Donnerstag, 2. Februar 2006

Blick in die Sterne

ZWILLINGE
Immer diese Zweifel, immer dieses Suchen und Rumprobieren. Was den Zwillingen in diesem Jahr klar wird: egal wie oft du die Szene wechselst, du kannst doch nicht aus deiner Haut heraus. Es wäre gut diese Haut mal genauer zu betrachten und zur eigenen Kraft zu stehen, anstatt sie anderswo zu suchen. Mars gibt im Frühsommer Feuer dazu.
Thema: in die eigene Haut fahren.

Anmerkung: Zwillinge sind zu leicht zu durchschauen.

Wer mehr über die astrologische Konstellation 2006 und sein Sternzeichen wissen möchte, kann das bei Luisa Francia
tun.

Sonntag, 5. Februar 2006

Deutsch-Arabische Freundschaft

Raphael: Nächstes mal, wenn du was über mich schreiben willst, fragst du mich vorher.
loreley: Immerhin habe ich deinen Namen geändert.
Raphael: Trotzdem.
loreley: Ich habe nur Hans und D. davon erzählt.
Raphael: Bist du verrückt.
loreley: Deine Vorhaltungen haben mich aufgeregt, ich musste mit jemandem reden.
Raphael: Sie sind Idioten.
loreley: Mach dir keine Sorgen, sie quatschen nicht.
Raphael: Meine Familie will, dass ich heirate, ich bin schon 25.
loreley: Sie ist keine Jungfrau.
Raphael: Wenn ich sie heirate, brauche ich nie zu arbeiten.
loreley: Vielleicht lernst du sie zu lieben mit der Zeit.
Raphael: Ich kann mich nicht zwingen sie zu lieben. Geld ist nicht alles.
loreley: Und das aus deinem Mund.
Raphael: Sag, dass du mich liebst.
loreley: Lass es gut sein, bitte.
Raphael: Ich könnte einen Job in Miami bekommen.
loreley: Du würdest dort Tag und Nacht ausgehen.
Raphael: Nicht, wenn du mit dabei bist.

Montag, 6. Februar 2006

Angst

Meine erste Kindheitserinnerung ist ein Hund, der Dackel meiner Grossmutter. Später hatte sie einen Schäferhund, ein gutmütiges Tier, das einem die Pfote gab, aber sonst seine Ruhe wollte.

Dann gab es diesen Boxerrüden, der jedesmal wie verrückt bellte, wenn ich an ihm vorbeiging. Uns trennte nur ein niedriger Zaun, aber meistens stand er vor der Tür. Er gehörte zu einem Gasthof und der Weg durch dessen Torbogen war einfach der kürzeste, wenn ich meinen Freund besuchen ging. Einen Umweg zu machen wäre mir nicht in den Sinn gekommen.

Wer Freunde auf dem Land hat, kommt an Hunden sowieso nicht vorbei. Einerseits gehört so ein Hund wohl zum Landleben, andererseits dient er als Alarmanlage. Denn ausser an jedem mit bekanntem Geruch hochzuspringen, fängt so ein Tier sofort an zu bellen, wenn jemand Fremdes auftaucht.

Abgesehen von meiner Kindheit konnte ich mich nie mit Hunden anfreunden. Wir hatten zuhause immer Katzen, da kommen einem Hunde schnell dumm vor. Einmal gestand mir ein Freund, dass er grosse Angst vor Hunden habe. Er war einmal von einem angefallen worden.

November letzten Jahres wurden einer Französin Teile eines fremden Gesichts verpflanzt. Sie wurde von ihrem Labrador Retriever schwer verletzt. Als sie nach einer Ohnmacht am Boden lag, hat er ihr praktisch das ganze untere Gesicht mitsamt den Lippen und der Nase weggerissen. Das Tier hielt sie anscheinend für Jagdbeute, soll aber auch aggressiv gewesen sein. "Merci" war das erste, das sie nach der OP und einem Blick in den Spiegel für die Ärzte niederschrieb.

Erst jetzt hört man wieder von dem Fall. Nachdem es zuerst hiess, dass die Heilung grosse Fortschritte mache, las man von heftigen Abstossungsreaktionen, die aber unter Kontrolle gebracht werden konnten. Heute gab die Frau ihre erste Pressekonferenz. Unglaublich.

Meine Schwester hat auch einen Labrador Retriever, was aber nicht heisst, dass ich plötzlich Angst vor Ayla hätte.

