Mittwoch, 2. September 2015

Must Read - The Weight

I am hours away from playing in the biggest tennis match of my life: the fourth round of the U.S. Open … on Labor Day … on my dad’s birthday … on Arthur Ashe … on CBS … against Roger Federer. I am hours away from playing the greatest player of all time, for a chance at my best-ever result, in my favorite tournament in the world. I am hours away from playing the match that you work for, that you sacrifice for, for an entire career.

And I can’t do it.

I literally can’t do it.

It’s early afternoon; I’m in the transportation car on my way to the courts.

And I am having an anxiety attack.

My anxiety disorder started in 2012, during what should have been the high point of my career. I was at the end of a long road — a few years long — on which things really started to come together for me.

In 2009, I had had this sort of eye-opening experience, this turning point. I was 27. Up to then, I’d had a nice career. It was a career that, in many ways, I could be proud of: I’d won the silver medal at the 2004 Olympics, had some results at a couple of Grand Slams, seen the world, made a good living. But it was nothing sustained.

I was newly married, and my perspective was changing, growing. And I think I just sort of realized, in a way I previously hadn’t … that “nice,” as a tennis career, wasn’t good enough for me. That I wasn’t finished. That I still wanted to do some really cool things in the sport. And that, most importantly, it was now or never.

Bedene äusserte sich nach dem Match

"I wouldn't say I could expect it," said Slovenia-born Bedene, who took British citizenship in March. "He was doing something with his wrist. I guess he was injured before.

"He was hitting his serve quite well so I don't think it's a big injury. But I guess he didn't feel comfortable to play."

Dienstag, 1. September 2015

US Open - Gulbis gibt gegen Bedene beim Stand von 6-3, 4-6, 0-3 auf

USO15

Man hat es leider kommen sehen.

Wenn er nicht gespielt hätte, wäre das auch nicht überraschend gewesen. Gulbis hatte im Vorfeld etliche Trainingeinheiten ausfallen lassen. Thiem hat meistens umsonst auf ihn gewartet.

Hier mit seinem Coach direkt nach dem Match. Für Gulbis ist es bitter, dass er nach dem guten Ergebnis in Montreal eine neue Verletzung hat. Die Auslosung war auch nicht so schlecht.

Es gab in der ersten Runde extrem viele Aufgaben. Zehn, wenn ich mich nicht verzählt habe. Die meisten Spieler haben notgedrungen einen zu dichten Spielplan, um zu dieser Zeit des Jahres noch verletzungsfrei zu sein.

Aber auch die grosse Hitze und Luftfeuchtigkeit spielte bei einigen langen Matches eine Rolle. Ich hätte nichts dagegen, wenn die erste Woche über zwei Gewinnsätze gespielt würde. Best-of-Five kommt aus einer anderen Zeit, als die Ballwechsel sehr kurz waren und ganz so heiss war es früher sicher auch nicht.

Freitag, 28. August 2015

US Open - Ein Blick auf die Auslosung

Mit Monaco und Benneteau gab es nur zwei Absagen dieses Jahr. Aber sehr viele Veteranen und Spieler auf Austrag spielen im Hauptfeld: Fish, Haas, Tipsarevic, Nieminen, Hewitt, Youzhny ...

(1)Novak DJOKOVIC SRB vs Joao SOUZA BRA
Vasek POSPISIL CAN vs Andreas HAIDER-MAURER AUT
Teymuraz GABASHVILI RUS vs Pablo ANDUJAR ESP
QUALIFIER vs (25)Andreas SEPPI ITA

(23)Roberto BAUTISTA AGUT ESP vs (WC) P.H. HERBERT FRA
Jerzy JANOWICZ POL vs Pablo CARRENA BUSTA ESP
Joao SOUSA POR vs Ricardas BERANKIS LTU
Simone BOLELLI ITA vs (14)David GOFFIN BEL

Auch wenn ich mich bei jeder Auslosung wiederhole: Da ist keiner, der Djokovic gefährden kann. Nicht bis zum Finale.

