Donnerstag, 21. August 2014

US Open - Die Auslosung

Ohne Nadal wird es für alle leichter. Am leichtesten natürlich für Federer, der durch dessen Absage auf zwei gesetzt wurde.

(1)Novak DJOKOVIC SRB vs Diego SCHWARTZMAN ARG
Gilles MULLER LUX vs Paul-Henri MATHIEU FRA
Maximo GONZALEZ ARG vs Sam QUERREY USA
Yen-Hsun LU TPE vs (28)Guillermo GARCIA-LOPEZ ESP

(22)Philipp KOHLSCHREIBER
GER vs QUALIFIER
(WC)Michael LLODRA FRA vs Daniel GIMENO-TRAVER ESP
Mikhail KUKUSHKIN KAZ vs Jan-Lennard STRUFF GER
(WC)Marcos GIRON USA vs (13)John ISNER USA

Djokovic befindet sich in einem Formtief, aber wer soll ihn hier schlagen?

Kohlschreiber und Isner sind zum dritten Mal in Folge auf Kollisionskurs bei den US Open. Der Amerikaner hat sich heute allerdings vor dem Viertelfinale in Winston Salem den Knöchel verletzt.

(9)Jo-Wilfried TSONGA FRA vs Juan MONACO ARG
QUALIFIER vs Aleksandr NEDOVYESOV KAZ
Pablo CARRENO BUSTA ESP vs QUALIFIER
Benoit PAIRE FRA vs (24)Julien BENNETEAU FRA

(31)Fernando VERDASCO ESP vs Blaz ROLA SLO
Bradley KLAHN USA vs Andrey KUZNETSOV RUS
QUALIFIER vs Radek STEPANEK CZE
Robin HAASE NED vs (8)Andy MURRAY GBR

Mit Tsonga oder Murray im Viertelfinale hat Djokovic eine schwerere Auslosung als das Glückskind Federer.
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(3)Stan WAWRINKA SUI vs Jiri VESELY CZE
Thomaz BELLUCCI BRA vs Nicolas MAHUT FRA
Blaz KAVCIC SLO vs Donald YOUNG USA
Alejandro FALLA COL vs (30)Jeremy CHARDY FRA

(21)Mikhail YOUZHNY RUS vs Nick KYRGIOS AUS
Sergiy STAKHOVSKY UKR vs Andreas SEPPI ITA
Simone BOLELLI ITA vs Vasek POSPISIL CAN
Edouard ROGER-VASSELIN FRA vs (16)Tommy ROBREDO ESP

Langsam kann man erkennen, dass sich durch Nadals Absage eine Riesenlücke auftut. Aber nicht nur er hat abgesagt. Mit Delpo, Haas und Dologopolov fehlen drei weitere gute Spieler.

Man kann beim besten Willen nicht sehen, wie die Top-8 gesetzten Spieler nicht durchkommen sollen. Nur für Murray ist es schwer.

(10)Kei NISHIKORI JPN vs Wayne ODESKNIK USA
Pablo ANDUJAR ESP vs Jack SOCK USA
Matthew EBDEN AUS vs Tobias KAMKE GER
Albert MONTANES ESP vs (23)Leonardo MAYER ARG

(29)Lukas ROSOL CZE vs QUALIFIER
Victor ESTRELLA BURGOS DOM vs Igor SIJSLING NED
QUALIFIER vs Benjamin BECKER GER
QUALIFIER vs (5)Milos RAONIC CAN

Nishikori hat nicht abgesagt. Aber er könnte in der ersten Runde verlieren. Erst vor drei, vier Wochen wurde ihm eine Zyste am Fuss entfernt.

Der grosse Glückspilz ist mal wieder Milos Raonic. Aber auch für Jack Sock öffnet sich eine Tür.
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(6)Tomas BERDYCH CZE vs Lleyton HEWITT AUS
QUALIFIER vs Martin KLIZAN SVK
Evgeny DONSKOY RUS vs QUALIFIER
Teymuraz GABASHVILI RUS vs (27)Santiago GIRALDO COL

(19)Feliciano LOPEZ ESP vs Ivan DODIG CRO
Steve JOHNSON USA vs QUALIFIER
Lukas LACKO SVK vs Dominic THIEM AUT
Kenny DE SCHEPPER FRA vs (11)Ernests GULBIS LAT

Gulbis und sein Freund und Trainingspartner Dominic Thiem könnten in der zweiten Runde gegeneinander spielen.

