, Gulbis zu favorisieren. Tatsächlich hat der Lette sein Erstrundenmatch in überragender Manier gewonnen.

Ernests Gulbis def. Marc Chiudinelli 6-3, 6-2.

Zwei Mal Doppelbreak. Keinen einzigen Breakball gegen sich zugelassen. Dazu 5 Asse auf Sand. Keine schlechte Leistung, wenn man bedenkt, wie lange er kein Turnier gespielt hat.

Strahlender Sonnenschein in Monte Carlo. So viel zu Wettervorhersagen.

Dienstag, 13. April 2010

Monte Carlo - Yearly Rant

Was wäre das Turnier in Monte Carlo ohne Pete Bodos wiederkehrende Abneigung dafür.

I wrote a post about Monte Carlo for ESPN earlier today, and like most posts with portions that aren't meant to be taken literally, it sure brought the mouth breathers out of the woodwork. But I have to admit that Monte Carlo is one of those places toward which I have a native antipathy; I never did figure out how to write about that event (which I covered a few times in past years) without feeling like I was laboring on behalf of a cheesy "lifestyle" show. Maybe it's all those $650,000.00 canary yellow or candy-apple red sports cars that, when parked, come about knee high to me. Maybe it's all those people with beautiful glossy hair, ultra-expensive sunglasses, and perfectly manicured fingernails. And don't get me started on the women!

Dabei übertreibt er masslos. Monte Carlo ist ein feines kleines Turnier mit erschwinglichen Tickets. Alles ist überschaubar und nahe am Tennis. Man kann sogar Essen und Trinken mit auf die Anlage bringen, etwas was z.B. bei den US Open verboten ist.

Ich erinnere mich, wie JD uns damals erzählte, wie diese Regelung im Jahr nach 9/11, glaube ich, wegen angeblicher Sicherheitsgründe eingeführt wurde.

Wie die meisten Besucher wusste sie noch nichts davon. Sie und ihr Begleiter mussten ihre Sandwiches und ihre Wasserflaschen abgeben. Alles wurde vor ihren Augen in eine grosse Mülltonne geworfen.

Das hat vielen überhaupt nicht gefallen. Es gab lautstarken Widerspruch, die Leute wurden zunehmend renitent und die Situation bedrohlich. Man hat dann wohl aus Angst vor einem Tumult erstmal davon abgesehen. Über sowas liest man übrigens nie in einer Zeitung.

Bodo regt sich darüber auf, dass man in Monte Carlo einen bestimmten Lifestyle verkauft. Anscheinend machen ihm die marktschreierischen Werbedurchsagen und die ohrenbetäubende Musik während der Seitenwechsel bei Turnieren in den USA nichts aus.

In Monte Carlo dagegen hört man auf dem Court Central neben dem Schlagen des Tennisballs und den anderen vertrauten Geräuschen eines Matches, nur Vogelgezwitscher, den aufmerksamen Beifall der Zuschauer und hin und wieder das Klirren von Gläsern oder Besteck von der Terrasse des Restaurants.

Mittwoch, 14. April 2010

Monte Carlo - A l'Allemagne

Philipp Kohlschreiber def. Andy Murray 6-1, 6-2.

Man muss das Ergebnis ein wenig relativieren. Andy Murray spielte sehr schlecht und Kohlschreiber sehr gut.

“It’s been a long time since I lost a couple of matches like this. I have to make sure that I don't panic.”

Mir tut der Schotte ein wenig leid. Er scheint überhaupt kein Selbstvertrauen mehr zu haben. So schnell kann es gehen.

Im Achtelfinale trifft Kohlschreiber auf einen anderen Deutschen. Philipp Petzschner konnte den Österreicher Jürgen Melzer bezwingen.

Eine ebenfalls grosse Überraschung gelang Michael Berrer. Nie hätte ich erwartet, dass er sich gegen den auf Sand noch schwerer zu bezwingenden Juan Monaco durchsetzen kann. Er ist allerdings nicht zu beneiden. Sein nächster Gegner ist Sandplatzkönig und Titelverteidiger Nadal.

