The Lake House ist das Remake des koreanischen Films Il Mare. Das erste Mal seit Speed spielen Sandra Bullock und Keanu Reeves wieder zusammen. Er ist ihr Nachbewohner in besagtem Haus am See und findet Briefe von ihr in seinem Briefkasten mit der Bitte ihr eventuelle Post nachzuschicken. Nur das Datum ist irritierend.
Beim Sehen des Films musste ich an Stephen Fry denken, der in seinem Blog darüber schreibt, wie schwer es ist, emotionale Szenen zu spielen. Aber es sind nicht nur die herausragenden Leistungen von Bullock und Reeves, die diesen Film besonders machen. Die Kamera liefert überirdisch schöne, klare Bilder und sicher hat die Regie von Alejandro Agresti, der ein Cameo a la Hitchcock hat, nicht den kleinsten Anteil. Er ist der Mann, der bei Sandra Bullocks Selbstgespräch neben ihr im Bus sitzt.
Schön ist auch der Verweis auf Janes Austens Persuasion. Sandra Bullock muss zwar wegen anderer Gründe warten als Anne Elliot, aber auch Bullocks Liebe kommt aus der Vergangenheit zu ihr. Die Schwierigkeiten der Kommunikation und die Zufälle, die ein Leben bestimmen, sind das eigentliche Thema von The Lake House.
Die Filmmusik von Rachel Portman unterstreicht die Melancholie der skurril-poetischen Geschichte und dass es sich bei dem Song in der Tanzszene tatsächlich, wie vermutet, um einen neueren von Paul McCartney handelt, hat mir der Abspann bestätigt. Auch die Nebenrollen sind mit grossartigen Schauspielern besetzt. Die Zeitverschiebung, die durchaus funktioniert, hat bei Terminator ja auch keinen gestört.
Der
Trailer und die
Tanzszene mit dem McCartney-Song finden sich auf Youtube.