Donnerstag, 1. Oktober 2009

Another Night in Bangkok

Jo-Wilfried Tsonga def. Ernests Gulbis 6-7, 7-6, 7-6.

Das Ergebnis sagt es schon. Es war ein enges, intensives und dramatisches Match. Einen Punkt mehr hat Tsonga* nur gemacht.

Ernests hat grossartig gespielt. Sehr gut aufgeschlagen. Es gab praktisch nichts auszusetzen. Tiebreak ist auch immer etwas Glückssache. Zuletzt hätte man sich bei einem Ball das Hawk-Eye gewünscht. So ging es etwas unglücklich zu Ende.

Es ist bitter, ein Match so knapp zu verlieren. Ernests ist nie eingebrochen, auch nicht körperlich. Daraus kann er für die Zukunft Selbstvertrauen ziehen. Aber er hat halt nicht gewonnen. Ein Sieg wäre so wichtig gewesen. Tennis kann sehr hart sein. Das sage ich nicht zum ersten Mal.

Safin hat zuvor glatt in 2 Sätzen gegen Chiudinelli verloren. Chiudinelli!

*An Tsonga werde ich mich nie gewöhnen. Er ist in meinen Augen nur eine Kampfmaschine.

Update:

Tsonga hat am Ende seinen Titel nicht verteidigt.

Samstag, 3. Oktober 2009

Pündterplatz

Puendtner-Platz

Ruhiges Herbstwetter, wie seit Wochen.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Shining

MF

Tennis langweilig ohne Federer?

Nadal, Safin, Kohlschreiber, Söderling, Roddick, Djokovic ...


Del Potro, Santoro, Hewitt, Monfils, Gulbis, Tsonga ...

Also ich werde mich kommende Woche bestimmt nicht langweilen.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Favoritensterben

doubles win tonight.... singles tomorrow

Da hat einer den Mund wohl zu voll genommen.

Aber auch Del Potro unterlag gleich in seinem ersten Einzel in Tokyo. Dabei dachten viele, der marschiert da durch.

Aber so einfach ist das nicht, mehr oder weniger aus dem Stand gut zu spielen. Weder Roddick noch Del Potro haben seit den US Open ein Match gehabt, wenn man von den Doppeln vor Ort mal absieht.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Tokyo - Nach der Qualifikation gewinnt Gulbis gegen Stepanek 6-4, 6-4.

"Unfortunately I started playing well at the end of the season,"

"I'm playing my game, being more aggressive. Things have stabilized now. Tennis is a game of confidence. When you win, you don't think. I thought too much before."

Stepanek gab Ernests nicht allzu viele Chancen. Es kam nur zu zwei Breakbällen, die der Lette sofort nutzte. Er dagegen musste 5 Breakbälle abwehren.

Der letzte als er zum Match servierte. Insgesamt eine solide Vorstellung.

"It all started coming back together for me at the US Open, even though I lost to Andy Murray in the first round,"

"I then played Davis Cup and had two weeks of hard practice with my new coach Hernan Gumy. If I continue to work hard and stay healthy, my goal is to reach the Top 10 within the next two years."


Was ein Coach nicht alles bewirken kann. Es hat etwas lange gedauert. Die guten wachsen allerdings auch nicht auf den Bäumen.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Fashion Goes Tennis

Wie schon so oft. Dieses Mal bei Jean-Paul Gaultier für Hermès. Hier als Video.

Tokyo - Nicht mal ein Taifun kann ihn stoppen - Gulbis steht im Viertelfinale

Ernests Gulbis def. Juan Monaco 6-3, 4-1.

retirement from the opponent is the inevitable outcome whenever Ernests Gulbis plays the tennis he is capable of.

Japan und selbst Tokyo von Taifun hart getroffen.

Aber Tennis wird trotzdem durchgezogen. Ich bin gespannt auf einen Matchreport. Es war anscheinend höllisch windig auf Court 1. Für den Centre Court haben sie in weiser Voraussicht ein Dach zum Schliessen.

