Beim Trinken dieses exzellenten Portweins daran denken müssen, dass die Trauben dafür noch mit blossen Füssen getreten werden. Handgelesen sind sie natürlich auch.
Dieser stammt aus dem Surprise-Paket von Delinat, einem Degustierservice aus der Schweiz, der mit biologisch angebauten Weinen handelt. Sehr empfehlenswert für Weinliebhaber.
Anmerkung:
In früheren Zeiten wurde solch ein Wein als Stärkungsmittel verabreicht.
DELINAT
Was einem auf dem Land als erstes auffällt, ist die Ruhe dort. Sie ist spürbar, sie legt sich buchstäblich auf einen, besonders im Winter, wenn der Schnee noch zusätzlich alle Geräusche dämpft. Nach etwa einer Stunde wird man endlich auch ruhiger.
Wer wegen stressbedingter Appetitlosigkeit im normalerweise verfressenen November/Dezember, leichter ins Neue Jahr geht, kann gelassen ein paar Krapfen verdrücken. Irgendwie hol' ich das schon wieder auf.
Hans: Nick Hornby schreibt ähnlich wie Stephen King.
loreley: Inwiefern?
Hans: Genauso flapsig.
loreley: Stephen King ist der einzige Schriftsteller, dem ich mal geschrieben habe.
Hans: Hast du schon einmal erzählt.
loreley: Als er zu fantasymässig wurde, habe ich aufgehört ihn zu lesen.
Hans: Wem sonst würdest du schreiben?
loreley: Rimbaud zu schreiben, würde ja keinen Sinn machen.
Hans: Was würdest du ihm schreiben?
loreley: Komm zurück mein Freund.
Hans: Hat er das nicht Verlaine geschrieben?
loreley: Woher weisst denn du sowas?
Hans: Henry James?
loreley: Nein. Zuviel Verehrung.
Hans: (mit einem Grinsen) Adam Green?
loreley: Spinner.
Hans: Er hat doch Honey zu dir gesagt, oder?
loreley: Schon. Das war süss von ihm. Aber eigentlich war immer Peter Ustinov mein idealer Typ.
Hans: Auf Männer in deinem Alter stehst du wohl nicht?
loreley: Hmm. Verrückt wie eine Scheisshausratte.
Hans: Adam Green?
loreley: Spinner. Das ist ein Stephen King Zitat.
Hans: Scheiss in 'nen Stiefel und friss es.
loreley: Ein alter Hund lernt keine neuen Tricks mehr.
Hans: Neuer Wein in alten Schläuchen.
loreley: Jemand sollte Holz nachlegen.
Hans: Stephen King?
loreley: Idiot.
Wie wir uns eigentlich begegnet sind, weiss ich nicht mehr. Nur, dass wir uns jeden Tag nach dem Abendessen trafen, um durch die Stadt zu streifen. Wir, das waren meine Schwester, ich und er. Manchmal schlossen sich uns noch ein oder zwei Mädchen aus der Turngruppe meiner Schwester an. Wir hatten kein eigentliches Ziel, meistens landeten wir in einem der kleinen Parks der Stadt. Er redete ununterbrochen. Wir hörten zu. Manchmal hatte er noch seinen kleinen Bruder dabei. Ich erinnere mich, wie wir einmal mit seinem Feuerzeug als Scheinwerfer, nach 50 Pfennig suchten, die der Kleine verloren hatte. Wir leuchteten die Wege ab, bis das Geld gefunden war.
Dann wurde es wahrscheinlich Winter, denn wir sahen uns nicht mehr. Schliesslich tauchte er eines Tages wieder auf, in unserer liebsten Location, zum tanzen. Tanzen war unsere Leidenschaft. Eines Tages erzählte er mir mit einem Strahlen, dass er nach K. gezogen sei, um dort Erzieher zu werden und für ihn ein neues Leben geginne, fern von den Kleinstadtspiessern.