Delray Beach - Haas Champion


Tommy Haas feierte in Delray Beach, Florida, seinen ersten Turniersieg des Jahres. Er besiegte den Titelverteidiger Xavier Malisse 6:3, 3:6, 7:6 (7:5) in einem extrem hart umgekämpften Match.

Jetzt geht es, vom auch nicht so sonnigen Florida, nach Deutschland zum Davis Cup, wo Deutschland ab Freitag gegen Frankreich antritt.

Dienstag, 7. Februar 2006

Deutsch-Arabische Freundschaft

loreley: Gehst du mit zum Adam Green- Konzert?
Raphael: Ich mag Adam nicht.
loreley: Als er bei Stefan Raab war, hast du es dir aber auch angesehen.
Raphael: Wegen Stefan. Adam ist doch geistig zurückgeblieben.
loreley: Du hast mir sogar seine letzte CD runtergeladen, ohne dass ich was gesagt hab.
Raphael: Juden werden in der ganzen Welt gehasst.
loreley: Wieso das?
Raphael: Sie sind zu smart. Jüdische Eltern achten sehr darauf, dass ihre Kinder was lernen.
loreley: Da ist was dran. Adam ist auch Jude. Und Ben Affleck. Aber soviel ich weiss, ist ihnen Religion egal.
Raphael: Ich liebe Ben Affleck. Dogma ist immer noch mein Lieblingsfilm.
loreley: Das spricht für dich.
Raphael: Ich war mal auf einer jüdischen Party, es gab keinen Alkohol. Ich bin fast gestorben.
loreley: Bring mich nicht so zum Lachen. Ich spuck fast das Essen auf den Tisch.
Raphael: Ich habe noch nie jemand so dünnes so viel essen sehen.
loreley: Du bist eben appetitanregend.
Raphael: Das einzig gute an Brüssel ist das Essen und die Internationalität.
loreley: Ich widerspreche dir nicht.
Raphael: Ich mag das bayerische Essen lieber. Schnitzel. Ahh!
loreley: Nach dem Konzert gehen wir auf jeden Fall essen. Ich werde Hunger haben.
Raphael. Auf mich.

Mittwoch, 8. Februar 2006

Mittagspause

loreley: Ich bin heute vom endlosen Glockenläuten der St. Ursulakirche wach geworden und habe im ersten Moment gedacht, jetzt ist Krieg.
Hans: Also wirklich. Wegen ein bisschen Glockenläuten?
loreley: Es hat überhaupt nicht aufgehört, ausserdem war ich nicht ganz präsent. Mir war dann schon klar, dass irgendwie die Sirenen fehlten.
Hans: Was ist denn heute mit dir?
loreley: Meine Urgrosstante hat mal erzählt, dass die Glocken läuteten, als der erste Weltkrieg ausbrach. Das muss sich in meinem Unterbewusstsein verhakt haben.
Hans: Es wird keinen Krieg geben, die wollen auch nicht alle sterben.
loreley: Das ist mir auch klar. Trotzdem war ich irritiert heute morgen.
Hans: Gibt es sonst noch was?
loreley: Die Karten für Adam Green sind schon fast weg. Dabei habe ich gedacht, das interessiert keinen ausser mir. Hoffentlich hält der Herkulessaal wenigstens die Zahnspangenfraktion ab.
Hans: Er hat viele Fans. Man muss schnell sein, wenn man irgendwo mit dabei sein will, das habe ich dir schon oft gesagt.
loreley: Ich habe seine neue Single downgeloaded. Jemand von Adam Green Daily hat sie angeboten. Da konnte ich nicht widerstehen.
Hans: Du kaufst seine CD eh.
loreley: Das Video wird hoffentlich bald auf seiner Seite sein. Die Kopie, die ich habe ist schlecht, ich will es endlich richtig sehen.
Hans: Willst du ein Tiramisu?
loreley: Nein, ich esse langsam zuviel.

Donnerstag, 9. Februar 2006

Deutschland vs. Frankreich

DSF überträgt ab Freitag 14 Uhr, LIVE aus Halle. Die Deutschen sind Favoriten.

Sendezeiten & Ansetzungen:
Freitag, 10. Feb., 14.00 Uhr
1. Einzel: Nicolas Kiefer - Sebastien Grosjean LIVE
2. Einzel: Tommy Haas - Richard Gasquet LIVE

Samstag, 11. Feb., 14.45 Uhr
Doppel: Tommy Haas/Alexander Waske - Arnaud Clement/Michael Llodra LIVE

Sonntag, 12. Feb., 14.15 Uhr
3. Einzel: Nicolas Kiefer - Richard Gasquet LIVE
4. Einzel: Tommy Haas - Sebastien Grosjean LIVE

(Achtung: Verlängerung oder Vorver-
legung der Sendezeiten möglich!)