Alle starken Aufschläger haben bei Wind Probleme. Haas ist da ein gutes Beispiel. Aber auch ein Federer tut sich dann schwer. Nur Nadal und alle anderen Counter-Punchern macht das wenig, die schauen nur, dass der Ball im Spiel bleibt, der Rest macht dann der Wind.

Update:

"The conditions were terrible."

"It was dangerous. I saw the (advertising) board start to move and thought 'Woah!' You never know what can happen."


Soweit Jo-Wilfried Tsonga, der nächste Gegner von Gulbis, über die heutigen Bedingungen. Es wird Zeit für eine Revanche.

Freitag, 9. Oktober 2009

Tokyo - Sayonara Mister Gulbis

Jo-Wilfried Tsonga def. Ernests Gulbis 4-6, 6-4, 6-3.

Gulbis hätte gewinnen können.

Leider hat er im zweiten Satz ein paar Chancen liegengelassen. Was aber schlimmer ist, er hat gechokt als er gegen den Satzverlust aufschlagen musste. Er händigte Tsonga den 2. Satz mit einem Doppelfehler aus.

Sonst war es ein schönes Match zum Anschauen. Hochklassiges Tennis von beiden Spielern. Ernests setzte Tsonga sehr lange unter Druck und zeigte neben seinen brillianten Aufschlägen auch das variable und intelligente Spiel mit dem man sehr erfolgreich sein kann.

Die Kommentatoren redeten auch darüber, wie einfach es für Tsonga als Franzose ist, an gute Trainingspartner zu kommen, im Gegensatz zum Letten, der buchstäblich keinen einzigen aus den eigenen Reihen dafür rekrutieren kann. Auch, dass Tsonga, wie viele andere aus grossen Tennisnationen, den vollen Support vom nationalen Verband hat.

Gedanken, die mir auch schon durch den Kopf gingen, wenn es darum ging, auszuloten, warum es beim Letten einfach nicht so läuft, wie es bei seinem Potential laufen müsste.

Nun ja. Es geht immerhin aufwärts.

"I tried to (maintain) focus on my game, not on his serve, because it's very difficult when he served like that. He served just unbelievably today in the first two sets,"

"I had a break at the end of the second set, but it was a surprise for me, because I didn't have one chance in the other games. It was good for me, because I think after that he was a little bit nervous,"

Tsonga nach dem Match.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Asien, die letzte

Safin und Gulbis jeweils mit Wildcard im Draw von Shanghai.
Nach Bangkok, Kuala Lumpur, Tokyo und Peking, die letzte Station in Asien.

Man muss sie lieben die Chinesen.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Shanghai - Roddick klagt über zu lange Saison, Zverev verletzt sich und Gulbis verschwendet seine Wildcard - UPDATE - Verhext? Auch Roddick muss verletzt aufgeben - UPDATE - Als nächstes geben Haas und Del Potro wegen Verletzung auf

my opinion is purely based on injuries and keeping the top product on the court at all times...

obviously i know we are all very blessed to be able to be able to play tennis, but when asked what i think could improve the tour, i will

definitely share my opinion.... it seems to be fairly common sentiment. i think a shorter schedule will keep stars like roger and rafa

around for more years and therefore be beneficial for the sport that we all love

i just dont think it makes sense that we have a year as long as we do, and then people act shocked when injuries play a part


Niemand kann bestreiten, dass die ATP-Saison sehr lang und intensiv ist. Auch durch den Davis Cup. Das Finale wird Anfang Dezember gespielt. In keiner anderen Sportart wird so viel gereist und ist die Off-Season so kurz.

Gonzalez wollte mich mit einem Lob überlisten, ich bin hoch gesprungen und habe den Ball erwischt, doch bei der Landung bin ich weggerutscht und mit meinem ganzen Körpergewicht auf die rechte Hand gestürzt.

Ob Mischa Zverev gestern gestürzt ist, weil er vielleicht etwas müde war vom vielen Reisen oder zermürbt von den dortigen Bedingungen? Man hat den Eindruck, in Asien steht ein Tennisspieler mehr im Stau, als auf dem Tennisplatz. Seine Saison scheint vorzeitig zu Ende.

