Donnerstag, 28. Mai 2015

Must Read - former Breakthrough Players Endure Breakdowns in Paris

“In Austria we have this expression, where we say some people step into every trap,” Bresnik continued. “Wherever there’s a place to slip, they will find it, the one flower petal in the whole room. Ernests is doing this right now. Djokovic and Federer, they see there is a petal, and they draw a circle around it. Ernests just goes right for it. If there’s a possibility to make a mistake, he makes it.”

“The question is, can he another time come up with so much energy to make a comeback?” Bresnik said. “I don’t know. To go to Kitzbuhel, Gstaad, Umag to make the ranking come up again? I don’t know. He needs a lot of effort from the people surrounding him. A lot of everything. A lot of attention.”

Mittwoch, 27. Mai 2015

Mahut wächst gegen Gulbis über sich hinaus

Natürlich hat Gulbis das Match mehr verloren, als dass es Mahut gewonnen hat. Aber Mahut hat gut gespielt.

Gulbis schien mir sehr angespannt, aber vielleicht war er nur extrem konzentriert.

Nach dem Rebreak im ersten Satz ahnte ich, dass das nicht einfach wird für ihn. Irgendwie packte er den zweiten Satz und hätte den dritten Satz nur ausservieren müssen, um mit zwei Sätzen in Führung zu gehen. Aber er konnte das nicht.

Vom Publikum hatte der Lette nichts zu erwarten, die standen wie eine Wand hinter Mahut. Anders als in Australien waren sie aber nicht feindselig gegen ihn. Dazu sind die Franzosen dann doch zu zivilisiert.

Mahut gab in der Pressekonferenz zu, dass er nach dem dritten Satz verhindert hat, dass der Platz gewässert wurde, damit Gulbis mehr Probleme hätte, seinen Aufschlag zu retounieren. Ernests nahm in dem Moment gerade eine Toilettenpause und der Schiedsrichter hat wohl auch nicht aufgepasst.

Ich glaube aber nicht, dass das noch einen Unterschied gemacht hat, denn Ernests wirkte auch körperlich angeschlagen.

In einem Interview mit der lettischen Presse vor ein paar Tagen erzählte er, dass er in Wien wegen seiner Schulter drei Ärzte aufgesucht habe, die ihm alle zur Operation geraten hätten. Er habe eine alternative Behandlungsmethode gefunden, aber die Schulter fühle sich immer noch manchmal steif an.

Er meinte, er käme so langsam wieder ran an sein Spiel, aber leider vielleicht etwas zu spät für Roland Garros. Gulbis ist nicht der einzige gesetzte Spieler, der heute verloren hat.

Fognini, den viele als Darkhorse für Roland Garros auf dem Zettel hatten, verlor glatt gegen den Franzosen Paire. Fognini war anscheinend gehandicapt durch eine Lebensmittelvergiftung. Auch Roberto Bautista Agut und Verdasco sind ausgeschieden.

Dienstag, 26. Mai 2015

Primadonna



Der junge Brite Kyle Edmund hatte gestern gegen den Franzosen Stephane Robert mehr zu erleiden, blieb aber abgebrüht genug, eine strategische Toilettenpause zu nehmen.

Nach seinem 5-Satz-Sieg konnt er sich gar nicht vom Platz losreissen, so gross war die Freude diesen Kampf gewonnen zu haben.

Montag, 25. Mai 2015

Publikumsliebling



Ernests Gulbis das Aschenputtel der ATP. Immer drangsaliert, entweder von den Medien oder von den Fans des Gegners. In dem Fall waren es holländische Fans, die immer in Scharen in Paris auflaufen, sobald einer der ihren dort ein Match spielt.

Dass Igor Sijsling mehr Unterstützung vom Publikum bekommen würde, war in dem Moment klar, als die Spieler vorgestellt wurden. Der Beifall für den Holländer war frenetisch im Vergleich zu dem für den Letten.

Dennoch war es lange Zeit ein Routinematch für Gulbis. Wer den Gegner dominiert, nimmt ihm und seinen Fans den Wind aus den Segeln. Erst als er schon mit zwei Sätzen und Break führte, fing das Theater an.