Die französischen Spieler, mit Ausnahme von Grosjean, stecken in einem Formtief, darum erwarte ich keine nervenaufreibenden Matches. Doch der Davis Cup hat bekanntlich seine eigenen Regeln. Falls die Deutschen diese erste Runde überstehen, ist voraussichtlich Russland der nächste Gegner. Das wird dann schon enger.

Davis Cup Original Site

Wintersonne

Englischer_Garten_Eisbach_1

Freitag, 10. Februar 2006

Deutschland vs. Frankreich

Was soll ich sagen. Während ich hier in Schnee versinke, liegt Deutschland 2-0 zurück. Bis heute habe ich mir keine grossen Gedanken über die Partie gemacht. Wie Boris Becker habe ich angenommen, dass unser Team um Tommy Haas und Nicolas Kiefer das Ding eigentlich schaffen sollte. Bei Kiwi weiss man ja, dass er nicht das Nervenkostüm für sowas hat. Aber es ist auch dumm gelaufen. Die Linienrichter in Halle und auch die Schiedsrichter sind alles andere als professionell. Was für eine aufgeheizte Atmosphäre. Kiefer hat die ersten beiden Sätze sehr unglücklich verloren. Im 3. ist er dann regelrecht eingebrochen gegen Grosjean. 5-7, 6-7, 0-6.

Haas hatte dann den Druck sein Match zu gewinnen und am Anfang sah es so aus, als ob er den jungen Franzosen Richard Gasquet zerlegen könnte. Ich glaube, letztendlich hat ihm die Spritzigkeit gefehlt. Er hat bei den Australian Open und in Delray Beach, das er gewinnen konnte, Kraft gelassen. Man kann von Haas nicht erwarten, dass er immer alles alleine stemmt. Im 5ten Satz war eben Schluss. 6-1, 4-6, 4-6, 7-6, 3-6.

Sicher, es gibt noch das Doppel morgen und 2 Einzelpartien am Sonntag. Aber ehrlich, ich glaube nicht, dass die Deutschen das aufholen können. Scheiss doch auf den Davis Cup. Roger Federer schert sich auch nicht drum. Davis Cup und Grand Slams gut spielen geht nicht.

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Deutschland vs. Frankreich

Boris Becker gibt Ratschläge in seiner Handelsblatt Kolumne:

"Das deutsche Davis-Cup-Team geht als Favorit in die Begegnung gegen die Franzosen. Und es ist an der Zeit, dass Tommy Haas und Nicolas Kiefer endlich diese, ihre Rolle akzeptieren. Sie sind auf dem Papier bessere Spieler als Sébastien Grosjean und Richard Gasquet und sie sind es auch auf dem Platz.

Haas und Kiefer müssen deshalb mit breiter Brust in die Spiele gehen und jeden Zweifel und jede Angst beiseite schieben. Ausreden, dass hier etwas zwickt oder dort etwas nicht richtig ist, kann ich nicht mehr hören."

Ich glaube, BB ist nicht ganz auf dem laufenden. Wann bitte schön, haben die beiden denn das letzte Mal gejammert? Kaum ist das deutsche Davis Cup Team wieder in der Weltgruppe, werden schon wieder Wunder erwartet.

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Samstag, 11. Februar 2006

Deutschland vs. Frankreich

Ist nicht gut gelaufen. Deutschland muss nach der heutigen Doppel-Niederlage gegen Frankreich im September wieder in die Relegation. Wie gesagt, ich habe mir nicht allzu viele Gedanken über die Partie gemacht. Immerhin hatte ich noch bei Betfair die Wettquoten gecheckt. Die Wettprofis favorisierten Deutschland. Mehr als die Niederlage stört mich, wie es gelaufen ist. So knapp, so unglücklich. Haas hat wirklich gut gespielt. Auch heute im Doppel. Die Franzosen sind einfach das bessere Team. Sie haben mehr brauchbare Davis-Cup-Spieler. Davis Cup wird fast immer in der Breite gewonnen. Es gibt einfach Davis-Cup-Mannschaften. Wie sonst sollte man sich erklären, dass Weissrussland Spanien besiegen konnte? Ebenfalls ausgeschieden sind bislang Holland, Österreich und Schweden.