Ernests Gulbis kann ich nicht fragen, warum er sein Match gegen den Qualifikaten Fognini verloren hat. Dabei dachte ich, die Auslosung meine es, zumindest in der ersten Runde, gut mit ihm. Hatte er den italienischen Sandplatzspieler doch beim Davis Cup 2008 in Italien locker geschlagen.

Aber Erstrundenmatches sind schwierig, gerade gegen einen schon an die Bedingungen gewöhnten Qualifikanten. Selbst Roddick und Del Potro haben ihre, letzte Woche gegen vermeintlich schwächere Gegner verloren. Vielleicht ist auch Ernests müde. Es war sein drittes Turnier in Asien. In Tokyo musste er zudem in die Qualifikation. Und zweimal hat er sich vergeblich gegen Tsonga gestemmt.

"It's difficult to say when you stop or when you start (the season). I don't know the solution, but that's must be changed - and soon".

Nadal findet die Saison inzwischen auch zu lang. Aber er scheint zu wissen, dass es nicht so einfach sein wird, daran was zu ändern. Schon Boris Becker war die Saison zu lang und hat sich seitdem an der Situation was geändert?

Umso überraschender finde ich es immer, wenn Top-Spieler nach Saisonschluss trotzdem noch ein Exhibiton-Turnier spielen. Wie letztes und vorletztes Jahr in Kuala Lumpur oder die Tennis-Trophy in St. Anton.

Federer gehört, wenn ich mich richtig erinnere, zu denen, die sich bisher noch nie über eine zu lange Saison beklagt haben. Ich glaube, er sagte, ein Spieler könne sich ja eine Pause nehmen, wenn er sie brauche. Und das macht er gerade.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Mittagspause

loreley: Ich glaube, ich bestelle die Zeitung ab. Mich nervt sie nur noch. Allein das Panorama. Wenn ich Boulevard will, kaufe ich die Abendzeitung.
Hans: Ich dachte, dir ist der Lokalteil das wichtigste.
loreley: Nur noch Verbrechen. Als ob es nichts anderes in der Stadt gibt.
Hans: Vielleicht passiert ja immer mehr.
loreley: Entweder es passiert mehr oder ich bin dünnhäutiger geworden.
Hans: Ich überlese das alles.
loreley: Ich überlese meist das Feuilleton.
Dann nerven mich diese grellen Angebote vom Lebensmitteldiscounter. Was haben die eigentlich in einer Zeitung verloren? 22 Cent für eine Salatgurke.
Hans: Im Fernsehen gab es mal einen Bericht über einen bayerischen Gemüsebauern, dem bleibt so gut wie nichts für einen Salatkopf übrig. So gross ist der Preisdruck.
loreley: Eben.

Mehr Mittagspausen

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Must read - Players Need to Stop Complaining

For the record, the schedule goes from the first week of January to mid-November (early December for those in the Davis Cup final). It’s a long season on the face of it, but is it really asking too much of the players? For one thing, after the Australian Open, the month of February is essentially a black hole that many top players take off. Most of July, after Wimbledon, offers players a chance to regroup. And after the U.S. Open, players aren’t required to show their mugs for about another month when the tour hits Shanghai.

Shanghai - Safin kritisiert Berdych und Roddick - UPDATE - Die Luft ist raus - Auch Wawrinka und Monfils geben verletzt auf*

"In 2004 we had this discussion in Olympic Games with Roddick about it and they were blaming me that I'm playing too much,"

"And I was saying that the season is too long. We should make it shorter. And the guys, they jumped on me, like I was the one who was wrong.

"So look at all of them – everybody is falling apart. Everybody is getting injured left and right, and everybody is complaining the season is long. It takes six years to realise that something is wrong?

"They just have to deal with that, not when they are 21 and ambitious and want to make money. They have to think a little bit with their brains and to make the career a little bit longer."

*Haben jemals so viele Spieler bei einem Masters verletzt aufgegeben?

Vielleicht spielt auch die gähnend leere Kulisse in Shanghai eine Rolle. So ganz anders als in Peking letzte Woche.

