Dienstag, 30. Juni 2015

Must Read - Wimbledon women to get heat breaks

Record temperatures are expected to result in Wimbledon’s heat rule being utilised for the first time this week. The regulation allows females a 10-minute break between the second and third sets of matches played in extreme heat.

The heat rule does not allow men to take breaks even if they ask to do so. In addition, the Centre Court roof will not be closed to keep temperatures down, but can be used to shade spectators if necessary.

Wimbledon ist schon vorbei für Gulbis

Das Match fand auf einem der wenigen Plätze ohne Kameras statt, aber nach dem Livescoreboard zu urteilen, das Wimbledon anbietet, tat Gulbis sich mit seinem Aufschlag schwer.

Rosol ist nicht unbedingt der Überflieger auf Rasen, auch wenn er Nadal vor drei Jahren aus dem Turnier geworfen hat. Aber er ist auch kein Spieler, den man einfach im Vorübergehen schlägt.

Der Tscheche hat tatsächlich auch etliche Fehler gemacht, aber Gulbis liess nach dem verlorenen Tiebreak im ersten Satz gewaltig nach. Anscheinend hat er im zweiten Satz eine Medical Timeout gebraucht.

Gut möglich, dass es wegen der Hitze war. Bei Murrays Match auf dem Centre Court, das parallell stattfand, wurden angeblich 41 Grad gemessen. Federer hat man auch noch nie so verschwitzt gesehen, dabei hatte er keinen starken Gegner.

Die Bedingungen auf diesem Aussenplatz dürften sehr unangenehm gewesen sein. Dazu fehlt es dem Letten an Matchhärte. Der dritte Satz war dann enger, aber Ernests kam zu keinem Break. Auf Rasen ist das auch schwer, wenn der Gegner halbwegs gut serviert. In einem zweiten Tiebreak hat er dann das Match verloren.

Gulbis hat in Halle zwar gesagt, dass er sich wieder wie ein Tennisspieler fühlt und endlich schmerzfrei ist, aber dass es wahrscheinlich nicht auf Rasen sein wird, dass er wieder Matches gewinnt. Leider hat er recht behalten.

Freitag, 26. Juni 2015

Wimbledon - Ein Blick auf die Auslosung

Grün tut den Augen gut.
Grün beruhigt.
Grün ist meine Lieblingsfarbe.

Mehr Positives weiss ich über Rasentennis nicht zu sagen. Es gibt keinen Rhythmus. Der Aufschlag ist noch wichtiger als sonst schon. Linkshänder haben einen Vorteil. Ihre Aufschläge sind schwerer zu retournieren.

Es geht alles etwas schneller. Es ist fast ein anderer Sport. Die Bälle springen weniger hoch ab. Bis der Rasen endlich etwas abgewetzt ist, gibt es die Gefahr von bösen Stürzen.

Gilles Simon geht sogar so weit zu sagen, dass Serve & Volley Spieler die am wenigsten talentierten sind. Ganz falsch ist das nicht.

(1)Novak DJOKOVIC SRB vs Philipp KOHLSCHREIBER GER
Jarkko NIEMINEN FIN vs (WC)Lleyton HEWITT AUS
(Q)Pierre-Hugues HERBERT FRA vs Hyeon CHUNG KOR
Jan-Lennard STRUFF GER vs (27)Bernard TOMIC AUS

(24)Leonardo MAYER ARGvs Thanasi KOKKINAKIS AUS
Janko TIPSAREVIC SRB vs Marcel GRANOLLERS ESP
Marsel ILHAN TUR vs Jerzy JANOWICZ POL
Lucas POUILLE FRA vs (14)Kevin ANDERSON RSA

Kohlschreiber ist in aller Munde, weil er in Halle nahe daran war, Federer zu schlagen. Das macht ihn aber nicht automatisch zu einer Gefahr für Djokovic, der sich mit diesem Match in Boodles in Form brachte. Danach kann es nur einfacher werden.

Die Veteranen Hewitt und Nieminen spielen beide ihre letzte Saison. Im Fall von Hewitt eine gute Nachricht für andere Spieler: 2016 werden massenhaft Wildcards frei, auf die der Australier jahrelang das Abo hatte.

Kokkinakis, Janowicz, Anderson. Einer dieser Riesen kommt durch und Djokovic darf ihn dann auf Normalgrösse zurechtstutzen.

Apropos Kokkinakis. Nachdem Gulbis dieses Jahr gekniffen hat Boodles nicht spielte, war der australische Cutie das Opfer Favorit der weiblichen Zuschauer.