Ernests Gulbis hat gegen Wawrinka 6-1, 6-4 verloren. Eine leider immer noch typische Niederlage für den Letten. Natürlich war Wawrinka ein schwerer Gegner. Der Schweizer gewann erst letzte Woche auf Sand das Turnier in Casablanca.

Ganz so schlimm, wie für Murray lief es aber nicht. Gulbis hatte sowohl im ersten, wie auch im zweiten Satz Breakbälle. Einen Matchbericht gibt es noch nicht. Aber Fotos.

Donnerstag, 15. April 2010

Monte Carlo - Bagels & Breadsticks

Rafael Nadal def. Michael Berrer 6-0, 6-1.

0 = Bagel
1 = Breadstick

Nadal hat schon 48 Mal einem Gegner einen Bagel serviert, aber noch keinen einzigen Double Bagel. Das würde auch er nur bei Amateuren schaffen. So nett ist er auch wieder nicht.

Aber er ist trotzdem ein Monster auf Sand. Nur 18 Punkte hat er abgegeben. Erst beim Stand von 0-6, 0-5 aus seiner Sicht, konnte der Deutsche sein erstes und einziges Spiel durchbringen.

Aber nicht nur Michael Berrer hat heute einen Bagel serviert bekommen. Ivan Ljubicic unterlag mit 0-6, 6-7 dem Spanier David Ferrer.

Wenigstens hatte er eine kurze Heimreise. Der Kroate residiert in Monte Carlo. Hätte man dort ein Apartment, würde man mit Sicherheit einen Tennisspieler zum Nachbarn haben.

Agassi nannte sie Dirt Rats. Die alte Sandratte Juan Carlos Ferrero verabreichte Jo-Wilfried Tsonga immerhin einen Breadstick. 6-1, 3-6, 7-5 hiess das Ergebnis für den Spanier nach einem faszinierendem Match.

Montanes, Verdasco, Nalbandian, Kohlschreiber und Djokovic sind die restlichen Viertelfinalisten.

Hier die Spielansetzung für morgen.

Für Berrer war es dennoch ein gutes Turnier. Er wird im Ranking einen guten Sprung nach vorne machen.

Freitag, 16. April 2010

Loreley is waiting for a Beatles Song



Die Tocher einer japanischen Freundin.

Samstag, 17. April 2010

And here it comes



Die Beatles sind verdammt schwer zu spielen.

Sonntag, 18. April 2010

Monte Carlo - Nadal Champion

Rafael Nadal def. Fernando Verdasco 6-0, 6-1.

Eyjafjallajökull Nadal hat eine riesige rote Staubwolke hinterlassen. Man kann nur hoffen, dass sie sich bis Wimbledon legt.

Was bleibt von Monte Carlo zu sagen? Nadal ist zurück und ausser ein paar Sandratten ist keiner in Form.

Next Stop Barcelona.

11 Monate musste Rafa auf einen Turniersieg warten. Dafür ist es in Monte Carlo der 6. in Folge.

Montag, 19. April 2010

Barcelona - Ist es gut, ist es schlecht? - UPDATE - Gulbis mit viel Geduld in Runde zwei

Luczak

Bei Gulbis spielt es keine Rolle gegen wen er sein erstes Match spielt. Das zweite Match ist bei ihm kritisch.

Wenn es tatsächlich stimmt, dass Luczak und anscheinend auch Andreas Beck es wegen der ausfallenden Flüge nicht nach Barcelona schaffen, dann sind es zusammen mit Nadal schon drei Absagen.

Das Gerücht, dass auch Nalbandian wegen einer Verletzung nicht spielen kann, scheint sich inzwischen zu bestätigen.

Update:

Man darf auch Tomas Berdych auf die Liste der Absagen setzen. Hoffentlich gehen ihnen die Lucky Losers nicht aus.