Kaum dass Gulbis ein klein wenig schwächelte, wachten die schon eingeschlafenen Zuschauer auf. Zweimal gab er ein Break wieder zurück. Inzwischen war Davis-Cup-Atmosphäre. Mindestens zweimal sah man eine La Ola. Es gab Beifall und Gejohle bei jedem Fehler des Letten.

Und natürlich fand der vorher eingeschüchterte Sijsling neuen Mut, aber Gulbis schaffte es trotz der hitzigen Umstände in den Tiebreak und konnte das Match in drei Sätzen gewinnen.

Danach hatte er keine Lust, sich länger als nötig aufzuhalten. Erst das Pfeifen der Zuschauer liess ihn anhalten und den wartenden Kindern doch noch ein paar Autogramme geben.

Erst kürzlich in Rom hatte Feliciano Lopez Probleme mit einer Gruppe Fans von Kyrgios. Nach seinem Sieg ging er wütend zu ihnen hin und hat ihnen die Meinung gesagt. Lopez ist schon ewig Profi, aber das war ihm zuviel. Es wundert einen auch nicht, dass Kyrgios bescheuerte Fans hat.

Es gibt einfach zu viele, die denken, nur weil sie eine Eintrittskarte gekauft haben, können sie machen was sie wollen. Auch die Selfiemanie ist inzwischen ein Problem. Federer ist gestern in seiner Pressekonferenz der Kragen geplatzt, weil ein junger Zuschauer ihn auf dem Centre Court bedrängen konnte.

Es gibt ein Transkript von Gulbis' Pressekonferenz. Da war Ernests wieder ganz entspannt.

Freitag, 22. Mai 2015

Roland Garros - Ein Blick auf die Auslosung

Der langzeitverletzte Del Potro und der Kanadier Milos Raonic sind nicht dabei. Raonic hätte angeblich nur ein paar Tage mehr gebraucht, um nach seiner Fuss-OP wieder einsatzfähig zu sein. Auch Tommy Haas fehlt.

[1]Djokovic-Nieminen
Muller-Lorenzi
Kokkinakis-Q
[27]Tomic-Q

[20]Gasquet-Q
Berlosq-Q
Kavcic-Lu
Smyczek-[15]Anderson

Djokovic darf sich ein wenig warm spielen, bevor er im Viertelfinale auf Nadal trifft. Dass ausgerechnet ihm der neunfache Roland Garros-Champion zugelost wurde, ist ein grösserer Schlag ins Gesicht als der Champagnerkorken, der ihm in Rom um die Ohren geflogen ist.

Der Serbe hatte sich im Vorfeld dafür ausgesprochen, dass man den im Ranking abgerutschten Nadal auf vier setzt, aber anders als in Wimbledon macht man in Frankreich diese Art Spielchen nicht.

[10]Dimitrov-Sock
Carreno Busta-Estrella Burgos
Coric-Querrey
[18]Robredo-Q

[30]Mannarino-Melzer
Kuznetsov-Jaziri
Almagro-Dolgopolov
Halys-[6]Nadal

Grigor Dimitrov dürfte sich gegen Fastfoodjunkie Jack Sock durchsetzen. Ich erinnere mich noch, wie der Amerikaner vor ein paar Jahren verzweifelt nach Chipotle in Paris gesucht hat.

Von Robredo erwarte ich nichts, weil er Madrid und Rom wegen Verletzung ausgelassen hat. Ein wenig gespannt, darf man auf den jungen Kroaten Coric sein. In Nizza spielt er heute das Halbfinale gegen Leonardo Mayer.

Nadals Gesicht als er sah, wie sein Name in Djokovics Viertel gelost wurde spricht Bände. Gewöhnlich treffen sie sich erst im Finale.

[3]Murray-Q
Pospisil-Sousa
Q-Q
Istomin-[29]Kyrgios

[17]Goffin-Krajinovic
Giraldo-Young
Chardy-Q
Seppi-[16]Isner

Auch der neue Sandplatzspezialist Andy Murray darf sich später entweder mit Djokovic oder Nadal abmühen. Man könnte fast glauben, das Draw ist manipuliert um Federer zu begünstigen.