Einziges Problem für Djokovic: Er wird ziemlich sicher die kräfteraubenden Day Sessions spielen müssen. Die viel kühleren Night Sessions, sind für die vermeintlich populäreren Spieler reserviert. Fair ist was anderes.

David Goffin wird bei best-of-five auch keine Gefahr sein. Ausserdem muss er erst einmal soweit kommen.

(10)Milos RAONIC CAN vs Tim SMYCZEK USA
Fernando VERDASCO ESP vs Tommy HAAS GER
Marco CECCHINATO ITA vs Mardy FISH USA
QUALIFIER vs (18)Feliciano LOPEZ ESP

(32)Fabio FOGNINI ITA vs Steve JOHNSON USA
Pablo CUEVAS URU vs Dudi SELA ISR
QUALIFIER vs Diego SCHWARTZMAN ARG
Borna CORIC CRO vs (8)Rafael NADAL ESP

Hier schaut es etwas interessanter aus:

Raonic, der seit einer Fussverletzung noch nicht wieder die alte Form gefunden hat.

Tommy Haas, der wegen eines verfänglichen Instagram-Postings in die Schlagzeilen kam und mit Verdasco einen zu schweren Gegner haben dürfte.

Mardy Fish, der noch ein letztes Mal die US Open spielt, könnte mit seiner Auslosung sogar mehr als nur ein Match gewinnen.

Und natürlich Nadal, der mit dem jungen Kroaten Coric einen der gefährlichsten ungesetzten Spieler zugelost bekommen hat. Die gute Nachricht für Nadal: Coric war vielleicht ein wenig zu lange in Winston-Salem beschäftigt.

(4)Kei NISHIKORI JPN vs Benoit PAIRE FRA
Marsel ILHAN TUR vs Radek STEPANEK CZE
Sam GROTH AUS vs Alexandr DOLGOPOLOV UKR
QUALIFIER vs (26)Tommy ROBREDO ESP

(19)Jo-Wilfried TSONGA FRA vs Jarkko NIEMINEN FIN
Lukas LACKO SVK vs Marcel GRANOLLERS ESP
Sergiy STAKHOVSKY UKR vs John MILLMAN AUS
QUALIFIER vs (16)Gael MONFILS FRA

Nishikori hat Cincinnati wegen einer Verletzung nicht gespielt. Aber der Japaner dürfte wie der Phoenix aus der Asche wiederauferstehen und jeden Gegner niederbügeln.

Tsonga und Monfils werden sich nicht freuen, so früh aufeinander zu treffen.

(9)Marin CILIC CRO vs QUALIFIER
Lucas POUILLE FRA vs QUALIFIER
Yen-Hsun LU TPE vs Mikhail KUKUSHKIN KAZ
QUALIFIER vs (17)Grigor DIMITROV BUL

(27)Jeremy CHARDY FRA vs (WC)Ryan SHANE USA
Florian MAYER GER vs Martin KLIZAN SVK
Filip KRAJINOVIC SRB vs QUALIFIER
Radu ALBOT MDA vs (7)David FERRER ESP

Marin Cilic ist der Titelverteidiger. Aber alle sind sich einig, dass der Überraschungssieger vom letzten Jahr nicht wieder gewinnen wird. Ich finde ihn ja so langweilig, dass ich nicht einmal über ihn nachdenken mag.

David Ferrer hat wegen einer Ellbogenverletzung seit Nottingham, einem Vorbereitungsturnier für Wimbledon, kein Turnier gepielt. Ich kann mich nicht erinnern, dass er vorher jemals ernsthaft verletzt war.

Man kann es leichtfertig finden, dass er ausgerechnet bei den US Open sein Comeback startet, aber die Auslosung meint es sehr gut mit ihm.
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(5)Stan WAWRINKA SUI vs Albert RAMOS-VINOLAS ESP
Hyeon CHUNG KOR vs James DUCKWORTH AUS
Gilles MULLER LUX vs Ruben BEMELMANS BEL
Victor ESTRELLA BURGOS DOM vs (26)Jack SOCK USA

(22)Viktor TROICKI SRB vs (WC)Frances TIAFOE USA
Rajeev RAM USA vs (WC)Ryan HARRISON USA
Ernests GULBIS LAT vs Aljaz BEDENE GBR
Donald YOUNG USA vs (11)Gilles SIMON FRA

Und hier sind wir bei Gulbis, der mit Bedene einen halbwegs schlagbaren Gegner für die erste Runde hat. Vorausgesetzt das Handgelenk ist in Ordnung. Immerhin konnte er gestern trainieren.