(9)Marin CILIC CRO vs (Q)Hiroki MORIYA JPN
Andreas HAIDER-MAURER AUT vs Ricardas BERANKIS LTU
(WC)Matthew EBDEN AUS vs Blaz ROLA SLO
Go SOEDA JPN vs(17)John ISNER USA

(28)Pablo CUEVAS URU
vs (WC)Denis KUDLA USA
Teymuraz GABASHVILI RUS vs Alexander ZVEREV GER
Joao SOUZA BRA vs Santiago GIRALDO COL
Simone BOLELLI ITA vs (5)Kei NISHIKORI JPN

Was für lächerliche Erstrundenauslosungen für fast alle hier. Aber Losglück ist wie jedes Glück keine Sache von Gerechtigkeit.

Der ewige Lazarus Nishikori wird wieder wie ein Wiesel laufen. In Halle hat er im Halbfinale verletzt aufgegeben. Wenig später hat er schon in Wimbledon trainiert.

Alexander Zverev, der mir liebste unter den vielen Jungspunden, könnte zumindest die erste Runde überstehen.
--------------------------------------------------
(4)Stan WAWRINKA SUI vs Joao SOUSA POR
Victor ESTRELLA BURGOS DOM vs Benjamin BECKER GER
Martin KLIZAN SVK vs Fernando VERDASCO ESP
Dudi SELA ISR vs (32)Dominic THIEM AUT

(19)Tommy ROBREDO ESP
vs (Q)John MILLMAN AUS
Donald YOUNG USA vs Marcos BAGHDATIS CYP
(WC)Liam BRODY GBR vs Marinko MATOSEVIC AUS
(Q)Horacio ZEBALLOS ARG vs (16)David GOFFIN BEL

Stan the Man aka Crybaby aka Stanimal und last but not least Überraschungssieger bei den French Open, ist kein ausgemachter Rasenspezialist. Aber wer soll ihn hier aufhalten?

Marcos Baghdatis* hat sich heute im Halbfinale von Nottingham so schwer verletzt, dass er sofort Wimbledon abgesagt hat. Was für ein Pech für den sympathischen Zyprioten und wie langweilig ist das Feld hier jetzt geworden.

Daran wird auch Dominic Thiem nichts ändern, denn Rasen ist bis jetzt so gar nicht das Ding des herzigen Österreichers.

(11)Grigor DIMITROV BUL vs Federico DELBONIS ARG
Lukas LACKO SVK vs Steve JOHNSON USA
(Q)Kenny DE SCHEPPER FRA vs (Q)John-Patrick SMITH AUS
(Q)Luke SAVILLE AUS vs (21)Richard GASQUET FRA

(26)Nick KYRGIOS AUS vs Diego SCHWARTZMAN ARG
Juan MONACO ARG vs Florian MAYER GER
Dusan LAJOVIC SRB vs Tommy HAAS GER
Daniel GIMENO-TRAVER ESP vs (7)Milos RAONIC CAN

Dimitrov verteidigt das Halbfinale, scheint aber nicht in Form zu sein. Das macht nichts, denn vor Gasquet hat er keinen Herausforderer. Aber Riesenaufschläger Milos Raonic oder die fast gleichwertige Aufschlagmaschine Kyrgios sind schwere Gegner.

Kyrgios hat sich schon wieder unbeliebt gemacht, weil er sagte, dass er Tennis eigentlich nicht mag. Dabei sagte er das nicht zum ersten Mal und spätestens seit Agassi, kann man wissen, dass die Kids sich ihren Sport selten selbst aussuchen.

--------------------------------------------------
(8)David FERRER ESP vs James WARD GBR
Jiri VESELY CZE vs Paolo LORENZI ITA
Vasek POSPISIL CAN vs (Q)Vincent MILLOT FRA
Tim SMIYCZEK USA vs (30)Fabio FOGNINI ITA

(22)Viktor TROICKI SRB vs (Q)Aleksandr NEDOVYESOV UKR
Radek STEPANEK CZE vs Aljaz BEDENE GBR
(Q)Dustin BROWN GER vs Yen-Hsun LU TPE
Thomaz BELLUCCI BRA vs (10)Rafael NADAL ESP

Der Brite James Ward verdiente sich seinen sicher nicht schlechten Lebensunterhalt über die Jahre hauptsächlich mit Wildcards und anderen Zuwendungen des britischen Verbands. Unter den Blinden, lebt der Einäugige wie ein König.