Beide zeigten sich in Toronto und Cincinnati nicht in Topform. Thiem noch weniger als Gulbis, der ansonsten eine halbwegs gute Auslosung hat.

(14)Marin CILIC CRO vs Marcos BAGHDATIS CYP
QUALIFIER vs QUALIFIER
Jerzy JANOWICZ POL vs Dusan LAJOVIC SRB
Pablo CUEVAS URU vs (18)Kevin ANDERSON RSA

(26)Gilles SIMON FRA vs QUALIFIER
(WC)Noah RUBIN USA vs Federico DELBONIS ARG
(WC)Bernard TOMIC AUS vs Dustin BROWN GER
Damir DZUMHUR BIH vs (4)David FERRER ESP

Hier sind ein paar mehr Überraschungen möglich. Cilic, Baghdatis, Janowicz, Anderson. Einer spielt gegen Ferrer oder vieleicht sogar Tomic.
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(7)Grigor DIMITROV BUL vs (WC)Ryan HARRISON USA
Carlos BERLOCQ ARG vs Dudi SELA ISR
QUALIFIER vs David GOFFIN BEL
Frank DANCEVIC CAN vs (32)Joao SOUSA POR

(20)Gael MONFILS FRA vs Jared DONALDSON USA
Alejandro GONZALEZ COL vs Dmitry TURSUNOV RUS
QUALIFIER vs Paolo LORENZI ITA
Denis ISTOMIN UZB vs (12)Richard GASQUET FRA

Dimitrov hat erst im Achtelfinale einen starken Gegner. Gasquet war zuletzt wieder verletzt. Also bleibt nur Monfils, der ihn vom Einzug ins Viertelfinale abhalten kann.

Goffin hat gestern in Winston Salem sein 25. Match in Folge gewonnen. Die meisten davon auf der Challenger Tour. Viel Benzin kann er in New York dann nicht mehr im Tank haben.

(15)Fabio FOGNINI ITA vs Andrey GOLUBEV KAZ
Pere RIBA ESP vs Adrian MANNARINO FRA
QUALIIFIER vs (WC)Tim SMYCZEK USA
Andreas HAIDER-MAURER vs (17)Roberto BAUTISTA AGUT ESP

(25)Ivo KARLOVIC CRO vs Jarkko NIEMINEN FIN
Jurgen MELZER AUT vs Marcel GRANOLLERS ESP
Albert RAMOS-VINOLAS ESP vs Sam GROTH AUS
Marinko MATOSEVIC AUS vs (2)Roger FEDERER SUI

Federer hat hier keinen Gegner und auch später nur Dimitrov oder Monfils. Es könnte aber auch die grosse Stunde von Dimitrov werden.

Mittwoch, 20. August 2014

Ice Bucket Challenge für Dominic Thiem

Annika Beck hat mich für die ALS-Challenge nominiert. Danke Annika!

Gestern war es so weit. Mit unserem Gastgeber und Freund Howard J. Talmud. Mega Kameramann: Ernests Gulbis. Am Eiskübel: Physio Michal Novotny. Und nominiert hab ich: Rudi Kurz, Riccardo Bellotti und Dennis Novak. Bamos!

Aber es ist ja nicht nur ein Spaß. Bitte auch spenden!

Auch sonst sieht die Vorbereitung für die US Open eher wie ein Wellnessurlaub aus. Das Essen ist auch besser als in Cincinnati.

Die Hamptons sind wirklich ein schönes Fleckchen Erde. Man könnte bei den Fotos von Michal Novotny fast vergessen, was man jeden Tag an Schrecklichem in den Nachrichten sieht.

Brad Drewett, der ehemalige President der ATP starb an ALS.

Samstag, 16. August 2014

Champions essen nicht bei Applebee's

Man wird Spieler wie Nadal, Djokovic, Federer oder Murray nicht bei Applebee's finden. Ich bin davon überzeugt, dass einer der Gründe, warum die heutigen US-amerikanischen Spieler nicht mehr in den oberen Rankings zu finden sind, ihre falsche Ernährung ist.

Vor zehn Jahren sind sie vielleicht noch damit durchgekommen, aber seit Spieler wie Nadal die Messlatte so hoch gelegt haben, ist das anders. Jemand wie Isner, spielt übrigens kein Tennis. Er schlägt nur Asse und dafür braucht man keine schnellen Beine.