Der unverwüstliche Simon für die zweite Runde, ist da schon eine andere Hausnummer. Aber was macht man daraus, dass der Franzose in Winston-Salem sein Auftaktmatch ausgerechnet gegen Bedene verloren hat?

(15)Kevin ANDERSON RSA vs QUALIFIER
(WC)Austin KRAJICEK USA vs Santiago GIRALDO COL
Benjamin BECKER GER vs Denis ISTOMIN UZB
Daniel GIMENO-TRAVER ESP vs (20)Dominic THIEM AUT

(30)Thomaz BELLUCCI BRA vs James WARD GBR
QUALIFIER vs QUALIFIER
QUALIFIER vs Adrian MANNARINO FRA
Nick KYRGIO AUS vs (3)Andy MURRAY GBR

Jeder war gespannt darauf, wem Nick Kyrgios zugelost werden würde. Dass es Murray ist, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Der Schotte trainierte vor dem Skandal öfter mit Kyrgios. Mir ging diese Klüngelei gegen den Strich. Aber der Australier genoss bis vor kurzem alle Vorteile und Bevorzugungen. Und wenn etwas Gras über die Sache gewachsen ist, wird das auch wieder so sein.

Murray hat sich, wenig überraschend, von allen Topspielern am wenigsten kritisch über Kyrgios geäussert. Nadal fand die schärfsten Worte und wie man hört, weigerte er sich zusammen mit ihm Doppel bei einem Charityturnier zu spielen.

Aber es findet sich hier auch noch Dominic Thiem, der sich über eine schöne Auslosung freuen darf.

(6)Tomas BERDYCH CZE vs (WC)Bjorn FRATANGELO USA
Denis KUDLA USA vs QUALIFIER
Sam QUERREY USA vs Nicolas MAHUT FRA
Janko TIPSAREVIC SRB vs (31)Guillermo GARCIA-LOPEZ ESP

(24)Bernard TOMIC AUS vs Damir DZUMHUR BIH
Alexsandr NEDOVYSESOV KAZ vs (WC)Lleyton HEWITT AUS
Robin HAASE NED vs Dustin BROWN GER
Thanasi KOKKINAKIS AUS vs (12)Richard GASQUET FRA

Gasquet vs. Kokkinakis. Die Neuauflage von Cinncinnati.

Der Franzose scheint auf die jungen Australier abonniert zu sein. Erst ständig Kyrgios, jetzt Kokkinakis.

Mit Hewitt und Tomic finden sich hier noch zwei weitere Australier. Hewitt wieder mit Wildcard. Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.

(13)John ISNER USA vs Malek JAZIRI TUN
QUALIFIER vs Mikhail YOUZHNY RUS
Jiri VESELY CZE vs Paolo LORENZI ITA
Federico DELBONIS ARG vs (21)Ivo KARLOVIC CRO

(29)Philipp KOHLSCHREIBER GER vs QUALIFIER
(WC)Jared DONALDSON USA vs Lukas ROSOL CZE
Marcos BAGHDATIS CYP vs Steve DARCIS BEL
Leonardo MAYER ARG vs (2)Roger FEDERER SUI

Isner wird dieses Mal sicher nicht gegen Kohlschreiber verlieren, denn dazu müsste dieser Federer schlagen und das sehe ich nicht kommen.

Gegner, die für andere Hürden darstellen, sind für Federer nicht einmal kleine Stolpersteine. Federer hat aber die schwerere Hälfte als Djokovic erwischt. Dafür wird er sicher immer die Night Sessions spielen können. Diesen Vorteil wird er auch brauchen, um das Finale zu erreichen.