Den kommenden Sommer verbrachten meine Freundin H. und ich in dem vor der Stadt gelegenen Hexenhäuschen von Freunden, die verreist waren. Nachts schliefen wir in Alkovenbetten und die Tage verbummelten wir im riesigen Garten, redend, lesend, grasrauchend oder einfach nur in der Hängematte schaukelnd. Er hatte für den Sommer scheinbar auch nichts vor, denn wir sahen ihn täglich, wenn er auf seinem Weg in den Ort an unserem Garten vorbei musste. H. fragte ihn, wo er hingehe. Er meinte, er hole nur Zigaretten, die es in dem Zigarettenautomaten des Vorortes, wo seine Leute wohnten, nicht gäbe. Sein tägliches Erscheinen am späten Nachmittag, war der Höhepunkt des Tages. "Hast du schon einmal einen so schönen Mann gesehen?" frage mich H. "Er ist unser Idol." Sie versuchte ihn in Gespräche zu verwickeln. Meistens blieb er nur kurz stehen, lächelte milde, gab ein paar Bonmonts zum besten und verabschiedete sich. Ich wünschte mir nichts mehr, als dass er zu uns in den Garten käme. Wir sahen mehr als nur passabel aus und hielten uns für brilliant. Elite, wie H. immer sagte. Unsere Freunde kamen zurück und es gab ein grosses Fest mit offenem Feuer, Musik, Wein und alle kamen. Auch er kam wieder vorbei, dieses Mal auf dem Heimweg. Ich ging ihm nach und bat ihn, doch bei unserem Fest dabeizusein. Er schüttelte nur lächelnd den Kopf.
Eines Tages sagte H. zu mir: "Rate mal, wer gestern in den Storchen kam, und aussieht wie Marlene Dietrich?" "Er nennt sich jetzt Sacha, ist in Berlin und wir haben den ganzen Abend geredet. Was für ein Auftritt. Du hast was verpasst." Ich war gleichzeitig froh und enttäuscht, nicht dort gewesen zu sein.
Ein paar Jahre später war er wieder hier, es hiess es ginge ihm nicht so gut, er ruhe sich etwas bei seinem Vater aus. Er lief mir ständig über den Weg, versuchte ein Gespräch. Er war mir fremd geworden. Vielleicht wollte ich nur nicht reden, es ging mir nämlich auch nicht besonders. Ausgeschaut hat er wie immer. Ich begann die Stadt am Nachmittag zu meiden. Aber er sass in meiner abendlichen Anlaufstelle für 2 Gläser billigen Weisswein. Begrüsste mich als Schöne Frau und sah mich dauernd an. Ich meine, er schaute mich richtig an. Seine Komplimente und Flirterei war mir unangenehm. Auch wollte ich nicht, dass er mir zusah, wie ich mich langsam betrank. Aber ich war ja nicht mehr lange am Ort. Als ich H. von diesen Begegnungen erzählte, meinte sie: "Er hat seinen Glanz für dich verloren."
Ich war schon ein paar Jahre in München, als ich Post von H. bekam, mit einem ausgerissenem Artikel aus einem Magazin. Es war von ihm die Rede. Von Travestieshows, Drogen, Prostitution, Amsterdam, Gefängnis und dem Wunsch nach einer operativen Geschlechtsumwandlung. Fotos waren auch zu sehen. Er, nackt, lasziv posierend, mit weggeklemmtem Penis. Keine Ahnung, warum er mir jetzt plötzlich wieder in den Sinn kam. Jahrelang habe ich nicht mehr an ihn gedacht.
Raphael: Ich danke Gott jeden Tag, dass ich kein Muslim bin.
loreley: Wieso das?
Raphael: Wegen dem Sex. Ein Muslim schaut an sich runter und weiss nicht, was er damit anfangen soll. Ausserdem liebe ich Jesus.
loreley: Ich bin mal mit einem Sheikh im selben Lift gefahren. Er hat nicht geschaut.