Als der immer noch nicht ganz durchtrainierte Jack Sock vor zwei Jahren über Twitter verzweifelt in Paris eine Filiale seiner Lieblingsfastfoodkette suchte, hat das für viel Erheiterung gesorgt. Tatsächlich haben sie in Paris einen Ableger der Kette.

Ich hatte erwartet, dass Gulbis seine schlechten Essgewohnheiten für immer aufgegeben hat, schliesslich hatte er zugegeben, dass das wahrscheinlich die Hauptursache für sein wenig erfolgreiches Spiel in der Vergangenheit war.

Es war nicht nur scherzhaft gemeint, wenn ich gesagt habe, dass das gute mallorquinische Olivenöl Nadal so stark gemacht hat.

Wenn ich mir die Karte bei Applebee's anschaue, finde ich nichts was ich essen könnte. Am ehesten noch dieser Salat. Aber auf gequältes Chlorhühnchen wäre ich auch nicht scharf.

Ich bin kein Food Nazi. Ich esse, wie die meisten Menschen auch mal etwas, dass nicht so gesund ist, aber mein Plan ist auch nicht, ein grosses Turnier zu gewinnen.

Must Read - Tournament Stars Touch Down in the Midwest, and They Crave Applebee’s

Tennis players are used to hopping among some of the world’s most exciting cities, but here during the Western & Southern Open, they find a different sort of sizzle.

The tournament, also known as the Cincinnati Masters, is 23 miles northeast of downtown Cincinnati and is the lone suburban stop for most of the world’s best players, forcing them to adapt to staples of American life.

John Isner, the highest-ranked American man, defends American culture to European players when the tour rolls through Mason — the tournament’s home for the last 35 years — assuring them that baseball is interesting and that the food is delicious.

“I always say Carrabba’s has great Italian food to a couple of the Italians, and they look at me and laugh,” he said of another restaurant in Mason. “I still stand by that. I don’t know, I think it’s easy. Everybody has their own car, it’s easy to drive here. You’re not fighting awful traffic and mopeds and all sorts of the stuff in Rome.”

Ivan Ljubicic, a retired Croatian player who played in Mason 10 times, now travels the tour as Milos Raonic’s coach.

“Especially coming from Europe, when I eat my first meal at Applebee’s, I feel. ...,” Ljubicic said, puffing out his cheeks and holding his arms out to indicate the width of a sumo wrestler.

Not everyone is satisfied with Mason’s offerings. Maria Sharapova, recently named the highest-paid female athlete in the world for the 10th straight time by Forbes, rented a house during the tournament and has been cooking much of her food there.

“It’s really slim pickings here, in terms of the healthy options,” Sharapova said.

Donnerstag, 14. August 2014

Cincinnati - Another bad day at the office

Ich war halb optimistisch für das gestrige Match gegen Steve Johnson, aber eben nur halb.

Wie man von jemandem, der vor Ort zugeschaut hat, erfahren konnte, hat Gulbis schlecht gespielt. Andere behaupten sogar, Johnson hätte gestern jeden geschlagen.

Tatsache ist, dass Gulbis seit dem Halbfinale bei den French Open kein vernünftiges Resultat mehr zusammengebracht hat. Man kann durchaus Gründe dafür finden. Zusammen mit der langen Spielpause nach Wimbledon, könnte auch eine mentale Erschöpfung eine Rolle spielen.

Man konnte in seinem Match gegen Ivan Dodig sehen, dass es ihm noch an Rhythmus fehlt. Richtig schlecht hat er nicht gespielt, aber mit zu vielen Fehlern, vor allem mit der Vorhand. Er wirkte aber trotzdem selbstbewusst, wenn auch nicht immer konzentriert.

Es fällt jetzt schwer für die US Open optimistisch zu sein. Da er aber gesund ist und sehr fit zu sein scheint, muss man auch nicht gleich schwarz sehen. Es hängt auch viel von der Auslosung ab.

Dass Tsonga, Berdych und Dimitrov nicht einmal ein Match in Cincinnati gewinnen konnten, zeigt wieder wie dünn die Luft in den oberen Rankings ist und wie schwer es ist, möglichst bei jedem Turnier physisch, spielerisch und emotional in Bestform zu sein.*

Von der Japanerin gibt es ein paar Fotos vom Match.

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*Das hat vor ein paar Tagen Djokovic so ähnlich gesagt, der gestern auch wieder früh verloren hat.