Update 2:

Andreas Seppi hat es wegen der Behinderungen im Flugverkehr nicht nach Barcelona geschafft.

Aber Peter Luczak soll von Stockholm nach Barcelona mit dem Auto angereist sein. Gerade mal schlappe 2 800 km.

Update 3:

Ernests Gulbis def. Peter Luczak 7-6(4), 6-4.

Luczak wollte nicht umsonst mit dem Auto von Stockholm angereist sein. Wer dachte, Gulbis hätte leichtes Spiel mit einem müden Gegner, sah sich zunächst getäuscht.

Der Australier, der auf Sand sein bestes Tennis spielt, liess im ersten Satz kein Break zu. 12 Breakchancen von Gulbis machte er zunichte. Ein Wunder, dass der Lette nicht die Geduld verlor.

Nach verlorenem Tiebreak, ging Luczak dann endlich die Luft aus. Gulbis servierte während des ganzen Matches hervorragend. 11 Assen steht nur ein Doppelfehler gegenüber.

Barcelona - BREAKING NEWS - Nadal sagt ab

Nadal wird seinen Titel in Barcelona nicht verteidigen.

Dienstag, 20. April 2010

Zitiert

Es sind nicht die bunten Farben, die lustigen Töne und die warme Luft, die uns im Frühling so begeistern. Es ist der stille weissagende Geist unendlicher Hoffnungen, ein Vorgefühl vieler froher Tage des gedeihlichen Daseins so mannigfaltiger Naturen, die Ahndung höherer ewiger Blüten und Früchte, und die dunkle Sympathie mit der gesellig sich entfaltenden Welt.

Novalis

Bei Syberberg gefunden.

Am Morgen

Kirschbluete

Mittwoch, 21. April 2010

Barcelona - Ist es gut, ist es schlecht? - Gulbis im Achtelfinale gegen einen Qualifikanten

Ernests Gulbis def. Jeremy Chardy 6-3, 6-2.

Der Lette hat heute nichts anbrennen lassen. Im 2. Satz bei 4-0 dachte man sogar für einen Moment, er würde Chardy einen Bagel servieren. Nur mit Mühe hielt dieser seinen Aufschlag.

Aber Gulbis wäre nicht Gulbis, wenn er den Sack einfach so zugemacht hätte. Es kam zu einem Rebreak. Nach einem erneuten Break konnte Ernests zum Match aufschlagen. Erst mit dem drittem Matchball und mit zwischenzeitlicher Abwehr eines erneuten Breakballs machte er endlich Schluss mit dem Franzosen.

Sein nächster Gegner ist nicht wie erwartet der an vier gesetzte Fernando Gonzalez, sondern ein 22 Jahre alter Qualifikant aus Spanien. Albert Ramos-Violas ist auf Platz 161 (!) der Welt und er hat noch nie jemand besonderen geschlagen. Bis heute.

Er schlug den Halbfinalisten des Vorjahres 6-4, 6-7, 6-3. Man muss dabei berücksichtigen, dass der Chilene mit den Gedanken eben auch mehr in seiner Heimat ist. Er engagiert sich sehr. Und für das Tennis braucht man in erster Linie einen freien Kopf.

Fernando via Twitter:

Cansado y apenado ... No jugue bien

Müde und verzweifelt ... Habe nicht gut gespielt.

Donnerstag, 22. April 2010

Memento Mori

Heilg-Geist


Heilg-Geist-1

An einem ausgesprochen schönen Frühlingstag.

Barcelona - Es war gut - UPDATE - Gulbis im Viertelfinale gegen Verdasco

Ernests Gulbis def. Albert Ramos-Vinolas 6-1, 6-3.

Gulbis hat seine Chance eiskalt genutzt.

Theoretisch wäre ein rein spanisches Viertelfinale möglich gewesen. Aber heute scheinen die Spanier, wie die Fliegen zu sterben.

Navarro, Garcia-Lopez, Almagro, Ferrero und Ramos-Vinolas hat es schon erwischt. Möglich, dass Verdasco und Lopez folgen.

