Freitag, 17. Oktober 2014

Moskau - Gulbis trotz lädierter Schulter im Halbfinale - UPDATE - Erwartete Niederlage für Gulbis im Halbfinale

Q. Congratulations. Why was this much such a tough one?
EG: That’s how it was. Yes, it was tough. It was tough in the third set because he felt the rhythm of the returns and he was returning a lot. I thought it would be tough to serve. When the balls are already used it’s getting more difficult to get easy points on your serve. In the tie-break I just added more speed and forgot about my shoulder. I just decided to play through pain. I had some good rallies. I played more aggressively and I managed to win.

Update:

Ein Match zum Wegschauen war das.

Typisch für den giftigen Bautista Agut, dass er den Sieg über den gehandicapten Letten wie verrückt feierte. Zu einem anständigen Handschlag am Netz war er auch nicht fähig.

Gulbis in seiner letzten Pressekonferenz:

EG: ... It was hard for me to play this tournament. I would have skipped this week if it wasn’t Moscow. After Asia I am not in my best shape. I would have played only in Paris for the end of the year. I said in the beginning of the year I would be playing here so…I just wanted to keep the promise and to play some matches here. It was important for me.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Von allen guten Geistern verlassen

Cilic1

Trotz Dopingsperre nominiert für den Preis des fairsten Spielers. Wie man seine Leistungen verbessert, ist dann auch kein Geheimnis mehr.

Allein nominiert zu sein, wird als Auszeichnung betrachtet. Es ist aber nur Marketing:

Marin Cilic
Grigor Dimitrov
Roger Federer
Kei Nishikori

Freitag, 10. Oktober 2014

Das Tennismagazin als lauwarmer Moralapostel

Auch aufgewärmt wird eine Geschichte nicht besser oder wahr.

Der “nette Lette”, der gar nicht nett ist, äußert seine Boshaftigkeiten außerhalb des Platzes. Etwa: “Frauen sollen Kinder kriegen und nicht Tennis spielen.” Über seine Kollegen lästerte er: “Federer, Djokovic & Co. sind langweilig.”

Und das hat Gulbis letztes Jahr in einem Interview mit L’Equipe gesagt. Die wenigsten dürften das Orginial überhaupt gelesen haben. Auch ich kenne nur die Übersetzung:

“I respect Roger, Rafa, Novak and Murray, but for me all four of them are boring players. Their interviews are boring. Honestly, they are really boring. I often go on YouTube to watch interviews. I quickly stopped watching tennis interviews. It’s a joke.”

Man kann natürlich den Kontext weglassen, um so den Sinn der Aussage zu verzerren, aber das gäbe keine grosse Schlagzeile.

Und das ist die Frage und die Antwort von Gulbis, aus der man meint, den Letten als Sexisten überführen zu können:

Q. You have two younger sisters that play tennis, as well. Are they going to be as good as you? When was the last time you played with hem?

ERNESTS GULBIS: Hopefully they will not pursue professional tennis career. Hopefully. Because for a woman, it's tough. I wouldn't like my sisters to become professional tennis players. It's tough choice of life.
A woman needs to enjoy life a little bit more. Needs to think about family, needs to think about kids. What kids you can think about until age of 27 if you're playing professional tennis, you know.
That's tough for a woman, I think.


Wo hat er gesagt, dass Frauen nicht Tennis spielen sollen, sondern Kinder kriegen?

Aber nicht nur beim Tennismagazin, hat man den Letten mit Haarspaltereien an den Pranger gestellt, wohl wissend, dass man damit die Genderfundmentalisten gegen ihn aufbringt.

Eigentlich müssten die sich ständig aufregen, denn die meisten Tennisspieler leben ein eher traditonelles Familienmodell.

Schlimmer als dieser Artikel im Tennismagazin, der dann doch wieder alles Gesagte relativiert, ist die Erkenntnis, dass wir mittlerweile in bigotten und engstirnigen Zeiten leben.

Auf jede Kleinigkeit wird sich gestürzt. Aus allem wird eine grosse Geschichte gemacht. Jederzeit ist man bereit, den Zeigefinger zu erheben. Die Welt ist ja insgesamt am Durchdrehen. Das passt dann schon.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Shanghai - Das grosse Favoritensterben - Nishikori (Erschöpfung), Nadal (Blinddarm), Raonic (Virusinfektion) - Dimitrov (?)