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Montag, 13. Februar 2006

Ausser Konkurrenz

ita_veneto_madego

Nur noch 2 Tage, dann ist Deadline beim Kochevent Risotto des Kreativblogs Kochtopf abgelaufen. Ich werde es wieder nicht schaffen mitzumachen.

Aber ein Rezept habe ich. 2 x habe ich damit schon geglänzt. Man braucht keine Angst zu haben Risotto zu machen. Es ist kinderleicht. Ich war nur zu faul beschäftigt, um den richtigen Wein zu kaufen, der ist nämlich mitausschlaggebend bei meinem Rezept.

Risotto ai Funghi

(Zutaten für 6 Personen)

500 g Risotto Reis, 25 g getrocknete Steinpilze, ca. 1,5 Liter Brühe, 1 mittlere Zwiebel, 3 nussgrosse Stück Butter, 1 Esslöffel Olivenöl "Extra Vergine", 1,5 Gläser Wein Madégo, Salz und Pfeffer.

Kochzeit: 20 Minuten

Legen Sie die getrockneten Pilze zum Einweichen für mindestens 10 Minuten in ein Glasschälchen mit lauwarmem Wasser. Pilze herausholen (Einweichwasser nicht weggiessen!), ausdrücken und in Scheiben schneiden. Lassen Sie das Einweichwasser für weitere 10 Minuten stehen, damit sich mögliche Partikel absetzen. In der Zwischenzeit erhitzen Sie die Hälfte der Butter in einer Pfanne, lassen die gehackte Zwiebel langsam darin goldgelb werden, geben den Reis dazu, giessen langsam den Wein Madégo an, lassen ihn für einige Minuten verdampfen und schmecken das Ganze mit ewas Salz ab. Geben Sie das Einweichwasser der Pilze (ohne den Bodensatz) und die Hälfte der geschnittenen Pilze dazu. Nun fügen Sie löffelweise von der kochenden Brühe bei und dies immer wieder, sobald sie jeweils aufgenommen worden ist, rühren Sie von Zeit zu Zeit um. Fünf Minuten bevor der Reis gar ist, geben Sie die restlichen Pilze hinzu und rühren sanft um. Pfeffer aus der Mühle nicht vergessen.

Mittwoch, 15. Februar 2006

Gehört

Tough On Crime

Tangerine
You love my dress of tangerine
My eyes shine like the moon on
the sea
And you're enchanted with me
Another day another year
Would be too lonely you fear
Though I'm low
And I'm not respectable
I'm but a poor player on the
scene
You've got to have the girl
in tangerine
Tangerine

by Rebecca Pidgeon

pigeon_cover

Wer den Song anhören möchte, kann das in voller Länge auf Rebecca Pidgeons Homepage.

Auf sie aufmerksam geworden bin ich letzten September, als sie bei Huffington Post viele Stücke aus ihrer neuen CD vorgestellt und zum freien Download angeboten hat. Mancher kennt Rebecca Pidgeon vielleicht als Schauspielerin, vorallem durch ihre Rolle in Heist.

Ich höre besonders diesen Song immer noch gern. Er ist inspiriert von einer inzwischen weniger bekannten viktorianischen Gothic Novel von Mary Elizabeth Braddon, damals eine Bestsellerautorin im Stil von Wilkie Collins.

Donnerstag, 16. Februar 2006

Olympics

Heute abend gegen 19 Uhr ist es soweit, die Kür der Herren im Eiskunstlauf beginnt. Eurosport überträgt Live.
Am Dienstag habe ich es gerade noch geschafft Plushenkos Kurzprogramm zu sehen. Fantastisch. Man kann es nicht beschreiben, man muss es gesehen haben. Die Musik war aus Tosca von Puccini, eine Reminiszenz an das Gastgeberland.

Das neue Wertesystem kapiere ich zwar nicht, aber Evgeni hat wohl noch nie so viele Punkte bekommen. Seine Konkurrenten damit erstmal auf Abstand gebracht. Die hätte ich gerne auch gesehen, aber nach Plushenko gab es nichts mehr zu sehen. Falls Eurosport 2 noch was gebracht hat, ist es mir entgangen, selbst das ZDF zeigte was anderes. Fernsehen wird auch immer komplizierter.

Sonntag, 19. Februar 2006

Gehört

Manchmal vergesse ich fast, dass es auch gute deutsche Interpreten gibt. Katja Ebstein singt hier eine unglaublich beeindruckte Version von Heinrich Heines berühmten Gedicht die schlesischen Weber. Man hört regelrecht das Surren der Webstühle.