Update:

Verdasco hat sich doch noch in 3 umkämpften Sätzen gegen Melzer durchgesetzt. Er ist damit Gulbis' Gegner im Viertelfinale. Die beiden haben noch nie gegeneinander gespielt. Alles ist möglich.

Freitag, 23. April 2010

Barcelona - Gulbis unterliegt Verdasco, hat aber trotzdem seinen Spass - UPDATE - Aussenseiter De Bakker im Halbfinale

Fernando Verdasco def. Ernests Gulbis 6-2, 7-6.

Das Match hätte einen dritten Satz verdient.

Zunächst sah es nach einem Battle of Services aus, doch der Lette fand im ersten Satz nicht zu seinem Spiel. Er fasste sich auch immer wieder an sein linkes Knie. Eine Verletzungspause nahm er nicht.

Auch im 2. Satz ging Verdasco sofort mit Break in Führung. Gulbis hatte sich aber entschieden doch noch seinen Spass an diesem Match zu haben. Denn nach dem Rebreak wurde es ein richtiger Dogfight. High-Quality-Tennis.

Beim Stand von 5-5 hatte Gulbis 7 (?) Breakbälle, doch Verdasco rettete sich ins Tiebreak, welches er dann zusammen mit dem Match viel zu einfach gewann. Der Spanier wirkte ungeheuer erleichtert. Ein dritter Satz wäre ihm wohl zu viel gewesen.

Ernests ist immer noch ein Kind, das Spass haben will, aber Tennis ist eine ernste Angelegenheit. Ich hatte den Eindruck, dass er mit dem Viertelfinale schon zufrieden war. Vielleicht schaffte er auch nicht, sich mehr Konzentration abzuverlangen.

Aber was für ein sympathischer Charakter der Lette ist. Wie er vor Beginn des Matches mit der Schiedsrichterin flirtete. Hat man sowas vorher schonmal gesehen? Angeblich hält er vor jedem Match mit den Schiedsrichtern einen Plausch.

Aber es kam noch besser. Als die Sonne endlich durchbrach, setzte er mit viel Anstrengung eine Kappe auf seine Medusenlocken. Vielleicht blendete ihn die Sonne, vielleicht wollte er auch nur seine Haare bändigen.

Vor dem nächsten Seitenwechel hielt ihn dann die Schiedsrichterin auf und entfernte mit sehr viel Sorgfalt, um nicht zu sagen Liebe, einen Aufkleber von seiner Kappe. Endgültig auf dem Boden lag ich vor Lachen, als die Kappe schliesslich vom Kopf auf den Platz fiel. Verdasco hat das nicht gefallen. Aber es gab keinen Punktabzug. Die Kappe landete in einer Ecke und das Match ging weiter.

Einmal pfefferte Ernests den Ball über das Stadion. Was zu einem Pfeifkonzert führte. Aber auch Verdasco malträtierte den Ball einmal aus Frustration und auch er erntete Pfiffe von seinen Landsleuten. Das Racket von Gulbis flog auch mal Richtung Himmel, blieb aber heil. Bevor er den Platz verliess, setzte er die Kappe noch einmal auf.

Es wird immer wieder darüber geklagt, dass es im Tennis keine Typen mehr gibt. In Wahrheit gibt es immer noch welche. Der Sport ist natürlich eine ernste Angelegenheit und jede Kleinigkeit kann zu Konzentrationsmangel und letztendlich zum Verlust eines Matches führen. Erfolg ist fast immer hart erkauft. Oft genug auch zu hart. Gulbis hat bis jetzt keine Lust Tennis nur als Geschäft zu sehen.

Hier ein paar Fotos vom Match.

Natürlich hätte ich es lieber gesehen, wenn Gulbis Verdasco geschlagen hätte. Barcelona war trotzdem ein gutes Turnier für ihn. Er spielt ansehnliches Sandplatztennis und nächste Woche geht es in Rom schon weiter.