Shanghai_Federer

5 Matchbälle hatte Leonardo Mayer. Er war nach der dramatischen Niederlage den Tränen nahe.

Cilic, Gulbis, Fognini, Anderson, Wawrinka ... alle nicht mehr dabei.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Only Nadal

Shanghai_Nadal

Anscheinend kann man eine Blinddarmentzündung inzwischen mit Antibiotika behandeln.

Ich kann gut verstehen, dass er sich in Shanghai nicht sofort unter das Messer legen wollte.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er tatsächlich spielen kann oder morgen sein Match gegen Feliciano Lopez gewinnt.

Bleibt zu hoffen, dass er es wenigstens nach Hause schafft, ohne dass der Blinddarm durchbricht.

Nadal selbst scheint zuversichtlich. Man fragt sich nur, was ihm das am Ende bringen soll.

Moskau, Basel, Paris ...

... das sind die verbleibenden Turniere für Gulbis.

Warum er in Peking trotz anhaltender Schulterprobleme spielte, weiss nur er.

Zumindest scheint nicht die Gefahr zu bestehen, dass es schlimmer wird. Aber besser auch nicht, denn er hat sein Erstrundenmatch gegen Youzhny sehr eindeutig verloren

Gulbis hat versucht, die Schulter zu schonen und absolut defensiv gespielt. Anders ausgedrückt: er war ein Schatten seiner selbst. Das Doppel hat er, wie schon in Peking, abgesagt.

Trotz allem scheint er noch gute Laune gehabt zu haben, wie man auf Fotos vom Training sehen kann.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Peking - Alle gesetzten Spieler bis auf Gulbis im Viertelfinale - Der Lette muss beim Stand von 2-6, 0-3 gegen Klizan mit Schulterverletzung aufgeben

Das ist nicht das, was man sehen will. Der Physio war in letzter Zeit zu oft mit ihm auf dem Platz beschäftigt.

Schon in Kuala Lumpur beim Match gegen Benneteau, fasste er sich oft an die Schulter. Gegen Fognini spielte er noch gut. Aber der Italiener wusste wohl, dass sein Gegner gehandicapt ist, doch nur er bringt es fertig sich darüber zu mokieren.

Da Ernests praktisch nie ein Match aufgibt, darf man skeptisch sein, ob er in Shanghai spielen kann.*

*Ich kann mich nur an drei Aufgaben erinnern. Zweimal verletzte er sich ernsthaft und musste danach pausieren. Ein anderes Mal landete er mit einem Hitzschlag im Krankenhaus.

Samstag, 27. September 2014

Kuala Lumpur - Halbfinale - Gulbis kann Benneteau wieder nicht schlagen



Sie nennen das Herz-&-Lungentest in Kuala Lumpur.

Jeder Spieler hat eine Nemesis.

Dabei sah es anfangs nicht zu schlecht aus. Erst beim Stand von 4-4 im ersten Satz, als Gulbis wegen leicht vergebener Chancen den Fokus verlor, kippte das Momentum in Richtung Benneteau.

Der Franzose kann für jemanden, der nicht in der Liga von Djokovic oder Nishikori ist, den mächtigen Aufschlag von Gulbis sehr gut antizipieren. Das scheint diesen so sehr zu frustrieren, dass er anfängt einfache Fehler zu machen. Gulbis selbst dürfte das auch ahnen:

"I didn't play great,"

"I lost two easy breaks in each set, made a couple of easy mistakes. He was solid throughout the match and I made too many unforced errors. I cannot really explain why. He's a good player because he can return my serve and then I start to have problems because I never have any easy points."

Diese Niederlage wäre nicht weiter schlimm, wenn sie nicht wieder gegen Benneteau gewesen wäre. Kuala Lumpur ist erst der Beginn der Asientour und danach geht es gleich in Europa weiter.