Vielleicht kann der Rasenspieler ja David Ferrer ärgern, der die Woche in Nottingham bei seinem einzigen Match auf Gras, einging wie eine Primel.

Was für einen Dusel die meisten Spieler in dieser Sektion haben. Ausser Bellucci. Der Brasilianer ist einer der besseren Spieler hier, wenn auch weniger auf Rasen und er bekommt die Arschkarte Nadal.

(13)Jo-Wilfried TSONGA FRA vs Gilles MULLER BEL
Denis ISTOMIN UZB vs Albert RAMOS-VINOLAS ESP
Alexandr DOLGOPOLOV UKR vs (WC)Kyle EDMUND GBR
(Q)Elias YMER SWE vs (23)Ivor KARLOVIC CRO

(25)Andreas SEPPI ITA vs (WC)Brydan KLEIN GBR
Sergiy STAKHOVSKY UKR vs Borna CORIC CRO
Robin HAASE NED vs (Q)Alejandro FALLA COL
Mikhail KUKUSHKIN KAZ vs (3)Andy MURRAY GBR

Tsonga hat sich im Halbfinale von Roland Garros verletzt und alle drei Turniere auf Gras bei denen er gemeldet war, abgesagt. Überraschenderweise sah man ihn in Wimbledon trainieren.

Ausgerechnet er bekommt mit Gilles Muller, einer der unangenehmsten Gegner, die man auf schnellen Belägen zugelost bekommen kann. Der Mann ist eine verfickte Aufschlagmaschine. Trotzdem hat es noch zu keinem Titel bei ihm gereicht.

Es scheint alles angerichtet für Andy Murray. Wie könnte es auch anders sein.
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(6)Tomas BERDYCH CZE vs Jeremy CHARDY FRA
Filip KRAJINOVIC SRB vs (WC)Nicolas MAHUT FRA
Ernests GULBIS LAT vs Lukas ROSOL CZE
Pablo ANDUJAR ESP vs (29)Guillermo GARCIA-LOPEZ ESP

(18)Gael MONFILS FRA vs Pablo CARRENO BUSTA ESP
Adrian MANNARINO FRA vs (Q)Michael BERRER GER
(Q)Yuichi SUGITA JPN vs Blaz KAVCIC SLO
Nicolas ALMAGRO ESP vs (12)Gilles SIMON FRA

Man hat es schon vergessen, aber Berdych stand einmal im Finale von Wimbledon. Chardy dürfte ihn auf Rasen nicht gefährden. Auch nicht Nicolas Mahut, einer der Supermänner auf Rasen, die dann in Wimbledon doch nur das eine odere andere Beinchen stellen.

Gulbis hat mit Rosol einen unangenehmen Gegner. Unangenehm ist Rosol in vieler Hinsicht. Murray ging dessen Unsportlichkeit in München so auf die Nerven, dass er ihn anblaffte.

Monfils, der Gras hasst, musste nach dieser Aktion in Halle verletzt aufgeben und meinte, er könne wahrscheinlich nicht in Wimbledon spielen. Seinen Gegner für die erste Runde schlägt er aber mit einem Bein.

(15)Feliciano LOPEZ ESP vs Steve DARCIS BEL
(Q)Nikoloz BASILASHVILI GEO vs Facundo BAGNIS ARG
Benoit PAIRE FRA vs Mikhail YOUZHNY RUS
Ruben BEMELMANS BEL vs (20)Roberto BAUTISTA AGUT ESP

(31)Jack SOCK USA vs Sam GROTH AUS
Malek JAZIRI TUN vs James DUCKWORTH AUS
Sam QUERREY USA vs Igor SIJSLING NED
Damir DZUMHUR BIH vs (2)Roger FEDERER SUI

Wie viel Glück kann ein einzelner Mensch haben?

Wie in Paris hat Federer die einfachere Auslosung als Djokovic. Wie in Paris bekommt er für die erste Runde den Aussenseiter Dzumhur für die erste Runde zugelost.

Kann das noch mit rechten Dingen zugehen?

Update:

*Dass Baghdatis abgesagt hat, war wohl eine typische Falschmeldung auf Twitter.

Kurzfristig abgesagt hat dann aber doch einer: David Ferrer.

Wenn er zwei Stunden früher abgesagt hätte, dann müsste ein Lucky Loser gegen Djokovic spielen und nicht Kohlschreiber.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Dangerous Floater

EG_Halle1

Ernests hatte natürlich eine schwere Auslosung in Halle.