Eine Binsenweisheit zwar, aber es ist nicht verkehrt es mal wieder in Erinnerung zu rufen. Wobei jemand wie Djokovic durchaus dazu verleitet, Dauersiege für Standard zu halten.

Mittwoch, 13. August 2014

"I want to shoot myself in this fucking Cincinnati (weather)!"

Mehr gibt es über Cincinnati wirklich nicht zu sagen.

Why are the American hardcourt summer events all in scorching places like DC, Atlanta and Cincy? Why don’t they try to place tourneys in Boston, Seattle and cooler places?

Diese Frage kommt von einem Amerikaner. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es in Boston, Seattle, Chicago oder San Francisco von den Bedingungen her besser wäre.

tough conditions for Gulbis: wind, Court 3 (no ushers, people coming and going at will) and no challenge system (terrible line calls).

Humidity hätte er noch zusätzlich auflisten können. So hatte Gulbis gestern nicht nur mit seinem Gegner zu kämpfen. Es war fast nicht mit anzusehen, aber am Ende hat er das Kampfschwein Dodig in zwei Tiebreaks besiegt.

Cincinnati ist ein erfolgreiches Turnier. Warum ist mir ein Rätsel. Wie halten es die Zuschauer aus, in der Sonne zu sitzen, noch dazu wenn es so schwül ist?

Djokovic hat in Toronto nach seinem knappen Match gegen Monfils enthüllt, dass der Franzose wahrscheinlich der einzige Spieler sei, für den er bereit sei, ein Ticket zu kaufen. Es ist immer wieder schön, wenn eine Nummer eins, mal kurz vergisst, was er NICHT sagen sollte.

Die meisten Zuschauer gehen nicht hin wegen eines bestimmten Spielers, sondern wegen des Events. Vielleicht sind die Turniere ja in so langweiligen Orten, weil die Menschen dort froh um jede Abwechslung sind. Aber es fliegen viele extra hin. Wahrscheinlich von ähnlich trostlosen Städten.

Sehen wird man Gulbis' zweites Match heute nicht. Die drei Showcourts sind von den üblichen Verdächtigen besetzt. Selbst Ferrer und Berdych, Nummer fünf und sechs der Welt, hat man auf einen Aussencourt verbannt. Das Ranking scheint Nebensache in Cincinnati.

Ein paar interessante und lustige Fotos zum Schluss. Es ist ja nicht alles schlecht im Tennis. Die meisten sind von der Japanerin, deren Fotos ich schon letztes Jahr verlinkt habe. Sie scheint tatsächlich immer aus Japan anzureisen.

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Donnerstag, 7. August 2014

Toronto - Nur ein weiterer gesichtsloser Ort der US-Open-Series*



Gulbis bei seinem Erstrundensieg gegen João Sousa.

Viel mehr als dieses kurze Video von einem Zuschauer gemacht, gab es von den beiden Matches, die er gespielt hat, nicht zu sehen.

Seit seinem Halbfinale in Roland Garros hat er keinen Showcourt mehr bekommen. Weder in Queen's, noch in Wimbledon, wo er jeweils als Top-10-Spieler antrat.

Auch in Toronto hat man ihm, obwohl auf 11 gesetzt, keinen der mit Hawk Eye ausgestatteten Plätze gegeben. Die bekamen, neben allen Kanadiern, zahlreiche ungesetzte Spieler aus Ländern, die für die TV-Rechte bezahlen. Ein ehrlich verdientes Ranking spielt keine Rolle, wenn es darum geht, bestimmten Spielern einen Vorteil zu verschaffen.

Der Lette, der nie daran interessiert war, sich an eine Agentur oder Sponsoren zu verkaufen oder jemandem nach dem Mund zu reden, hat da schlechte Karten. Dass Lettland kein Markt ist, brauche ich nicht extra erwähnen.

Gulbis hat fünf Wochen lang kein Match gespielt, das könnte ein Grund sein, warum er gestern gegen Benneteau, trotz unzähliger Breakchancen und zwei Satzbällen, verloren hat. Er hat selten gut gespielt nach einer langen Pause.

Das intensivste Training kann keine echten Matches ersetzen. Dazu ist Benneteau ein unangenehmer Gegner für ihn. Seit er sich bei dem Match in Roland Garros 2010 gegen ihn schwer verletzt hat, scheint da der Wurm drin zu sein.