Für Benneteau ist es das dritte Finale in Folge in Kuala Lumpur. Die Bedingungen liegen ihm also. Nur Pech für ihn, dass er auf Nishikori trifft. So wird es wahrscheinlich wieder nichts mit seinem ersten Titelgewinn bei mittlerweilse zehn Finalteilnahmen.

Mittwoch, 24. September 2014

Must Watch - Malaysian Open 2014 Gulbis & Andujar in Makan Kitchen

"This is the first step of my future career of home cooking."

Spiel mich

SpielMich

Montag, 22. September 2014

Hahaha



Er sieht schneidig aus in der Uniform.

Aber auf keinen Fall ist das improvisiert. So viel Zeit hat Nadal nicht zu verschwenden, bis das mal zufällig funktioniert.

Und schauspielern kann auch nicht so schwer sein, wenn Nadal, der nicht gerade für Lockerheit bekannt ist, das so gut hinbekommt.

Mittwoch, 17. September 2014

Must Read - Facebook chat: The tennis world reacts to Cilic’s U.S. Open title

FB1

Man weiss nicht, ob man darüber lachen oder weinen soll.

Dienstag, 16. September 2014

Zitiert

Certainly, seeing a guy who has never won a 500-level event, let alone a Masters or a major, suddenly play the best tennis of his life to win nine straight sets for the U.S. Open title, one year after being banned from the same tournament because of a positive drug test, is rightfully going to arouse suspicion. And last year I found it interesting that in 2012 the ITF tested Cilic “4-6” times out of competition; that was more than the 1-3 norm for most top players that year. Were the testing authorities suspicious even before he came up positive?

Samstag, 13. September 2014

Davis Cup - Lettland vs. Österreich 1-2 - Lettland gewinnt das Doppel überlegen & Österreich fürchtet, Gulbis könnte am Sonntag doch noch Einzel spielen - UPDATE - Frankreich & die Schweiz im Finale - UPDATE - Spanien nicht mehr in der Weltgruppe

Es ist einfach nur lustig.

Schon gestern fand ich Fischer und Melzer in ihren Einzeln nicht ganz überzeugend. Für ihre lettischen Gegner mag es gereicht haben, aber nie und nimmer sind sie gut genug, um nächstes Jahr in die Weltgruppe zu kommen.

Langsam versteht man, warum die Österreicher so viel Angst davor haben/hatten, dass Gulbis diesen Davis Cup spielt. Er würde sie nämlich schon vor dem Frühstück fressen. Aber ist er schon fit genug für ein Einzel über drei Gewinnsätze?

Während des Doppels massierte er sich öfter die Schulter oder dehnte die Beine. Ansonsten schien er viel Spass zu haben, auch mit der Schiedsrichterin.

Das Match selbst war eine Vorführung des selbsternannten österreichischen Weltklasse-Doppels. Auch ich habe das nachgeplappert. Allerdings hatte ich ursprünglich erwartet, dass Peya mit Melzer spielt.

Es gibt kaum etwas lustigeres als österreichische Sportkommentatoren. Vor allem nicht, wenn ihre Landsleute auf der Verliererstrasse sind. Sie waren sehr überrascht, dass Gulbis so gut Doppel spielt, obwohl er kein Doppelspezialist ist.

Aber noch überraschter waren sie von dem "jungen Mann". Ich wusste vorher nur, dass Mikelis Libietis inzwischen in den USA für sein College spielt, aber nicht, dass er dort vor allem im Doppel sehr erfolgreich ist.

Nicht dass man mich missversteht. Die österreichischen Kommentatoren sind immer noch besser als die meisten deutschen. Sie schreien nicht und reden auch keinen Unsinn.
Nur ihre Emotionen können sie nicht verbergen und das ist auch in Ordnung.

Gulbis hat nach dem Match gesagt, er sei noch nicht 100 % fit und wolle keine Verletzung riskieren. Das Doppel sei eigentlich schon zu viel gewesen. Er hätte noch sechs Turniere dieses Jahr zu spielen, mit der Chance sich eventuell für London zu qualifizieren.

Ich finde, die Österreicher sollten sich langsam entspannen. Ernests wird sicher nicht spielen. Seine Freude heute war auch verhalten und im schlimmsten Fall sollten sie immer noch das letzte Einzel gewinnen.