Schönes Cover

RF1

Agassi meint in seiner Biografie, dass Federer wie Gary Grant ausschaut, wenn er auf den Platz kommt.

Sonntag, 25. April 2010

Rom - Ein Blick auf das Draw

In Barcelona war das Halbfinale noch nicht gespielt, da war schon das Draw von Rom gemacht.

Das erste wirklich grosse Sandplatzturnier des Jahres.

[1] Roger Federer (SUI) bye
Marcos Baghdatis (CYP) - Ernests Gulbis (LAT)
[WC] Filippo Volandri (ITA) - Florian Mayer (GER)
Julien Benneteau (FRA) - [15] Sam Querrey (USA)

[11] Ivan Ljubicic (CRO) - Paul-Henri Mathieu (FRA)
Nicolas Almagro (ESP) - Lukasz Kubot (POL)
Benjamin Becker (GER) - Feliciano Lopez (ESP)
[8] Marin Cilic (CRO) bye

Muss Federer jetzt Angst haben oder doch eher Baghdatis und Gulbis? Von allen Topgesetzten hat er den schwersten Gegner für sein erstes Match zu erwarten. Baghdatis hat ihm erst in Indian Wells eine Niederlage zugefügt.

Auf Sand spielt dieser allerdings nicht sein bestes Tennis. Sein einziges Match auf dem roten Belag in diesem Jahr in Monte Carlo hat er verloren. Gulbis dagegen erreichte das Viertelfinale in Barcelona.

[3] Rafael Nadal (ESP) bye
Pablo Cuevas (URU) - Philipp Kohlschreiber (GER)
Victor Hanescu (ROU) - Michael Berrer (GER)
Igor Andreev (RUS) - [16] Juan Monaco (ARG)

[10] Tomas Berdych (CZE) - Qualifier
Jurgen Melzer (AUT) - Stanislas Wawrinka (SUI)
[WC] Paolo Lorenzi (ITA) - Albert Montanes (ESP)
[5] Robin Soderling (SWE) bye

Kohlschreiber ist auch nicht zu beneiden. Nadal ist in überragender Form und wenn er in Rom weitermacht, wo er in Monte Carlo aufgehört hat, wird er alle niederspielen. Interessant wäre ein Aufeinandertreffen mit Söderling. Es wäre ihr erstes Match auf Sand seit Rafas legendärer Niederlage gegen den Schweden in Roland Garros.

[7] Jo-Wilfried Tsonga (FRA) bye
Viktor Troicki (SRB) - [SE] Thiemo de Bakker (NED)
Qualifier - Andreas Beck (GER)
Qualifier - [12] Juan Carlos Ferrero (ESP)

[13] David Ferrer (ESP) - Evgeny Korolev (KAZ)
Qualifier - [WC] Potito Starace (ITA)
Andreas Seppi (ITA) - Fabio Fognini (ITA)
[4] Andy Murray (GBR) bye

Kein wirklich ideales Draw für Murrays schwer angeknackstes Selbstbewusstsein. Mit den Spaniern David Ferrer und Juan Carlos Ferreo hat er zwei ausgefuchste Sandplatzspieler im Draw. Auch mit Tsonga ist immer zu rechnen.

[6] Fernando Verdasco (ESP) bye
[WC] Simone Bolelli (ITA) - Qualifier
Guillermo Garcia-Lopez (ESP) - Qualifier
Lleyton Hewitt (AUS) - [9] Mikhail Youzhny (RUS)

[14] John Isner (USA) - Horacio Zeballos (ARG)
Thomaz Bellucci (BRA) - Qualifier
Janko Tipsarevic (SRB) - Jeremy Chardy (FRA)
[2] Novak Djokovic (SRB) bye

Einfacher sieht es für Djokovic aus. Ähnlich wie Murray braucht er ein Erfolgserlebnis. Der Braslianer Thomaz Bellucci gilt bei manchen als Geheimtipp für Roland Garros. Aber eigentlich spricht bisher wenig dafür. Verdasco dürfte mit seinem Titel in Barcelona zufrieden sein. Die Tennisgötter meinen es wirklich gut mit dem Serben.