Bei der Gelegenheit kann ich auch erwähnen, dass Dominic Thiem in einem Interview Christoph Kas erzählt hat, dass Gulbis nur 2000 Euro im Casino verloren hat.

Dennoch wette ich darauf, dass fast alle, die den Mund beim Kommentieren von Matches aufreissen dürfen oder ihre verlogenen Artikel zusammenschmieren, weiter behaupten werden, der Lette hätte sein ganzes Preisgeld von 450 000 Euro verspielt.

Dabei wissen sie es natürlich besser. Aber das gäbe ja keine Schlagzeile her oder eine weitere Geschichte, um dem arglosen Fernsehzuschauer zu erkären, was für ein verantwortungloser Typ Gulbis ist.

*Wenn der Name nicht auf dem Court aufgemalt wäre, würde man in diesen Wochen nicht wissen, wo gespielt wird. Von New York abgesehen, scheinen die Orte alle gleich öde.

Dienstag, 29. Juli 2014

Aufhören, Israel!

Mittwoch, 23. Juli 2014

Must Read - Unforced Errors

The All England Club discovered that its annual Wimbledon yearbook was full of plagiarism. The club kept selling it anyway.

By the end of this year’s tournament, which was contested from June 23 to July 6, the 2013 annual had been removed from the Wimbledon bookshelves. It has also been removed from Wimbledon’s online shop. The book should have disappeared from circulation long before that. Months earlier, as first reported today in the U.K. magazine Private Eye (the article is not currently available online), Wimbledon employees had learned that the author, Neil Harman, had plagiarized large swaths of the 2013 book. Regardless, the title remained on sale until just before the tournament’s end, when the All England Club was confronted by a writer whose work had been pilfered. Harman, who had written the Wimbledon annual for 10 consecutive years, was not assigned that task for 2014. He did, though, still write a piece on Andy Murray for the tournament program. In addition, Wimbledon allowed him to keep his credentials, and invited him to attend the tournament’s exclusive Champions’ Dinner. The club also failed to notify writers whose work they knew had been plagiarized.

Gesichtsverlust

Wimbledon ging mir dieses Jahr gewaltig auf die Nerven. Sie sind dort wohl auch nicht viel besser als bei der Fifa.

Jetzt kam heraus, dass Neil Harman, der vermeintliche Gentleman des Tennisjournalismus, anscheinend seit Jahren in grösserem Umfang von Kollegen für das Jahrbuch des Turniers abgeschrieben hat.

Harman habe ich ja diese Aktion schon übel genommen. Aber im Gegensatz zu vielen anderen, greift er keinen Spieler ungerecht an oder zitiert ihn falsch, zumindest habe ich bei ihm noch nie dergleichen mitbekommen.

Sonntag, 6. Juli 2014

Sommerpause

Sommer2014

Ich habe seit einiger Zeit wenig Lust zu bloggen. Mal sehen, ob es nach dem Sommer anders ist.

Dienstag, 1. Juli 2014

Wimbledon - Eine Überraschung, die vielleicht gar keine so grosse Überraschung ist

Wer Nadal schlagen will, hat die besten Chancen nach Roland Garros und nach den US Open.

Nick Kyrgios habe ich das erste Mal bei den Australian Open wahrgenommen, da hatte Benoit Paire fünf lange Sätze damit zu tun, sich den Australier vom Hals zu halten.

Danach hat man von dem jungen Spieler erstmal nicht mehr viel gesehen. Anscheinend hatte er Probleme mit Verletzungen.

Nadal sah in dem heutigen Match, soweit ich es gesehen habe, nicht annährend so engagiert aus, wie er sonst spielt. Aber vielleicht war er auch zu beschäftigt, nicht die wenigen Chancen zu verpassen, die ihn vor der Niederlage bewahren würden. Es müssen zu wenige gewesen sein.

Gestern konnte man in einem sehr netten Artikel erfahren, es geht doch nie etwas über eine gute Geschichte, dass der 1,93 m grosse und sehr schlanke Nick Krygios zeitweise mal ein dickliches Kind war. Den Ball hat er natürlich trotzdem gut getroffen.

Wimbledon - Rafael Nadal: “I am not upset that I lost today”

“When you have an opponent who decides to hit the ball really strong and serve like that you are in trouble. I don’t think that I played badly. I hadn’t seen him playing on the other surfaces, grass is only two three tournaments a year but when you serve that big you will always have a chance. I don’t know if he is a guy I will keep meeting the sport is a mental battle at a times, he has all the qualities but things are always a little easier when you are just arriving. When you are there for a while people start to see the negative things about your tennis. We will see if he can stay at the top level but I wish him all the best.”