Dass er Stakhovsy glatt in zwei Sätzen in der ersten Runde geschlagen hat, war nicht selbstverständlich. Der Ukrainer ist gefährlich auf Rasen. Vor zwei Jahren hat er Federer Wimbledon vermasselt und letztes Jahr erging es Gulbis nicht besser.

Das Match gegen Federer war enger als es das Ergebnis vermuten lässt. Ein paar Fehler zu viel führten jeweils zum Break. Ein Break auf Rasen heisst gewöhnlich, dass der Satz weg ist. Einer der Gründe, warum ich Rasentennis weniger mag. Wer zuerst blinzelt, hat verloren.

Titelverteidiger Federer hat nach dem Match im Interview ein paar nette Sachen über Gulbis gesagt. Er meinte unter anderem, dass Gulbis potentielles Top-10-Tennis spielt. Er hofft, dass er es zurück schafft.

Ganz anders der Kommentator auf Eurosport, der rein gar nichts aktuelles über den Letten zu sagen wusste. Informationen über einen Spieler scheinen für diese Art von Reporter eine Bringschuld deren PR-Agenten zu sein. Selbst mal was zu recherchieren ist wohl zu viel Arbeit.

Nachtrag:

Hier findet sich noch ein Matchbericht mit Statements der Spieler. Gulbis scheint tatsächlich vergessen zu haben, sich für ein zusätzliches Turnier vor Wimbledon anzumelden.

Man hat die Rasensaison verlängert. Dieses Jahr sind es das erste Mal drei Wochen mit Turnieren vor Wimbledon. Es kann sein, dass er sich dessen nicht (mehr) bewusst war. Das ist wahrscheinlich die Art Fehler, die Gulbis macht, von denen Bresnik gesprochen hat.

Fairerweise muss man sagen, dass das anderen Spielern auch passiert. Monfils hat in solchen Fällen dann einfach eine Wildcard bekommen. Andere Spieler haben Leute, die für sie mitdenken. Aber das ist bei Ernests eher nicht der Fall. Zu der Zeit war er wieder mit Günter Bresnik zusammen. Man sollte meinen, sie besprechen gemeinsam die Turnierplanung.

Spieler müssen sich sechs Wochen vor einem Turnier dafür anmelden.

Montag, 15. Juni 2015

Zubereitet

Tomaten_Mozarella

Immer noch das Beste, das man mit schmackhaften Tomaten zubereiten kann.


Marinierter_Spargel

Das grüne sind Radieschenblätter.

Die Radieschen selbst, habe ich dann tatsächlich vergessen, beziehungsweise nicht daran gedacht, weil ich das Rezept sozusagen ad hoc kreiert habe, weil ich die Blätter der Radieschen nicht wegschmeissen wollte und es für eine Suppe daraus zu warm war.


Erdbeeren_Sahne

Am liebsten mit Akazienhonig gesüsster Sahne.

Mehr Zubereitetes

Zitiert

"After Paris, i fell into a hole. I almost felt a little depressed, it's hart to explain."

Sonntag, 14. Juni 2015

Perfektion

Luitpoldpark1

Sonntag, 7. Juni 2015

Den Griff nach den Sternen ...

... nannte Boris Becker einmal seinen Wunsch, neben den anderen Grand-Slam-Titeln, auch noch Roland Garros zu gewinnen.

Er hat es nicht geschafft und auch seinem Schützling Novak Djokovic ist es heute vorerst wieder nicht gelungen.

Was zunächst nach einem langweiligen Finale aussah, entwickelte sich gegen Ende des zweiten Satzes zu einem dramatischen Kampf und man ahnte, dass es für den Djoker vielleicht nicht gut ausgehen würde.

Alle haben Stan Warwrinka übersehen. Jeder dachte Federer setzt sich im schwächeren unteren Tableau durch. Ich auch. Manche waren sogar so verrückt das Monfils zuzutrauen.

Wawrinka ist ein Kraftprotz. Das männliche Pedant zu Serena Williams, aber nicht unbedingt mit deren mentaler Stärke. Wie Andy Murray gehört er zu den Topspielern, die auch mal dumm verlieren können.

Apropos Murray. Das lange Match über zwei Tage gegen den Schotten, hat Djokovic vielleicht etwas zu viel körperliche und mentale Energie gekostet. Der Schweizer dagegen segelte vergleichsweise ruhig und undramatisch ins Finale. Es wurde mehr über seine karierten, himbeerfarbenen Shorts geredet, als über seine Matches.