Kyrgios mal wieder mit Glück für die ersten paar Runden. Sein angeblich lädierter Ellenbogen wird sicher wieder in Ordnung sein.

Der wiedererstarkte Aufschlagriese John Isner dürfte sich über seine Auslosung nicht beklagen. Seinen Erstrundengegner Seppi hat man seit Monte Carlo auf keinem Turnier mehr gesehen. Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass Chardy die Nerven gegen ihn behalten wird.

[9]Cilic-Haase
Duckworth-Q
Janowicz-Hamou
Vesely-[23]L.Mayer

[31]Troicki-Struff
Bolelli-Darcis
Gimeno-Traver-J.Sousa
Lacko-[7]Ferrer

Eine wenig aufregende Sektion.

Der US Open-Champion Cilic schwächelt gewaltig seit seiner Schulterverletzung. Die Auslosung ist deshalb nur auf dem Papier einfach für ihn. Wahrscheinlich wird der unverwüstliche Dauerläufer Ferrer den Vorteil daraus ziehen.



[5]Nishikori-Mathieu
Matosevic-Bellucci
Bemelmans-Becker
Q-[32]Verdasco

[19]Bautista Agut-F.Mayer
Q-Rosol
Monaco-Delbonis
Gabashvili-[11]Lopez

Der vom Pech verfolgte Paul-Henri Mathieu spielt wohl das letzte Mal in Roland Garros. Ich hätte ihm einen angenehmeren Gegner als Nishikori gewünscht.

Der Japaner, der durch seine Werbeverträge zu den bestverdienenden Sportlern der Welt gehört, ist bei mir endgültig unten durch. Wahrscheinlich bekommt er bald den nächsten Mulitmillionenwerbevertrag. Anders kann ich mir nicht erklären, warum ein Sportler McDonalds öffentlich lobt.

Verdasco wurde durch die kurzfristige Absage von Milos Raonic noch gesetzt. Glück für ihn und sicher auch für andere gesetzte Spieler.

[14]Tsonga-Q
Kukushkin-Sela
Ramos-Vinolas-Andujar
Soeda-[22]Kohlschreiber

[28]Fognini-Ito
Q-Paire
Dodig-Stepanek
Q-[4]Berdych

Tsonga war schon in besserer Form. Wie Monfils, Gasquet und Simon war er immer wieder verletzt. Man weiss also nicht, was man von ihm erwarten kann.

Auch der flamboyante Benoit Paire kämpft darum, seine Form wieder zu finden. Leider trifft er schon in der zweiten Runde auf einen der besten Sandplatzspieler.

Ob Fognini sich auch gegen Tomas Berdych durchsetzen wird ist fraglich. Das Tennis des Tschechen ist furchtbar einseitig und langweilig. Aber er ist für die meisten Spieler allein auf Grund seiner kraftvollen Schläge nicht zu packen.

[8]Wawrinka-Ilhan
Lajovic-Gonzalez
Berankis-Stakhovsky
Johnson-[26]-Garcia-Lopez

[24]Gulbis-Q
Mahut-Q
Tiafoe-Klizan
Pouille-[12]Simon

Wawrinka scheint durch seinen Sieg über Nadal in Rom seine Schwächephase überwunden zu haben. Vielleicht hat ihm der Wirbel um die etwas unschöne Trennung von seiner Frau etwas zugesetzt.

Gulbis hat ein gute Auslosung. Aber wird es sie auch nutzen können? Wenn Gulbis in normal guter Form wäre, könnte er über die dritte Runde hinauskommen, denn der unangenehm zu spielende Gilles Simon laboriert an einer Nackenverletzung.

[13]Monfils-Roger-Vasselin
Schwartzman-Haider-Maurer
Thiem-Bedene
Groth-[21]Cuevas

[25]Karlovic-Baghdatis
Dzumhur-Youzhny
Granollers-Q
[2]Federer-Q

Das Grinsen von Federer muss heute Mittag noch um einiges breiter gewesen sein, als sonst schon.

Kein für ihn unbezwingbarer Nadal im Viertefinale, den hat der vom Tennisestablishment wenig geliebte Djokovic bekommen. Auch kein vor Selbstbewusstsein strotzender Andy Murray vor dem Finale.