Barcelona - Verdasco Champion

Fernando Verdasco def. Robin Söderling 6-3, 4-6, 6-3.

Genau eine Woche nach seiner Finalniederlage gegen Nadal in Monte Carlo, gewinnt Verdasco seinen bislang grössten Titel.
Er hat ihn sich wirklich verdient.

Montag, 26. April 2010

Rom - Gulbis stürmt wie ein Wirbelwind in Runde zwei gegen Federer

Ernests Gulbis def. Marcos Baghdatis 6-2, 6-2.

4.16 pm: Ernests Gulbis is now officially my favourite player. Best press conference I’ve been in for a while.

“If I win a Grand Slam, I’d stop tomorrow”. “Really?” “Nah, I’d then go and win a 250, then I’d stop…” Comedy gold.

“After Wimbledon (2008 when he took a set off Nadal) I spent the best week of my life back in Latvia. Didn’t help my tennis very much though…”

“I can’t do two weeks of straight practice, that’s a joke. I don’t like practising and I don’t like spending hours on court, it’s just not me.”

Best line in laconic humour I've heard in years. His hair suits him as well. I think I have a man crush on Ernests…

Auch wenn er in der Pressekonferenz seinen Spass mit den Journalisten hatte, auf dem Platz war Ernests äusserst konzentriert und so hat er auch gespielt.

Baghdatis hatte praktisch keine Chance. Gulbis hat ihn vom Platz gefegt, als sei es nichts. Erstklassig aufgeschlagen und selbst längere Rallyes mit Taktik und geschicktem Spiel für sich entschieden.

Morgen geht es aber gegen Roger Federer. Nur Nadal wäre schlimmer. Gut, dass er keinen Tag Pause hat, so bleibt nicht zu viel Zeit zum Nachdenken.

Bei ihrer letzten und bislang einzigen Begegnung, Anfang des Jahres in Doha, hatte es der 21 Jahre alte Lette auf dem Racket Federer zu schlagen, aber es fehlte an der mentalen Stärke es durchzuziehen.

In Rom ist der Sand schneller als in Barcelona, wo Ernests sich Sicherheit auf dem roten Belag geholt hat. Das und die Tatsache, dass Federer schon so lange kein Turnier gespielt hat und erst recht keines auf Sand, ist ein winzig kleiner Vorteil für ihn.

Update:

Hier ein paar Fotos von heute.

Hier eine kurze Zusammenfassung auf Video.

Das neue Stadion in Rom ist ähnlich hässlich, wie das in Madrid. Das muss auch mal gesagt sein. Wie ein Industriebau, dazu wird der Court regelrecht erdrückt von den hohen Rängen.

Dienstag, 27. April 2010

Rom - Ernests Gulbis kam, sah und siegte - Der Lette braucht 7 Matchbälle um die Nummer eins zu schlagen

Ernests Gulbis def. Roger Federer 2-6, 6-1, 7-5.

Ein grosses, ein grausames Match vom Letten.

Federer wählte Rückschlag und die Rechnung ging sofort auf. Sein junger Gegner war viel zu nervös und machte unnötigste Fehler. Sollte es etwa wieder schlecht für ihn laufen?

Als Federer schon mit Break vorne lag, liess er einen offensichtlich guten Ball von Gulbis vom Schiedsrichter überprüfen. Diese seltsam kleinliche Geste vom Schweizer zeigte, dass er nicht einen einzigen Punkt preisgeben würde.

Federer spiele so gutes Sandplatztennis als sei er schon seit 4 Wochen auf dem Belag unterwegs, fanden die Kommentatoren.

Aber Gulbis fing sich im zweiten Satz und spielte endlich das Tennis zu dem er fähig ist. Ein grosser Aufschlag und offensives Spiel liessen Federer keinen Rhythmus. Gulbis dominierte den Schweizer, der mit Doppelbreak den Satz abgab.