Wawrinka hat allen gezeigt, dass er keine Eintagsfliege mit nur einem eher zufälligen Grand-Slam-Titel ist. Der Sieg bei den Australian Open vor eineinhalb Jahren schien vielen reines Glück. Wawrinka hatte zu dem Zeitpunkt nur vier kleinere Titel. Es gab immer andere, denen man den grossen Coup mehr zutraute. Das war in diesem Turnier nicht anders.

Ähnlich wie Murray, ist er im Match plötzlich aufgewacht, aber nicht erst nach einem Zweisatzrückstand. Anders als der Schotte, spielt Wawrinka agressives Tennis. Ein Tennis mit dem ein Spieler heutzutage meistens den Kürzeren zieht. Dass es damit aber doch gehen kann, ist vielleicht die beste Nachricht.

Am Ende stahl dann noch Gustavo Kuerten allen ein wenig die Show. Der dreifache French-Open-Sieger und ehemalige Nummer eins, überreichte bei der Siegerehrung die Trophäe. Zu seiner Zeit war Guga mein absoluter Lieblingsspieler. Wenn der Brasilianer auftritt, geht buchstäblich jedem das Herz auf.

Schön war auch der minutenlange Beifall des Publikums für den unterlegenen und unter Tränen lächelnden Novak Djokovic.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Der König ist tot



Nadal hat in Roland Garros nur einmal verloren. Gestern verlor er ein zweites Mal. Es war sein Geburtstag.

Dass Nadal nicht mehr ganz derselbe ist, wusste man schon vorher. Die Frage war nur, würde Djokovic den angeschlagenen Sandplatzkönig auch wirklich stürzen können.

Dieses Viertelfinale an einem schönen Frühsommertag in Paris war ein historisches Match, trotzdem gibt es nicht viel darüber zu sagen.

Im ersten Satz konnte sich der Mallorquiner noch spektakulär zurückkämpfen, aber das war nur eine Reminzenz an alte Zeiten. Der Rest sah dann wie Routinematch des Serben aus, der davor in Roland Garros sechsmal gegen Nadal verloren hat.

Djokovic ist zu gut, um zu verlieren. Ob das wirklich stimmt, wird sich bis Sonntag zeigen. Im Halbfinale trifft er auf Andy Murray und im Finale wartet auf ihn entweder Jo-Wilfried Tsonga oder Stan Wawrinka, der Federer abgefertigt hat als sei es nichts.

Novak will nicht nur das erste Mal Roland Garros gewinnen. Er will damit auch den sogenannten Career Slam, das sind alle vier Grand-Slam-Titel.

Sonntag, 31. Mai 2015

Roland Garros - Fünf Franzosen im Achtelfinale

Was gibt es Schöneres als ein französischer Tennisspieler zu sein?

Djokovic-Gasquet
Sock-Nadal
Murray-Chardy
Cilic-Ferrer
Nishikori-Gabashvili
Tsonga-Berdych
Wawrinka-Simon
Monfils-Federer

Eigentlich dürfte Jack Sock nicht hier sein, aber Dimitrov hat ihm seine schöne Auslosung überlassen. Der deutsche Kommentator meinte dazu, dass jeder gewitzte Spieler, Sock in Schwierigkeiten bringen könne. Mal sehen, ob Nadal clever genug spielt.

Murray gehört zu den Spielern, die auch gewinnen können, wenn sie nicht ihr bestes Tennis spielen, wie gestern gegen den jungen Wilden Kyrgios. Chardy dagegen, wird gegen den Schotten sein bestes Tennis und das Publikum brauchen.

Der Russe Gabashvili ist sicher die noch grössere Überraschung als Sock. Im Vorfeld hat er zwei Challengerturniere auf Sand gewonnen. Das hat anscheinend gereicht, ihn in Schwung zu bringen. Er hat Lopez, Monaco und Rosol abgefertigt. Wenn es nur auch für Nishikori reichen würde.

Monfils hätte schon in der zweiten Runde gegen Schwartzman verlieren müssen. Im Match gegen Cuevas lag er zwei Sätze und zwei Breaks zurück, da haben die Zuschauer angefangen die Marseillaise zu singen und das Inferno brach los. Cuevas konnte dem nicht standhalten.

Gegen Federer werden die Zuschauer definitiv nicht so wüten, trotzdem dürfte Monfils inzwischen sowas wie ein Angstgegner für Federer sein.