“When you have nothing to lose you can play the way he did today. When you are playing in the last rounds, it is harder to hit 140 mph second serves. For him the next round for me the beach. My draw was not the best against a lot of players who cannot give you a chance to play very much. I am not upset that I lost today.”

Sonntag, 29. Juni 2014

Zubereitet

Griechischer_Salat1

Griechischer Salat.

Nizzasalat

Salade niçoise oder Nizzasalat, wie unsereiner sagt.

Fussball ist und es regnet, darum habe ich Zeit, ein paar der Salate nachzureichen, die es bei uns bei der grossen Hitze Anfang Juni gegeben hat.

Fussball ist eigentlich ein schöner Sport. Ich kann das auch ganz gut, wie ich feststellte, als der Neffe mich vor ein paar Jahren dazu brachte mitzuspielen. Der Ball und ich waren nicht zu trennen.

Wer Kinder hat, sollte ihnen so früh wie möglich einen Ball zum Spielen geben. Nichts ist besser für die Koordination. Wenn ich sehe, wie die Nachbarskinder sich beim Federball schwer tun, weiss ich, dass sie damit zu spät anfingen.

Nur das Drumherum beim Mediensport Fussball ist weniger schön. Korruption, Umweltzerstörung wegen dem Bau von Riesenstadien und Schädigung von Volkswirtschaften, wie jetzt in Brasilien, machen es nicht besser.

Tennisspieler haben bei gut der Hälfte der Turniere mit ähnlichen oder härteren Bedingungen zu tun, als jetzt in Brasilien bei der Fussball WM. Temperaturen weit über dreissig Grad und hohe Luftfeuchtigkeit sind die Regel.

Bei den meisten der asiatischen Turnieren, etwa in China, kommt noch die Luftverschmutzung dazu. Es ist auch nicht nach 90 Minuten vorbei. Da sind oft gerade mal zwei Sätze gespielt.

Mehr Zubereitetes

Wimbledon - Zwischenbilanz



Rosol ist so ein Typ, der es sich herausnimmt, Nadals Zwangsordnung zu zerstören.

Genutzt hat es ihm natürlich nichts, auch wenn er fast zwei Sätze lang so spielte, als ob er Nadal wieder sein Wimbledon würde vermasseln können.

Während der Mallorquiner sich vielleicht nicht bis ins Finale durchwursteln wird können, waren die ersten drei Runden für Murray und Federer nur zum Aufwärmen. Es ist fast lächerlich, was für Gegner ihnen zugelost wurden. Spieler, die nicht den Hauch einer Chance gegen sie haben.

Aber auch für Djokovic läuft alles nach Plan, wenn man von dem Schrecken nach diesem Sturz absieht. Man hätte meinen können, dass er sich die Schulter ausgekugelt oder was gerissen hat. Aber wie Murray oder Monfils hat es der Serbe ganz gut drauf, alles dramatischer aussehen zu lassen als es ist.

Die dritte Runde konnte wegen Dauerregen nicht ganz durchgespielt werden. Am Montag wird es deswegen sehr, sehr viele Matches geben, denn in Wimbledon wird traditionell am middle sunday nicht gespielt. Ich schätze die Sonntagsruhe zwar auch, aber das ist schon ein wenig übertrieben.

Sonst lief bisher fast alles so, wie man es mit der Auslosung vorhersehen konnte. Ausser, dass zwei sehr junge Spieler die Routiniers Monfils und Gasquet in jeweils fünf Sätzen ausgehebelt haben.

Ich ahnte, dass Jiri Vesely und Nick Kyrgios auf dem Belag ihre Chancen haben und hoffte, dass Gulbis sie nicht früh zugelost bekommt, aber stattdessen bekam er ja Stakhovsky.

Apropos Stakhovsky. Der Ukrainier hat in der nächsten Runde gegen Jeremy Chardy verloren. Er spielte viel schlechter. Was ist das für ein Tennis, dass immer nur für einen spektakulären Sieg in Wimbledon gut ist?

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

Kunst

Irgendwo an der Isar.