Samstag, 17. Oktober 2009

Shanghai - Wer den Schaden hat, ... - UPDATE - Davydenko Champion

has a tournament ever had more retirements than fans?

Hätte beinahe übersehen, dass Lopez auch aufgegeben hat.

He is the 9th guy to go down during a match here. Ljubcici -hip, monfils-back, del po-wrist, wawrinka-stomach, acasusco-knee, zverev-wrist, haas-shoulder, roddick -knee.

Update:

Nikolay Davydenko def. Rafael Nadal 7-6(3), 6-3.

Hat er gut gemacht.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Off-Season

Herbst2

Dienstag, 20. Oktober 2009

Stockholm - In Handschellen abgeführt?

Swedish press confirms that one ATP player has been fined 2,500 Swedish krona for attempted sex solicitation in Stockholm.

Es ist ja nicht so, dass einen noch etwas überraschen könnte. Doch manchmal wünscht man sich, dass es nicht stimmt.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Stockholm & Kremlin Cup - Haas erkältet sich und Safin unterliegt in der 2. Runde

Damit habe ich endgültig das Interesse an dieser Tenniswoche verloren.

Samstag, 24. Oktober 2009

Fundstück



Ich liebe diesen Aufschlag.

via kitEG

Die unangenehmste Eigenschaft von Barack Obama

"He beats me quite often,"

"That gets to be pretty annoying."

Was macht eigentlich Nicolas Kiefer zur Zeit?

Es ist regnerisch und kalt hier in Moskau. Die Probleme, die mich zur Aufgabe gegen den Spanier Granollers zwangen, sind weitestgehend behoben. Es ist eine interessante Zeit. Ich sitze da und muss abwarten, wo die Reise hingeht: St. Petersburg, Lyon oder Wien stehen für nächste Woche zur Wahl. Wo komme ich ins Hauptfeld? Lyon ist es. Nun heißt es Koffer packen. Morgen geht die Reise weiter. Eigentlich war ich auf drei Wochen Russland eingestellt. Nun eben Frankreich.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Marat spricht über Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

Q: Would you like to bring back the time when you beat Sampras?

A: I would never again be 20 years old. You come out on the court and have no clue what’s happening. You are just lucky. You don’t even think what would happen if you lose. Even if I had lost US Open nothing would have happened. It would be said that nothing serious happened. He is still perspective. But when you have to prove something and first of all to yourself that is more complicated. When you are in top 10 you have to prove. It’s not that easy.


Auf Youtube das Video der Pressekonferenz.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Federers Konditonstrainer Paganini meint, dass Federer noch 8 Jahre erfolgreich sein kann

"Der Mensch Federer hat den Spieler Federer im Griff"

Diese etwas schizophrene Headline, macht das Interview aber nicht weniger lesenswert.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Oh Marat



Könnte man sich bei uns so viele Waisenkinder vorstellen? Die würden doch vom Fleck weg adoptiert.

Die Fotos auf der St. Petersburg-Seite sind fast noch noch besser.

Teimuraz Gabashvili werde ich künftig auch mit anderen Augen sehen. Aus dem Turnier ist er schon draussen.

St. Petersburg & Lyon - Ein wenig Tennis-Action - Hoffentlich kein Heldensterben - UPDATE - Gulbis katapultiert sich mit 22 Assen ins Viertelfinale - UPDATE - Kiefer kämpft Grosjean in 3 Sätzen nieder - UPDATE - Safin eleminiert Gasquet

Ernests Gulbis vs. Jeremy Chardy

St. Petersburg liebt den auch des Russischen mächtigen Letten. Er war dort schon einmal im Halbfinale und zwar 2006 bei seinem ATP-Debüt. Es ist also fast ein Heimspiel. Chardy steht im Ranking auf Platz 32. Auf der ATP-Tour haben die beiden noch nie gegeneinander gespielt. Ernests muss nur sein Spiel zusammen bringen.

Marat Safin vs. Richard Gasquet

Wahrscheinlich Safins letztes Match in seiner Heimat. Der junge Franzose, der nach seiner Dopingsperre noch nach seiner Form sucht, dürfte trotzdem zu stark für ihn sein. Aber wie heisst es doch: bei Safin weiss man nie. Das H2H darf man in diesem Fall vernachlässigen.