Raphael: Ein Sheikh schaut nicht.
loreley: Was hältst du von der Deutschen, die im Iraq entführt wurde?
Raphael: Die muss verrückt sein. Wie kann man im Iraq leben wollen. Es gibt nur zwei arabische Länder, die gut sind. Der Libanon und die Vereinigten Arabischen Emirate.
loreley: Wie lange kennen wir uns jetzt eigentlich?
Raphael: 6 Jahre. Du hast noch meine erste Freundin gekannt.
loreley: Du warst noch Jungfrau mit 19? Wie süss.
Raphael: Lass uns nach Dubai gehen, da ist es jetzt schön.
loreley: Ich hab' keine Zeit. Wie geht es übrigens deiner Freundin oder gibt es schon wieder eine neue?
Raphael: Sie stresst mich.
loreley: Nimm doch mal eine in die du richtig verliebt bist.
Raphael: Ich werde die lieben, die ich heirate. Sie wird Jungfrau sein, das ist Tradition. Sie muss rein sein.
loreley: Und du sagst immer, du seist mehr europäisch, als arabisch.
Raphael: Du liebst mich nur, weil du denkst, ich sei orientalisch.
loreley: Du bist mein Orient.
Raphael: Viele Frauen wären gern an deiner Stelle.
loreley: Kaum.
Raphael: Ich begehre keine so wie dich.
loreley: Jetzt hör aber auf. Es ist immer das gleiche mit dir.
Raphael: Du bist Schuld, dass es immer das gleiche ist. Du sagst immer nein.
Hans: Hitchcock hätte Woody Allens Film gemocht.
loreley Ich finde "Matchpoint" hat auch viel von Henry James.
Hans: Jonathan Rhys-Meyers spielt fantastisch.
loreley: Er kann mehr als nur einen Typ darstellen. Dabei ist er nur zufällig zur Schauspielerei gekommen.
Hans: Der Zufall spielte also auch in seinem Leben eine grosse Rolle.
loreley: Ich habe am Anfang seiner Karriere mal über ihn recherchiert. Er liebt übrigens Pferde sehr. Deshalb heisst er bei mir auch nur der Pferdejunge.
Hans: Du gibst Leuten immer so Namen. z.B. deinen Nachbarn.
loreley: Wie der Giftzwerg, der Bergsteiger oder die Übermutter.
Hans: Bis mal einer seinen Spitznamen mitkriegt.
loreley: Ich hatte gestern Ärger. Mein spezieller Freund hat doch tatsächlich den semi-fiktiven Dialog mit ihm gesehen. Er war etwas angefressen.
Hans: Er ist eh ein Arsch.
loreley: Ich habe ihm versichert, dass keiner der ihn kennt mein Geschreibsel liest.
Hans: Höchstens zufällig.
Via
toytownmunich habe ich erfahren, dass Jamie Oliver morgen in der Stadt ist.
Ab 16 Uhr signiert er im Hugendubel sein neuestes Kochbuch. Obwohl ich ihn für seine Aktionen und seine Kochshow mag, finde ich seine Bücher overrated.
Klasse fand ich aber, dass er Bill Clinton einen Korb gegeben hat, als dieser mit seiner Entourage in seinem Restaurant in London war und den Chef persönlich sprechen wollte. Sie mussten das ganze vorbereitete Menü wegschmeissen, nur weil niemand von Clinton's Leuten imstande war, es den Köchen vorher mitzuteilen, dass Mr. Clinton plötzlich eine Florida-Diät macht. Jamie meinte, nur um Salat und Hühnchen zu essen, könne Clinton ins Hard-Rock-Cafe gehen. Recht hat er.