Nicht meine Art, aber meine Art von Kunst im öffentlichen Raum.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Wimbledon - Ernests Gulbis in der Pressekonferenz nach seiner Niederlage gegen Stakhovsky

Q. I know you know him quite well and I’m sure you were expecting him to be serving well. You barely had any looks at his serve. What was making it tough today?

ERNESTS GULBIS: Today he served well in the match. Nothing was working from my side. Two of my biggest weapons, my serve and return, wasn’t there.

Especially the serve. I couldn’t get any free points from my serve. There is different reasons because of that. I don’t want to get into details because of that.

Sergiy, a lot of credit to him. That’s why he beat Roger last year. That’s why he beat Roger last year on grass. The guy has a good game plan. He comes in; he chips the ball; he takes out the pace.

I just wasn’t hitting the ball well enough today.


Q. With your serve, do you feel that grass should be a surface that you’re comfortable with?

ERNESTS GULBIS: In a way, yes. But, you know, grass is very specific. With these Slazenger balls, they don’t take so much spin. You know, even the baseline game, when I spin the ball, the ball collapses. It slides off the strings.

I have the feeling it’s like that. Maybe I’m not explaining it perfectly, but you have to hit the ball much flatter. The serve also. It’s different. It’s just different.

I served really well last year and two years ago in couple matches. Let’s say against Berdych I served incredibly well. But always on grass I played one good match then I play next one bad.

You know, I wasn’t consistent enough. I don’t have a consistent game yet on grass. I need to work on that.

Pizza Napoli

Pizza_Napoli

Dienstag, 24. Juni 2014

Wie Vertreter der Medien versuchen Ernests Gulbis aufs Glatteis zu führen



Der fragende Journalist hat ihn einfach weiterreden lassen, obwohl er merkte, dass Gulbis etwas entscheidendes missverstanden hatte.

Hier ein ausführlicheres Video mit der Frage und der Antwort von Ernests.

Aber da das mit den vampires und umpires nicht prickelnd genug war, bohrten sie weiter mit Fragen nach weiblichen Coaches und ob nicht vielleicht die Medien nach seiner Ansicht Vampire seien.

Immer auf der Suche nach einer Schlagzeile, mit der sie dem Letten eines reinwürgen können, beziehungsweise auf seine Kosten traffic auf ihren nichtsnutzigen Internetmagazinen zu erzeugen.

Nach dem Transkript des Interviews im Anschluss an seinen gestrigen Erstrundensieg gegen Zopp zu urteilen, wurde keine Frage zum Match gestellt. Dabei war es knapper als es den Anschein hat und es hätte einen durchaus die Meinung von Gulbis dazu interessiert.

Freitag, 20. Juni 2014

Wimbledon - Die Auslosung

Gras ist Lotterie, sagt Rafael Nadal und man kann ihm nicht einmal widersprechen.

Damit die Lotterie für einige Spieler etwas günstiger verläuft, hat man in Wimbledon eine besondere Formel ersonnen, um ein wenig an der Setzung zu drehen. Wo käme man auch hin, wenn Murray auf #5 gesetzt wäre, wo doch #3 so viel besser ist?

Hauptleidtragender der Bevorzugung von Spielern innerhalb der Top-32 mit besseren Rasenresultaten, ist Stan Wawrinka. Die Nummer drei der Welt findet sich nun auf fünf gesetzt.

Es gibt viele Spieler, die das ganze Jahr wenig bis nichts zusammenbringen, aber auf Gras können sie besseren Spielern ein Bein stellen, weil sie allein mit dem Aufschlag Ballwechsel verhindern können. Besonders Linkshänder sind im Vorteil.

[1]Djokovic v Golubev
Stepanek v Cuevas
Kravchuk v Simon
Haase v [31]Pospisil
[17]Youzhny v Ward
Wang v Gonzalez
Klahn v Querrey
Melzer v [14]Tsonga

Novak Djokovic hat gestern kurzfristig seine Teilnahme am Vorbereitungsturnier Boodles abgesagt. Er hat Probleme mit dem Handgelenk. Die hatte er auch vor Roland Garros und erreichte dann doch das Finale.
---------------------
[12]Gulbis v Zopp
Stakhovsky v Berlocq
Chardy v Cox
Matosevic v [18]Verdasco
[26]Cilic v Mathieu
Haider-Maurer v Edmund
Tomic v Donskoy
Hanescu v [6]Berdych

Gulbis, die Nummer zehn der Welt, findet sich auf zwölf gesetzt anstatt auf neun. Es könnte gut sein, dass man die Matches von Nishikori, Dimitrov und Isner an Stelle der des Letten auf den Showcourts mit Hawkeye findet. So läuft es in dieser Welt.