Der Lette war in the zone. Führte im 3. Satz rasch mit Break. Aber was jetzt passierte war verrückt. Bei Aufschlag Federer hatte Gulbis 2 Matchbälle, aus denen er nichts machte.

Aber nun bei eigenem Aufschlag sollte es doch endlich klappen. Aber er vermasselte mit 2 Doppelfehlern und noch ein paar anderen, wieder 4 Matchbälle. Schlimmer noch, er schenkte Federer ein Rebreak.

Normalerweise ist es nach so einem Versagen gegen Federer erstmal gelaufen. Aber dieser blieb seltsam passiv und nun war es der Schweizer, der Gulbis das Break zurückgab.

Würde der 21 Jahre alte Lette dieses Mal die Nerven behalten? Um es kurz zu machen, er hat sie behalten. Er bringt seinen Aufschlag durch. Game, Set & Match, Gulbis.

Noch ein Wort zum Publikum. Es stand fast geschlossen hinter Federer. Als Gulbis es nicht schaffte, seine Matchbälle zu verwandeln, gab es immer wieder schallendes Gelächter, vielleicht war es auch Hysterie. Irgendwie grotesk und erbärmlich, wie das Wetter heute in Rom.

Update:

Hier Fotos vom Match.

Mittwoch, 28. April 2010

Rom - Post-Match-Interview - Federer beschönigt nichts



"He has immense power on both sides and one of the fastest serves in the game," "I think he's got a great future."

Donnerstag, 29. April 2010

Rom - Duo Infernale - Gulbis im Viertelfinale - UPDATE - Murray unterliegt Ferrer - Söderling nicht gegen Nadal

Ernests Gulbis def. Filippo Volandri 6-2, 3-6, 7-6 (4).

Ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass Gulbis den wie im Rausch spielenden Volandri noch besiegen kann. Federer zu schlagen, war ein Leichtes dagegen.

Ich ahnte, dass es schwer werden würde. Volandri, inzwischen nur noch 151 der Welt, spielt ungefähr alle paar Jahre so ein Match. Auf die Art hat er auch einmal Federer in Rom geschlagen.

Wenn Gulbis vor zwei Tagen sein Meisterstück geschafft hat, was war das dann heute?

Champions-League-Atmosphäre bei 10 500 Zuschauern im neuen Stadion im Foro Italico. Man bekommt eine Ahnung, wie es im Colosseum zugegangen sein muss. Das Publikum ist eine Bestie, die Blut sehen will. Das Blut des Letten.

Dabei ging im ersten Satz alles nach Plan. Er gewinnt den Satz mit Doppelbreak. Aber Volandri gab nicht auf. Im Gegenteil. Unter dem Gejohle seiner Landsleute, drehte er auf.

Er spielte wie Nadal. Nein, er spielte wie Gott persönlich. Er breakte Gulbis. Auf Sand kann man schnell mal ein Rebreak schaffen. Aber Gulbis konnte keine einzige seiner unzähligen Rebreakchancen nutzen. Volandri brachte ALLES zurück. Wie Nadal. Wie Gott.

Wer dachte, das Match Federer vs. Gulbis wäre das Match der Woche gewesen, sah sich geirrt. Volandri liess im 3. Satz kein Jota nach. Wenn ein Spieler in Trance ist, kann ihn keine Macht der Welt stoppen.

Gulbis' Vorteil war, dass Volandri immer nachziehen musste. Fast hätte dieser den Letten gebreakt. Ein Racket ging zu Bruch. Es war schon egal. Ich musste an Safin denken. Das neue Racket half. Wie aus heiterem Himmel hatte Gulbis zwei Matchbälle aus denen nichts wurde.