Nicolas Kiefer vs. Sebastien Grosjean

Gleich zwei Veteranen. Kiefer hat bisher kein gutes Jahr. Er braucht dringend ein Erfolgserlebnis. Das könnte gegen den nur noch auf Platz 711 stehenden Grosjean möglich werden. Auch hier interessiert das H2H nicht.

Update:

Ernests Gulbis def. Jeremy Chardy 7-6, 6-3.

Marat Safin def. Richard Gasqeut 7-6, 6-4.

Nicolas Kiefer def. Sebastien Grosjean 4-6, 7-6, 7-6.

Nobody is perfect - Nicht mal Andre Agassi

The American, one of the finest players to grace the game, tested positive for the highly addictive drug, crystal methamphetamine, and then duped the Association of Tennis Professionals into believing he had taken it by accident.

Es gab schon immer Gerüchte um Agassi, allerdings gingen die in eine andere Richtung. Er war wohl froh, sich das endlich von der Seele zu reden. Seine Autobiografie würde ich auch lesen, wenn er nur von seinen grossen Matches erzählen würde.

Athletes are normal, albeit gifted, people living extraordinary lives which just means they have greater access to things we could or would do if given the opportunity. We don't like to like to imagine our heroes are prone to the same struggles and pitfalls we're all confronted with in our lives. But they are.

Amen.

Freitag, 30. Oktober 2009

St. Petersburg - Gulbis und Safin vor dem Halbfinale - UPDATE - Gulbis out of St. Petersburg - UPDATE - Safin dagegen weiter

Horacio Zeballos vs. Ernests Gulbis

Ich kenne Zeballos nicht. Dabei steht er auf Platz 54. Anscheinend ein argentinischer Sandplatzspieler. Dazu noch Linkshänder. Da trifft es sich gut, dass Hernan Gumy, der Coach von Gulbis Argentinier ist.

Gulbis müsste demnach vorbereitet sein. Gegen Chardy servierte er brilliant, machte aber auch 5 Doppelfehler. Dazu liess er seinen Gegner im letzten Satz bei 5-0 noch einmal zurück ins Match. "I relaxed a bit", sagte er im Interview.

Ernests hat schon gesagt, dass Petersburg sein letztes Turnier für diese Saison ist. Bei insgesamt 27 ist er dann angetreten, den Davis Cup nicht mitgerechnet.

Denis Istomin vs. Marat Safin

Safin ist auch noch im Rennen. Sein Gegner Andreev musste gestern aufgeben.

Marat hat gegen den 22 Jahre alten Uzbeken noch nie gespielt. Der vorwiegend Challenger spielende Istomin profitierte gleichfalls von der Aufgabe seines Gegners.

Bei Safin weiss man zwar nie, aber allein auf Grund seiner Erfahrung müsste er ihn schlagen.

Update:

Horacio Zeballos def. Ernests Gulbis 7-6 (8), 6-4.

Zeballos hat sich als unangenehmer Gegner erwiesen. Wie ein typischer Sandplatzspieler kam er mir nicht vor. Er wackelte zwar immer wieder bei seinem Aufschlag, aber Ernests konnte ihn einfach nicht breaken. Im Tiebreak hatte Ernests als erster Satzbälle. Aber Zeballo gewann am Ende die nervenaufreibende Lotterie.

Gulbis kam mir etwas zu passiv vor. Er hätte bei den Aufschlagsspielen des Argentinieres mehr dagegen gehen müssen. Aber leichter gesagt als getan, denn Zeballos blieb gerade bei den Big Points kaltblütig. Im 2. Satz wehrte er 3 Breakbälle hintereinander ab. Ich glaube, es folgte sogar noch einer. Der Lette lässt sich von sowas immer noch zu sehr frustrieren, denn danach verlor er prompt sein Game.

Insgesamt 6 Breakbälle blieben ungenutzt, da halfen auch die 18 Asse nichts, denen 4 Doppelfehler gegenüber stehen.