Wenigstens konnte er einen der zahlreichen gefährlichen ungesetzten Spieler vom Schlage Kenny de Schepper vermeiden. Aber ganz ohne ist seine Auslosung nicht.

Stakhovsky hat letztes Jahr Federer frühzeitig aus dem Turnier genommen und Verdasco war im Viertelfinale. Zuvor hatte er Gulbis in der dritten Runde eliminiert.
=============
[3]Murray v Goffin
Andujar v Rola
Kamke v Hernych
Johnson v [27]Bautista-Agut
[20]Anderson v Bedene
Volandri v Roger-Vasselin
Gabashvili v Puetz
Al.Kuznetsov v [16]Fognini

Wenn man Murrays Auslosung anschaut, könnte man glauben, es ginge nicht mit rechten Dingen zu, so einfach ist der Weg des Vorjahres-Champions.
---------------------
[11]Dimitrov v Harrison
Saville v Thiem
Young v Becker
Groth v [21]Dolgopolov
[25]Seppi v Mayer
Brown v Baghdatis
An.Kuznetsov v Evans
Carreno-Busta v [7]Ferrer

Dimitrov hat ähnlich viel Glück. Wie kann es auch anders sein, wenn man der Wunschkandiat der Geschäftemacher und deren Erfüllungsgehilfen bei den Medien ist.

Man muss sich nur mal ansehen, wie sich Neil Harman vor den Karren spannen lässt. Von jemanden der für die Times schreibt, erwartet man mehr Integrität.

Dolgopolov hat wegen einer Verletzung, die er sich in Queen's zugezogen hat, das nächste Turnier abgesagt und Ferrer hat seit Paris Probleme mit dem Magen. Beide könnten durchaus noch absagen.
=============
[5]Wawrinka v Sousa
Lu v Nedovyesov
Russell v Reister
Istomin v [32]Tursunov
[19]Lopez v Sugita
Falla v Pavic
Nieminen v Delbonis
Smethurst v [9]Isner

Wawrinka hätte eigentlich ein paar schöne erste Runden, aber er war diese Woche anscheinend ziemlich krank. Der Australian-Open-Champion hatte hohes Fieber. Details hat man nicht erfahren.

Ein Vorteil für Isner oder Lopez, der immer gut auf Gras spielt. Auch er ist ein Spieler, der dieses Jahr erst auf Rasen zu Leben erwacht ist.
---------------------
[15]Janowicz v Devvarman
Hewitt v Przysiezny
Riba v Mannarino
Lacko v [23]Robredo
[30]Granollers v Mahut
Gimeno-Traver v Giraldo
Muller v Benneteau
Lorenzi v [4]Federer

Federers erster Gegner ist wohl mit der einfachste, den ein Spieler zugelost bekommen kann. Lorenzi ist ein schon älterer Sandplatzspieler, der selbst auf Sand nicht herausragend ist.

Benneteau und Muller, der zu den angesprochenen Beinchenstellern gehört, können für andere Spieler eine Hürde sein, aber sicher nicht für Federer.

Hewitt ist gewöhnlich ein Faktor auf Rasen. Aber ganz so stark scheint er mir nicht mehr zu sein.
=============
[8]Raonic v Ebden
Herbert v Sock
Kubot v Struff
Lajovic v [29]Garcia-Lopez
[22]Kohlschreiber v Sijsling
Ito v Bolelli
Ilhan v Kudla
De Schepper v [10]Nishikori

Raonic spielt nicht gut auf Rasen. Er ist zu schwerfällig. Kohlschreiber oder Nishikori werden sich hier durchsetzen.
Der Japaner hat zwar De Schepper für die erste Runde, aber er lässt sich von Aufschlagriesen gewöhnlich nicht beeindrucken.
---------------------
[13]Gasquet v Duckworth
Kyrgios v Robert
Vesely v Estrella Burgos
Jaziri v [24]Monfils
[29]Karlovic v Dancevic
Sela v Kukushkin
Paire v Rosol
Klizan v [2]Nadal

Ich würde Nadal nicht abschreiben, nur weil er ein paar Tage nach seinem Sieg bei den French Open in Halle gegen Dustin Brown verloren hat.

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