Dienstag, 25. August 2015

Journeyman oder behindert Gulbis etwa eine neue Verletzung?

Einen Journeyman nennt man einen Tennisspieler, der Woche für Woche zu einem Turnier reist und dort meistens früh verliert.

Dass Gulbis auch in Winston-Salem in der ersten Runde verloren hat, war nicht überraschend, nach der vielen Hin-und Herfliegerei. Da bleibt zu wenig Zeit für Regeneration und Vorbereitung.

Die Niederlagen wären nicht weiter nennenswert, wenn es nicht danach aussehen würde, als ob Gulbis eine neue Verletzung hat. Sowohl in Vancouver als auch in Winston-Salem schüttelte er immer wieder sein rechtes Handgelenk aus.

Als Erstrundengegner hatte er mit Rosol den Champion vom letzten Jahr zugelost bekommen. Dem Tschechen liegen die etwas schnelleren Bedingungen in Winston-Salem. Losglück sieht anders aus.

"To beat Ernests first round was a tough match. I lost to him two weeks ago in the Montreal second round. I'm happy to continue the winning streak in Winston-Salem.

"I was trying to concentrate on every point. Ernests started to serve very well in the second set so it was tricky... I feel pretty good on this surface here in Winston-Salem and I've been practising here since Thursday.


Gulbis hat im zweiten Satz zwar besser serviert, aber very well ist übertrieben. Rosol war also gut vorbereitet und dazu hochmotiviert. Der Lette dagegen, dürfte mehr Zeit im Flugzeug als auf dem Trainingsplatz verbracht haben.

Dennoch machte der Tscheche genug Fehler. Konnte sich aber, anders als Gulbis, auf seinen Aufschlag verlassen und wehrte die zahlreichen Breakbälle des Letten souverän ab.

Kommenden Montag beginnen die US Open. Die Vorbereitung dafür war nach Montreal suboptimal, um es freundlich auszudrücken. Ernests wird eine gute Auslosung brauchen, um auch nur eine Runde in New York zu überstehen. Wunschdenken bei einen ungesetzten Spieler.

Vielleicht wäre es besser gewesen, nach Vancouver zu pausieren und mit Thiem in den Hamptons zu trainieren. Aber wegen fehlender Matchpraxis hat er wohl vorgezogen, es in Winston- Salem zu probieren.

Nachtrag:

Gulbis’ postmatch comments to the media were quick and to the point. “I lost,” he said. “My wrist hurt and it was really hot but he played well.”

Ja, so kann man es zusammenfassen. Leider hat man das mit dem Handgelenk richtig interpretiert.

Montag, 24. August 2015

Wie erwartet, Nick Kyrgios kommt billig davon

The ATP has announced that Nick Kyrgios has been found to have committed the player major offence “Aggravated Behavior” after a review of his comments made during his second round match against Stan Wawrinka at the Rogers Cup in Montreal, Canada, on 12 August 2015.

The ATP has imposed a further fine of US$25,000 as well as a suspension for a period of 28 days from any ATP sanctioned event. However, the fine and suspension are withheld on the condition that, over the next six-month period, ending 24 February 2016, the player:

"Papa, you need a hat"



Unglaublich dieser Federer. Seit Wimbledon hat er kein Turnier gespielt und gewinnt Cincinnati fast beiläufig.

Djokovic hat aber nicht gut gespielt. Der Trend hat sich bei ihm fortgesetzt. In Montreal war es schon eng gegen Gulbis. Das Finale hat er dort dann gegen Murray verloren.

Djokovic strauchelte auch gewaltig in Cincinnati. Gegen Goffin und Dolgopolov schrammte er jeweils wieder an einer Niederlage vorbei. Dass er so gegen Federer nicht würde durchkommen können, war eigentlich klar. Erst recht in Cincinnati, das schnellere Bedingungen aufweist.

Der Serbe scheint auch etwas verletzt zu sein. In Montreal war es der rechte Arm und in Cincinnati die Bauchmuskeln. Eines führt ja gern zum anderen.

Sind jetzt Murray und Federer die grösseren Favoriten für die US Open als Djokovic? Nur, wenn Djokovic mehr als nur ein paar kleinere Blessuren hat.