Gilles Simon musste übrigens fünf Sätze gegen seinen Landsmann Mahut kämpfen. Dass Mahut zäh sein kann, weiss man spätestens seit dem Marathonmatch gegen Isner in Wimbledon.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Must Read - former Breakthrough Players Endure Breakdowns in Paris

“In Austria we have this expression, where we say some people step into every trap,” Bresnik continued. “Wherever there’s a place to slip, they will find it, the one flower petal in the whole room. Ernests is doing this right now. Djokovic and Federer, they see there is a petal, and they draw a circle around it. Ernests just goes right for it. If there’s a possibility to make a mistake, he makes it.”

“The question is, can he another time come up with so much energy to make a comeback?” Bresnik said. “I don’t know. To go to Kitzbuhel, Gstaad, Umag to make the ranking come up again? I don’t know. He needs a lot of effort from the people surrounding him. A lot of everything. A lot of attention.”

Mittwoch, 27. Mai 2015

Mahut wächst gegen Gulbis über sich hinaus

Natürlich hat Gulbis das Match mehr verloren, als dass es Mahut gewonnen hat. Aber Mahut hat gut gespielt.

Gulbis schien mir sehr angespannt, aber vielleicht war er nur extrem konzentriert.

Nach dem Rebreak im ersten Satz ahnte ich, dass das nicht einfach wird für ihn. Irgendwie packte er den zweiten Satz und hätte den dritten Satz nur ausservieren müssen, um mit zwei Sätzen in Führung zu gehen. Aber er konnte das nicht.

Vom Publikum hatte der Lette nichts zu erwarten, die standen wie eine Wand hinter Mahut. Anders als in Australien waren sie aber nicht feindselig gegen ihn. Dazu sind die Franzosen dann doch zu zivilisiert.

Mahut gab in der Pressekonferenz zu, dass er nach dem dritten Satz verhindert hat, dass der Platz gewässert wurde, damit Gulbis mehr Probleme hätte, seinen Aufschlag zu retounieren. Ernests nahm in dem Moment gerade eine Toilettenpause und der Schiedsrichter hat wohl auch nicht aufgepasst.

Ich glaube aber nicht, dass das noch einen Unterschied gemacht hat, denn Ernests wirkte auch körperlich angeschlagen.

In einem Interview mit der lettischen Presse vor ein paar Tagen erzählte er, dass er in Wien wegen seiner Schulter drei Ärzte aufgesucht habe, die ihm alle zur Operation geraten hätten. Er habe eine alternative Behandlungsmethode gefunden, aber die Schulter fühle sich immer noch manchmal steif an.

Er meinte, er käme so langsam wieder ran an sein Spiel, aber leider vielleicht etwas zu spät für Roland Garros. Gulbis ist nicht der einzige gesetzte Spieler, der heute verloren hat.

Fognini, den viele als Darkhorse für Roland Garros auf dem Zettel hatten, verlor glatt gegen den Franzosen Paire. Fognini war anscheinend gehandicapt durch eine Lebensmittelvergiftung. Auch Roberto Bautista Agut und Verdasco sind ausgeschieden.

Dienstag, 26. Mai 2015

Primadonna



Der junge Brite Kyle Edmund hatte gestern gegen den Franzosen Stephane Robert mehr zu erleiden, blieb aber abgebrüht genug, eine strategische Toilettenpause zu nehmen.

Nach seinem 5-Satz-Sieg konnte er sich gar nicht vom Platz losreissen, so gross war die Freude diesen Kampf gewonnen zu haben.

Montag, 25. Mai 2015

Publikumsliebling



Ernests Gulbis das Aschenputtel der ATP. Immer drangsaliert, entweder von den Medien oder von den Fans des Gegners. In dem Fall waren es holländische Fans, die immer in Scharen in Paris auflaufen, sobald einer der ihren dort ein Match spielt.

Dass Igor Sijsling mehr Unterstützung vom Publikum bekommen würde, war in dem Moment klar, als die Spieler vorgestellt wurden. Der Beifall für den Holländer war frenetisch im Vergleich zu dem für den Letten.

Dennoch war es lange Zeit ein Routinematch für Gulbis. Wer den Gegner dominiert, nimmt ihm und seinen Fans den Wind aus den Segeln. Erst als er schon mit zwei Sätzen und Break führte, fing das Theater an.

Kaum dass Gulbis ein klein wenig schwächelte, wachten die schon eingeschlafenen Zuschauer auf. Zweimal gab er ein Break wieder zurück. Inzwischen war Davis-Cup-Atmosphäre. Mindestens zweimal sah man eine La Ola. Es gab Beifall und Gejohle bei jedem Fehler des Letten.

Und natürlich fand der vorher eingeschüchterte Sijsling neuen Mut, aber Gulbis schaffte es trotz der hitzigen Umstände in den Tiebreak und konnte das Match in drei Sätzen gewinnen.