Die Schlesischen Weber

Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
„Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!
Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
In Winterskälte und Hungersnöten
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt -
Wir weben, wir weben!
Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt,
Und uns wie Hunde erschießen läßt -
Wir weben, wir weben!
Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt -
Wir weben, wir weben!
Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht -
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch,
Wir weben, wir weben!“

Heinrich Heine

Flaschengeister

Braende


Braende2


Eigentlich stolpert man nur in Landgasthöfen über sowas. Ich bin ja nicht immer ganz präsent, darum habe ich erstmal an eine anatomische Sammlung gedacht, in der Art, wie sie unser heimatlicher Apotheker manchmal im Schaufenster hat. Spargelschnaps, das habe ich noch nie gesehen. Holunder, Schlehe, Hopfen, auch mal Hafer.

Keine Ahnung wie's schmeckt. Ich trinke nichts Hochprozentiges, ausser im akuten Krankheitsfall, was mir aber schon schräge Blicke eingebracht hat, denn das Zeugs ist viel zu kostbar, um weibliche Wehwehchen damit zu kurieren.

Montag, 20. Februar 2006

Deutsch-Arabische Freundschaft

Raphael: Ihre Mutter hat ein Theater gemacht, weil ich ihr nichts zum Valentinstag geschenkt habe.
loreley: Wundert mich nicht. Habe ich dir nicht gesagt, dass du ihr was schenken sollst?
Raphael: Ich glaube fast, du willst, dass ich sie heirate.
loreley: Natürlich will ich, dass du sie heiratest, sonst haben wir doch kein Geld.
Raphael: Du bist unmöglich.
loreley: Muss am Föhn liegen.
Raphael: Ich habe ihr dann noch ein Plüschtier bei Starbucks gekauft.
loreley: Dann ist ja alles gut.
Raphael: Fährst du diesen Sommer mit mir weg?
loreley: Mal sehen. Meine Schwester will, dass ich mit ihr nach Schottland gehe. Ich würde gern Golf spielen.
Raphael: Dann wirst du eine Niere verkaufen müssen.
loreley: Was?
Raphael: So sagt man, wenn etwas sehr teuer ist.
loreley: Gut, dass ich dich habe, sonst wüsste ich nicht, was man so sagt.
Raphael: Immer deine Schwester. Ohne sie kämst du nirgendwo hin.
loreley: Golf spielen ist nichts besonderes in Schottland. Du erinnerst dich an Mike? Der hat nicht viel Geld, spielt aber praktisch jeden Tag Golf. Er klettert aus dem Fenster und schon ist er auf dem Golfplatz.
Raphael: Erwähne seinen Namen nicht in meiner Gegenwart.
loreley: Ich fand ihn immer sehr nett. Wir haben uns viel über Fussball unterhalten.
Raphael: Wirst du ihn besuchen?
loreley: Kaum. Ich wäre ja dann auch nicht allein in Schottland unterwegs.
Raphael: Ich fahre demnächst nach Saudi Arabien mit meinem Chef.
loreley: Saudi Arabien? Mein Beileid.
Raphael: Wir machen wichtige Geschäft dort.
loreley: Er hat dich doch nur als Privatsekretär eingestellt, weil er Gesellschaft will.
Raphael: Du hast keine Ahnung. Er war bei Bush Senior in der Adminstration und hat Kontake zum saudi-arabischen Königshaus.
loreley: Dir ist auch nichts zu blöd. Weshalb braucht er dich eigentlich?
Raphael: Ich kann dir nichts über meine Arbeit erzählen, sie ist streng vertraulich.
loreley: In Saudi Arabien kann man nicht Golf spielen. Du wirst dort nicht mal einen anständigen Drink bekommen.
Raphael: Du hast keine Ahnung. Du würdest dich wundern.
loreley: Du wirst also Golf spielen und Whiskey trinken, wie ich in Schottland?
Raphael: Du bist unmöglich.
loreley: Wie ich schon sagte, wir haben Föhn.

Dienstag, 21. Februar 2006

LORELEY-KOLUMNE

Vogelgrippe ist bei uns angekommen. Schlimm?

Klar ist das schlimm. Vorallem für die Vögel und Geflügelzüchter. Wenn aber unsere Gesundheitsministerin mit ratlosem Gesicht dasteht und sagt, dass für so und soviel Prozent der Bevölkerung Antiviren Mittel zur Verfügung stehen, fragt man sich schon, ob das beruhigend sein soll.

Karikaturenstreit und kein Ende. Nervt doch oder?

