Nach einer gefühlten Ewigkeit wird der Masters Cup oder das WTF, wie man es allen Ernstes neuerdings nennen muss, wieder in Europa ausgetragen.
In London, um genau zu sein. Murray, Söderling und die Bryans werden nicht müde auf Twitter darüber zu berichten, wie grossartig es ist, mit dem Boot auf der Themse zur O2-Arena zu fahren.
Die Stimmung ist also hervorragend.
Djokovic besuchte am Mittwoch ein Fussballspiel der serbischen Nationalmannschaft,
Federer trainierte mit Nadal und es wurden
schöne Gruppenfotos gemacht. Nun kann es endlich losgehen.
Day Session:
Andy Murray vs. Juan Martin Del Potro
Von Del Potro hätte es einen nicht überrascht, wenn er wie Roddick abgesagt hätte. Nach Shanghai musste er auch in Paris verletzungsbedingt aufgeben. Er wirkt auch mental müde.
Murray dagegen scheint seine Handgelenksverletzung überwunden zu haben. Er gewann Valencia und ist dazu der Lokalmatador. 4-1 das
H2H für den Schotten.
Night Session:
Roger Federer vs. Fernando Verdasco
Federer ist neben Djokovic der Favorit für den Titel. Ihm sitzt inzwischen auch wieder Nadal im Nacken. Seine Finalniederlage in Basel gegen Djokovic und das frühe Ausscheiden in Paris gegen Benneteau würde ich nicht überbewerten.
3-0 das
H2H gegen Verdasco, den eine von vielen unbemerkte Leistungssteigerung in diesem Jahr, unter die besten Acht brachte.
Update:
Andy Murray def. Juan Martin Del Potro
6-3, 3-6, 6-2.
Nach dem 2. Satz hätte ich nicht gewusst, auf wen setzen. Was für ein Tempo Del Potros wuchtige Vorhandschläge haben. Selbst der flinke Murray kann sie kaum parieren. Letztendlich rettet ihn sein Aufschlag im letzten Satz und vielleicht auch Del Potros Nasenbluten im ersten.
Update 2:
Roger Federer def. Fernando Verdasco
4-6, 7-5, 6-1.
Es ist schon fast 22 Uhr MEZ als das Match anfängt.
Auch ein Roger Federer kann nervös sein. Er beginnt mit Doppelfehler und verliert sein Aufschlagspiel zu null. Auch danach gelingt ihm im ersten Satz wenig bis gar nichts. Immer wieder sieht man ihm seine Unzufriedenheit an. Verdasco dagegen spielt flüssig und selbstsicher. Darren Cahill, der ihn ab und zu betreut, ist vor Ort.
Federer wäre nicht Federer, wenn er sich nicht fangen könnte. Das Momentum ist nun auf seiner Seite. Aber Verdasco hält sich gut. Immer wieder gleicht er aus. Fast verzweifelt versucht Federer die unmöglichsten Bälle zurückzuspielen. Und tatsächlich, beim Stand von 6-5 bekommt er endlich zwei Breakchancen. Dann passiert das, was bei Verdasco oft passiert, er chokt.
Ich war sicher, dass Federer das Match jetzt gewinnen würde. Verdasco meinte später, ihm sei die Energie ausgegangen.
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