Mittwoch, 19. August 2015

Kein Glück in Vancouver

EGVancouver

Bei seiner Ankunft in Vancouver war er noch gut drauf. Aber sicher auch ziemlich müde. Das Foto hat eine Frau, gemacht, die ihn anscheinend für das Turnier vom Flughafen abgeholt hat.

Als ich heute früh aufwachte, war ich mehr als überrascht, dass Gulbis und Marchenko immer noch spielten.

Ernests gelang im dritten Satz ein Break. Marchenko hat dann vor dem Aufschlag von Gulbis eine MTO genommen und auf die Art den Rhythmus des Letten gestört und zurückgebreakt.

Danach hat er wieder so gespielt, wie wohl das ganze Match über. Gulbis hat dann im Tiebreak das Match verloren. Anscheinend hatte er während der ganzen Zeit Probleme mit seinem Handgelenk. Schüttelte es immer wieder aus.

Die Leute meinen immer, dass ein ATP-Spieler, sich auf der Challengertour schnell mal ein paar leichte Siege und Punkte abholen kann. Das läuft aber nicht so.

Zumindest nicht für jemanden wie Gulbis. Weil gegen den strengen sie sich besonders an. Marchenko war da keine Ausnahme. Er spielte, als ginge es um sein Leben. Drei Stunden lang.

Ob der Ukrainer tatsächlich eine Handgelenksverletzung hatte oder ob die vorgetäuscht war, ist da auch schon egal.

Wer Lust hat, kann sich noch diesen Podcast anhören. Gulbis war überrascht, wie lange der Flug von Montreal nach Vancouver ging.

In diesem Artikel erzählt Ernests noch, wie die langwierige Schulterverletztung sein Tennis beeinträchtigt hat. Überhaupt hatten sich die Medien in Vancouver auf ihn gestürzt.

Sonntag, 16. August 2015

Trockenheit

Trockenheit


Trockenheit_zwei


Trockenheit_drei

Leicht geschockt gewesen zu sehen, wie der Luitpoldpark jetzt ausschaut.

Samstag, 15. August 2015

Gruss von Ernests

EGMontreal

Tweet seiner jüngsten Schwester.

Das Match konnte wegen stundenlangem Regen und dem vorangegangenen über drei Stunden dauernden Marathon*
Isner vs. Chardy, erst sehr spät beginnen.

Frag mich keiner, wie spät es war. Glücklicherweise ist heute Feiertag in Bayern und es steht nichts wesentliches an.

*Wenigstens hat Chardy gewonnen. Ich habe mir das nicht angeschaut. Isner macht jedes Match unerträglich zäh und langweilig.

Montreal - Novak Djokovic pushed to the limit - Ernests Gulbis verliert das Viertelfinale nach zwei Matchbällen 7-5, 6-7(7), 1-6



Standing ovations für Gulbis.

Und es war nicht das einzige Mal, dass es das Publikum aus den Sitzen hob.

Wer hätte gedacht, dass Ernests nach zwei Matches in der Qualifikation und drei weiteren, zum Teil knappen Siegen, gegen die Nummer eins der Welt, noch so gut würde spielen können? Für Djokovic, der ein Freilos hatte, war es erst das dritte Match. Der Serbe hat dieses Jahr insgesamt nur drei Mal verloren.

Ich wusste, dass es Gulbis, wenn überhaupt, ihn zwei Sätzen würde gewinnen müssen. Dass die Energie für einen dritten Satz nicht reichen würde. So war nach dem knapp verlorenen zweiten Satz, in dem er ein frühes Break nicht halten konnte, nach zwei vergebenen Matchbällen im Tiebreak, die Luft raus beim Letten.

Very lucky, in der Tat. Auch Djokovic applaudiert Gulbis, als dieser den Court Central verlässt.

Mit einem Sieg, hätte er in Cincinnati im Hauptfeld spielen können. Es war trotzdem eine sehr gute Woche für Gulbis in Montreal.