Und ob das nervt. Als ob man nicht andere Sorgen hätte.

Blogs sind doch nicht relevant oder doch?

Es gibt hervorragende Blogs, die mehr Informationen rüberbringen, als jede Zeitung oder Fachmagazin. Ein Beispiel ist Pro Tennis Fan. Nirgends sonst bekommt man so umfassende Information über das aktuelle Tennisgeschehen.

Bei Sarah Kuttner sinken die Quoten, jetzt hat der Spreeblick Blog Zoomo dazu aufgerufen die Show anzuschauen. Gut?

Ich finde Sarah Kuttner auch sehr ok. Es liegt bestimmt nicht an ihr, wenn die Quoten schlecht sind. Fernsehen ist einfach out.

Warum soll denn Fernsehen out sein?

Ok, vielleicht hat es noch eine Berechtigung bei Live-Übertragungen. Sportereignissen zum Beispiel oder Konzertübertragungen. Nur gibt es immer weniger Menschen, die etwas wirklich regelmässig verfolgen.

Mittwoch, 22. Februar 2006

Zitiert


..."But I don't want to go among mad people," ," Alice remarked. "Oh, you can't help that," said the Cat: "we're all mad here. I'm mad. You're mad."

Alice's Adventures in Wonderland

Sonntag, 26. Februar 2006

Good Morning Munich

Neuschnee-in-Schwabing

Alte Leute

Ich habe mich immer gern mit alten Leuten unterhalten. Schon als Kind mochte ich ihre Gesellschaft. Frau L. war Näherin und hatte als junges Mädchen die Flucht vor den Russen und ein dänisches Lager überstanden. Sie war gross und hager und trug eine Brille. Sie war auch unsere Nachbarin, denn sie wohnte nebenan im evangelischen Pfarrhaus. Ich hörte ihr zu, während sie nähte.

Sie erzählte in ostpreussischem Singsang, wie sie Verstorbene einkleidete, damals in Masuren. Ich hörte der alten Frau noch immer den Schauer an, den ihr diese Arbeit bereitete. Wahrscheinlich war sie zu der Zeit nicht viel älter als 14. Damals fing man früh an zu arbeiten. Zuhause helfen mussten Kinder sowieso. Schlimm wäre gewesen, als sie einmal eine junge Tote anziehen musste.

Mit ihrer Näharbeit besserte Frau L. ihre kleine Rente auf und hatte auch immer Gesellschaft, denn man musste oft zu Anproben. Viel wollte sie nicht für ihre Arbeit, aber es dauerte lange, bis was fertig war. Sie hatte auch einen unehelichen Sohn, dem sie ein Studium ermöglicht hat. Meine Rechenkünste reichten aus, um mir zu denken, dass er gleich nach dem Krieg geboren sein musste. Obwohl er als Manager in einem Konzern sehr gut verdiente, wollte seine Mutter kein Geld von ihm nehmen. Er lebte mit seiner Frau und 2 Kindern etwa 2 Stunden entfernt von unserem Ort. Manchmal besuchte er sie.

Einmal war ich dabei, wie sie Königsberger Klopse zubereitete. Die Klopse waren viel grösser, als die bei meiner Grossmutter, die auch aus Ostpreussen stammt. Fast so gross wie Tennisbälle. Gott sei Dank fragte sie mich nicht, ob ich was davon wolle.
Ich erinnere mich auch, dass sie ganz begeistert war, als ich ihr ein Kleid, das ich auf dem Flohmarkt gekauft hatte, zum ändern brachte, weil es ganz und gar von Hand genäht war. Mir wäre das nie aufgefallen. Aber selbst sie hatte sowas noch nie vorher gesehen. Dabei war das Kleid höchstens aus den Siebzigern.

Von der Flucht hat sie mir nichts erzählt, auch nur sehr wenig vom Lager. Nur von ihrem Dorf in Ostpreussen und wie es war neu anzufangen in Süddeutschland. Sie hatte keinen Mann, hat alles allein geschafft. Sie war ernst und stolz. Ich glaube, ich habe sie nie lachen sehen.

Montag, 27. Februar 2006

Memphis - Haas Champion


Mit seinem Sieg über den Schweden Robin Söderling feiert Tommy Haas seinen 2. Turniersieg dieses Jahres. Damit gehört er zu den erfolgreichsten Tennisspielern der noch jungen Saison. Dieser Sieg wird ihn besonders freuen, denn 1999 holte er in Memphis seinen ersten von insgesamt 9 Titeln.

RMK Championships Memphis

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