Danach hatte er keine Lust, sich länger als nötig aufzuhalten. Erst das Pfeifen der Zuschauer liess ihn anhalten und den wartenden Kindern doch noch ein paar Autogramme geben.

Erst kürzlich in Rom hatte Feliciano Lopez Probleme mit einer Gruppe Fans von Kyrgios. Nach seinem Sieg ging er wütend zu ihnen hin und hat ihnen die Meinung gesagt. Lopez ist schon ewig Profi, aber das war ihm zuviel. Es wundert einen auch nicht, dass Kyrgios bescheuerte Fans hat.

Es gibt einfach zu viele, die denken, nur weil sie eine Eintrittskarte gekauft haben, können sie machen was sie wollen. Auch die Selfiemanie ist inzwischen ein Problem. Federer ist gestern in seiner Pressekonferenz der Kragen geplatzt, weil ein junger Zuschauer ihn auf dem Centre Court bedrängen konnte.

Es gibt ein Transkript von Gulbis' Pressekonferenz. Da war Ernests wieder ganz entspannt.

Freitag, 22. Mai 2015

Roland Garros - Ein Blick auf die Auslosung

Der langzeitverletzte Del Potro und der Kanadier Milos Raonic sind nicht dabei. Raonic hätte angeblich nur ein paar Tage mehr gebraucht, um nach seiner Fuss-OP wieder einsatzfähig zu sein. Auch Tommy Haas fehlt.

[1]Djokovic-Nieminen
Muller-Lorenzi
Kokkinakis-Q
[27]Tomic-Q

[20]Gasquet-Q
Berlosq-Q
Kavcic-Lu
Smyczek-[15]Anderson

Djokovic darf sich ein wenig warm spielen, bevor er im Viertelfinale auf Nadal trifft. Dass ausgerechnet ihm der neunfache Roland Garros-Champion zugelost wurde, ist ein grösserer Schlag ins Gesicht als der Champagnerkorken, der ihm in Rom um die Ohren geflogen ist.

Der Serbe hatte sich im Vorfeld dafür ausgesprochen, dass man den im Ranking abgerutschten Nadal auf vier setzt, aber anders als in Wimbledon macht man in Frankreich diese Art Spielchen nicht.

[10]Dimitrov-Sock
Carreno Busta-Estrella Burgos
Coric-Querrey
[18]Robredo-Q

[30]Mannarino-Melzer
Kuznetsov-Jaziri
Almagro-Dolgopolov
Halys-[6]Nadal

Grigor Dimitrov dürfte sich gegen Fastfoodjunkie Jack Sock durchsetzen. Ich erinnere mich noch, wie der Amerikaner vor ein paar Jahren verzweifelt nach Chipotle in Paris gesucht hat.

Von Robredo erwarte ich nichts, weil er Madrid und Rom wegen Verletzung ausgelassen hat. Ein wenig gespannt, darf man auf den jungen Kroaten Coric sein. In Nizza spielt er heute das Halbfinale gegen Leonardo Mayer.

Nadals Gesicht als er sah, wie sein Name in Djokovics Viertel gelost wurde spricht Bände. Gewöhnlich treffen sie sich erst im Finale.

[3]Murray-Q
Pospisil-Sousa
Q-Q
Istomin-[29]Kyrgios

[17]Goffin-Krajinovic
Giraldo-Young
Chardy-Q
Seppi-[16]Isner

Auch der neue Sandplatzspezialist Andy Murray darf sich später entweder mit Djokovic oder Nadal abmühen. Man könnte fast glauben, das Draw ist manipuliert um Federer zu begünstigen.

Kyrgios mal wieder mit Glück für die ersten paar Runden. Sein angeblich lädierter Ellenbogen wird sicher wieder in Ordnung sein.

Der wiedererstarkte Aufschlagriese John Isner dürfte sich über seine Auslosung nicht beklagen. Seinen Erstrundengegner Seppi hat man seit Monte Carlo auf keinem Turnier mehr gesehen. Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass Chardy die Nerven gegen ihn behalten wird.

[9]Cilic-Haase
Duckworth-Q
Janowicz-Hamou
Vesely-[23]L.Mayer

[31]Troicki-Struff
Bolelli-Darcis
Gimeno-Traver-J.Sousa
Lacko-[7]Ferrer

Eine wenig aufregende Sektion.