Tiebreak. Es kam, wie es kommen musste. Gulbis lag sofort mit Minibreak zurück. Ich glaubte nicht mehr an ihn. Volandri machte ein, zwei Fehler. Gulbis mit 3 (?) Matchbällen. Einen verteidigt der Italiener. Dann ist es vollbracht. Nach zwei Stunden, 48 Minuten und 42 Sekunden.

Was ich nicht verstehe, ist das Publikum. Wie hat es sich verändert. Einen Spieler auszubuhen, nur weil er gegen einen Landsmann spielt. Was ist nur aus Italien und aus diesem Turnier geworden. Ekelhaft.

Diese riesigen neuen Stadien. Madrid und jetzt Rom, scheinen mir das falsche Publikum anzuziehen. Keine Tennisfans, nur Leute, die auf den Event aus sind und sich nicht zu benehmen wissen.

Wenn nicht irgend ein Star spielt oder ein Landsmann, dann sind die Ränge eh fast leer. Für was dann das Ganze?


Update:

On Court Interview

Update:

Anscheinend täuscht mein Eindruck. Man hat in Rom bis jetzt alle Zuschauerrekorde gebrochen. Über 14 % mehr als letztes Jahr.

Gulbis Gem



Ernests auf die Frage, warum er den Ball so hart schlägt:

I never practise that much. What else can I do?
I cannot run, I am a tall guy. I cannot move my legs.


Hahaha. Mit seinem neuen Coach ist das inzwischen glücklicherweise etwas anders geworden.

Seine nonchalante Art, wird ihm schon als Arroganz ausgelegt. Man hat als professioneller Tennisspieler gefälligst hart zu arbeiten.

Freitag, 30. April 2010

Rom - Gulbis im Halbfinale gegen Nadal - Verdasco gegen Ferrer

Ernests Gulbis def. Feliciano Lopez 7-6(8), 6-1.

Das war eine grossartige Vorstellung vom Letten.

Ernests Gulbis steht zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Halbfinale eines Masters-Turniers. Mit seinem Sieg über Feliciano Lopez hat er ein rein spanisches Halbfinale in Rom verhindert.

Es wurde wie erwartet ein Battle of Services. Allerdings nur im 1. Satz. Man hätte dieses intensive Tennis auch nicht länger ausgehalten. Lopez hatte vor dem engen Tiebreak Satzball. Gulbis behielt einmal mehr die Oberhand. Aber nicht, ohne gleich mit Minibreak zurückzuliegen und erstmal zwei Satzbälle zu vergeigen.

Der Spanier hatte im 2. Satz nicht mehr wirklich die Kraft und den Willen sich mit seinem jungen Widersacher weiter zu schlagen.

Gegen Nadal hat Gulbis nichts zu verlieren. Zwei Mal haben sie schon gegeneinander gespielt. Aber noch nie auf Sand. Zwei Mal konnte er dem Mallorquiner einen Satz abnehmen. 2-0 das H2H aus Nadals Sicht.

Rafa befindet sich (mal wieder) in der Form seines Lebens. In Monte Carlo und jetzt in Rom demütigte er alle seine Gegner. Niemand auf dem Planeten rechnet mit etwas anderem als einer glatten Niederlage. Aber im Tennis ist alles möglich.

Update:

On-Court-Interview

Auer Dult

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Zitiert

“I love it! That's what gives me extra motivation to fight to the end and to run for every ball and to die on the court. I played the Davis Cup here in Italy and we won. They don't look at the history. Maybe they should cheer for me and I might lose…”

Ernests Gulbis auf die Frage, wie er mit den Tifosi klar kam.

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loreley - 15. Apr, 18:53
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loreley - 15. Apr, 14:13
Na ja, das war eben keine...
Na ja, das war eben keine leichte Auslosung und er...
Hedi (Gast) - 15. Apr, 13:28
Theoretisch dürfte...
Theoretisch dürfte er nur in einem von zehn Turnieren...
loreley - 14. Apr, 14:16
Keiner hätte gern...
Keiner hätte gern gegen Dolgopolov in der ersten...
com4 (Gast) - 14. Apr, 12:54

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