Vielleicht sorgt ja die Wundertüte Gael Monfils für die grosse Überraschung. Aber das ist unwahrscheinlich.

Dem so netten Dominic Thiem hätte man auch eine bessere Auslosung gewünscht. Im Halbfinale von Nizza, hat er heute John Isner geschlagen. Ich hatte ihm das nicht zugetraut.

Must Read - French Open 2015: Rafael Nadal makes a mockery of the rule book

As Rafael Nadal prepares to defend his French Open crown in Paris next week, his time-wasting is making a mockery of the tennis rulebook. The Daily Telegraph can reveal that Carlos Bernardes, the last umpire to seriously challenge Nadal on this point, has been withdrawn from Nadal’s matches since and is unlikely to officiate him at Roland Garros.

The bad blood between the two dates back to Feb 22, and the semi-final of the Rio Open. Bernardes followed the letter of the law by handing Nadal two time violation penalties for exceeding the 25-second limit between points, the second of which cost him a first serve. In a Spanish exchange captured by the courtside microphones, a furious Nadal then told Bernardes: “I will make sure that you don’t arbitrate me anymore.”

Donnerstag, 21. Mai 2015

The Last Time ...



A selfie. What is a selfie?

Mittwoch, 20. Mai 2015

"This is my best tennis I played this year so far. I decided to play some mini tennis with the kids to get my confidence back. Some of them were tough"



Über sich selbst lachen zu können, ist eine von Gulbis' Stärken. Die kleine Veranstaltung fand am Tag vor seinem Match gegen Dolgopolov statt.

Update:

Das Match gegen Thiem lief wie erwartet anders.

Während Dolgoplov ihm mit ein paar Fehlern hier und da ein wenig geholfen hat, spielte Thiem einfach seinen Stiefel runter. Es ist aber nicht so, dass er das immer kann. Wenn Thiem in guter Form ist, spielt er im besten Fall Top-30, vielleicht Top-20 Tennis.

In letzter Zeit lebte er mehr von den Aufgaben seiner Gegner, als von eigenen Siegen. Goffin, Simon und gestern Kyrgios, alle haben dieses Jahr verletzt gegen ihn aufgegeben. In München hat Fognini sein Match gegen ihn abgeschenkt. Madrid war ihm wichtiger. Gut möglich, dass auch Kyrgios keine weitere Energie in Nizza verschwenden wollte.

Gulbis war zu angespannt. Erst im zweiten Satz kam er besser ins Spiel, aber er konnte das frühe Break nicht halten und verlor danach völlig die Konzentration. Insgesamt servierte er nicht gut genug und machte im ungünstigsten Moment die unsinnigsten Fehler.

Während Thiem keinen Druck hatte, ist der Druck auf Gulbis inzwischen unmenschlich. Er war Titelverteidiger in Nizza und nächste Woche in Roland Garros verteidigt er das Halbfinale.

Es ist auch typisches Gulbis-Pech, dass er, kaum dass er wieder mit Bresnik zu arbeiten angefangen hat, gleich im nächsten Turnier gegen seinen Freund und Trainingspartner spielen musste.

Thiem hat nach dem Sieg nicht gejubelt oder Freude gezeigt. Gulbis ging nach der Niederlage auf die Seite von Thiem und hat ihm gratuliert. Den Platz hat er schnell verlassen, dem Publikum aber noch zugewunken. Es hatte ihn nach Kräften unterstützt.

Thiem trifft im Halbfinale auf John Isner. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der es ihm auch so leicht machen wird.

Zitiert

“There are still a lot of things that I need to work on,” “The past three weeks have been really tough practice-wise; a lot of things weren’t working the way I’m used to.

“My best memories of my game were from the beginning of last year until the end of Roland Garros. Since then, I didn’t have really good results and I didn’t really feel well on the court because of different reasons - because of shoulder problems, because of some other reasons… Slowly it’s going to change. I need to win these kinds of matches.”