Ein langer Flug wartet auf den Letten. Kommende Woche spielt er mit Wildcard das Challenger in Vancouver.

Freitag, 14. August 2015

Montreal - Rat mal, wer im Viertelfinale ist



6-4, 6-4 gegen Donald Young. Ernests hat gut gespielt. Bresnik und Thiem waren da, um ihn zu unterstützen.

Auch der Schiedsrichter Mohamed Lahyani hat sich mit dem Letten über dessen Sieg gefreut.

Kurz vor seinem eigenen Match schaute er sich an, wer sein möglicher Viertelfinalgegner sein könnte.

Nachtrag:

Ein etwas müder Gulbis hat nach dem Match den Kanadiern noch ein Radiointerview (ab der 23. Minute) gegeben.

Must Read - Tennis is done for under-fire Aussie Nick Kyrgios in Montreal, but the story isn't over

... on top of the $10,000 fine levied by the ATP Tour for the "insulting comment he made to Stan Wawrinka" during their match Wednesday – the maximum fine allowed for an on-site infraction – he was assessed an additional $2,500 US fine for a remark he made to one of the ballkids during the match.

Later, the ATP announced that in addition to the fines, Kyrgios had received a "Notice of Investigation". That basically means the ATP is going to take an even closer look, to determine whether the Aussie's actions fit the criteria for "major offences" in the ATP rule book, such as "aggravated behaviour" or "conduct contrary to the integrity of the game."

The fines that go along with that are exponentially higher (in the $100,000 range), and there could even be a suspension from competition on the ATP Tour, which is serious business.

Donnerstag, 13. August 2015

Skandal in Montreal - Nick Kyrgios pöbelt Wawrinka während ihres Matches an: "Kokkinakis banged your girlfriend" "Sorry to tell you that, mate"



Stan Wawrinka fordert von der ATP Konsequenzen.

Da kann er lange darauf warten. Nick Kyrgios ist bis jetzt mit allem durchgekommen.

Aber Wawrinka hat recht. Er verhält sich nicht nur Gegnern gegenüber respektlos, sondern macht auch Schiedsrichter, Linienrichter und Ballkinder aufs unflätigste an. Und alle lassen es sich gefallen. Schliesslich ist Kyrgios das grösste Ass von Tennis Australia.

Hat Wimbledon eigentlich die hohe Geldstrafe, die er hätte bekommen können, durchgesetzt? Ich glaube eher nicht. Man hat nichts mehr gehört. So lange Kyrgios keine wirklich harten Konsequenzen tragen muss, wird er auch so weiter machen. Selbst eine hohe Geldstrafe steckt er locker weg. Das trifft ihn nicht härter, als unsereins ein Strafzettel für falsches Parken.

Eine längere Sperre würde am ehesten etwas bringen. Aber dafür müsste er wohl handgreiflich werden oder jemanden verletzen, wie seinerzeit Dimitrov oder Nalbandian. Dass seine Sponsoren ihm die Verträge aufkündigen, wird auch nicht passieren. Schliesslich wird er eher früher als später, mit den anderen jungen Glückspilzen um Grand-Slam-Titel spielen.

Mittwoch, 12. August 2015

"Gute Freunde kann niemand trennen" - UPDATE - Gulbis schlägt auch Rosol 6-2, 5-7, 6-3



3-6, 7-6 (8), 6-1.

Das war mal wieder ein Match.

Thiem meinte hinterher, er hätte besser gespielt als erwartet. Danach sah es Anfangs nicht aus.

Den ersten Satz hat Gulbis ihm trotz eines frühen Breaks auf dem Silbertablett überreicht. Thiem brauchte nur den Ball übers Netz zu spielen. Gulbis machte früher oder später einen Fehler. Nichts schien sich beim Letten geändert zu haben.

Im zweiten Satz spielte Gulbis dann besser, aber auch Thiem hatte seine defensive Taktik vervollkommnet. Gewinnschläge, aber auch weiter viele unerzwungene Fehler, machte praktisch nur der Lette.