Der lettische Staatspräsident war anscheinend auch da. Wenigstens ist er gekommen, wenn er schon Druck auf Gulbis ausgeübt hat.

Hier ein Matchbericht aus Österreich und hier und hier Fotos vom Doppel.

Freitag, 12. September 2014

Davis Cup - Auf der Jagd nach dem Heiligen Gral - Halbfinale - Frankreich vs. Tschechien - Schweiz vs. Italien

Auf dem Papier sieht es nach einer klaren Sache aus und ist es nach meinem Dafürhalten auch. Frankreich und die Schweiz haben nicht nur das jeweils stärkere Team, sondern auch den Heimvorteil.

Darüber hinaus geht es an diesem Wochenende für etliche Mannschaften um den Klassenerhalt, bzw. um die Rückkehr in die Weltgruppe. Die Deutschen haben das mit ihrer Teilnahme am Viertelfinale schon im Frühjahr geschafft.

Die Österreicher träumen auch davon, wieder in die Weltgruppe zu kommen. Aber dazu müssen sie nicht nur die Letten besiegen, sondern nächstes Jahr viel stärkere Mannschaften. Dominic Thiem wird sich dann selbst mit den besten Argumenten nicht herausreden können.

Gulbis hat man gestern dann doch noch in Valmiera gesehen. Nach dem Training mit seinem Doppelpartner hat er mit Kindern ein paar Bälle geschlagen. Es gibt ein Fotoalbum davon.

Es ist schon trist, dass man ihn so unter Druck gesetzt hat. Er hat seit 2005 bis auf zwei Ausnahmen immer Davis Cup für sein Land gespielt. Welcher andere Topspieler kann das von sich sagen.

Davis Cup - Official Site

Mittwoch, 10. September 2014

Davis Cup - Riesenschlamassel um die Begegnung Lettland vs. Österreich - UPDATE - Gulbis spielt nur im Doppel

Schon als Dominic Thiem seine Teilnahme für den Davis Cup absagte, herrschte dicke Luft in Österreich.

Der Verband vermutet taktische Spielchen seines Coaches. Anscheinend kann man sich nicht vorstellen, dass der junge Spieler dringend eine Pause und danach eine vernünftige Vorbereitung für die Asientour braucht.

In Österreich herrschte dann auch gleich Panik, nachdem die Letten wider Erwarten und Aussage von Bresnik, der neben Thiem auch Gulbis trainiert, ihren Spitzenspieler nominierten.

Bresnik sagte immer noch, er erwarte seinen Spieler am Montag in Wien beim Training. Erst am Sonntag teilte Gulbis ihm mit, dass er nicht kommt. Bresnik erzählte auch, dass sogar der lettische Präsident mit Gulbis geredet habe.

Dennoch ist nicht sicher, ob er tatsächlich am Freitag beim Davis Cup antritt. Bei der Pressekonferenz am Dienstag war er nicht dabei und hat nach Aussage des lettischen Davis-Cup-Kapitäns Karlis Lejnieks auch noch nicht mit dem Team trainiert. Es gäbe noch einige ungelöste Themen.

Am Ende spielt er keinen Davis Cup und vermisst parallel das wichtige Aufbautraining in Wien.

Update:

Ernests Gulbis tritt nicht im Einzel im Davis Cup an. Die offizielle Begründung ist eine Verletzung, wegen der er kaum trainieren konnte. Trotzdem hat man versucht, ihn zu überreden auch Einzel zu spielen.

Gulbis hat sich weder gestern beim offiziellen Dinner, noch heute bei der Auslosungszeremonie blicken lassen. Auch beim Training mit dem Team hat man ihn noch nicht gesehen.

Die Letten hätten auch mit einem gut vorbereiteten Gulbis wenig Chancen gegen Österreich gehabt, dafür ist deren Weltklasse-Doppel zu stark und die anderen lettischen Einzelspieler zu schwach.

Die Österreicher sind natürlich zufrieden, aber für Ernests ist es insgesamt eine schlechte Entwicklung. Unter den Umständen wäre es besser, er wäre jetzt in Wien, um sich solide auf die Asientour vorzubereiten, anstatt ein belangloses Doppel in Lettland zu spielen.

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