Sonntag, 17. Mai 2015

Strawberry Tarts Forever

Erdbeertoertchen2

Mittwoch, 13. Mai 2015

Must Read - Murray: „Ich bin ein Feminist“

Sie sprachen in Australien davon, wie wohl Sie sich im Team mit Mauresmo fühlen und wie wichtig dieses Wohl­fühlen für Sie als Spieler ist. Wie darf man sich das konkret vorstellen?

Das ist ganz einfach erklärt. Im Profi-­Tennis verbringst du wahnsinnig viel Zeit mit deinem Team. Und wenn fünf oder sechs Männer an einem Tisch sitzen, ist das immer ein bisschen Wettkampf. Ehrlich gesagt wurde das immer mühsamer für mich, auch dieses ewige Macho-Getue beim Training. Testosteron ist ab einer gewissen Konzentration schwer genießbar. Immer darauf achten, dass du dir keine Blöße gibst, darauf achten, was du sagst, dich nicht öffnen, damit dir das nicht als Schwäche ausgelegt werden kann.

Sonntag, 10. Mai 2015

Zubereitet

Spargel

Spargel klassisch.

Gruener_Spargel

Grüner Spargel mit Kratzete & Parmesansauce.

Erdbeeren

Die Erdbeeren aus Franken sind schon richtig gut.

Mehr Zubereitetes

Donnerstag, 7. Mai 2015

Swag

K_Madrid

Was für ein Knallkörper.

Das grösste und unbezahlbare Glück für Kyrgios ist, dass er zum richtigen Zeitpunkt auf die Szene kommt. Federer und Nadal schwächeln zunehmend und eine ganze Reihe anderer starker Spieler lässt auch nach, sei es durch ihr Alter oder wegen chronischer Verletzungen.

Nach mehr als zehn Jahren hat auch das Publikum nichts mehr gegen etwas Abwechslung. Als Gulbis vor fünf Jahren gegen Federer in Madrid mit Satz und Break führte, stand es noch wie eine Wand hinter dem Schweizer. Gestern war das anders. Zumindest in Madrid scheint man doch ein wenig genug von Federer zu haben und unterstützt auch den jungen Rivalen.

Die Marketingmaschine für den jungen Australier läuft auf Hochtouren. Es stellt beinahe alles bisher dagewesene in den Schatten. Aber Nick Kyrgios polarisiert. Sei es durch sein geckenhaftes Äusseres, so trägt er zwei riesige Diamantohrringe oder durch sein freches Gebahren auf dem Platz.

Das wirklich Schlimme ist aber, dass die Schiedsrichter ihm, ähnlich wie Andy Murray und früher Roddick, alles durchgehen lassen. Wenn sie die Regeln richtig anwenden würden, wäre der Australier dieses Jahr schon zweimal disqualfiziert worden. Auch gestern bekam er keinen Punktabzug.

Feliciano Lopez hat sich erst vor wenigen Tagen darüber beklagt, dass gewisse Spieler einen Freibrief bei den Schiedsrichtern haben. Jeder weiss, dass er Kyrgios meinte, gegen den der Schiedsrichter in Estoril in einem Match gegen seinen Landsmann Ramos, die Regeln wieder nicht anwandte.

Die Medien werden Kyrgios nicht übermässig kritisieren, dafür sind Tennis Australia und Nike zu mächtig. Kygrios sei gut für das Tennis, ist die allgemeine Auffassung. Man braucht nach Federer und Nadal dringend einen neuen Superstar. Der Bulgare Dimitrov ist es trotz allen Hypes bisher nicht geworden und der besonnene Kanadier Raonic auch nicht. Aber ein Australier ist natürlich viel besser.

Das Tennis von Kygrios ist nicht viel anders, als das von anderen Servebots. Federer wird normalerweise gut mit dieser Art Spieler fertig. Er war bis auf eine Ausnahme ruhig und konzentriert. Sein Auftaktmatch hat er verloren, obwohl er viel mehr Gewinnschläge und weniger unerzwungene Fehler gemacht hat. Hinterher meinte er, dass er schlecht retourniert und keinen Rhythmus gefunden habe.

Der nächste Gegner von Nick Kyrgios ist schon heute der König aller Aufschläger John Isner. Sollten wieder Tiebreaks gespielt werden, dürfte der Amerikaner den Vorteil haben, aber nur so lange er sich nicht von Kyrgios' Mätzchen irritieren lässt.