Der US Open-Champion Cilic schwächelt gewaltig seit seiner Schulterverletzung. Die Auslosung ist deshalb nur auf dem Papier einfach für ihn. Wahrscheinlich wird der unverwüstliche Dauerläufer Ferrer den Vorteil daraus ziehen.



[5]Nishikori-Mathieu
Matosevic-Bellucci
Bemelmans-Becker
Q-[32]Verdasco

[19]Bautista Agut-F.Mayer
Q-Rosol
Monaco-Delbonis
Gabashvili-[11]Lopez

Der vom Pech verfolgte Paul-Henri Mathieu spielt wohl das letzte Mal in Roland Garros. Ich hätte ihm einen angenehmeren Gegner als Nishikori gewünscht.

Der Japaner, der durch seine Werbeverträge zu den bestverdienenden Sportlern der Welt gehört, ist bei mir endgültig unten durch. Wahrscheinlich bekommt er bald den nächsten Mulitmillionenwerbevertrag. Anders kann ich mir nicht erklären, warum ein Sportler McDonalds öffentlich lobt.

Verdasco wurde durch die kurzfristige Absage von Milos Raonic noch gesetzt. Glück für ihn und sicher auch für andere gesetzte Spieler.

[14]Tsonga-Q
Kukushkin-Sela
Ramos-Vinolas-Andujar
Soeda-[22]Kohlschreiber

[28]Fognini-Ito
Q-Paire
Dodig-Stepanek
Q-[4]Berdych

Tsonga war schon in besserer Form. Wie Monfils, Gasquet und Simon war er immer wieder verletzt. Man weiss also nicht, was man von ihm erwarten kann.

Auch der flamboyante Benoit Paire kämpft darum, seine Form wieder zu finden. Leider trifft er schon in der zweiten Runde auf einen der besten Sandplatzspieler.

Ob Fognini sich auch gegen Tomas Berdych durchsetzen wird ist fraglich. Das Tennis des Tschechen ist furchtbar einseitig und langweilig. Aber er ist für die meisten Spieler allein auf Grund seiner kraftvollen Schläge nicht zu packen.

[8]Wawrinka-Ilhan
Lajovic-Gonzalez
Berankis-Stakhovsky
Johnson-[26]-Garcia-Lopez

[24]Gulbis-Q
Mahut-Q
Tiafoe-Klizan
Pouille-[12]Simon

Wawrinka scheint durch seinen Sieg über Nadal in Rom seine Schwächephase überwunden zu haben. Vielleicht hatte ihm der Wirbel um die etwas unschöne Trennung von seiner Frau etwas zugesetzt.

Gulbis hat ein gute Auslosung. Aber wird er sie auch nutzen können? Wenn Gulbis in normal guter Form wäre, könnte er über die dritte Runde hinauskommen, denn der unangenehm zu spielende Gilles Simon laboriert an einer Nackenverletzung.

[13]Monfils-Roger-Vasselin
Schwartzman-Haider-Maurer
Thiem-Bedene
Groth-[21]Cuevas

[25]Karlovic-Baghdatis
Dzumhur-Youzhny
Granollers-Q
[2]Federer-Q

Das Grinsen von Federer muss heute Mittag noch um einiges breiter gewesen sein, als sonst schon.

Kein für ihn unbezwingbarer Nadal im Viertefinale, den hat der vom Tennisestablishment wenig geliebte Djokovic bekommen. Auch kein vor Selbstbewusstsein strotzender Andy Murray vor dem Finale.

Vielleicht sorgt ja die Wundertüte Gael Monfils für die grosse Überraschung. Aber das ist unwahrscheinlich.

Dem so netten Dominic Thiem hätte man auch eine bessere Auslosung gewünscht. Im Halbfinale von Nizza, hat er heute John Isner geschlagen. Ich hatte ihm das nicht zugetraut.

Must Read - French Open 2015: Rafael Nadal makes a mockery of the rule book

As Rafael Nadal prepares to defend his French Open crown in Paris next week, his time-wasting is making a mockery of the tennis rulebook. The Daily Telegraph can reveal that Carlos Bernardes, the last umpire to seriously challenge Nadal on this point, has been withdrawn from Nadal’s matches since and is unlikely to officiate him at Roland Garros.

The bad blood between the two dates back to Feb 22, and the semi-final of the Rio Open. Bernardes followed the letter of the law by handing Nadal two time violation penalties for exceeding the 25-second limit between points, the second of which cost him a first serve. In a Spanish exchange captured by the courtside microphones, a furious Nadal then told Bernardes: “I will make sure that you don’t arbitrate me anymore.”

Donnerstag, 21. Mai 2015

The Last Time ...



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