Für Ernests geht eine hoch enttäuschende Saison zu Ende. Viele Experten prognostiziertem ihm vor 2 Jahren die ganz grosse Karriere. Bis jetzt ist er diesen Erwartungen nicht gerecht geworden. Er hat jetzt Zeit sich zu sammeln und darüber klar zu werden, wie hart er für seine Ziele zu arbeiten bereit ist. Die Zeit ist noch auf seiner Seite.

“I don’t know why I got so nervous today. Probably I was too much eager to win. It affected mostly on the tie-break, and probably that’s the reason why I lost. I played without confidence, I was leading 6-4 and managed to lose the first set. It happens"

"It was the last match for me this year, it is the end of season. The main task was accomplished, to won as many ranking points as possible and to reach quarter-final. I got a spot in the main draw at Australian Open. Of course I wanted to play here longer but it happened so"

Update 2:

Marat Safin def. Denis Istomin 6-0, 7-6.

“I missed an easy smash to go 4-1 up and have a double break in the second set and then I started to doubt myself a bit and got a little bit nervous,”

“Serving for the match I lost my serve completely, but then played a good tie-break to be able to win in straight sets. But I won a lottery basically.

“I played very well in the first set, but not so good in the second, so it was nice to win in straight sets.”

Hätte Agassi besser geschwiegen?

Langsam begreife ich, warum die katholische Beichte Sinn macht. Vielleicht wäre es von Agassi klüger gewesen, sich einem Priester anzuvertrauen um sein Gewissen zu erleichtern, anstatt eine Öffentlichkeit damit zu belasten, die damit nicht umgehen kann.

Sein Bekenntnis 1997 in einer Lebenskrise die Droge Crystal Meth konsumiert zu haben und nach einem positiven Drogentest mit einer Ausrede gegenüber der ATP davongekommen zu sein, wirbelt inzwischen immer mehr Staub auf.

Vor allem in den USA nimmt man ihm in selbstgerechter Weise übel, dass er gelogen hat. Dabei kann man Agassi nicht mal vorhalten, dass die Droge ihm beim Tennis geholfen hat, denn dazu taugt Crystal Meth nicht.

Für Agassi war es dann ein heilsamer Schock. Er hat ein erstaunliches Comeback geschafft, das unter den jetzt bekannten Voraussetzungen sogar noch erstaunlicher ist. Er wurde zu dem grossen Sportsmann und Philanthropen, den wir heute kennen.

Dass er Tennis gehasst hat, hat mich im ersten Moment mehr geschockt, als seine Notlüge. Aber auch ich kenne die Geschichte seiner Kindheit. Marat Safin meinte kürzlich, er hätte mit 4 Jahren angefangen zu arbeiten. Auch Serena erzählte während der US Open, sie hasse das Training, sie hasse es sogar Tennis zu spielen, sie liebe es nur zu gewinnen.

Wir kennen fast nur die Schauseite des Tennis. Vielleicht wollte Agassi in seinem Buch einfach einmal die harte Wahrheit erzählen. Zumindest seine eigene. Aber wer verträgt schon die Wahrheit?

Agassis Bekenntnisse

Then I come to the central lie of the letter. I say that recently I drank accidentally from one of Slim’s spiked sodas, unwittingly ingesting his drugs. I ask for understanding and leniency and hastily sign it: Sincerely.

I feel ashamed, of course. I promise myself that this lie is the end of it.

The next April I’m in Rome, lying on my hotel bed, resting after a match. The phone rings. It’s my lawyers, they’re on speakerphone. Andre? Can you hear us? Andre?

Yes, I hear you. Go ahead.

Well, the ATP has carefully reviewed your heartfelt assertion of innocence. [We’re] pleased to say that your explanation has been accepted. Your failed test is thrown out.

I hang up and stare into space, thinking again and again: New life.


Neun Jahre später:

I’m playing in the 2006 US Open. My last US Open. In fact my last tournament ever. I play tennis for a living, even though I hate tennis, hate it with a dark and secret passion, and always have.

As this last piece of identity falls into place, I slide to my knees and wait. In a whisper I say: Please let this be over.

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