Mehr als einmal musste Ernests einen eigentlich gewonnenen Punkt wiederholen, weil die Linienrichter pennten. Ein Beweis für die Wichtigkeit des Hawk-Eyes. So gab es von seiner Seite ein paar Unterhaltungen mit dem Schiedsrichter.

Die Kamera blieb während der Pausen vor den Seitenwechseln ausschliesslich auf Gulbis. Da spielte sich mehr ab. Thiem schien still in sich selbst versunken.

Der Tiebreak war ein einzige Achterbahnfahrt. Gulbis lag zweimal mit Minibreak hinten. Gerade rechtzeitig fing Thiem an Fehler zu machen. Dann gab der Schiedrichter Ernests beim Stand von 4-4 eine völlig ungerechtfertigte Zeitverwarnung.

Das war reine Schikane. Ernests war so sauer, dass er ein Ass auf die Linie pfefferte und nach einer weiteren Challenge zwei Satzbälle hatte. Er dachte, er hätte den Satz gewonnen und setzte sich hin, musste sich aber belehren lassen, dass der Tiebreak noch nicht zu Ende ist.

Dadurch verlor er die Konzentration und vergab beide Satzbälle. Aber es wurde noch schlimmer. Ernests war unfähig zu verhindern, dass Thiem zu zwei Matchbällen kam. Einen bei dessen Aufschlag. Und so wehrte Gulbis den ab. Jetzt war Thiem frustriert und Ernests, der mit mehr als einem Fuss schon aus dem Turnier draussen war, kam doch noch zu seinem Satz.

Danach gewann Thiem nur noch ein Spiel. Es schien als hätte jemand den Stecker aus ihm herausgezogen. Der knapp verlorene Tiebreak, die vergebenen Matchbälle, liessen ihn schliesslich seine grosse Müdigkeit spüren.

Beim Handschlag am Netz lächelte er seinen Freund auf seine unvergleichliche Weise an. Für Gulbis ist es auch ein moralischer Sieg gegen einen Gegner, der schon eine Art Nemesis geworden war.

Heute schon geht es weiter gegen Lukas Rosol, der ganz anders spielt als Thiem. Leider auf keinem Showcourt und ohne Hawk-Eye.

UPDATE:

14 Asse! Anscheinend war es nur ein schlechtes Aufschlagspiel, das zum Verlust des zweiten Satzes geführt hat. Hier finden sich ein paar Impressionen einer Zuschauerin.

Vor dem Match gegen Rosol hat er wieder mit Thiem trainiert. Man kann die beiden nicht trennen.

Dienstag, 11. August 2015

Wie es der Teufel will - Montreal Runde eins - Ernests Gulbis vs. Dominic Thiem - UPDATE - Gulbis wehrt zwei Matchbälle ab & gewinnt 3-6, 7-6 (8), 6-1

Ich war überrascht, dass Thiem Montreal überhaupt spielt. Er muss müde sein. Nach eigener Aussage, hat er auch oft Probleme mit dem Jetlag. Ohne nachzuschauen, ist es wohl das vierte Mal in elf Monaten, dass die beiden einander früh zugelost wurden. So oft wie kaum zwei andere Spieler.

Ernests hat immer verloren, wie er praktisch gegen jeden seit einer gefühlten Ewigkeit verloren hat. Spätestens seit den US Open war er physisch am Ende und hat bis jetzt seine Form nicht wieder gefunden. Auch wenn es langsam besser zu werden scheint.

In normaler Form ist Gulbis der bessere Spieler als Thiem. Aber im Gegensatz zum gebeutelten Letten, hat der junge Österreicher viel an Selbstvertrauen in den letzten Monaten gewonnen. Vor allem die letzten drei Wochen liefen extrem gut für ihn.

Es war aber auch viel Gück dabei. Reihenweise haben Gegner gegen ihn aufgegeben. Fünf waren es mindestens. Für die jetzt sehr jungen Spieler ist der Tisch gedeckt, sie brauchen sich nur zu bedienen. Die letzten 10 Jahre wurden mehrere Jahrgänge talentierter Spieler in der Ära Federer/Nadal aufgerieben. Die Gnade der späten Geburt gibt es auch im Sport.