Dienstag, 5. Mai 2015

Gekämpft wie ein Löwe & trotzdem verloren

EG_Goff

Man muss das Positive an dem Match sehen.

Gulbis hat mir viel besser gefallen, als in den meisten anderen Begegnungen, die man von ihm dieses Jahr sehen konnte. Sein Kampfgeist zeigt sich wieder deutlich und er hat annähernd die Körpersprache, die man von ihm gewohnt ist.

Wenn er die Fehler runterschrauben kann, gewinnt er solche Matches wieder. Erst recht gegen Spieler wie David Goffin. Er hat in vielen Aktionen gezeigt, was für ein brillianter Spieler er sein kann. Das hier ist ein eher spassiges Detail.

Das Tennis, das sein Spiel so viel sehenswerter macht, als das der meisten anderen Spieler, ist immer noch da, aber es muss noch besser funktionieren. Vor allem in kritischen Situationen. Die mangelnde Matchpraxis ist da ein Teil des Problems.

Wie Federer immer wieder sagt, reichen fünf schwache Minuten um ein Drei-Satz-Match zu verlieren. Bei Kohlschreiber gestern in München waren es sogar nur zwei.

Es ist und bleibt ein steiniger Weg für den Letten.

Hier und hier ein paar von vielen Fotos vom Training in Madrid.

Montag, 4. Mai 2015

BMW Open - Murray Champion

Murray_Kohl

Murray musste sehr hart arbeiten, um Kohlschreiber zu besiegen. Sicher freut er sich über seinen ersten Titel auf Sand mehr, als über das Auto oder die Lederhose.

Die Bedingungen müssen Kohlschreiber, der in München und anderen deutschen Turnieren immer inspiriert spielt, mehr gelegen haben. Das war schon gestern so, als nach wenigen Spielen das Finale endgültig auf Montag verlegt wurde.

Kohlschreiber hätte sogar auf dem durchweichtem Untergrund und im Nieselregen weitergespielt. Aber das waren irreguläre Bedingungen und richtig gefährlich, vor allem für den grösseren und schwereren Schotten.

Auf Facebook äusserten sich viele angefressen, weil sie heute keine Zeit mehr hatten, auf die Anlage zu kommen und keine Rückerstattung für ihre Karten erhalten.

Die Karten gingen trotz schlechter Wetterprognose weg wie warme Semmeln. Bei einer Freiluftveranstaltung muss man es nehmen wie es kommt oder keine Karten kaufen, wenn einem das Risiko zu gross ist.

Anscheinend war es das erste Mal, dass das Finale erst am Montag beendet werden konnte, aber wenigstens konnte es beendet werden.

Samstag, 2. Mai 2015

Andy Murray erreicht bei den BMW Open sein allererstes Sandplatzfinale

Murray_BMW_Open

Murray mit einem für ihn typischen Fehlstart. Er lag im ersten Satz sofort mit Break zurück, gewann am Ende aber in zwei Sätzen.

Murray_BMW_Open_1

US Open-Sieger, Goldmedalliengewinner, Wimbledon-Champion und Nummer drei der Welt.

Von seinem Gegner Roberto Bautista Agut aka RBA habe ich leider kein gutes Foto.

Murray_BMW_Open_2

Für das Turnier ist Murray ein Glücksfall.

Anders als andere Spieler nimmt er nicht nur das Antrittsgeld mit, sondern legt sich trotz schwieriger Bedingungen ins Zeug.

Wegen des schlechten Wetters am 1. Mai waren für ihn heute zwei Einzel und als drittes Match ein Doppel zu spielen.

Sein Gegner im Finale ist der unverwüstliche Philipp Kohlschreiber. Für den Sieger gibt es neben dem Preisgeld noch einen BMW i8 und als besonderen Bonus eine original bayrische Lederhose zu gewinnen.

Murray, der im Kilt Hochzeit gefeiert hat, macht bestimmt auch in einer Lederhose eine gute Figur. Kohlschreiber hat ja schon zwei BMW in seiner Garage und wie er mit Lederhose aussieht, weiss man auch.

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