6-3, 0-6, 6-4, 6-7, 8-6, besiegte Nicolas Kiefer den Franzosen Sebastien Grosjean. Es soll ein emotionsgeladenes Match gewesen sein. Knapp 5 Stunden dauerte die Hitzeschlacht in Melbourne und Kiwi steht jetzt im Halbfinale eines Grand Slams. Sein nächster Gegner ist mit grosser Wahrscheinlichkeit Roger Federer. Die Frage ist nur, wieviel Energie hat Kiefer noch übrig. Wäre schade, wenn er den Schweizer nicht richtig fordern könnte, denn er gehört zu den wenigen Spielern, die dazu imstande sind.
Australian Open Official Website
Dieses
Buch ist meine Empfehlung zum
Mozartjahr, ausser seine Musik hören natürlich.
Ich merke gerade, dass es das Buch nur noch anitquarisch oder bei eBay gibt. Bestimmt ist auch Frau Hamanns
neues Mozartbuch genauso lesenswert, wie überhaupt alle Bücher von
ihr.
Er hat es geschafft. Ein von Emotionen überwältigter Roger Federer mit der von Rod Laver überreichten Trophäe. Es ist sein 7. Grand Slam Titel. Sein ungesetzter Gegner Marcos Bagdhatis aus Zypern, hat fast 2 Sätze lang an seinem Thron gerüttelt. 5-7 7-5 6-0 6-2. Vielleicht Federer's wichtigster Sieg, denn so kann es sich die Chance sichern, vielleicht dieses Jahr den Grand Slam zu schaffen. Etwas was seit Rod Laver keinem Spieler mehr gelungen ist.
Noch ein Wort zum Unterlegenen. Marcos Baghdatis ist erst 20 Jahre alt und war einmal Junioren Weltmeister. Er hat ein unglaubliches Turnier gespielt und dabei gesetzte Spieler, wie Andy Roddick, Ivan Ljbuicic und David Nalbandian in hart umgekämpften Matches nach Hause geschickt.
Australian Open Official Website
Abseits von der Loipe ist man weit weg von allem. Die Sinne sind wach, aber ruhig. Mir ist warm, nur die eingeatmete Luft schneidet ein wenig. Endloses Gleiten auf den Skiern. Ich höre sie, bevor ich sie sehe. 3 Kinder in einem kleinen Pferdeschlitten. Sie wohnen erst seit kurzem hier. Sind von F. hergezogen. In der Küche singt die Mutter, die Opernsängerin, eine Mozartarie. Der Mann bietet mir an mich zurückzufahren. Aber ich freue mich schon den ganzen Tag auf die Abfahrt. Wie ich fliege. Einen Moment der Gedanke, vielleicht zu stürzen. Das war vor dem Bänderriss anders. Der Hund tanzt um mich herum. Es ist dunkel geworden. "Du warst lange weg." Hans schaut mich erleichtert an.
Best Picture:
“Brokeback Mountain”
“Capote”
“Crash”
“Good Night, and Good Luck”
“Munich”
Best Actor:
Philip Seymour Hoffman
Terrence Howard
Heath Ledger
Joaquin Phoenix
David Strathairn
Best Actress:
Judi Dench
Felicity Huffman
Kiera Knightley
Charlize Theron
Reese Witherspoon
Best Actor in a supporting role:
George Clooney
Matt Dillon
Paul Giamatti
Jake Gyllenhaal
William Hurt
Best Actress in a supporting role:
Amy Adams
Catherine Keener
Frances McDormand
Rachel Weisz
Michelle Williams
Hier die ganze Liste.
Ich habe trotz der 8 Nominierungen keine Lust
Brokeback Mountain anzusehen.
Der deutsche Beitrag
Sophie Scholl ist auch im Rennen.
Dass
Walk the Line nicht in der Kategorie "Best Picture" nominiert ist, kann man als Skandal sehen.
Für mich sehr enttäuschend, dass
Matchpoint nur in der Kategorie "Original Screenplay" nominiert ist.
Obwohl ich von den meisten Filmen nur die Trailer kenne, lehne ich mich aus dem Fenster und sage: ziemlich schwach alles miteinander.