Ernests hat sich durch die Qualifikation gekämpft. Das entscheidende Match gegen Nicolas Mahut, war ein Thriller. Ernests lag Satz und Break zurück. Dass er es noch rausschinden konnte, müsste ihm eigentlich einen Schub geben.

Leider ist das Wetter heute unzuverlässig in Montreal. Wenn es dumm läuft, bringen sie die Matches nicht durch oder verlegen das von Gulbis und Thiem auf einen Court ohne Kameras. Es wäre auch wirklich komisch, wenn für Ernests mal etwas normal laufen würde.

Gulbis trainiert nach wie vor mit Bresnik, der erst am Sonntag zusammen mit Thiem angereist ist. Einmal mehr eine unerfreuliche Situation für alle Beteiligten.

Samstag, 8. August 2015

Heiss war es überall

AmSee

Aber natürlich ist die Hitze nicht überall gleich gut auszuhalten. Die eine kühlere Woche hat dann ganz gut getan und die Luft in den Bergen oder an einem See ist immer viel besser als in der Stadt.

Allein in Montreal



Gulbis hat in Montreal für die Qualifikation als einziger Nichtkanadier eine Wildcard bekommen. Vor einem Jahr gehörte er dort noch zu den topgesetzten Spielern.

Die Amerikaner dürften nicht so nett sein, ihm auch eine Wildcard für Cincinnati zu geben. Aus Gründen, die nur Gulbis kennt, hat er sich für die Qualifikation bei diesen wichtigen Turnieren nicht angemeldet gehabt.

Bresnik macht seinen Spieler wieder schlecht

@letstalktennis1
Thiem coach Bresnik on Eurosport: „The plan was to fly to Montreal today with Ernests who is on his own, but I decided to stay in Kitzbuhel"

@letstalktennis1
Bresnik said he can’t favor Ernests Gulbis, who hasn’t taken the tennis too seriously in the last 2,3 years. Says from now one he’ll travel

@letstalktennis1
… with the player who works harder. Also says Gulbis had trouble in his private life in the last 6 months but hopes it’s now behind him.

Ich schätze, das war es jetzt endgültig mit den beiden.

Dabei hat Bresnik an Weihnachten im Gespräch mit Sportradio360 Gulbis noch über den grünen Klee gelobt.

Wie toll der im Training spiele. Dass da noch mehr komme in der Zukunft usw. Er konnte gar nicht aufhören zu schwärmen.

Und wie soll ein Spieler, der vor einem Jahr in die Top-10 kam und das Halbfinale von Roland Garros mit Siegen über Federer und Berdych erreicht hat, die letzten zwei, drei Jahre das Tennis nicht allzu ernst genommen haben?

In den Jahren in denen ich das Tennis genauer verfolge, habe ich noch nie erlebt, dass ein Coach, der letztendlich auch nur ein Angestellter ist, auf diese Art und Weise über einen Spieler in der Öffentlichkeit redet. Das würde in keinem Beruf gehen.

Es war von Anfang eine zweischneidige Sache den Coach mit einem anderen Spieler zu teilen. Noch dazu, wenn der andere Spieler schon seit der Kindheit mit dem Coach verbandelt ist und mit seinen jüngsten Erfolgen nun endgültig die Position des Lieblingsschülers innehat.

Gulbis' private Probleme könnten mit seiner Grossmutter zusammenhängen. Seine jüngste Schwester hat vor einiger Zeit Fotos mit ihr getweetet, die vermuten lassen, dass die Frau eine Chemotherapie hinter sich hat. Gulbis spricht nie über privates, darum habe ich das bisher auch nicht berichten wollen.

Der Amerikaner Jack Sock etwa, hat sogar Fotos von seinem Bruder auf Twitter gezeigt, als dieser wegen einer lebendsbedrohlichen Lungenentzündung auf der Intensivstation lag und als ob das noch nicht genug wäre, die Öffentlichkeit am Sterben seines Grossvaters teilhaben lassen.

So unterschiedlich sind die Kulturen.

Freitag, 17. Juli 2015

Sommerpause

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